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Ausstellungen

Sonic (Ausschnitt) von Heike Weber, 2016 Pigmentmarker auf Acryl, Kunstmuseum Villa Zanders

Übersicht

Kindergartenmuseum Nordrhein-Westfalen
9. Mai 2019 bis Sept. 2020
BauSpielKunst
Baukästen der Naef Spiele AG aus der Sammlung Bungarten

Schulmuseum Bergisch Gladbach – Sammlung Cüppers
14. November 2019 bis 31. Dezember 2020
Der kratzige Unterschied – historische Handarbeiten
von „Arm“ und „Reich“ 1850 – 1950

LVR-Industriemuseum Papiermühle Alte Dombach
Sonderausstellung
1. März 2020 bis 7. Februar 2021
"Von der Rolle. KloPapierGeschichten"

Bergisches Museum für Bergbau, Handwerk und Gewerbe
3. April 2020 bis 11. Oktober 2020
MittagsPause! - Über den Wandel der Auszeit vom Arbeiten

Kunstmuseum Villa Zanders
5. Juni 2020 – 6. Juni 2021
"NEU AUFGESTELLT"
Neuerwerbungen, Schenkungen, Dauerleihgaben und mehr

Thomas-Morus-Akademie
15. Juni 2020 bis 30. September 2020
Der Wald und der Sturm

Begegnungscafé Himmel un Ääd
22. Juni 2020 bis 1. August 2020
„Innehalten“ – Neue Ausstellung im H&Ä mit Bildern von Iris Anand

Kunstmuseum Villa Zanders
23. Juni 2020 bis 9. August 2020
Kunst vor Ort
Kabinettausstellung

Partout® Kunstgeschichte und Kunstkabinett
26. Juni 2020 bis 15. August 2020
Veronika Moos - Staatspreis Manufactum 2019 und Werkschau

Begegnungscafé Himmel un Ääd
11. August 2020 bis 19. September 2020
Unterwegs - Ausstellung von Christina Haupts

Kunstmuseum Villa Zanders
14. August 2020 bis 13. September 2020
Kabinettausstellung „Ihr glücklichen Augen – Heinrich J. Jarczyk“

Kunstmuseum Villa Zanders
29. August 2020 bis 22. November 2020
Ortstermin
"es wird einmal gewesen sein"
Jutta Dunkel - Martin Rosswog

Bürgerhaus Bergischer Löwe
Dauerausstellung
Handpuppen - Sammlung Gerd J. Pohl


Kindergartenmuseum Nordrhein-Westfalen
Quirlsberg 1 (im Jugend- und Kulturzentrum „Q1“)
51465 Bergisch Gladbach

9. Mai 2019 bis Sept. 2020
BauSpielKunst
Baukästen der Naef Spiele AG aus der Sammlung Bungarten

Ausstellungseröffnung
Donnerstag, 9. Mai 2019, 18 Uhr

Mit Bezug auf das Jubiläum „100 Jahre Bauhaus“ stellt das Kindergartenmuseum NRW in einer Sonderausstellung Baukästen aus. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen Baukästen der schweizer Naef Spiele AG - darunter das Bauhaus-Bauspiel, das die Bauhaus-Mitarbeiterin Alma Siedhoff-Buscher 1923 entworfen hat.

In der Ausstellung wird der Bogen gespannt von den ersten Baukästen, die wir dem Kindergartengründer Friedrich Fröbel verdanken, über das Bauhaus-Bauspiel bis hin zu den Narf-Baukästen, die zwischen 1957 und 2017 entstanden sind.

Die allermeisten Naef- Baukästen sind für sich schon Kunstwerke und laden zugleich mit ihrem hohen Aufforderungscharakter alle Altersgruppen zum künstlerischen Gestalten ein. Dementsprechend werden in der Ausstellung die Baukästen nicht nur gezeigt, sondern die Besucher/innen können mit einigen der Baukästen, die als Dublikate bereitstehen, bauen, spielen und künstlerisch gestalten.

Die Sonderausstellung, in deren Mittelpunkt die Naef-Baukästen stehen kann bis Jahresende besucht werden - bei freiem Eintritt am Internationalen Museumstag von 14:00 bis 17:00 Uhr.

Öffnungszeiten:
Dienstags von 10 bis 13 Uhr
sowie nach Vereinbarung

Kontakt:
Tel. 02202 - 24 36 40
Mail: info@6b2c031d2d914e8ab4df7e206e159b47kindergarten-museum.de


Öffnungszeiten:
Di. - Fr.: 9 -17 Uhr
Sa.: 9 - 13 Uhr
So. und Mo. Ruhetag

Telefon: 02202 2609296
E-Mail: info@f88ebff8b3b6435b93a29ab5d860a6cchimmel-un-aeaed.de


Den Ausgangspunkt dieser kleinen Präsentation bildet eine 2007 erfolgte Schenkung des Sammlers Gerd Krämer an den Galerie+Schloss e.V., die als Dauerleihgabe an das Kunstmuseum Villa Zanders überging. Die Schenkung umfasst 27 Werke von 9 Künstler*innen aus Bergisch Gladbach und Umgebung. Eine Auswahl daraus wird mit Werken weiterer Künstler*innen aus dem Museumsbestand ergänzt.

Mit diesem Einblick in das Kunstgeschehen der Region schließt das Kunstmuseum Villa Zanders an Formate wie die Ausstellungsreihe „Ortstermin“ oder die Kabinettausstellungen zu einzelnen Künstler*innen an, in denen die lebendige Vielfalt vor Ort zum Ausdruck kommt.

Beteiligte Künstler*innen „Kunst vor Ort“:
Ackard Alker, Claudia Betzin, Rudolf Bonvie, Ute Braun, Georg Dittrich, Hermann Eskens, Walter Hanel, Klaus Hansen, Wolfgang Heuwinkel, Rolf Hinterecker, Elisabeth Jansen, Michael Kramer, Molitor & Kuzmin, Wolfgang Peter, Maria Schätzmüller-Lukas, Fanny Schoening, Brigitte Schollmayer, Mechthild Winkler, Michael Wittassek

Darüber hinaus sind in der aktuellen Ausstellung „NEU AUFGESTELLT – Neuerwerbungen, Schenkungen, Dauerleihgaben und mehr“ parallel weitere Werke folgender, mit Bergisch Gladbach verbundener Künstler*innen zu sehen:
Mary Bauermeister, Winfried Junge, Petra Paffenholz, Rosemarie Stuffer

Öffnungszeiten:
Di, Fr, 14 - 18 Uhr
Mi, Sa 10 - 18 Uhr
Do 14 - 20 Uhr
Sonn- und Feiertag 11 - 18 Uhr

Bitte beachten Sie die obligatorischen Hygienevorschriften (Mund-Nasen-Schutz, Abstand von mindestens 1,5 m).

Barrierefreier Zugang

Kontakt:
Telefon: 02202 14-2334 oder 14-2356
www.villa-zanders.de
info@f080cd3a4ec04b218ab2e9c9965016afvilla-zanders.de

Partout® Kunstgeschichte und Kunstkabinett
Straßen 85
51429 Bergisch Gladbach

26. Juni 2020 bis 15. August 2020
Veronika Moos - Staatspreis Manufactum 2019 und Werkschau

Veronika Moos

Ausstellungseröffnung:
Freitag, 26. Juni 2020, 17  bis 22 Uhr 
19 Uhr: Begrüßung durch Bürgermeister Lutz Urbach und Kreiskulturreferentin Charlotte Loesch M.A.

Einführung: Kunsthistorikerin Maria Eicker M.A.
Die Künstlerin ist am 26. und 27. 06.2020 sowie am 14.07.2020 und am 14.08.2020 anwesend.

Für die Vernissage ist zur Einhaltung der Corona-Hygiene- und Schutzmaßnahmen eine schriftliche Anmeldung mit Angaben der persönlichen Kontaktdaten unbedingt erforderlich.
Bitte per Mail an: kontakt@ab795a27584b4804a4b65feed1771e84partout-kunstgeschichte.de
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

„Die Flüchtigkeit des Augenblicks, wie ein Windhauch aus alter Zeit, hält meinen Blick an, verlangsamt die Zeit, wird Utopie, was als solches nicht existiert, nimmt im symbolischen Bekleiden Gestalt an.“

Dr. Veronika Moos gewann 2019 den Staatspreis Manufactum für ihre große konzeptionelle Leinarbeit „Von der blauen Blume“. Rund um das preisgekrönte Werk zeigt das Partout® Kunstkabinett erstmals eine Werkschau mit Arbeiten aus der mehr als 30-jährigen Tätigkeit der Textil- und Landartkünstlerin Veronika Moos. Zahlreiche neue Arbeiten sind in Vorbereitung auf die Ausstellung entstanden, darunter Objekte, Installationen, fotografische Arbeiten und Videokunst. Sie werden erstmals gezeigt.

Es ist die erste Einzelausstellung, die für Frau Dr. Veronika Moos in ihrer Heimat ausgerichtet wird. Anlass für die große Werkschau ist die Verleihung des Staatspreises Manufactum, einer der bedeutendsten Kunstpreise (Kunsthandwerk, Design) Deutschlands, den die Künstlerin aus Bergisch Gladbach-Refrath 2019 mit ihrer Arbeit „Von der blauen Blume“ erhalten hat.

Mehr als fünf Jahre währte die Arbeit an diesem konzeptionellen und transdisziplinären Kunstprojekt. Veronika Moos hält den Entstehungsprozess des 21 m langen gewebten Leinenbandes fest, an dem europaweit (auch in Bergisch Gladbach) zahlreiche Leingärtner*innen und -weber*innen beteiligt waren. Schon diese Dokumentation ist von hoher künstlerischer Kraft. Sie wird allerdings übertroffen von der Leinbahn selber, einem Objekt, das die Künstlerin als „soziale Skulptur“ bezeichnet.
Rund um die preisgekrönte Arbeit „Von der blauen Blume“ entsteht auf rund 260 m2 Ausstellungsfläche eine Werkschau mit Arbeiten aus der mehr als 30-jährigen Tätigkeit der Textil- und Landartkünstlerin Veronika Moos. Zahlreiche neue Arbeiten sind in Vorbereitung auf die Ausstellung entstanden, darunter Objekte, Installationen, fotografische Arbeiten und Videokunst. Sie werden nun erstmals in der Öffentlichkeit präsentiert.

Weitere Veranstaltungen:
27.06.2020 von 11 – 18 Uhr
Sonderöffnung

Öffnungszeiten:
Dienstag + Freitag: 16 – 19 Uhr
Samstag: 11 – 13 Uhr 
Und nach persönlicher Vereinbarung

Tel.: (0 22 04) 42 52 38
Tel.: (0 22 04) 480 40 94
www.partout-kunstgeschichte.de

© Partout® Kunstgeschichte und Kunstkabinett

Kunstmuseum Villa Zanders
Konrad-Adenauer-Platz 8
51465 Bergisch Gladbach

14. August 2020 bis 13. September 2020
„Ihr glücklichen Augen – Heinrich J. Jarczyk“
Kabinettausstellung

Heinrich J. Jarczyk, geboren 1925 in Neisse/Schlesien, widmete sich schon als Schüler seiner zeichnerischen Begabung. Nach Kriegsdienst und Kriegsgefangenschaft absolvierte er ein Studium der Naturwissenschaften und Kunstgeschichte, verfolgte neben seiner beruflichen Tätigkeit in Forschung und Industrie aber auch konsequent seine künstlerischen Interessen. Unter dem Einfluss impressionistischer Kunst entwickelte er einen eigenen Stil, den er in den verschiedenen Techniken wie Federzeichnung, Ölmalerei, Radierung und Aquarell verfeinerte. Vor allem während seiner zum Teil mehrjährigen Aufenthalte in Ägypten, Südamerika, den USA und in Europa entstanden zahlreiche Landschafts- und Architekturdarstellungen, aber auch Portraits und abstrakte Arbeiten.

Anlässlich seines 95. Geburtstages zeigt das Kunstmuseum Villa Zanders einen kleinen Querschnitt seiner Werke.

Abb.: Heinrich J. Jarczyk, Jacobsmuschel 3/2008, Bleistift, Aquarell. Foto: Michael Wittassek

Öffnungszeiten:
Di, Fr, 14 - 18 Uhr
Mi, Sa, 10 - 18 Uhr
Do 14 - 20 Uhr
Sonn- und Feiertag 11 - 18 Uhr

Barrierefreier Zugang

Museumseintritt 4 Euro / 2 Euro erm. / Mitglieder des Galerie+Schloss e.V. frei sowie am 1. Donnerstag im Monat freier Museumseintritt für BesucherInnen mit Wohnsitz in Bergisch Gladbach.

Kontakt:
Telefon: 02202 14-2334 oder 14-2356
www.villa-zanders.de
info@bb41b20ab43d46cdbdef35fb81e0a22avilla-zanders.de

oben: Christine Burlon/unten: Beatrix Rey 

Heftige Stürme, zunehmende Trockenheit, vermehrte Anfälligkeit der Bäume für Schädlinge, all das verändert die Wälder auf erschreckende Weise.

In dem Gemeinschaftsprojekt „Der Wald und der Sturm“ , initiiert von Christine Burlon, setzen sich zehn Künstlerinnen und Künstler mit den Folgen der Stürme für den Wald und ihrer eigenen Beziehung zum Wald auseinander.

Sinnlich, ästhetische Darstellung kann auf subtile Weise die Dramatik der Entwicklungen sichtbar machen. Zugleich geben die künstlerischen Arbeiten Hinweis darauf, dass nach der Zerstörung auch Neues entsteht, das die veränderten Bedingungen nutzt.

links: Katja Wickert/ mitte: Isabel Oestreich/ rechts: Eva Wal

Weitere Veranstaltungen:

27. bis 28. Juni 2020 (Sa.-So.)
Eine deutsche Sehnsuchtslandschaft.
Der Wald: Mythologie,Ideologie, Biologie. Akademietagung
Ort: Thomas-Morus-Akademie

28. September 2020 (Mo.)
Gestresster Wald – aktuelle Herausforderungen durch den Klimawandel. Akademieabend mit Dr. Mathias Niesar, Wald und Holz NRW in Zusammenarbeit mit der Kulturwerkstatt Ins Blaue
Ort: Thomas-Morus-Akademie

Edition: Anlässlich der Ausstellung erscheint eine Edition, die ab der Vernissage in der Thomas-Morus-Akademie erworben werden kann.

Öffnungszeiten:
täglich 9 bis 18 Uhr

Telefon: 02204 - 40 84 72
Telefax: 02204 - 40 84 20
Email: akademie@69be8ec8c5654ccbb4382b8722ef7b7ftma-bensberg.de
Internet: www.tma-bensberg.de

Foto: Sammlung S. Raimann

Bergisches Museum für Bergbau, Handwerk und Gewerbe
Burggraben 19
51429 Bergisch Gladbach

3. April 2020 bis 11. Oktober 2020
"MittagsPause! - Über den Wandel der Auszeit vom Arbeiten"

Arbeit ist nur das halbe Leben - oder doch nicht?

Wir verbringen heute einen großen Teil unseres Alltags bei der Arbeit; sei es im Büro oder auf dem Weg dorthin, im Home Office oder in der Schule. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Pausen uns helfen, konzentriert unsere Arbeit zu erledigen. Die Schulglocke oder der Arbeitgeber geben dabei vor, wann längere Pausen erlaubt sind. Immer mehr Menschen wünschen sich jedoch flexible Arbeitszeiten und mobile Arbeitsplätze, damit sie ihre Arbeits- und Frei-Zeit nach Bedarf einteilen können.

Die Ausstellung spannt einen Bogen vom ganz normalen Arbeitsalltag in den Handwerkerbetrieben am Rande der Industrialisierung bis zur Grube Lüderich im Bensberger Erzrevier, die noch bis in die 1970er Jahre aktiven Erzbergbau betrieb.
Auch vor heute macht die Ausstellung nicht halt wenn sie fragt. Was ist uns an unserer Pause besonders wichtig und wie verbringen wir sie am liebsten?

Exponate und Geschichte(n) aus der Region zeigen exemplarisch, wie sich die Auszeit vom Arbeiten in den letzten 150 Jahren gewandelt hat. Wer hat eigentlich früher entschieden, wer wann und wie lange Pause machen durfte? Warum machte man gerne Montags "blau"? Gingen Bergleute in der Pause nach oben, frische Luft schnappen? Und was hatten die Menschen damals auf ihrem Pausenbrot?

Eine Ausstellung des Themenjahrs "Ganz viel Arbeit" der Bergischen Museen www.bergischemuseen.de

Begleitende Veranstaltungen:

Kurzführungen

Jeden ersten Dienstag im Monat greifen wir mit Kurz-Führungen und Gesprächen mit Zeitzeugen und Wegbegleitern ausgewählte Themen der Ausstellung für Sie auf. Runden Sie ihre kulturelle Auszeit mit einem Pausensnack unter unseren Apfelbäumen ab oder bringen Sie Ihr Mittagessen einfach mit.
Termine: derzeit keine
Eintritt: 3 Euro / 1,50 Euro (ermäßigt) / für Kinder im Vorschulalter frei
Optional zuzüglich 2,50 Euro für den Pausensnack (bitte bei der Anmeldung angeben)

Wir bieten auf Anfrage für Gruppen Führungen durch die Ausstellung an.
Kosten: 40 Euro zuzüglich Eintritt wochentags, 60 Euro zuzüglich Eintritt am Wochenende

Angebote für Schulen
Schon einmal eine "Kottenbutter" probiert? Oder für mehr Pausen in der Schule demonstriert?
In unseren zweistündigen Workshops arbeiten wir mit Ihrer Klasse zu folgenden Themen:
Pausen-Ernährung, Halbschicht im Bergbau, Arbeitszeitregelungen damals und heute.
Kosten: 60 Euro pro Workshop zuzüglich ermäßigten Eintritt, Begleitpersonen haben freien Eintritt

Mehr Wissenswertes zum Themenjahr "Ganz viel Arbeit" finden Sie auf der Website der Bergischen Museen. Dort können Sie auch einen Newsletter abonnieren, der regelmäßig über die Aktivitäten der Bergischen Museen und die Veranstaltungen im Themenjahr "Ganz viel Arbeit" 2019/2020 informiert.

Gefördert durch Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen
Gefördert durch Landschaftsverband Rheinland
In Kooperation mit Geschichtsverein Rösrath e. V.
In Kooperation mit Albertus-Magnus-Gymnasium Bensberg

Öffnungszeiten:
Dienstag - Freitag: 10 - 13.30 Uhr
Samstag, Sonntag und an ausgewählten Feiertagen: 11 - 17 Uhr
Montags geschlossen

Wir bieten Führungen für Gruppen auch außerhalb dieser Zeiten an.

Weitere Informationen zur Buchung und Anmeldungen sind erbeten unter:
Telefon: 02202 14 15 55
E-Mail: kontakt@bf94745810d3403dbbc60adc188b147dbergisches-museum.de
Internet: www.bergischemuseen.de

Kunstmuseum Villa Zanders
Konrad-Adenauer-Platz 8
51465 Bergisch Gladbach

29. August 2020 bis 22. November 2020
"Es wird einmal gewesen sein"
Jutta Dunkel - Martin Rosswog in der Reihe "Ortstermin"

Erinnerung ist, auf den kleinsten gemeinsamen Nenner gebracht, vergegenwärtigte Vergangenheit. Sie ist überall und immer bei uns, kann bewusst hervorgeholt werden, kann sich aber auch plötzlich und unerwartet in unser Bewusstsein drängen und dabei ungeahnte Kraft entfalten. Aber warum haben wir überhaupt die Fähigkeit und das Bedürfnis, uns Vergangenheiten bewusst oder unbewusst immer wieder in die Gegenwart zu rufen? Was ist der Sinn, der Nutzen von Erinnerung für das Leben? Diese Ausstellung widmet sich anhand zweier Künstler*innen genau diesen Fragestellungen.

Auf den ersten Blick konnten die sinnlich-zarten Buntstiftzeichnungen von Jutta Dunkel (*1958 in Neuss) und die sachlich-dokumentarischen Fotografien von Martin Rosswog (*1950 in Bergisch Gladbach) nicht unterschiedlicher sein. Er dokumentiert Menschen, Wohnformen und Orte als vermeintlich nüchtern-objektiver Chronist mit dem ästhetischen Anspruch eines Becher-Schülers. Sie schöpft aus der subjektiven Hinwendung zu persönlichen Eindrücken und schafft dadurch farbgewaltige und zugleich feinsinnige Andachtsbilder flüchtiger Momente. Auf den zweiten Blick aber ist da eine erstaunliche Parallele: Beide dokumentieren Zeit – also das, was irgendwann einmal gewesen sein wird – und befragen sie nach ihrem Wirkungspotenzial für Gegenwart und Zukunft.

li: Jutta Dunkel, o.T. aus der Serie „Polymorph“, 2017, Buntstiftzeichnung, 29,5 x 21 cm
re: Martin Rosswog, Hof Willi Müller in Scheller, Lindlar, 1991, Fotografie aus der Serie „Bergische Interieurs“
© Martin Rosswog, VG Bild-Kunst, Bonn, 2020

In verschiedenen Themenbereichen untersucht die Ausstellung das Spannungsfeld zweier künstlerischer Positionen, dokumentarischer Beweggründe und technischer Umsetzungen. Dabei will sie dazu einladen, sich bei der Betrachtung dessen, was einmal gewesen sein wird, auf das assoziative Spiel der eigenen Erinnerung mit der Kunst einzulassen und – statt in Wehmut über unabwendbare Verluste zu verfallen – vergegenwärtigte Vergangenheit als Ressource für das zu denken, was genauso unabwendbar einmal werden wird.

Zu der Ausstellung erscheint ein Katalog.

Begleitende Veranstaltungen
Wegen begrenzter Teilnehmerzahlen empfehlen wir eine telefonische Anmeldung! Sie erreichen uns unter 02202 - 142304. Die max. erlaubte Teilnehmerzahl wird den jeweils aktuellen Bestimmungen zur Covid19Pandemie angepasst. Bitte beachten Sie die Hygienevorschriften.

Öffentliche Führungen
So 20.09.2020, 11 Uhr
So 11.10.2020, 11 Uhr
So 25.10.2020, 11 Uhr
So 15.11.2020, 11 Uhr
Weitere Führungen auf Anfrage

Gespräch mit der Künstlerin Jutta Dunkel
Moderation: Sabine Elsa Müller M.A.
Do 10.09.2020, 19 Uhr

Filmabend mit dem Künstler Martin Rosswog
Dokumentarfilm des Künstlers über die RomaSiedlung bei Vurpǎr (Burgberg): In Visitǎ (zu Besuch), 2016, 80 min
Di 10.11.2020, 19 Uhr

Lesung im Grünen Salon: Theresia Enzensberger – Blaupause
Luise Schilling studiert am Weimarer Bauhaus und wirft sich hinein in die Träume und Ideen der 1920er Jahre: Eine junge Frau in den Wirren ihres Lebens und Konflikte, die auch ein Jahrhundert später noch äußerst gegenwärtig sind.
Einfuhrung und Lesung: Walter Demmer, Psychiater
Di 27.10.2020, 19 Uhr

Gespräch im Roten Salon: Gegenwartskunst – Strategien und Konzepte statt Stile und Epochen?
Haben die Kriterien Stil, Epoche und Bewegung in der Beurteilung der Gegenwartskunst jede Bedeutung verloren? Erkennt man Künstler*innen stattdessen nur noch an Strategien und Konzepten? Der Versuch einer Neuordnung der zeitgenössischen Kunst anhand veränderter Kategorien und Blickwinkel.
Referent: Georg Dittrich, Architekt und Künstler
Di 15.09.2020, 19 Uhr

Ladies’ Night
Viele kunstinteressierte Ladies, eine Führung und anschließend ein gemeinsamer Drink in entspannter Atmosphäre.
Für Teilnehmerinnen jeden Alters.
Do 24.09.2020, 18 Uhr

Dialog mit dem Original
Gemeinsame Betrachtung eines ausgewählten Werkes.
Jeden 3. Sonntag im Monat, 15 – 16 Uhr.
So 20.09. / So 18.10. / So 22.11.

Sonntags-Atelier
Künstlerisches Arbeiten im Atelier für Besucher*innen jeden Alters.
Jeden 1. Sonntag im Monat, 11 – 13 Uhr.
So 06 09. / So 04 10. / So 01 11.

Kunstlabor
Inklusiver Workshop für junge Menschen ab 13 Jahren unter Anleitung eines jungen Teams.
Jeden 2. Samstag im Monat, 14 – 17 Uhr. Teilnahme kostenlos.
Sa 12.09. / Sa 10.10. / Sa 14.11.

Mit Baby ins Museum
Führung für Eltern mit ihren Babys bis 1 Jahr (in Kooperation mit der Kath. Familienbildungsstatte).
Jeden 1. Mittwoch im Monat, 10.30 – 12 Uhr.
Mi 02.09. / Mi 07.10. / Mi 04.11.

Workshops für Schulen, Kitas & andere Gruppen
Das Angebot wird im gestalterischen Anspruch jeweils der Gruppe angepasst. Die Gebühr von 4 Euro pro Kind beinhaltet Eintritt und Materialkosten. Workshops für Erwachsene ab 160 Euro pro Gruppe.
Beratung und Terminabsprache unter 02202 - 142304 oder info@a74d5f5e321b418c992560f543dbc2eavilla-zanders.de.
Angebot 1: Wie funktioniert Erinnerung? Wie bleibt oder wird sie sichtbar? Welche Bilder prägen uns? Wir erinnern uns als Klasse an ein gemeinsames Erlebnis, zum Beispiel einen Wandertag. Jede*r fertigt dann eine Zeichnung zu diesem Erlebnis an. Aus der Summe aller Zeichnungen versuchen wir, das Erlebte gestalterisch zu rekonstruieren.
Angebot 2: Erinnerungsräume im Karton? In einer kleinen Schachtel aus Karton kreieren wir Erinnerungen. Das können tatsächliche Räume wie das eigene Kinderzimmer sein oder aber Erinnerungen an einen ganz bestimmten Moment.

Öffnungszeiten:
Di, Fr, 14 - 18 Uhr
Mi, Sa, 10 - 18 Uhr
Do 14 - 20 Uhr
Sonn- und Feiertag 11 - 18 Uhr

Barrierefreier Zugang

Museumseintritt 4 Euro / 2 Euro erm. / Mitglieder des Galerie+Schloss e.V. frei sowie am 1. Donnerstag im Monat freier Museumseintritt für BesucherInnen mit Wohnsitz in Bergisch Gladbach.

Kontakt:
Telefon: 02202 14-2334 oder 14-2356
www.villa-zanders.de
info@fc37f79931e94a5b83c2af61118eeca7villa-zanders.de


Angefangener Strumpf, Wolle / Brauttaschentuch, Seide (Sammlung Schulmuseum, Inv. Nr. GA 142, Inv. Nr. WÄ 472)

Schulmuseum Bergisch Gladbach – Sammlung Cüppers
Kempener Straße 187
51467 Bergisch Gladbach

14. November 2019 bis 31. Dezember 2020
Der kratzige Unterschied – historische Handarbeiten
von „Arm“ und „Reich“ 1850 – 1950

Ausstellungseröffnung
Donnerstag, 14. November 2019
17 Uhr

Ausstellung zur Erinnerung an Magdalene Trier (1925 – 2011)
Von Anfang an gehörte Magdalene Trier zu einem Arbeitskreis, mit dem unser Museumsgründer Carl Cüppers in den 1980er Jahren den Ausbau seiner schulgeschichtlichen Sammlung vorantrieb.
Als ausgebildete Weißstickmeisterin brachte sie ihr Können, Wissen und eine langjährige Berufserfahrung in eine gezielte Sammlungsstrategie ein. In fast drei Jahrzehnten kam durch Kontakte und Netzwerke, auf Reisen und durch Ankäufe ein einzigartiger Fundus zur Geschichte des Handarbeitsunterrichts und der Handarbeiten zusammen.
Im Jahr 2000 übergab sie ihn der Stadt Bergisch Gladbach als Schenkung für das Schulmuseum. Bis zu ihrem Tod hat sie die Sammlung professionell geleitet und ein Team für die zukünftige Betreuung um sich geschart. Dem Andenken an Magdalene Trier ist daher die neue Ausstellung gewidmet.

Handarbeitsunterricht im 3. Schuljahr, Köln-Sülz, 1914

Schon 1987 wurde eine kleine Auswahl aus der damals noch privaten Sammlung von Magdalene Trier unter dem Titel „Mit Nadel, Faden, Fingerhut“ der Öffentlichkeit vorgestellt. Sie behandelte die Geschichte des Handarbeitsunterrichts im Rahmen der Mädchenerziehung. Mehr als 30 Jahre danach war eine neue Präsentation fällig. Das Unterrichtsfach und die darin vermittelten vielfältigen Techniken, Fertigkeiten und Kenntnisse werden nicht ausgeklammert. Aber der Akzent liegt vor allem auf Handarbeiten, die in der Schule als Beleg für den erreichten Fortschritt, bescheidenes Geschenk oder Erinnerungsstück entstanden sind.

 Begrüßung und Einführung:
Prof. Dr. Jürgen Wilhelm, Stellvertretender Vorsitzender der Landschaftsversammlung Rheinland
Janina Raub, LWL-Freilichtmuseum Detmold, Westfälisches Landesmuseum für Alltagskultur
Annette Schrick, Kuratorin der Ausstellung, LVR Industriemuseum Papiermühle Alte Dombach

Begleitende Veranstaltungen

Öffentliche Kurzführung durch die Ausstellung
Sonntag, 20.9., 18.10., 15.11.2020 & 17.1.2021, 15 Uhr
Bitte keine Gruppen!
3 € zzgl. regulärem Eintritt, Kinder & Jugendliche frei

Öffentliche Kuratorenführung
Zum „Welttoilettentag“, Donnerstag, 19.11., 17 Uhr
Bitte keine Gruppen!
3 € zzgl. regulärem Eintritt, Kinder & Jugenliche frei

Öffnungszeiten:
Dienstag-Freitag 10 - 17 Uhr
Samstag und Sonntag 11 - 18 Uhr

Bereits in den 1980er Jahren wurde damit begonnen, in der Papierstadt Bergisch Gladbach eine Sammlung mit künstlerischen Arbeiten aufzubauen, die den Werkstoff Papier in all seinen Erscheinungsformen und Gestaltungsmöglichkeiten widerspiegelt. Inzwischen umfassen die Bestände der Sammlung „Kunst aus Papier“ knapp 500 Arbeiten international renommierter Künstler*innen wie Jac Leirner, Monika Grzymala, Christo, John Cage, Mischa Kuball, Simon Schubert oder Jenny Holzer. Nicht nur in ihrer Spezialisierung, sondern auch in der ambitionierten Ausrichtung ist diese Sammlung einzigartig.

In der selbstauferlegten Beschränkung auf ein vermeintliches Alltagsmaterial überrascht die Sammlung durch die schier grenzenlosen Möglichkeiten der Bearbeitung und Verarbeitung von Papier, Pulp und Co: Die künstlerischen Techniken reichen von zerreißen, zerschneiden, zerknüllen, zerfetzen, schaben, kratzen, durchlöchern, zermahlen oder schöpfen bis kleben, falten, schichten, prägen, rollen und vielem mehr. Gerade in dieser Vielfalt geht die Sammlung über das Thema Papier weit hinaus und entwirft ein beeindruckendes Panorama der Gegenwartskunst in ihrer ganzen Heterogenität.

Es ist eine stille, aber doch entschiedene Kunst, die dem Alltagsmaterial Papier einen sinnlichen, immer wieder überraschenden Reichtum abgewinnt. Mit Humor und Leichtigkeit entwickelt die Kunst aus Papier eine ganz eigene Kraft und entfaltet ein Potential, das alle Erwartungen sprengt.

Erstmals präsentiert werden auch Dauerleihgaben aus der Stiftung Kunst im Landesbesitz Nordrhein-Westfalen, die die Sammlung inhaltlich wunderbar ergänzen. Unter diesen herausragenden Arbeiten von Künstler*innen wie Jean Tinguely, Imi Knoebel und Felix Droese besonders hervorzuheben ist eine große Arbeit von Jan J. Schoonhoven.

Ein weiteres Highlight stellt die Präsentation einer Ikone der Kunst aus Papier dar: Reiner Ruthenbecks „Weißer Papierhaufen“ aus dem Jahr 1978/79. Diese wegweisende Skulptur stellte in der Zeit ihrer Entstehung erstmals die physische Präsenz und auratische Wirkung des Mediums Papier auf das gleiche Niveau wie die traditionellen Bildhauermaterialien Stein oder Metall. Die Arbeit wird für die Dauer der Ausstellung als großzügige Leihgabe der Stiftung Kunstfonds in die Präsentation integriert.

Basiert die Sammlung in ihren Anfängen hauptsächlich auf Mitteln der Kulturstiftung der Kreissparkasse Köln, so sind es heute immer wieder kunstsinnige Bürger*innen und Kulturvereine wie der Galerie+Schloss e.V. oder der Rotary Club Bergisch Gladbach, die Ankäufe ermöglichen. Nur durch das bürgerliche Engagement – und die besonders dankenswerten Schenkungen, die direkt von Seiten der Künstler*innen an das Museum gehen – kann sich eine hochkarätige Sammlung heute weiterentwickeln. Eine Sammlung muss aber wachsen, um lebendig und für die Gegenwart relevant zu bleiben.

Zur Sammlung ist ein neuer umfangreicher Bestandskatalog in Vorbereitung.

Begleitprogramm
Wegen begrenzter Teilnehmerzahlen empfehlen wir eine telefonische Anmeldung! Sie erreichen uns unter 02202 - 142304. Die maximal erlaubte Anzahl der Teilnehmer*innen wird den jeweils aktuellen Bestimmungen zur Covid-19-Pandemie angepasst. Bitte beachten Sie die obligatorischen Hygienevorschriften (Mund-Nasen-Schutz, Abstand von mindestens 1,5 m).

Öffentliche Führungen
Do 02. 07. 18:00 Uhr
So 05. 07. 11:00 Uhr
So 19. 07. 11:00 Uhr
Do 06.08. 18:00 Uhr
So 16.08. 11:00 Uhr
So 13.09. 11:00 Uhr
Weitere Führungen auf Anfrage
Teilnahmegebühr im Eintritt enthalten

Mitmach-Mittwoch in den Sommerferien
Ein Mitmach-Angebot inklusive Führung für Groß und Klein. Jeden Mittwoch von 15:00 – 17:00 Uhr. Gebühr inkl. Material: Erwachsene 6 Euro, Kinder 3 Euro, Familien 12 Euro.
Mi 01. 07. / Mi 08. 07. / Mi 15. 07. / Mi 22. 07. / Mi 29. 07. / Mi 05.08.2020

Dialog mit dem Original
Gemeinsame Betrachtung eines ausgewählten Werkes.
Jeden 3. Sonntag im Monat, 15:00 – 16:00 Uhr.
Teilnahmegebühr im Eintritt enthalten.
So 19.07. / So 16.08. / So 20.09.2020

Sonntags-Atelier
Künstlerisches Arbeiten im Atelier für Besucher*innen jeden Alters.
Jeden 1. Sonntag im Monat, 11:00 – 13:00 Uhr.
Gebühr inkl. Material: Erwachsene 6 Euro, Kinder 3 Euro, Familien 12 Euro.
So 05.07. / So 02.08. / So 06.09.2020

Kunstlabor
Inklusiver Workshop für junge Menschen ab 13 Jahren unter Anleitung eines jungen Teams.
Jeden 2. Samstag im Monat, 14:00 – 17:30 Uhr.
Teilnahme kostenlos.
Sa 11.07. / Sa 08.08. / Sa 12.09.2020

Mit Baby ins Museum
Führung für Eltern mit ihren Babys bis 1 Jahr (in Kooperation mit der Kath. Familienbildungsstätte). Jeden 1. Mittwoch im Monat, 10:30 – 12:00 Uhr.
Anmeldung Kath. Familienbildungsstätte Bergisch Gladbach, Telefon: 02202 - 936390, E-Mail: info@fbs-gladbach.de
Mi 01.07. / Mi 05.08. / Mi 02.09.2020

Öffnungszeiten:
Di, Fr, 14 - 18 Uhr
Mi, Fr, 10 - 18 Uhr
Do 14 - 20 Uhr
Sonn- und Feiertag 11 - 18 Uhr

Barrierefreier Zugang

Museumseintritt 4 Euro / 2 Euro erm. / Mitglieder des Galerie+Schloss e.V. frei sowie am 1. Donnerstag im Monat freier Museumseintritt für BesucherInnen mit Wohnsitz in Bergisch Gladbach.

Kontakt:
Telefon: 02202 14-2334 oder 14-2356
www.villa-zanders.de
info@77e11f1cd43445d3be47567ea361d439villa-zanders.de

Bürgerhaus Bergischer Löwe
Konrad-Adenauer-Platz 8
51465 Bergisch Gladbach

Handpuppen
Gerd J. Pohl
Dauerausstellung

Seit über 30 Jahren ist Gerd J. Pohl – selbst Puppenspieler und Schauspieler von Beruf – Sammler von Memorabilia aus dem Bereich des Figurentheaters.

Aus dieser Leidenschaft heraus ist eine der wertvollsten Privatsammlungen Deutschlands entstanden. Wertvoll weniger wegen ihrer Größe von über 1.200 Exponaten (vor allem natürlich Theaterfiguren, aber auch theaterhistorisch bedeutsame Requisiten, Bühnenbilder, Originalgraphiken, Scherenschnitte, Fotographien, Film- und Tonaufnahmen, Plakate, Bücher, Manuskripte, Korrespondenzen und andere Dokumente), sondern vor allem aufgrund der Tatsache, dass sie einige ganz und gar einmalige Meisterwerke und Raritäten beinhaltet.

Der Schwerpunkt der Sammlung liegt auf dem Puppenspiel im Deutschland des 20. Jahrhunderts, vor allem auf der Zeit seit etwa 1920, als sich das Puppenspiel von der derben Jahrmarktsunterhaltung zur Kunst- und Theaterform entwickelte.

Rund 120 dieser Theaterfiguren sind nun in den Vitrinen des Bergischen Löwen zu bestaunen. Bei der Auswahl der Exponate spielten u.a. folgende Gesichtspunkte eine Rolle:

- historische Bedeutung der Figuren
- künstlerischer und gestalterischer Wert
- lokaler Bezug zu Bergisch Gladbach oder zum Bergischen Land
- Darstellung der Vielfalt an künstlerischen Ausdrucksformen und Stilen

Mit seiner Hauptfunktion als Stadttheater ist das von Stararchitekt Gottfried Böhm geschaffene Bürgerhaus die ideale Stätte für die Präsentation dieser einmaligen Sammlung, besteht hier doch ein direkter Bezug zwischen Ort und Thema der Ausstellung.

Puppen waren Jahrzehntelang im Einsatz

Manchen der Figuren – beispielsweise denen von Alfredo Bannenberg oder denen von Rudolf Fischer – sieht man deutlich an, dass sie über lange Jahre und Jahrzehnte im Einsatz waren. Diese Figuren wurden vorsichtig konserviert, aber ganz bewusst nicht restauriert, um ihre Authentizität zu wahren.

Die Ausstellung ist als Dauerausstellung konzipiert, die Exponate sollen aber von Zeit zu Zeit ausgetauscht werden, um auch regelmäßigen Besuchern immer wieder neue Eindrücke zu bieten. Langfristig soll eine der Vitrinen mit didaktischem Material ausgestatten werden, sodass der Betrachter beispielsweise erfährt, auf wie unterschiedliche Weise die Köpfe von Theaterfiguren gestaltet werden können.

Zahlreiche andere Schätze warten noch darauf, gehoben und gezeigt zu werden: Puppen etwa aus verschiedenen „Faust“-Inszenierungen, die kunstvollen Schattenfiguren aus der WDR-Fernsehreihe „Märchenraten mit Kasper und René“, Figuren und Dokumente des berühmten „Heidekaspers“ Walter Büttner (u.a. aus dessen Zeit der Kriegsgefangenschaft in Alabama), ein Handpuppensatz von Meisterschnitzer Fritz-Herbert Bross für das Theater des bekannten Jugendbuchautors Heinrich Maria Denneborg oder Originalfiguren der Hohnsteiner Puppenspiele. Langeweile kommt bei dieser Ausstellung also sicher keine auf.

Die Ausstellung verfolgt keine kommerziellen Zwecke, sämtliche Exponate sind unverkäuflich.

Bild rechts:
PETRA WOLFRAM (*1958), Modellierte Handpuppen (Kostüme: Monika Seibold)
PETRA WOLFRAM studierte Bildende Kunst in Kiel und war zunächst Mitrarbeiterin des Marionettentheaters Fritz Fey in Lübeck. Seit 1984 ist sie freischaffende Künstlerin und leitet ihr eigenes Figurentheater. Die hier ausgestellten Figuren wurden für die Kasperstücke der Piccolo Puppenspiele und des Theaters im Puppenpavillon Bensberg gefertigt und waren zwischen 1997 und 2015 im Einsatz.

Bildnachweis: Gerd J. Pohl
Pressemitteilung von www.theater-im-puppenpavillion.de