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33 Maßnahmen für das InHK Bensberg

Um Bensberg und Bockenberg attraktiver zu machen und um ihre Alleinstellungsmerkmale zu betonen werden insgesamt 33 Maßnahmen in Projektsteckbriefen mit ihren Kostenansätzen vorgestellt. Die Maßnahmen sind in einem räumlichen Entwicklungskonzept verortet.

Im InHK Bensberg werden 4 Leitprojekte herausgestellt, die in besonderem Maß dazu geeignet sind weitere positive Entwicklungen für Bensberg und Bockenberg nach sich zu ziehen und die daher in erster Priorität umgesetzt werden sollen:

A1, die Umgestaltung der Schloßstraße im Zusammenwirken mit dem Privatinvest B1, Revitalisierung Löwen-Center
A2, die Umgestaltung des Deutschen Platzes / Hindenburgplatzes
D2, die Entwicklung des Stadtgartens und
D3, die Entwicklung des Quartiersplatzes Wohnpark Bensberg

Weitere Projekte mit besonderer Relevanz für Bensberg sind:
A3, die Umgestaltung des Burggrabens
F1, der Bau einer multifunktionalen Begegnungs- und Bildungsstelle an der Kauler Straße

Wo die 33 Maßnahmen im Projektgebiet zu finden sind, können Sie in unserer interaktiven Karte herausfinden.

Die 33 Maßnahmen

A1: Umgestaltung Schlossstraße

Das Zentrum Bensbergs weist, bedingt durch die Sanierungsplanung der 1960er und 1970er Jahre, welche den heutigen funktionalen und gestalterischen Anforderungen nicht gerecht werden kann, Sanierungsbedarf auf. Mit einer Neugestaltung des Zentrums kann dessen Versorgungsfunktion für die Bensberger Bevölkerung sowie das Hinterland langfristig gesichert werden. Eine Stärkung des Einzelhandels und die damit verbundene Sicherung der Wirtschaftskraft Bensbergs sind ebenso positive Folgen. Eine hohe Bebauungsdichte und ein hoher Anteil an Wohnnutzungen in der Schloßstraße machen eine gleichzeitige Schaffung von Aufenthaltsqualität erforderlich. Im Jahr 2017 soll daher ein Wettbewerbsverfahren nach VgV durchgeführt werden, welches durch ein externes Büro betreut wird. Neben der Schloßstraße sind im Wettbewerb auch deren Zugänge zu berücksichtigen, um die Erreichbarkeit des Zentrums dauerhaft zu sichern.
Das Zentrum Bensbergs definiert sich über seine bedeutenden Baudenkmäler in Verbindung mit seiner Topographie. Unterhalb der Nikolauskirche, des barocken Schlosses und des Böhm-Rathauses staffelt sich das Zentrum von Bensberg auf mehreren Topographieebenen. Hierbei bildet die Schloßstraße in etwa eine Geländestufe mit bis zu zwei Geschossen Höhenunterschied gegenüber den benachbarten Straßen. Vorhandene Fußwegebeziehungen zur tiefer gelegenen Steinstraße und zum Verkehrsbauwerk sollen daher ausgebaut und gestalterisch aufgewertet werden. Ein weiteres Ziel der Planung ist es, direkte Fußwegebeziehungen von der Schloßstraße zur höher gelegenen Geländestufe mit Markt und Schloss zu schaffen. Mit der Verbindung zum Markt kann, nach Verlagerung einer öffentlichen Toilettenanlage, eine historische Wegeachse wieder erlebbar gemacht werden. Bei der Neugestaltung des Zentrums sind die Sichtbeziehungen zu den großen Denkmälern wie Schloss, Rathaus und Nikolauskirche von besonderer Bedeutung.
Hinsichtlich der Abwicklung des Verkehrs auf der Schloßstraße wurde bei einem Runden Tisch Bensberg eine Durchfahrbarkeit der Schloßstraße im Einrichtungsverkehr als Ziel deklariert. Durch Reduzierung und Neuordnung des ruhenden Verkehrs sollen Flächen für Außengastronomie geschaffen und der Blick auf die Geschäfte freigestellt werden.
Die Maßnahme Schloßstraße hat direkte Berührungspunkte mit dem Privatinvest Marktgalerie (B1) sowie dem Privatinvest C8 (Bau einer Treppenanlage zum Markt), daher gilt es Schnittstellen miteinander abzustimmen. In Verbindung mit der Maßnahme stehen weiterhin die Maß- nahmen A6, B3, C3 und D1 mit eigenem Kostenansatz. Schließlich finden auch Maßnahmen zur Barrierefreiheit sowie die Maßnahme M-5-03 des Denkmalpflegeplanes Berücksichtigung.

Weitere Informationen zum Realisierungswettbewerb finden Sie hier.

A2: Deutscher Platz / Hindenburgplatz

Der Deutsche Platz und der Hindenburgplatz liegen in der westlichen Verlängerung der Schloßstraße, und damit in der Schlossachse. Sie sind durch die stark befahrenen Straßen Kölner Straße und Gladbacher Straße an 2 Seiten von der umgebenden Bebauung getrennt. Die vorhandene Bepflanzung verstärkt die trennende Wirkung indem sie die Sicht versperrt und Angsträume schafft. Die beiden Plätze liegen auf unterschiedlichen Höhenniveaus und unterscheiden sich in ihrer Nutzung und Atmosphäre – an die strenge Platzfläche des Deutsche-Platzes schließt sich die offene nur durch eine historisch bedeutsame Lindenallee gegliederte Grünfläche des Hindenburgplatzes an. Die Platzeingänge an der Gladbacher Straße sind nicht zuletzt durch bauliche Anlagen wie eine Tiefgarageneinfahrt und eine verwinkelte Treppe kaum wahrnehmbar.
Aktuell bilden die Plätze zwar einen großzügigen städtischen Freiraum, erscheinen jedoch voneinander losgelöst und von der Umgebung abgekoppelt. Beide Plätze werden von der Bevölkerung nicht ihrer Lage angemessen genutzt.
Ziel der Planung ist es, die Plätze zur umliegenden Bebauung hin zu öffnen und ein vielseitiges Angebot für unterschiedliche Nutzergruppen zu schaffen. Gleichzeitig sollen die Anbindungen der Plätze untereinander und an die Schloßstraße verbessert und die Platzeingänge deutlicher hervorgehoben werden. Hierbei soll der Bereich der baulichen Anlagen soweit freigestellt werden, dass er als Verbindungsgelenk wahrgenommen wird.
Die Planung sieht vor die Form des Deutschen Platzes, als Platz mit zentralem Denkmal, zu erhalten. Seine Aufenthaltsqualität soll jedoch durch Auslichten des Baumbestandes und durch eine moderne Möblierung verbessert werden.
Um die Funktion Lindenallee des Hindenburgplatzes, als Verbindungsachse zwischen Kölner Straße und Schloßstraße, besser herauszuarbeiten soll die Treppenanlage gradliniger geführt und transparenter gestaltet werden. Die auf der Tiefgarageneinfahrt vorhandene Fläche kann gleichzeitig in Zusammenarbeit mit den Eigentümern zu einem Sommergarten mit gastronomischer Nutzung freigestellt werden. Von diesem Gelenk ausgehend soll entlang der Gladbacher Straße der Bürgersteig zu einer Promenade ausgebaut und damit eine stärkere Verbindung zum Deutschen Platz geschaffen werden.
Der vorhandene Spielplatz soll zwar erhalten jedoch so umgestaltet werden, dass er zeitgemäßen Ansprüchen an eine attraktive Spielfläche gerecht wird. Hierzu soll im Rahmen der Spielflächenplanung unter Beteiligung von Kindern ein Thema erarbeitet werden.
Begleitet und ergänzt wird die Maßnahme durch die Maßnahmen Beleuchtungskonzept A 6 und Spielflächenplanung D 1 mit eigenem Kostenansatz. Berücksichtigt werden Maßnahmen zur Barrierefreiheit und die Maßnahme M-5-07 des Denkmalpflegeplans.

Mehr zur Historie des Deutschen Platzes/Hindenburgplatzes finden Sie hier.

A3: Aufwertung Burggraben

Ziel des Stadterneuerungsprozesses ist es, diesen wichtigen öffentlichen Teilraum aufzuwerten, Aufenthaltsqualitäten zu schaffen, Wegebeziehungen zu verbessern und ihn in das Stadtgefüge stärker zu integrieren und damit die Nutzung und Wahrnehmung des Burggrabens – einschließlich der angrenzenden Gemeinbedarfseinrichtungen und historischen Bausubstanz – zu erhöhen.
Der Burggraben wird optisch wie funktional aufgewertet. Die bestehenden Wegeverbindungen sind vor dem Hintergrund der Barrierefreiheit zu prüfen und zu verbessern. Die obere und untere Etage werden besser miteinander verknüpft. Die Eingänge zum Burggraben werden aufgewertet, Teile der vorhandenen Bepflanzung weichen zu Gunsten der Schaffung von Sichtbeziehungen und um die Wirkung als Angstraum zu reduzieren. Der Burggraben bedarf darüber hinaus einer besseren Beschilderung und einer Beleuchtung, um auch in den Abendstunden eine sichere Nutzung und Orientierung zu gewährleisten. Das Aufstellen einer ansprechenden Außenmöblierung und einer daraus resultierenden Schaffung von Aufenthaltsqualität trägt zur Belebung der Fläche bei. Der dort befindliche Spielplatz ist unter Wahrung der Historie des Ortes aufzuwerten, um auch langfristig als Spielmöglichkeit zur Verfügung zu stehen. Als Ergebnis der verwaltungsinternen Spielflächenplanung wird für den Spielplatz im Bereich Burggraben ein Thema identifiziert und mit Beteiligungsformaten (in erster Linie mit Kindern) vertieft. Hierfür wurde ein separater Kostenansatz berücksichtigt.
Die Aufwertung des Burggrabens erfolgt in Einzelmaßnahmen. Erst sind die Entwurfsplanung, die Herrichtung der Burgmauer sowie eine altstadtgerechte Straßenbeleuchtung vorgesehen. Im darauffolgenden Jahr werden sodann die Freiflächen und der Spielplatz gestaltet. Letztlich wird auch die Umfahrt umgestaltet und der Burggraben zu einem attraktiven öffentlichen Raum.
Im Rahmen der Umsetzung sind die Maßnahmen »Beleuchtungskonzept« und »Beschilderungskonzept« sowie die Maßnahme M-5-04 des Denkmalpflegeplanes zu berücksichtigen.

A4: Alter Markt

Der alte Marktplatz von Bensberg ist im Zuge der Stadtsanierungsmaßnahmen der 1970er Jahre zu einem Park- und Anlieferplatz verkommen. Der historische Stadtgrundriss wurde teilweise zerstört.
Ziel der Maßnahme ist die Neugestaltung der historischen Platzsituation und die Rückgewinnung von urbaner Aufenthaltsqualität.
Aktuelle, platzbegleitende private Bauvorhaben geben den Anlass bei der Wiederherstellung der angrenzenden Platzflächen eine neue Platzgestaltung vorzunehmen. Die Topographie nutzend soll eine Platzfigur mit zwei Ebenen entstehen, die das Raumgelenk zwischen der neuen Treppenanlage von der Schlossstraße und den historischen Räumen zwischen altem Schloss (Rathaus) und neuem Schloss werden wird. Der alte Markt soll so neu gefasst und durch gastronomische Nutzung urbane Qualitäten zurückgewinnen.
Das Konzept zur Entwicklung des Bereiches um den alten Markt wird von der Stadt seit einigen Jahren verfolgt und wurde eng mit den Denkmalschutzbehörden abgestimmt. Darüber hinaus ist im Rahmen der Umsetzung die Maßnahme M-5-06 des Denkmalpflegeplanes zu berücksichtigen.

A5: Erstellung Gestaltungsleitfaden Siedlung Rosenhecke

Die Siedlung Rosenhecke aus den 1920er bzw. 1930er Jahren besteht aus Ein- und Mehrfamilienhäusern mit einem zentralen Platz. Die Siedlung verfügt über ein einheitliches Erscheinungsbild, die Gebäude befinden sich in einem guten Zustand. Die Siedlung ist eine funktionsfähige Wohnsiedlung mit einer hohen Gestaltqualität. Teilweise gibt es individuelle Umgestaltungen, um das einheitliche Erscheinungsbild der Siedlung langfristig zu sichern, sollten daher gestalterische Regelungen in Form einer Gestaltungssatzung festgelegt werden.
Um das städtebauliche Ensemble auch langfristig in seinem historischen Erscheinungsbild zu sichern, ist die Erarbeitung eines Gestaltungssatzung geplant. Als Vorbereitung zur
Erarbeitung der Satzung wird ein Gestaltungsleitfaden entwickelt, der als Grundlage dient.
Im Rahmen des Denkmalplanes wird die Siedlung Rosenhecke unter der Maßnahme M- 05-11gefasst, die dort empfohlenen Maßnahmen sind im Rahmen der Umsetzung des InHK zu berücksichtigen.

A6: Beleuchtungskonzept

Der gezielte Einsatz von Licht im öffentlichen und halböffentlichen Raum kann das Image einer Stadt in herausragender Weise positiv beeinflussen. Mit Hilfe von Lichtinstallationen können urbane Räume nach Einbruch der Dunkelheit als Erlebnisfelder ausgestaltet, klare Strukturen geschaffen und die Sicherheit im öffentlichen Raum erhöht werden.
Durch die Erarbeitung und Umsetzung eines »Masterplan Licht« können die besonderen städtebaulichen Elemente Bensbergs (z.B. Schloss, Rathaus) in Szene gesetzt und das Image der Stadt gestärkt werden.
In allen Maßnahmenräumen des InHK ist die Beleuchtungssituation zu überprüfen und gegebenenfalls zu verbessern. Im Besonderen gilt dies für die Beleuchtung an den zentralen Fuß- und Radwegen im Stadtteil. Darüber hinaus ist auf eine einheitliche Beleuchtung zu achten. Außerdem können gegebenenfalls Wege/Themenrouten ausgebildet und unterschiedlich beleuchtet werden.
Die Maßnahme ist auch in Abstimmung beziehungsweise als Ergänzung des Beschilde- rungskonzeptes zu verstehen.
Darüber hinaus sind im Rahmen der Umsetzung des Beleuchtungskonzeptes die Maßnah- men »Aufwertung Deutscher Platz / Hindenburgplatz«, »Aufwertung Burggraben« und »Parkhaus alter Markt« zu berücksichtigen.

A7: Umsetzung Beschilderungskonzept

Ein wichtiger Bestandteil einer besucher- und touristenfreundlichen Stadtgestaltung ist das Beschilderungssystem der Stadt. Ein leicht verständliches, hochwertiges und ansprechendes Beschilderungssystem erleichtert nicht nur Ortsfremden die Orientierung im Stadtraum.
Im Stadtteil soll es eine einheitliche Beschilderung der wichtigen Ziele geben, welche auch touristisch nutzbar ist. Das neue Beschilderungssystem soll dabei nicht nur auf besondere Orte und Sehenswürdigkeiten hinweisen, sondern auch, im Sinne einer Förderung des Einkaufsstandortes Innenstadt, auf den Einzelhandelsbereich.
Die Umsetzung des Beschilderungskonzeptes erfolgt in folgenden Teilschritten: Im Jahr 2017 wird zunächst das eigentliche Beschilderungskonzept erarbeitet. Das Beschilderungssytem aus der Innenstadt kann hierfür als Vorlage dienen. Die Installation der Schilder folgt dann im Jahr 2018.
Im Rahmen der Umsetzung sind die Maßnahmen M-5-01, M-5-02, M-5-04, M-5-05, M-5-08, M-5-10, M-5-11, M-5-14, M-5-15, M-5-16 und M-5-17 (Flächen liegen teilweise außerhalb des Plangebietes) des Denkmalpflegeplanes zu berücksichtigen.
Der angesetzte Kostenansatz bezieht sich auf einen Umfang von 21 Schildern und orientiert sich am Beschilderungssystem aus der Innenstadt.

A8: Erstellung Gestaltungsleitfaden Schloßstraße

Im Rahmen des Umsetzungskonzeptes wird ein Gestaltungsleitfaden für die Schloßstraße entwickelt. Die Schloßstraße soll in ihrer Eigenart als zentrale Einkaufsstraße Bensbergs geschützt werden. Die Gebäude und ihre Gestaltung sollen auch zukünftig zur Schloßstraße passen. Dies betrifft Modernisierungs- und Umbaumaßnahmen an Bestandsgebäuden einerseits sowie die Gestaltung von Neubauten andererseits. Bauliche Maßnahmen sollen sich in ihre Umgebung einfügen und das Erscheinungsbild der Schloßstraße im Ganzen verbessert werden. Dafür ist es notwendig die vier unterschiedlichen Teilbereiche mit einem einheitlichen und attraktiven Erscheinungsbild zu versehen und dies auch zukünftig zu erhalten.
Eine gute Gestaltung ist dabei kein Selbstzweck, sondern dient auch dazu, dass die Schloßstraße ihrer Funktion als Einkaufsort, Treffpunkt und Aufenthaltsraum gerecht wird.
Der Gestaltungsleitfaden dient Eigentümern und Gewerbetreibenden als Grundlage zu den gestalterischen Möglichkeiten in der Schloßstraße und informiert beispielsweise über den Umgang mit dem Gebäudebestand, Neubauten sowie baulichen Ergänzungen. Darüber beinhaltet der Gestaltungsleitfaden Vorschläge für die Gestaltung von Werbeanlagen, die Warenpräsentation / Schaufenstergestaltung und die Außengastronomie.
Der Gestaltungsleitfaden dient als Grundlage für die zukünftige Gestaltung der Schloßstraße und wird daher zeitnah entwickelt. Er wird bei den Aufwertungsmaßnahmen zur Schloßstraße (A1) berücksichtigt und könnte bereits im Rahmen des Wettbewerbes Anwendung finden.

B1: Revitalisierung Löwen-Center

Der leerstehende Standort Löwen-Center stellt einen zentralen städtebaulichen Missstand in Bensberg dar. Der Baukörper aus den 1970er Jahren ist baufällig und in einem nicht vermietungsfähigen Zustand. Im Rahmen der Aufwertung der Schloßstraße, aber nicht in einer gegenseitigen Abhängigkeit, soll daher auch der Standort des Löwen-Centers entwickelt werden.
Die Centerscape Deutschland GmbH möchte in Abstimmung mit der Stadt Bergisch Gladbach den Standort unter dem Namen »Marktgalerie« revitalisieren. Im Rahmen der Entwicklung soll die Bausubstanz des ehemaligen Löwen-Centers genutzt werden und ein zweigeschossiges Einkaufszentrum mit einer Verkaufsfläche von rd. 4.000 Quadratmeter und zwei darüber liegenden Parkebenen. Das Erdgeschoss der Marktgalerie wird direkt von der Schloßstraße erschlossen, das erste Obergeschoss über einen Arkadengang, der die vorhandene barrierefreie Fußwegeverbindung zwischen Schloßstraße und Engelbertstraße/Markt aufnimmt. Es gibt einen öffentlich zugänglichen Aufzug über alle Etagen, der die Barrierefreiheit zusätzlich sichert und eine Verbindung zum alten Markt ermöglicht. Die Anlieferung und die Erschließung der Parkebenen erfolgt über die Engelbertstraße/Markt. Im ersten Obergeschosswird der nordwestlich gelegene freistehende Gebäudeteil abgerissen, sodass Raum für eine großzügige öffentliche Platzgestaltung entsteht.
Der Investor strebt einen Baubeginn im Jahr 2017 an. Da es somit direkte Berührungspunkte mit der Maßnahme Schloßstraße und hier insbesondere mit der von der Stadt geplanten Treppenanlage zwischen Schloßstraße und oberem Markt gibt, sollen die Ausbaudetails vertraglich zwischen Stadt und Investor geregelt werden. Aus bautechnischen Gründen wird ein zeitgleicher Bau der geplanten Treppenanlage angestrebt. Weitere anstehende und erforderliche Baumaßnahmen sollten mit der Umsetzung der baulichen Maßnahmen zur Schloßstraße abgestimmt werden, um eine einheitliche und qualitätvolle Gestaltung zu sichern und so den lokalen Einzelhandel vor einer Abwanderung von Käuferschichten zu schützen.

B2: Parkhaus Steinstraße

Die vorhandene Situation an der Steinstraße ist als Folge der »Ortsumgehung Steinstraße« entstanden: der Straßenraum hat die Gebäude-Rückseite geöffnet. Heute sind die Flächen an der Steinstraße, insbesondere durch fehlende Raumkanten geprägt. Hier sind Stellplatzflächen, unstrukturierte Grün- und Werbeanlagen vorzufinden. Die untere Hangseite wird durch undurchsichtige Grünflächen dominiert.
Eine Reparatur des städtebaulichen Missstandes bzw. eine Transformation des Standortes ist nur durch eine konsequente Weiterentwicklung im Rahmen von Einzelmaßnahmen möglich. Die Raumkante an der Steinstraße soll durch ein Parkhaus geschlossen werden. Der Baukörper soll sich mit einer begrünten Fassade entlang der Steinstraße ziehen. Auf zwei Ebenen sind insgesamt ca. 130 zum größten Teil öffentliche aufgelockerte Stellplätze vorgesehen.

B3: Parkraumkonzept

Bensberg verfügt über ein ausreichendes Stellplatzangebot, dass aktuell jedoch nicht effizient genutzt wird. Dies liegt unter anderem daran, dass ein Teil der Stellplätze den Nutzern nicht bekannt ist. Durch den Mangel eines Leitsystems entsteht Parksuchverkehr, der die ohnehin angespannte verkehrliche Situation im Plangebiet zusätzlich unter Druck setzt. Einige vorhandene Stellplätze befinden sich darüber hinaus in einem verbesserungswürdigen Zustand oder werden auf Grund unzureichender Anbindung an das Umfeld mindergenutzt.
Die Stellplatzsituation ist in einigen Bereichen, insbesondere in der Schloßstraße, zu verbessern, um Konflikte zu vermeiden und den Verkehr in verträglicherer Weise abwickeln zu können. Im Rahmen der Erstellung eines Parkraumkonzeptes sind zunächst eine Bestandsaufnahme durchzuführen und die entsprechenden Stellplatzbedarfe zu ermitteln. Nach Analyse der IST-Situation ist ein bedarfsorientiertes Parkraumkonzept zu entwickeln, das auch Aspekte wie Bewirtschaftung und Finanzierung oder den zeitlichen Umsetzungsrahmen festlegt.
Das Parkraumkonzept sollte unter Berücksichtigung weiterer Maßnahmen des InHK (Umgestaltung Schloßstraße u.a.) und des städtischen Mobilitätskonzeptes entwickelt werden.

B4: Einrichtung Standort- und Quartiersmanagement

Um Bensberg langfristig als Handelsstandort zu sichern, soll ein Standortmanagement für das Zentrum eingerichtet werden, welches relevante Akteure, wie beispielsweise Händler und Immobilieneigentümer, zusammenbringt und eine einheitliche positive Entwicklung unterstützt. Das Standortmanagement dient der personellen und inhaltlichen Unterstützung des Stadterneuerungsprozesses und soll die Maßnahmen der öffentlichen Hand zur Stärkung und Attraktivierung Bensbergs sinnvoll ergänzen, Informationen über das Hof- und Fassadenprogramm und den Verfügungsfond bereitstellen und den örtlichen Handel bei seinen Bemühungen um Standortsicherung koordinativ unterstützen. Auf diese Weise entsteht ein vielfältiges Netzwerk für alle Beteiligten, die gemeinsam an der Gestaltung des Zentrums als Handelsstandort arbeiten. Eine Maßnahme des Standortsmanagements kann die Entwicklung eines Dachmarkenkonzeptes für den Handel sein, das der langfristigen Sicherung des Zentrums dient. Weitere Maßnahmen sind ein Branchenmixmanagement, die Erstellung eines Logistikkonzeptes (Anlieferung, Kundenparken), die Überwachung von Werbemaßnahmen und die Steuerung gemeinsamer Werbeaktionen sowie ein Leerstandsmanagement.
Neben dem Standortmanagement ist auch ein Quartiersmanagement einzurichten, welches die Entwicklung des Wohnparks Bensberg fokussiert. Ein im Wohnpark ansässiges Quartiersbüro dient den Anwohnern und weiteren Akteuren, wie Eigentümern, Gewerbetreibenden und lokalen Vereinen, als Beratungs- und Anlaufstelle aber auch als Treffpunkt. Das Quartiersmanagement soll eine gemeinsame Stadtentwicklung initialisieren, bei der sich alle Betroffenen beteiligen.
Ein Quartiersmanager koordiniert und steuert dabei unterschiedliche Maßnahmen, die das Leben und Arbeiten im beziehungsweise am Wohnpark verbessern. Hierzu zählen unter anderem die Ertüchtigung von Ladenlokalen, ein Leerstandsmanagement der Wohnungen, die Anpassung der Wohnstruktur sowie die Unterstützung lokaler Gemeinschaften bei der Durchführung diverser gemeinschaftlicher Projekte und Aktionen. Darüber hinaus kann die Entwicklung des Quartiers durch die Aufstellung eines Quartiersentwicklungskonzeptes gesteuert werden.
Die Einrichtung der beiden Managementmaßnahmen erfolgt zunächst für je drei Jahre.

C1.1 Treppe vom Wohnpark Bensberg zur Overather Straße

Der Wohnpark Bensberg ist durch eine private Treppenanlage an die Overather Straße angeschlossen. Es handelt sich dabei um eine Treppenanlage mit mehreren Zwischenpodesten, sowie zwei ergänzenden Schieberampen (für Fahrräder, Kinderwagen o.ä.). Sie ist von beiden Seiten durch Grünbewuchs schlecht einsehbar und verfügt lediglich auf einer Seite über einen Handlauf. Im Sinne einer besseren Anbindung des Wohnparks an die Overather Straße und die dort befindliche Bushaltestelle ist die Treppenanlage zu verbessern. In diesem Kontext ist vor allem das Thema Barrierefreiheit zu berücksichtigen sowie auf eine ansprechendere Gestaltung zu achten.
Um eine Verbesserung der fußläufigen Erreichbarkeit des Wohnparks zu erreichen, erfordert die Maßnahme die Abstimmung beziehungsweise gemeinsame Realisierung mit der Maßnahme C 1.2. »Gehweg Overather Straße«.

C1.2 Gehweg Overather Straße

Neben der in Maßnahme C 1.1 erläuterten Treppenanlage weist der daran angrenzende Gehweg an der Overather Straße ebenfalls Verbesserungsbedarf auf. Der Fußweg ist zu schmal und wird insbesondere für mobilitätseingeschränkte Personen verbessert. An der angrenzenden Bushaltestelle befindet sich eine punktuelle Engstelle im Straßenraum, welche einen sehr schmalen Bürgersteig zur Folge hat und die Sicherheit des Ein- und Ausstieges an der Bushaltestelle gefährdet. Um den Ein- und Ausstieg sicherer zu gestalten, ist der Fußweg entlang der Overather Straße im Rahmen der Maßnahme im Bereich der Bushaltestelle zu verbreitern.
Um eine Verbesserung der fußläufigen Erreichbarkeit, insbesondere vom Wohnpark Bensberg in Richtung Zentrum, zu erreichen, erfordert die Maßnahme die Abstimmung beziehungsweise gemeinsame Realisierung mit der Maßnahme C 1.1. »Treppe vom Wohnpark Bensberg / Gehweg Overather Straße«.

C2 Fußwegeverbindung Wohnpark Bensberg Richtung Stadtzentrum verbessern

Die Anwohner des Wohnpark Bensberg verfügen aktuell nicht über einen adäquaten öffentlichen Weg, der ihnen die schnelle Erreichbarkeit des Stadtteilzentrums ermöglicht. Dieser Missstand soll im Rahmen des Handlungskonzeptes behoben werden indem eine neue, durchgängige Fußwegeverbindung geschaffen wird. Ziel ist es, eine möglichst komfortable, direkte und angenehm zu belaufende Wegestrecke zwischen dem Wohnpark und dem Zentrum Bensbergs zu schaffen. Hierbei sind als wesentliche Ziele die Endhaltestelle der Linie 1, der Busbahnhof, das Rathaus sowie die Fußgängerzone zu sehen, welche allesamt über die gleiche Stelle erschlossen werden sollten.
Die Ausbildung der neuen Fußwegeverbindung ins Zentrum von Bensberg sollte möglichst direkt erfolgen, sodass eine schnelle Erreichbarkeit des Zentrums gewährleistet werden kann. Um dies zu erreichen, sollte einerseits der Ausbau vorhandener öffentlicher Wege erfolgen und andererseits die Nutzung privater Flächen, beispielsweise in Form von Nutzungsregelungen mit den entsprechenden Eigentümern, geprüft werden. Dies kommt insbesondere im Bereich des Offermann-Geländes in Frage, um eine möglichst direkte fußläufige Verbindung ohne Umwege realisieren zu können.
Um einen optimalen, kurzen und angenehm zu belaufenden Weg zu schaffen, sollten die vorhandenen Querungsmöglichkeiten geprüft werden. Im Besonderen gilt dies für Straßen mit hoher verkehrlicher Belastung wie beispielsweise die Friedrich-Offermann-Straße. Die hier befindliche Querungsmöglichkeit ist vom Fußgängerstreifen durch einen Grünstreifen mit Bodendeckern räumlich getrennt, die Führung durch den Grünstreifen liegt aktuell räumlich versetzt zur Querungshilfe im Straßenraum. Derartige Punkte im Straßenraum sind zu prüfen und können mit einem geringen finanziellen Aufwand verbessert werden, um so eine bessere fußläufige Erreichbarkeit zu erreichen.

C3 Direkte Fußwegeverbindung vom Verkehrsbauwerk zum Stadtteilzentrum

Seit Errichtung des Verkehrsbauwerkes mit U-Bahn, Busbahnhof und Parkdeck ist der Fußweg zwischen Schloß- und Steinstraße als direkte Verbindung zum Zentrum von großer Bedeutung für das Plangebiet. Sein aktueller Zustand wird dieser jedoch nicht gerecht.
Um die Bedeutung als wichtige Verbindung zu stärken, wird der bereits vorhandene Fußweg zwischen Schloß- und Steinstraße großzügiger gestaltet. Gleichzeitig erfolgt über eine Treppe die direkte Anbindung an den vorhandenen Fußgängertunnel, wodurch eine kurze und direkte Fußwegeverbindung zwischen Verkehrsbauwerk und Zentrum gewährleistet ist. Die vorhandene Fußgängerrampe, die vor allem mobilitätseingeschränkten Personen den barrierefreien Zugang ermöglichen soll, führt durch ihren aktuellen Zustand zu Umwegen, die die NutzerInnen in Kauf nehmen müssen. Da es am Verkehrsbauwerk auch die Möglichkeit eines barrierefreien Zugangs durch eine Lichtsignalanlage an der Steinstraße gibt, wird die Fußgängerrampe zukünftig zurück gebaut. Der Wegfall der Rampe ermöglicht eine neue städtebauliche Gestaltung des Bereiches zwischen Schloß- und Steinstraße, so kann nun beispielsweise die Schaffung einer klaren Raumkante entlang der Steinstraße erfolgen.
Im Rahmen der Maßnahme, ist das Planungsrecht aus dem BP Nr. 5285 –Eichelstr., 2. Änderung umzusetzen.

C4 Beleuchtung und Umgestaltung Fußgängertunnel Verkehrsbauwerk

Der Fußgängertunnel Steinstraße verbindet das Verkehrsbauwerk (U-Bahnhaltestelle, Busbahnhof und Carsharing) mit der Fußgängerzone Schlossstraße in Bensberg. Er ist der zentrale Entrée-Bereich für das Zentrum von Bensberg. Aktuell ist er jedoch von Schmierereien und Vandalismus gekennzeichnet und wird als Angstraum wahrgenommen. Eine Beleuchtung ist nicht vorhanden.
Geplant ist, zusätzlich zu einer Beleuchtung, die Unterführung durch wechselnde Videoprojektionen in einen erlebbaren Raum zu verwandeln. Unter dem Oberbegriff »unsere bergische Heimat« sollen wechselnde Videoclips die Fußgänger interaktiv begleiten. Un- terstützt werden die Videos von Geräuschen und Düften, beispielweise findet man sich beim Betreten der Unterführung auf dem Weihnachtsmarkt wieder. Man läuft durch die Gasse der Weihnachtsbuden, hört Weihnachtsmusik, aus dem Winterhimmel schneit es und es riecht nach gebrannten Mandeln.
Die Videobeiträge sollen unter professioneller Anleitung von Jugendlichen produziert werden. Für den dauerhaften Betrieb ist eine Kooperation mit einer Firma für Außenwerbung geplant. Um die Produktion in Bewegung zu halten, wird die Auslobung eines Videokulturpreises für Jugendliche angestrebt. Zur Veranschaulichung der Planung wird eine Videopräsentation erstellt.
Begleitet und ergänzt wird die Maßnahme durch die Maßnahme A6 »Beleuchtungskonzept« mit eigenem Kostenansatz. Berücksichtigt werden außerdem Maßnahmen zur Barrierefreiheit.

C5 Einführung Stadthüpfer

Um den Verkehr in Bensberg verträglicher abzuwickeln und insbesondere die Mobilität von älteren und mobilitätseingeschränkten Personen zu verbessern, wurde eine Quartiersbuslinie mit dem Namen »Stadthüpfer« eingerichtet. Die Buslinie wird durch den regionalen Verkehrsträger Regionalverkehr Köln GmbH bedient und wird von Herbst 2016 bis zum Fahrplanwechsel im Dezember 2018 in Form eines Probebetriebes getestet. Während des Probebetriebes soll durch regelmäßige Fahrgastzählungen die Inanspruchnahme des »Stadthüpfers« ermittelt und bewertet werden, sodass Ende 2018 eine Entscheidung über den möglichen Dauerbetrieb getroffen werden.
Der »Stadthüpfer« gleicht aktuelle Defizite im Verkehrsnetz aus und bietet vor allem für mobilitätseingeschränkte Personen und Verkehrsteilnehmer ohne Auto großes Potenzial zur Verbesserung der individuellen Mobilität.

C6 Umgestaltung Einfahrt Schloßberg-Garage

Die Schloßberg-Garage wird trotz ihrer guten Lage im Stadtteilzentrum und trotz des hohen Stellplatzbedarfes mindergenutzt. Aus diesem Grund bedarf es einer Umgestaltung und Aufwertung der Garage, im Besonderen ihres Zugangs.
Vorgesehen sind die farbliche Neugestaltung des Einfahrttunnels sowie die Neugestaltung der Treppenanlage, z.B. durch eine neue Überdachung.

C7 Beleuchtung und Umgestaltung Tunnel Erna-Klug-Weg

Im Stadtteilzentrum Bensberg wird eine Verbesserung der Fußwegeverbindungen angestrebt. Im Rahmen dessen soll auch die Verbindung zwischen Steinstraße (Höhe Katholische Grundschule) und Schloßstraße durch den Fußgängertunnel Erna-Klug-Weg verbessert werden. Dieser wird unter anderem als Wegeverbindung von Schulkindern genutzt und teilweise als Angstraum wahrgenommen. Durch eine bessere Beleuchtung (sensitives Beleuchtungskonzept) und Umgestaltung des Fußgängertunnels Erna-Klug-Weg soll der Wahrnehmung als Angstraum entgegengewirkt werden.

C8 Bau einer Treppenanlage zum alten Markt

Entlang des kommenden Einkaufzentrums Markgalerie soll eine Freitreppe eine direkte Wege- und Blickbeziehung zwischen der Schloßstraße und dem Historischen Marktplatz ermöglichen.
Da die Freitreppe und der Vorplatz zugleich der Erschließung des neuen Einkaufzentrums dienen, müssen sie zeitgleich mit diesem fertiggestellt werden. Zudem ist die Planung und Fertigstellung der Freitreppe statisch und baukonstruktiv mit dem Gebäude der Marktgalerie verbunden.
Daher wird eine gemeinsame Beplanung der Freitreppe und der Marktgalerie durch ein Architekturbüro durchgeführt, zugleich soll die Ausführung der Baumaßnahme durch die Firma Centerscape erfolgen. Bauherr der Freitreppe bleibt die Stadt Bergisch Glad- bach.
Die gesamten Baukosten (brutto) der Freitreppe und Eingangsplatz Marktgalerie betragen rund 920.000 €.

D1 Erstellung einer Spielflächenplanung mit intensiver Beteiligung von Kindern und Jugendlichen

Im Rahmen der Umsetzung des Handlungskonzeptes wurde durch die Verwaltung eine Spielflächenplanung erarbeitet. Mit dieser wird einerseits das Ziel verfolgt den aktuellen Bestand und den Bedarf an Spiel- und Freiraumflächen abzubilden. Andererseits wird verfolgt Qualitätsmerkmale für das Spielen und Aufhalten von Kindern und Jugendlichen in öffentlichen Räumen aufzustellen, um diesen auch langfristig das wohnortnahe Spielen zu ermöglichen.
Die vorhandenen Spielplätze sind in diesem Kontext aufzuwerten und entsprechend der Spielflächenplanung abwechslungsreich und attraktiv zu gestalten. Aufzuwerten sind insbesondere die Spielplätze »Deutscher Platz«, »Engelbertstraße« sowie die zwei Spielplätze im Schlosspark. Umzugestalten sind die Spielplätze »Fliederweg«, »Offermanngelände« und »Schloßstraße«. Eine Priorisierung der Einzelflächen ergibt eine hohe Priorität für die Spielplätze »Deutscher Platz«, »Engelbertstraße« und »Schloßstraße«.
Die Zielgruppen sind bei der Erarbeitung der Spielflächenplanung miteinzubeziehen. Diese umfassen neben Kindern und Jugendlichen auch ältere Personen, sodass ein mehrgenerationenorientiertes System aus unterschiedlichen Spiel- und Freizeitangeboten herzustellen ist. Darüber hinaus sind ebenso wohnortspezifische Charakteristika, die kulturelle Vielfalt und inklusive Aspekte in der Gestaltung zu berücksichtigen.
Die Kosten für die intensiven Beteiligungsprozesse der Spielflächenplanung werden in den entsprechenden Maßnahmen des InHK berücksichtigt.

D2 Aufwertung des Stadtgartens als Spiel-, Sport- und Erholungsfläche für die Allgemeinheit

Der bisher wenig genutzte Stadtgarten bietet ein hohes Potenzial als Freizeit- und Spielraum genutzt zu werden. Bisher ist den Anwohnern dieses jedoch nicht bewusst und Gestaltung und Zustand des Stadtgartens laden nicht zur Nutzung ein.
Eine neue Wegeführung im Stadtgarten sowie die verbesserte Anbindung an den Stadtteil beziehungsweise das Stadtteilzentrum sollen zur Nutzung animieren. Zur Attraktivitätssteigerung soll der Stadtgarten in ein übergeordnetes Licht- und Themenkonzept integriert werden. Verweilorte mit Aussichten sollen neben Bewegungs- und Spielflächen zur Nutzung des Stadtgartens zu einer abwechslungsreichen Freizeitgestaltung dienen. Neue Nutzungsimpulse könnten darüber hinaus beispielsweise durch die Ausbildung einer Grillwiese, eines Sinnesgartens oder das Anbieten von Urban-Gardening-Flächen geschaffen werden.
Der Stadtgarten soll als wohnortnahe, vielfältig erlebbare Grünfläche wahrgenommen werden. Die verbesserte Anbindung an den Stadtteil sowie das Ansprechen unterschiedlicher Zielgruppen sorgt für eine Belebung der Fläche und steigert die Wohnumfeldqualität des Stadtteiles enorm.
Als Ergebnis der verwaltungsinternen Spielflächenplanung wird für die Spielflächen /-plätze im Bereich Stadtgarten ein Thema identifiziert und mit Beteiligungsformaten (in erster Linie mit Kindern) vertieft. Hierfür wurde ein separater Kostenansatz berücksichtigt.

Weitere Informationen zur Aufwertung des Stadtgartens finden Sie hier. Die Fortschritte des Umbaus können im Bautagebuch nachverfolgt werden.

D3 Quartiersplatz Wohnpark

Der Wohnpark Bensberg stellt grundsätzlich einen beliebten und attraktiven Wohnstandort dar. Er verfügt aktuell jedoch über einige Defizite, die zur Steigerung der Wohnqualität zu beseitigen sind. Ein wichtiger Aspekt ist in diesem Kontext die Entwicklung eines zentralen Quartiersplatzes im Wohnpark.
Dieser dient, als attraktiver und zentraler öffentlicher Raum, allen Anwohnern als Treffpunkt. Unter Berücksichtigung der vorhandenen, ergänzenden Angebote wie KiWo/ZAK, städtischer Freiflächen und vorhandener Ladeneinheiten, wird der Platz ansprechend gestaltet und lädt zum Verweilen ein. Durch das Schaffen eines zentralen Treffpunktes erhält der Wohnpark eine neue Identität und das Gemeinschaftsgefühl der Anwohner kann gesteigert werden. Der Platz könnte so beispielsweise für gemeinsame Veranstaltungen genutzt werden, die die Bewohner des Wohnparks zusammenbringen.
Die Gestaltung des Platzes erfolgt in Abstimmung mit den Anwohnern, um unterschiedliche Zielgruppen und deren Bedürfnisse zu berücksichtigen. Sowohl Spielmöglichkeiten für Kinder als auch Verweilorte für Ältere werden auf dem Platz ausgebildet. Auf diese Weise können die Akzeptanz und regelmäßige Nutzung des Platzes auch zukünftig gesichert werden.
Als Ergebnis der verwaltungsinternen Spielflächenplanung wird für die Spielflächen /-plätze im Bereich des Wohnparks ein Thema identifiziert und mit Beteiligungsformaten (in erster Linie mit Kindern) vertieft. Hierfür wurde ein separater Kostenansatz berücksichtigt.

E1 Entwicklung des Postgeländes

Bensberg verfügt über eine hohe Nachfrage nach zentrumsnahem Wohnraum. Da Bensberg nur über geringe Flächenpotenziale verfügt, könnte dieser Nachfrage im Bereich des ehemaligen Postgeländes Rechnung getragen werden.
Auf dem Postgelände soll ein neues Angebot an Wohnraum entstehen, dass auf die Bedürfnisse der Nachfrager eingeht und etwa Aspekte wie Barrierefreiheit berücksichtigt. Die Fläche bietet die Möglichkeit ein Angebot an nachfrageorientierten, zentrumsnahen Wohnungen zu generieren, was unbedingt genutzt werden sollte. Die bestehende Nachfrage nach Wohnraum verdeutlicht die Dringlichkeit dieser Maßnahme.

E2 Machbarkeitsstudie Knoten Steinstraße/Overather Straße/Friedrich-Offermannstraße/Am Stockbrunnen

Die momentane räumliche Gesamtsituation des Ortseingangs weist Handlungsbedarf auf. Der Autoverkehr dominiert den Raum, Schilder, Beleuchtung und Begrünung sind zweckmäßig, aber nicht ansprechend gestaltet. Ein einheitliches städtebauliches Bild fehlt, räumliche Kanten werden unterbrochen. Darüber hinaus prägen Plakat- und Werbeflächen den Standort. Vorhandene Flächen liegen teilweise brach und verringern die Gestaltqualität.
Im Rahmen der Maßnahme sollen die vorhandenen Brachflächen einer (neuen) Nutzung zugeführt werden. In Frage kommen hier beispielsweise ein Ärztehaus mit Sonderwohnformen oder ein Hotel. Die gestörten räumlichen Kanten sind baulich zu fassen und der Bereich insgesamt zu einem attraktiven Ortseingang auszubilden. Die vorhandenen Grünflächen und Bepflanzungen sind ansprechend zu gestalten und zu pflegen, um das Erscheinungsbild des Ortseingangs dauerhaft zu sichern. Im Vorgriff zu einer tatsächlichen baulichen Umsetzung, sollen zunächst die Möglichkeiten untersucht werden, wie die Verkehrsflächen zurückgebaut werden können, gleichzeitig die Leistungsfähigkeit aber weiterhin gegeben ist (z.B. Kreisverkehr). Im Kostenansatz ist die entsprechende gutachterliche Betrachtung berücksichtigt.

F1 Multifunktionale Begegnungs- und Bildungsstätte

In Bensberg entstehen Multifunktionsräume für Bildung und Begegung , die durch die Bürgerinnen und Bürgern von Bensberg vielfach genutzt werden können. Der Standort der multifunktionalen Begegnungs- und Bildungsstätte (MfBB) inmitten von Bensberg mit sehr guter Erreichbarkeit und der Möglichkeit des barrierefreien Ausbaus ermöglicht die Etablierung als neue Quartiersmitte (»Veedel-Treff«).
Im Stadtbezirk bestehen Bedarfe an einer Mensa für die offene Ganztagsschule als auch für Senioren, Räumlichkeiten für Kleinkunst und Bewirtung, Begegnungsstätten auch für private Feiern, an Räumlichkeiten für Erwachsenenbildung, musikalischer Bildung, für aktive Vereine und politische Parteien, Brauchtumspflege, Sprachkurse und Spielgruppen. Auch im Hinblick auf die neu entstehende Flüchtlingsunterkunft an der Bensberger Straße besteht Bedarf zur Durchführung von Integrationskursen.
Für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt wird die neue Einrichtung auf beispielhaft demokratischem Wege geöffnet, in dem ein Beirat gebildet wird, der unter Beachtung der schulischen Belange über die Nutzung der Räumlichkeiten entscheidet. Mitglieder in diesem Beirat sollen Vertreter aller nutzenden Interessengemeinschaften sein.
Ein großer Multifunktionsraum dient ganztägig als Plattform zum Zusammenkommen. Ergänzt durch vier Multifunktionsräume mit jeweils rd. 70 qm und daran angeschlossene Differenzierungsräume mit je rd. 40 qm ermöglichen die Nutzung durch unterschiedliche Gruppen und Institutionen über den schulischen Bedarf hinaus. Der bis zu 200 Personen umfassende und rd. 350 qm große Multifunktionsraum, der auch eine Mensa beherbergt, wird von einer gemeinnützigen Organisation wie beispielsweise der GL Service GmbH betrieben. Auf diese Weise wird der Raum seinem Namen gerecht und multifunktional genutzt: die Mensaküche dient beispielsweise als Praxiswerkstatt zur Wiedereingliederung langzeitarbeitsloser Menschen, die an der Schulverpflegung mitwirken. Mittags wird der Multifunktionsraum entsprechend als Schulmensa genutzt, worauf in den Nachmittags- und Abendstunden eine Nutzung als Anziehungspunkt mit unterschiedlichen Nutzungen für die Bevölkerung folgt. Der Multifunktionsraum spricht dabei verschiedene Zielgruppen an: von jung bis alt, von klein bis groß. Eine Nutzung als Seniorencafé, Begegnungsstätte, Kleinkunst- oder Bewegungsraum wird ebenso ermöglicht wie die Nutzung zur Brauchtumspflege. Darüber hinaus kann der Raum auch für Konzerte, Stand-Up-Comedy und sonstige Veranstaltungen genutzt werden, die größere städtische Räume wie den Bergischen Löwen oder die Aula des Bensberger Albertus-Magnus-Gymnasiums nicht füllen können.
Eine Nutzung der Räumlichkeiten der Stadtteilschule durch die anliegenden Grundschulen ist ebenso denkbar. Die an den Multifunktionsraum angrenzenden Räume können morgens jeweils 35 Schulkinder beherbergen und ermöglichen einen inklusiven Schulunterricht. Am Nachmittag erfolgt in den Räumen der offene Ganztagesbetrieb durch den Jugendhilfeträger. Im Anschluss an den offenen Ganztag werden auch diese Räume für die Allgemeinheit zur Nutzung geöffnet. So finden Musikschule und VHS sowie kulturschaffende Vereine für Sprach- oder Integrationskurse, soziale Organisationen und politische Parteien neue Räumlichkeiten zum Wirken. An den Wochenenden steht die Einrichtung, neben vereinzelten Schulveranstaltungen, überwiegend den Nutzern aus dem Stadtteil zur Verfügung.
An die multifunktionalen Räume sind einige Anforderungen zu stellen. Für den größten Multifunktionsraum muss zunächst eine Vollküche mit Personal- und Lagerräumen erbaut werden. Zudem sind eine Bühne mit Veranstaltungstechnik, flexible Raumteiler an der Küche sowie in der Hälfte des Veranstaltungsraumes zu installieren, um entsprechende Nutzungsvoraussetzungen zu schaffen. Eine Ausstattung mit einem robusten Bodenbelag sowie die Gewährleistung des Schallschutzes zu den angrenzenden Räumen ist ebenso wichtig wie ein angrenzender Lagerraum für Stühle und Tische. Auch die kleineren Räume müssen konkrete Nutzungsanforderungen erfüllen. Neben der Ausstattung mit Standardtafel und Activeboard oder Panel müssen auch hier entsprechender Schallschutz sowie ausreichende Strom- und Internetanschlüsse zur Verfügung stehen. Die Differenzierungsräume werden darüber hinaus mit umlaufenden Datenkanälen und Anschlüssen für bis zu zehn Computern ausgestattet. In Ergänzung zu den Räumen ist ein kleinerer Lagerraum für Stühle vorgesehen.

G1 Hof- und Fassaden-Programm

Im Rahmen der Maßnahme B4 »Einrichtung Standort- und Quartiersmanagement« soll ein Hof- und Fassadenprogramm realisiert werden. Mit der Umsetzung des Hof- und Fassadenprogrammes wird das Erscheinungsbild des Stadtteiles aufgewertet und die Wohnqualität im Stadtteil erhöht. In diesem Kontext sind zunächst einige Vorarbeiten zu erfüllen, wie beispielsweise eine Katalogisierung der in Frage kommenden Maßnahmen.
Immobilieneigentümer sollen dazu animiert werden, sich an der Entwicklung des Stadtteiles zu beteiligen, indem sie für gestalterische Maßnahmen an Gebäuden beziehungsweise Höfen bezuschusst werden. In Frage kommt beispielsweise eine Förderung für den Fassadenanstrich oder für die Begrünung von Hausfassaden. Die ökologisch sinnvolle Gestaltung von Hof- und Gartenflächen könnte ebenso im Rahmen des Hofprogrammes gefördert werden und so die Aufenthaltsqualität im Stadtteil weiter qualifizieren.

G2 Einrichtung und Verwaltung eines Verfügungsfonds

Der Verfügungsfond ermöglicht eine 50%ige Förderung von privater – öffentlicher Kooperation und bietet die Möglichkeit, gemeinsam Maßnahmen bzw. insbesondere Projektideen aus der Bürgerschaft im Programmgebiet zu realisieren.
Zur Aktivierung des privaten Engagements im Stadtteil und zur Herbeiführung und Stärkung von Kooperationen unterschiedlicher Akteure, ist ein Verfügungsfonds einzurichten. Bei diesem handelt es sich um ein Anreizinstrument zur kooperativen Unterstützung von Städtebauförderungsprogrammen. Mit dem Verfügungsfonds werden folgende Ziele verfolgt: die Aktivierung privaten Engagements und privater Finanzressourcen für den Erhalt und die Entwicklung zentraler Stadtbereiche wie der Schloßstraße und die Herbeiführung und Stärkung von unterschiedlichen Akteuren im Plangebiet, beispielsweise Eigentümer, Händler und Anwohner. Der Verfügungsfonds ermöglicht einen flexiblen und auf die lokalen Bedürfnisse und Ziele abgestimmten Mitteleinsatz, der zur Hälfte aus privaten Ressourcen finanziert wird. Der Gesamtetat des Verfügungsfonds wird jährlich von der Gemeinde festgelegt und zu 50 Prozent aus Mitteln der Städtebauförderung finanziert. Der Verfügungsfonds kann sodann zur Finanzierung investiver, investitionsvorbereitender und investitionsbegleitender Maßnahmen verwendet werden.
Der Verfügungsfonds könnte beispielsweise durch den in der Maßnahme E3 vorgesehenen Quartiersmanager oder die bereits vorhandene Immobilien- und Standortgemeinschaft verwaltet werden. Da über die Verwendung der Gelder aus dem Fonds ein lokales Gremium entscheidet, wird das private Engagement gefestigt und die Identifikation mit dem Stadtteil durch direktes Mitwirken an der zukünftigen Stadtteilentwicklung gestärkt.

H1 Fahrradabstellbox Verkehrsbauwerk

Um den Autoverkehr zu reduzieren, ist es Ziel des MobiK den Verkehr auf umweltfreundlichere Verkehrsträger zu verlagern. So sollen entlang der S-Bahnlinie 1, an zentralen Einkaufsorten und touristischen Zielen mit einer Abstellmöglichkeit in Fahrradboxen die Bewohner und Besucher animiert werden, dieses umweltfreundliche Verkehrsmittel stärker zu nutzen. Im InHK Gebiet soll eine zentrale Abstellanlage mit 15 Fahrradstellplätzen im Parkhaus am Verkehrsbauwerk entstehen. Von diesem zentralen Standort kann nicht nur die S-Bahn bedient werden, sondern auch das Zentrum von Bensberg ist auf kurzem Weg erreichbar. Weiterhin entsteht in unmittelbarer Nachbarschaft die Maßnahme F 1, Offene Stadtteilschule Bensberg. Daher wird es für zweckmäßig erachtet, die Fahrradbox im Maßnahmenpaket des InHK Bensberg umzusetzen.
Für das Plangebiet sieht das MobiK insgesamt 15 einzurichtende Stellplätze vor. Insgesamt sollen im Stadtgebiet 100 neue Stellplätze errichtet werden. Weitere Einzelabstellplätze sind im Zusammenhang mit den Maßnahmen A1 Aufwertung Schloßstraße, A2 Deutscher Platz / Hindenburgplatz, A 3 Burggraben, D 2 Aufwertung Stadtgarten und Quartiersplatz Wohnpark Bensberg geplant.

H2 Feingliedrige Quartierserschließung (siehe Stadthüpfer)

In einigen Bereichen der Stadt ist die feingliedrige Erschließung nicht ausreichend. Für diese Bereiche sind gemäß Mobilitätskonzept Konzepte zu entwickeln oder vorhandene umzusetzen, um die Erschließung zu gewährleisten. Als Maßnahmen zur Gewährleistung der feingliedrigen Erschließung nennt das MobiK die Verlegung von Regional- oder Ortslinien, die Neueinführung von Quartiersbussen und die Erschließung mit Bedarfssystemen mit Anschluss an die bisherigen Linienverkehre.
Auch im Plangebiet soll entsprechend der Zielstellungen des MobiK die Erreichbarkeit einzelner Quartiere verbessert werden. In Form der sogenannten »Stadthüpfer«, einer Linie, die mit Bussen der Linie 457 bedient wird, kann die Verkehrsteilnahme insbesondere für mobilitätseingeschränkte Personen verbessert werden.
Weitere Informationen zum im Probebetrieb befindlichen »Stadthüpfer« sind im eigens dafür erstellten Maßnahmensteckbrief C5 zu finden.

H3 Mobilitätsstation Verkehrsbauwerk

Das MobiK sieht die Einführung sogenannter »Mobilstationen« an frequentierten Punkten im Stadtgebiet vor. Die Mobilstationen sollen die Verknüpfung mehrerer Verkehrsmittel (Bus, Bahn, Fahrrad, Car-Sharing) gewährleisten und den Nutzern so neue Mobilitätsketten ermöglichen. Die Mobilstationen sollen im Stadtgebiet und möglicherweise auch regional einheitlich gestaltet werden. Dies erhöht einerseits den Wiedererkennungswert und regt andererseits zur Nutzung der Mobilstationen an. Es soll eine Kategorisierung aller möglichen Standorte nach einheitlichen Parametern, abgestimmt auf die Empfehlungen des Handbuchs »Mobilstationen NRW«, erfolgen. Jede Kategorie soll dabei bestimmte Ausstattungsstandards aufweisen. Zum weiteren Vorgehen gehören darüber hinaus die individuelle Zuordnung der Größenordnung der Ausstattungsmerkmale je nach Bedarf, die Feststellung des Bestandes sowie die Installation fehlender Elemente in Abhängigkeit von Baulasten, Flächenverfügbarkeiten und sonstigen Rahmenbedingungen.
Im Plangebiet soll gemäß MobiK eine Mobilstation am Verkehrsbauwerk eingerichtet werden. Das Verkehrsbauwerk stellt einen wichtigen und frequentierten Knotenpunkt im Plangebiet dar und ermöglicht bereits jetzt die Verknüpfung von Bahn und Bus. Durch die Einrichtung einer Mobilstation an diesem Standort kann die Verknüpfung der Verkehrsmittel weiter gestärkt werden. Als Folge der Einrichtung der Mobilstation könnte eine Verlagerung der vorhandenen Verkehre im Plangebiet entstehen, was zur Reduzierung der bestehenden verkehrlichen Belastungen beitragen würde.

H4 Verlängerung der Linie 1

Als strategische, langfristige Maßnahme sieht das MobiK die Verlängerung der Stadtbahnlinie 1 über den aktuellen Endhaltepunkt in Bensberg hinaus vor. Die Linie 1 soll bis zum interkommunalen Gewerbegebiet Spitze verlängert werden. Eine erste Prüfung anhand einer Potenzial-Analyse wurde bereits im Rahmen des MobiK durchgeführt. Weitere Prüfaufträge wie die städtebauliche Machbarkeit, die Finanzierung und weitere Planungsschritte stehen noch aus.
Das MobiK sieht einen Ausbau in drei Bauabschnitten vor, der eine Gesamtlänge von rd. 8,0 km umfasst.
Darüber hinaus sieht das MobiK Veränderungen in der Abendtaktung der Linie 1 vor. In den Abendstunden sollen die Bahnen der Linie 1 entgegen dem aktuellen Zustand bis Refrath/Bensberg weitergeführt werden. Diesbezüglich sind Gespräche mit dem Rheinisch- Bergischem Kreis und der Stadtverkehrsgesellschaft zu führen, die auch für eine erste Kostenschätzung zuständig sind.

H5 Bezuschussung von ÖPNV-Tickets

Im Rahmen von Stadtteilfesten und in Events in Bergisch Gladbach soll den Bewohnern und Besuchern der Kauf von ÖPNV-Tickets durch den ansässigen Einzelhandel vergünstigt werden. Auf diese Weise kann dem durch stattfindende Events zusätzlichem (MIV-) Verkehrsaufkommen entgegengewirkt werden.

H6 Anpassung der Lichtsignalanlagen

Das MobiK sieht eine Prüfung der Ampelschaltungen auf wichtigen Verbindungsachsen im Stadtgebiet vor. Ziel der Prüfung ist es, eine bevorzugte Ampelschaltung für den öffentlichen Verkehr gewährleisten zu können.
Auch die im Plangebiet vorhandenen Lichtsignalanlagen sollen entsprechend auf den ÖPNV ausgerichtet sein. Eine auf den ÖPNV ausgerichtete Ampelschaltung könnte so zu einer planmäßigeren Abwicklung des ÖPNV-Verkehres, zur Verbesserung der Erreichbarkeit im Plangebiet sowie zu einer gesteigerten ÖPNV-Nutzung beitragen und so insbesondere die vorhandenen Verkehrsbelastungen reduzieren.

H7 Einrichtung von Umweltspuren, Benutzererweiterung Busspur an der Steinstraße

Im Rahmen der Umsetzung des Mobilitätskonzeptes ist die Einrichtung von Umweltspuren geplant, welche zu einer umweltfreundlicheren Abwicklung der Verkehrsströme beitragen sollen. Dafür sollen die Busspuren im gesamten Stadtgebiet auch für den Radverkehr freigegeben und mit Radpiktogrammen markiert werden. In Bezug auf das Plangebiet verweist das MobiK auf die Steinstraße. Die dort befindliche Busspur soll entsprechend um weitere Nutzer erweitert werden.

I1 Projektsteuerung und -koordinierung

Das vorliegende integrierte Handlungskonzept (InHK) bildet den Einstieg in einen mehrjährigen Stadterneuerungsprozess, in welchem die Projekte und Maßnahmen sukzessive umgesetzt werden sollen.
Angesichts der inhaltlichen wie fördertechnischen Komplexität, dem begrenzten Ausführungszeitraum und der Vielzahl der unterschiedlichen Projektbeteiligten und Interessensgruppen auf der einen Seite sowie begrenzter kommunaler Kapazitäten andererseits stellt eine von Beginn an klar strukturierte Projektorganisation und eine professionelle Projektsteuerung und -koordination des Gesamtprozesses eine entscheidende Grundlage für den Erfolg der Programmumsetzung dar.
Um den spezifischen Anforderungen an die Steuerung der Gesamtmaßnahme zu erfüllen, einen reibungslosen Ablauf des Stadterneuerungsprozesses sowie eine richtige finanzielle und fördertechnische Abwicklung der Maßnahmen sicherzustellen, wird die Einrichtung einer Gesamtprojektsteuerung und -koordination als zwingend erforderlich erachtet.
Die Projektsteuerung umfasst im Wesentlichen Aufgaben wie:
• den Aufbau einer klaren Projektorganisation mit Zuständigkeiten und geeigneter Prozessabläufe,
• die Steuerungdes Umsetzungsprozesses durch eine effiziente Zeit-, Kosten- und Maßahmenplanung,
• das vollständige Abwicklung des Fördermittelmanagements,
• die Herstellung förderrechtlicher Voraussetzungen und Unterstützung bei der Durchführung privater Modernisierungs- und Instandsetzungsmaßnahmen sowie
• die Weiterentwicklung der Ziele und Inhalte des IHK in enger Abstimmung mit der Stadt.

Die Vergabe der Projektsteuerung zur Umsetzung des InHK Bensberg wurde in der Sitzung vom 04.07.2017 durch den Stadtentwicklungs- und Planungsausschuss beschlossen. Die Vergabe erfolgte an die Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft (DSK) mbH & Co. KG.

I2 Öffentlichkeitsarbeit

Die Maßnahmen des Umsetzungskonzeptes werden prozessbegleitend sowie abschließend von Maßnahmen begleitet, die zur Verbesserung des Images des Plangebietes dienen. Das Bewerben einzelner Maßnahmen erhöht darüber hinaus die Akzeptanz unter den betroffenen Akteuren und der Öffentlichkeit.
Dies kann beispielsweise durch projektbegleitende Öffentlichkeitsarbeit sichergestellt werden, für die alle verfügbaren Kommunikationswege genutzt werden. Zeitungsartikel können über wichtige Projektstände informieren und zur Werbung für den Prozess oder damit einhergehende Veranstaltungen genutzt werden. Eine Projektinternetseite stellt Informationsmaterial und Projektsachstände für lokale Akteure und Interessierte zur Ver- fügung und kann ebenso Möglichkeiten zum Austausch bieten (Aufbau einer Community, Einrichtung eines Akteursnetzwerks, Freischalten eines Gästebuches).
Um die im Rahmen des InHK durchgeführten Maßnahmen öffentlichkeitswirksam und für ein neues Image Bensbergs und Bockenbergs nach außen zu kommunizieren, werden auch weitere Mittel wie Informationsbroschüren und –flyer genutzt. Ebenso könnte eine Projektzeitung eingerichtet werden, die während des Umsetzungszeitraumes über die jeweiligen Projektsachstände berichtet und Akteure wie Eigentümer oder die Bensberger Händlerschaft miteinbezieht.
Neben dem Aspekt Öffentlichkeitsarbeit hat auch die Maßnahme Hof- und Fassadenprogramm (G1) bedeutende Signalwirkung. Die Gebäude und Räume, die im Rahmen der Maßnahme umgestaltet werden, werden als Positivbeispiel weiterer Aufwertungs- und Umgestaltungsmaßnahmen genutzt und entfalten somit ebenso eine öffentliche Wirkung.
Gefördert werden sollen Kosten für die Erstellung und Vervielfältigung von Informationsmaterialien, Hosting- und Entwicklungskosten einer Internetseite sowie die Planung und Durchführung von öffentlichkeitswirksamen Aktionen und Veranstaltungen zum Umsetzungskonzept.

I3 Vorbereitende Untersuchungen

Das vorliegende integrierte Handlungskonzept (InHK) für Bensberg bildet die konzeptionelle Grundlage für den angestrebten mehrjährigen Entwicklungsprozess und damit verbundene stadtentwicklungsrelevante Entscheidungen.
Durch die Umsetzung des InHK Bensberg soll der Stadtteil Bensberg nachhaltig gestärkt und wieder zu einem attraktiven Stadtteilzentrum weiterentwickelt werden. Ziel ist es, bauliche Missstände zu beheben, das Stadtbild aufzuwerten und den Stadtteil nachhaltig zu stärken. Hierzu sollen u. a. die rechtlichen Grundlagen für eine finanzielle Förderung privater Investitionen geschaffen werden.
Vor dem Hintergrund der sich darstellenden Gebietssituation mit den strukturellen und städtebaulich-funktionalen Schwächen, wie u. a. Leerstände, Modernisierungsrückstände im privaten Bereich und Defizite im öffentlichen Raum, sowie den definierten Entwicklungszielen erscheint es geboten, bezogen auf die Bestimmung einer geeigneten Gebietskulisse für den künftigen Umsetzungsprozess auch das Vorliegen der Voraussetzungen für die Festlegung eines Sanierungsgebietes zu prüfen.
Aufgrund dessen wird im Rahmen der Umsetzung des InHK Bensberg die Durchführung vorbereitender Untersuchungen gemäß § 141 BauGB i.V.m. §§ 136-139 BauGB zwecks Festlegung eines Sanierungsgebiets vorgesehen. Die Untersuchungen sollen darlegen, inwieweit die Ausweisung eines Sanierungsgebiets zur Erreichung der Ziele des integrierten Handlungskonzeptes notwendig ist und hierfür die erforderlichen Voraussetzungen vorliegen.

Ziel ist die Schaffung von Investitionsanreizen für private Investitionen, indem Sanierungsbescheinigungen für die steuerliche Begünstigung privater Investitionen ermöglicht werden. Der Stadtentwicklungs- und Planungsauschuss ist in der Sitzung am 28.02.0218 über die Vergabe eines Auftrages zur Durchführung von Vorbereitenden Untersuchungen informiert worden und hat in der Sitzung vom 17.04.2018 den Beschluss zum Beginn der vorbereitenden Untersuchungen gefasst. Der Auftrag ist an die Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft (DSK) mbH & Co. KG vergeben worden.