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Ausstellungen

Die aktuellen Sonderausstellungen in den Bergisch Gladbacher Museen und Galerien

Übersicht

Himmel un Ääd-Begegnungs-Café
26. November 2019 bis 4. Januar 2020
„Zeitenreise“
Foto-Text-Ausstellung von Hartwig Schulte und Martina Vermöhlen

Kunstmuseum Villa Zanders
14. Dezember 2019 bis 19. April 2020
Stefan Wewerka - Dekonstruktion der Moderne

Kulturhaus Zanders
15. Novermber 2019 bis 6. Dezember 2019
Vom Handwerk zur Kunst

VHS Bergisch Gladbach
7. November 2019 bis 13. Dezember 2019
„Junge Hühner – alte Hasen“
Ausstellung des AdK Arbeitskreis der Künstler Bergisch Gladbach e.V. und Schülern des AMG

Kindergartenmuseum Nordrhein-Westfalen
9. Mai 2019 bis 22. Dezember 2019
BauSpielKunst
Baukästen der Naef Spiele AG aus der Sammlung Bungarten

Galerie Schröder und Dörr
29. November 2019 bis 26. Januar 2020
„Konkrete Ideen“
Werke von Volker Diefenbach

Schulmuseum Bergisch Gladbach – Sammlung Cüppers
14. November 2019 bis 31. Dezember 2020
Der kratzige Unterschied – historische Handarbeiten
von „Arm“ und „Reich“ 1850 – 1950

Bürgerhaus Bergischer Löwe
Dauerausstellung
Handpuppen - Sammlung Gerd J. Pohl

Stadtarchiv Bergisch Gladbach
Dauerausstellung
"Demokratie und Bürgerrechte. Peter Joseph Fischbach und Aloysia Raabe"


Himmel un Ääd-Begegnungs-Café
Altenberger-Dom-Str. 125
51467 Bergisch Gladbach

26. November 2019 bis 4. Januar 2020
„Zeitenreise“
Foto-Text-Ausstellung von Hartwig Schulte und Martina Vermöhlen

Vernissage
Samstag, 7. Dezember 2019
13 Uhr

Fotografien fangen den Moment ein, Texte machen sich unabhängig von der Zeit. Und doch ergänzen sich beide mit ihren Gemeinsamkeiten und Wechselwirkungen zu einem sinnvollen Zusammenspiel.

Hartwig Schulte und Martina Vermöhlen greifen in Bild und Wort verschiedene Aspekte des Themas „Zeitenreise“ auf, in deren Mittelpunkt der Kreislauf des Lebens thematisiert wird. Es geht u.a. um Lebensabschnitte, das Neben- und Miteinander von Alt und Neu, den technischen Wandel, die Natur im Laufe der Jahreszeiten. Die Ausstellung widmet sich ebenfalls der Frage nach dem Leben Hier und Drüben, dem Irdischen und dem Ewigen Leben.

Die Ausstellung „Zeitenreise“ ist ihr drittes gemeinsames Ausstellungsprojekt im Rahmen von Foto-Text-Kombinationen.

Öffnungszeiten:
Di. - Fr.: 9 -17 Uhr
Sa.: 9 - 13 Uhr
So. und Mo. Ruhetag

Kunstmuseum Villa Zanders
Konrad-Adenauer-Platz 8
51465 Bergisch Gladbach

14. Dezember 2019 bis 19. April 2020
Stefan Wewerka - Dekonstruktion der Moderne

Ausstellungseröffnung
Freitag, 13. Dezember 2019, 18 Uhr
Grußworte:
Josef Willnecker, 1. Stellv. Bürgermeister
Anne Henk-Hollstein, Vorsitzende der Landschaftsversammlung Rheinland
Einführung:
Dr. Petra Oelschlägel, Leiterin Kunstmuseum Villa Zanders
Norbert Eisold, Forum Gestaltung, Magdeburg
Musikalischer Beitrag: Trio Shigihara, Heupel, Bier
Paul Shigihara, Gitarre, Köln / Michael Heupel, Querflöte, Bonn / Ernst Bier, Schlagzeug, Berlin

o.T. (Lederkappe und Hosenanzug für eine Dame), 1982, 1 von 3 Fotografien von Karin Székessy, 27,8 x 23,5 cm, Wewerka-Archiv / Forum Gestaltung e.V.
© VG BILD-KUNST Bonn, 2019

Stefan Wewerka (1928–2013) war zweifelsohne eine der vielseitigsten Künstlerpersönlichkeiten der deutschen Nachkriegsmoderne. So war er nicht nur Architekt und Objektkünstler, Designer, Modemacher und Innenarchitekt, sondern auch Bildhauer, Maler, Grafiker, Filmemacher und Aktionskünstler. Mit großer Lust am sinnlichen Ausdruck erstreckten sich seine gestalterischen Überlegungen gewissermaßen vom Städtebau über Architektur, Design und Grafik bis zur Mode und zum Essbesteck. Mit Humor und aufklärerischem Geist rüttelte er an den Dogmen des Internationalen Stils und schlug mit der Dekonstruktion rechtwinklig-funktionaler Gewissheiten eine Brücke zu den fortschrittlichsten Entwicklungen der heutigen Zeit.

Diese Ausstellung konzentriert sich im Kern auf die in ihrer Komplexität wohl fruchtbarste, ausgesprochen intensive Schaffensphase von 1978 bis in die späten 1980er Jahre. Ziel ist es, das Universum Wewerkas in einer bislang nicht gekannten Weise zu beleuchten und seine Aktualität für Fragestellungen unserer Gegenwart, wie z.B. ein natur- und menschengerechtes Wohnen, herauszuarbeiten. Eine Anleitung, die Welt bewusst in Schieflage zu versetzen, um sie neu zu denken.


In Kooperation mit dem Forum Gestaltung e.V./Wewerka Archiv, Magdeburg und der Initiative 100 Jahre Bauhaus im Westen.

Zur Ausstellung ist ein umfangreicher Katalog erschienen. 238 Seiten, 28 Euro (38 Euro im Buchhandel)

Stefan Wewerka verschiebt den Kölner Dom um 1 m, 1987
Produktionsfoto Film Verrückte Welten – Die Karrieren des Stefan Wewerka von Lothar Spree, 1987, © VG BILD-KUNST Bonn, 2019

Begleitende Veranstaltungen

Öffentliche Führungen
So 26. 01. 2020, 11 Uhr
Do 06. 02. 2020, 18 Uhr
So 16. 02. 2020, 11 Uhr
So 22. 03. 202,0 11 Uhr
Do 02.04. 2020, 18 Uhr
So 19.04. 2020, 11 Uhr
Weitere Führungen auf Anfrage

Wewerka-Bar im Rahmen der PASSAGEN
Do 16. 01. 2020, 18.30 – 22 Uhr
Studierende des bib International College Bergisch Gladbach lassen sich vom Geist Wewerkas zu Entwürfen anregen, die in der Wewerka-Bar bei einem vom Team der Rosebud Bar Cologne kredenzten Cocktail begutachtet werden können und zum entspannten Austausch einladen.

Gespräche im Roten Salon:
Dekonstruktion in der Philosophie, Bildenden Kunst und Architektur
Di 21. 01. 2020, 19.30 Uhr
Was hat die Analysemethode der „Dekonstruktion“, die aus der Philosophie bekannt ist, mit Architektur und Bildender Kunst zu tun? Warum werden klassische Ordnungsprinzipien wie Harmonie, Einheit der Form und Stabilität plötzlich in Frage gestellt? Eine Ästhetik der Beschädigung und Störung entfaltet eine erstaunliche Kraft, Originalität und Vitalität. Und, gibt es einen dekonstruierten Apfelkuchen?
Referent: Georg Dittrich, Künstler und Architekt, Bergisch Gladbach

Gespräche im Roten Salon:
Wewerka und Fluxus
Di 17. 03. 2020, 19.30 Uhr
Inmitten der Kölner Fluxus-Szene stellte Wewerka mit seinen revolutionären künstlerischen Experimenten scheinbar unumstößliche Wahrnehmungs- und Verhaltensweisen in Frage und brachte humorvoll die Macht der Gewohnheit ins Wanken.
Referentin: Dr. Katharina Uhl, Kunstwissenschaftlerin, Bremen

Ladies Night
Do 12. 03. 2020, 18.00 Uhr
Viele kunstinteressierte Ladies, eine Führung und anschließend ein gemeinsamer Drink in angenehmer Atmosphäre.
Für Teilnehmerinnen jeden Alters. Anmeldung erwünscht.

Dialog mit dem Original
So 19. 01. | So 16. 02. | So 15. 03. | So 19. 04.
Gemeinsame Betrachtung eines ausgewählten Werkes.
Jeden 3. Sonntag im Monat, 15 - 16 Uhr.
Anmeldung nicht erforderlich.

Sonntags-Atelier
So 05. 01. | 02. 02. | So 01. 03. | So 05. 04.
Künstlerisches Arbeiten im Atelier für Besucher*innen jeden Alters.
Jeden 1. Sonntag im Monat, 11 – 13 Uhr.
Anmeldung nicht erforderlich (max. 25 Personen).

o.T. (Türme am Meer), 1973, Bleistift und Aquarell auf Karton, 29,8 x 23,5 cm, Wewerka-Archiv / Forum Gestaltung e.V., Foto: Hans-Wulf Kunze, © VG BILD-KUNST Bonn, 2019

Kunstlabor
Sa 11. 01. | Sa 08. 02. | Sa 14. 03. | Sa 11. 04.
Inklusiver Workshop für junge Menschen ab 13 Jahren unter Anleitung eines jungen Teams.
Jeden 2. Samstag im Monat, 14 – 17.30 Uhr.
Anmeldung nicht erforderlich.
Teilnahme kostenlos.

Kunstgenuss – Kunst, Kaffee & Kuchen
Do 19. 12. | Do 09. 01. | Do 16. 01. | Do 06. 02. | Do 13. 02. | Do 05. 03. | Do 19. 03.
Führungen mit anschließendem Gespräch bei Kaffee und Kuchen.
Leitung: Sigrid Ernst-Fuchs M.A.
Jeweils donnerstags, 15 - 17 Uhr.
Anmeldung erforderlich.

Mit Baby ins Museum
Mi 05. 02. | Mi 04. 03. | Mi 01. 04.
Führung für Mütter und Väter mit ihren Babys bis 1 Jahr (in Kooperation mit der Kath. Familienbildungsstätte).
Jeden 1. Mittwoch im Monat, 10.30 – 12.00 Uhr.
Anmeldung erwünscht.

dementia+art
Mi 08. 01. | Mi 12. 02. | Mi 11. 03. | Mi 08. 04.
Begegnung mit Kunst für Menschen mit Demenz und deren Angehörige mit anschließendem Kaffeetrinken im Grünen Salon.
Für Gruppen und Einzelpersonen.
Jeden 2. Mittwoch im Monat, 14.30 – 16.30 Uhr.
Anmeldung erforderlich. Sondertermine auf Anfrage.

Workshops für Schulen, Kitas & andere Gruppen
Das Angebot wird im gestalterischen Anspruch der jeweiligen Gruppe angepasst. Die Gebühr von 4 Euro pro Kind beinhaltet Eintritt und Materialkosten. Workshops für Erwachsene ab 160 Euro pro Gruppe. Beratung und Terminabsprache unter 02202.14 23 39 oder info@villa-zanders.de.
Weitere Angebote unter www.villa-zanders.de.

Angebot 1: Form Follows Function
Wir widmen uns der Gestaltung von Dingen und beschäftigen uns mit ihrer Funktion, d.h. ihrem Nutzzweck, den wir in einer Gebrauchsanleitung formulieren. Den Fokus legen wir dabei auf Alltagsdesign aus unterschiedlichen Materialien.

Angebot 2: Fall-Studien
Dekonstruktion als Vermittlungsmoment: schräge Wände, Türen und Objekte – wir verzerren unseren Blick auf die Wirklichkeit und entwerfen Zeichnungen, Gemälde und Skizzen aus einer anderen Perspektive, ohne dabei nach Eindeutigkeit zu suchen.

Öffnungszeiten:
Di, Mi, Fr, Sa 14 - 18 Uhr
Do 14 - 20 Uhr
Sonn- und Feiertag 11 - 18 Uhr

Feiertagsregelung:
Das Museum ist vom 23.– 26. 12. 2019, am 31. 12. 2019, am 01. 01. 2020, vom 20.– 25. 02. 2020 sowie am 13. 04. 2020 geschlossen.

Barrierefreier Zugang

Kontakt:
Telefon: 02202 14-2334 oder 14-2356
www.villa-zanders.de
info@villa-zanders.de


Kulturhaus Zanders
Hauptstr. 267-269
51465 Bergisch Gladbach

15. Novermber 2019 bis 6. Dezember 2019
Vom Handwerk zur Kunst

Ausstellungseröffnung
Freitag, 15. November 2019
18:00 Uhr

Das diesjährige Jubiläum „100 Jahre Bauhaus“ war im Grunde der Anlass dieser Präsentation im Kulturhaus Zanders gemäß der Bauhaus-Maxime: „Kunst und Handwerk sollen vereint werden“. Die Ausstellung zeigt Arbeiten verschiedener „Gewerke“, u.a. Holz, Papier, Keramik, Textil, Malerei. Die Künstler*innen stammen aus dem Rheinland und sind meist – neben ihrem Studium – als „Handwerker*in“ gestartet.

Das Jubiläum !190 Jahre Zanders-Papier in Bergisch Gladbach“ ergänzt die Ausstellung mit historischen Objekten zur „Weißen Kunst“ entsprechend dem treffenden Papiergesellen-Gruß: „Mit Gunst von wegen’s Handwerk“. Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Stadtverband Kultur.

Begleitende Veranstaltungen

Die Künstler*innen führen abwechselnd durch die Ausstellung am 17.11., 24.11. und 1.12., jeweils Sonntag 15 und 17 Uhr.

Salon-Gespräch am Dienstag, 19.11.2019 um 18 Uhr: „Kunst kommt von Können?“ Eintritt frei.
Da nur begrenzt Sitzplätze vorhanden sind, wird um Ihre Anmeldung gebeten unter 02202 / 31974

Finissage am Freitag, 6.12.2019 um 18 Uhr mit Lichtbildvortrag von Britta Kuth „Niki de Saint Phalle“.

Öffnungszeiten:
Di., Do., So. von 15 - 18 Uhr


VHS Bergisch Gladbach
Haus Buchmühle
Buchmühlenstr. 12
51465 Bergisch Gladbach

7. November 2019 bis 13. Dezember 2019
„Junge Hühner – alte Hasen“
Ausstellung des AdK Arbeitskreis der Künstler Bergisch Gladbach e.V. und Schülern des AMG

Vernissage
Donnerstag, 7. November 2019, 19 Uhr
Begrüßung Michael Buhleier, Leiter der VHS
Einführung Ute Müller, AMG und Christine Burlon, AdK
Grußworte Schirmherrin Roswitha Bethe und Rolf Faymonville, Schulleiter AMG
Musik Jazz-and-Worldmusic-AG des AMG, Leitung Rolf Faymonville

Gleichzeitig stellten die „jungen Hasen“ den versierten Künstlern, den „alten Hühnern“, ihr Entwurf zur Weiterentwicklung zur Verfügung wieder nach dem Konzept. Der eine beginnt, der andere vollendet. Es ergaben sich spannende, nicht vorauszuahnende Synergien auf beiden Seiten des Kooperations-Projektes – angedachte Themen wurden aufgegriffen und weiterentwickelt in vielfältigen Kunsttechniken. Überraschend für die AdK-Künstler war der Ideenreichtum und der Mut der „jungen Hühner“, die Werkbearbeitung anzugehen – man kannte sich schließlich vorerst gar nicht.

Zu der Ausstellung wird ein Katalog aufgelegt.

Projektleitung: Christine Burlon, Telefon 0171 695 4917, art@christine-burlon.de

Öffnungszeiten:
montags bis freitags 8.00-21.00 Uhr

Kindergartenmuseum Nordrhein-Westfalen
Quirlsberg 1 (im Jugend- und Kulturzentrum „Q1“)
51465 Bergisch Gladbach

9. Mai 2019 bis 22. Dezember 2019
BauSpielKunst
Baukästen der Naef Spiele AG aus der Sammlung Bungarten

Ausstellungseröffnung
Donnerstag, 9. Mai 2019, 18 Uhr

Mit Bezug auf das Jubiläum „100 Jahre Bauhaus“ stellt das Kindergartenmuseum NRW in einer Sonderausstellung Baukästen aus. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen Baukästen der schweizer Naef Spiele AG - darunter das Bauhaus-Bauspiel, das die Bauhaus-Mitarbeiterin Alma Siedhoff-Buscher 1923 entworfen hat.

In der Ausstellung wird der Bogen gespannt von den ersten Baukästen, die wir dem Kindergartengründer Friedrich Fröbel verdanken, über das Bauhaus-Bauspiel bis hin zu den Narf-Baukästen, die zwischen 1957 und 2017 entstanden sind.

Die allermeisten Naef- Baukästen sind für sich schon Kunstwerke und laden zugleich mit ihrem hohen Aufforderungscharakter alle Altersgruppen zum künstlerischen Gestalten ein. Dementsprechend werden in der Ausstellung die Baukästen nicht nur gezeigt, sondern die Besucher/innen können mit einigen der Baukästen, die als Dublikate bereitstehen, bauen, spielen und künstlerisch gestalten.

Die Sonderausstellung, in deren Mittelpunkt die Naef-Baukästen stehen kann bis Jahresende besucht werden - bei freiem Eintritt am Internationalen Museumstag von 14:00 bis 17:00 Uhr.

Öffnungszeiten:
Dienstags von 10 bis 13 Uhr
sowie nach Vereinbarung

Kontakt:
Tel. 02202 - 24 36 40
Mail: info@0f14f281b69b4aa5ac3fabcbddc68e2ckindergarten-museum.de


Galerie Schröder und Dörr
Wingertsheide 59
51427 Bergisch Gladbach-Refrath

29. November 2019 bis 26. Januar 2020
„Konkrete Ideen“
Werke von Volker Diefenbach

Ausstellungseröffnung
Freitag, 29. November 2019, ab 19 Uhr
Einführung: Volker Diefenbach

Angefangener Strumpf, Wolle / Brauttaschentuch, Seide (Sammlung Schulmuseum, Inv. Nr. GA 142, Inv. Nr. WÄ 472)

Schulmuseum Bergisch Gladbach – Sammlung Cüppers
Kempener Straße 187
51467 Bergisch Gladbach

14. November 2019 bis 31. Dezember 2020
Der kratzige Unterschied – historische Handarbeiten
von „Arm“ und „Reich“ 1850 – 1950

Ausstellungseröffnung
Donnerstag, 14. November 2019
17 Uhr

Ausstellung zur Erinnerung an Magdalene Trier (1925 – 2011)
Von Anfang an gehörte Magdalene Trier zu einem Arbeitskreis, mit dem unser Museumsgründer Carl Cüppers in den 1980er Jahren den Ausbau seiner schulgeschichtlichen Sammlung vorantrieb.
Als ausgebildete Weißstickmeisterin brachte sie ihr Können, Wissen und eine langjährige Berufserfahrung in eine gezielte Sammlungsstrategie ein. In fast drei Jahrzehnten kam durch Kontakte und Netzwerke, auf Reisen und durch Ankäufe ein einzigartiger Fundus zur Geschichte des Handarbeitsunterrichts und der Handarbeiten zusammen.
Im Jahr 2000 übergab sie ihn der Stadt Bergisch Gladbach als Schenkung für das Schulmuseum. Bis zu ihrem Tod hat sie die Sammlung professionell geleitet und ein Team für die zukünftige Betreuung um sich geschart. Dem Andenken an Magdalene Trier ist daher die neue Ausstellung gewidmet.

Handarbeitsunterricht im 3. Schuljahr, Köln-Sülz, 1914

Schon 1987 wurde eine kleine Auswahl aus der damals noch privaten Sammlung von Magdalene Trier unter dem Titel „Mit Nadel, Faden, Fingerhut“ der Öffentlichkeit vorgestellt. Sie behandelte die Geschichte des Handarbeitsunterrichts im Rahmen der Mädchenerziehung. Mehr als 30 Jahre danach war eine neue Präsentation fällig. Das Unterrichtsfach und die darin vermittelten vielfältigen Techniken, Fertigkeiten und Kenntnisse werden nicht ausgeklammert. Aber der Akzent liegt vor allem auf Handarbeiten, die in der Schule als Beleg für den erreichten Fortschritt, bescheidenes Geschenk oder Erinnerungsstück entstanden sind.

Bürgerhaus Bergischer Löwe
Konrad-Adenauer-Platz 8
51465 Bergisch Gladbach

Handpuppen
Gerd J. Pohl
Dauerausstellung

Seit über 30 Jahren ist Gerd J. Pohl – selbst Puppenspieler und Schauspieler von Beruf – Sammler von Memorabilia aus dem Bereich des Figurentheaters.

Aus dieser Leidenschaft heraus ist eine der wertvollsten Privatsammlungen Deutschlands entstanden. Wertvoll weniger wegen ihrer Größe von über 1.200 Exponaten (vor allem natürlich Theaterfiguren, aber auch theaterhistorisch bedeutsame Requisiten, Bühnenbilder, Originalgraphiken, Scherenschnitte, Fotographien, Film- und Tonaufnahmen, Plakate, Bücher, Manuskripte, Korrespondenzen und andere Dokumente), sondern vor allem aufgrund der Tatsache, dass sie einige ganz und gar einmalige Meisterwerke und Raritäten beinhaltet.

Der Schwerpunkt der Sammlung liegt auf dem Puppenspiel im Deutschland des 20. Jahrhunderts, vor allem auf der Zeit seit etwa 1920, als sich das Puppenspiel von der derben Jahrmarktsunterhaltung zur Kunst- und Theaterform entwickelte.

Rund 120 dieser Theaterfiguren sind nun in den Vitrinen des Bergischen Löwen zu bestaunen. Bei der Auswahl der Exponate spielten u.a. folgende Gesichtspunkte eine Rolle:

- historische Bedeutung der Figuren
- künstlerischer und gestalterischer Wert
- lokaler Bezug zu Bergisch Gladbach oder zum Bergischen Land
- Darstellung der Vielfalt an künstlerischen Ausdrucksformen und Stilen

Mit seiner Hauptfunktion als Stadttheater ist das von Stararchitekt Gottfried Böhm geschaffene Bürgerhaus die ideale Stätte für die Präsentation dieser einmaligen Sammlung, besteht hier doch ein direkter Bezug zwischen Ort und Thema der Ausstellung.

Puppen waren Jahrzehntelang im Einsatz

Manchen der Figuren – beispielsweise denen von Alfredo Bannenberg oder denen von Rudolf Fischer – sieht man deutlich an, dass sie über lange Jahre und Jahrzehnte im Einsatz waren. Diese Figuren wurden vorsichtig konserviert, aber ganz bewusst nicht restauriert, um ihre Authentizität zu wahren.

Die Ausstellung ist als Dauerausstellung konzipiert, die Exponate sollen aber von Zeit zu Zeit ausgetauscht werden, um auch regelmäßigen Besuchern immer wieder neue Eindrücke zu bieten. Langfristig soll eine der Vitrinen mit didaktischem Material ausgestatten werden, sodass der Betrachter beispielsweise erfährt, auf wie unterschiedliche Weise die Köpfe von Theaterfiguren gestaltet werden können.

Zahlreiche andere Schätze warten noch darauf, gehoben und gezeigt zu werden: Puppen etwa aus verschiedenen „Faust“-Inszenierungen, die kunstvollen Schattenfiguren aus der WDR-Fernsehreihe „Märchenraten mit Kasper und René“, Figuren und Dokumente des berühmten „Heidekaspers“ Walter Büttner (u.a. aus dessen Zeit der Kriegsgefangenschaft in Alabama), ein Handpuppensatz von Meisterschnitzer Fritz-Herbert Bross für das Theater des bekannten Jugendbuchautors Heinrich Maria Denneborg oder Originalfiguren der Hohnsteiner Puppenspiele. Langeweile kommt bei dieser Ausstellung also sicher keine auf.

Die Ausstellung verfolgt keine kommerziellen Zwecke, sämtliche Exponate sind unverkäuflich.

Bild rechts:
PETRA WOLFRAM (*1958), Modellierte Handpuppen (Kostüme: Monika Seibold)
PETRA WOLFRAM studierte Bildende Kunst in Kiel und war zunächst Mitrarbeiterin des Marionettentheaters Fritz Fey in Lübeck. Seit 1984 ist sie freischaffende Künstlerin und leitet ihr eigenes Figurentheater. Die hier ausgestellten Figuren wurden für die Kasperstücke der Piccolo Puppenspiele und des Theaters im Puppenpavillon Bensberg gefertigt und waren zwischen 1997 und 2015 im Einsatz.

Bildnachweis: Gerd J. Pohl
Pressemitteilung von www.theater-im-puppenpavillion.de

Stadtarchiv Bergisch Gladbach
Gustav-Lübbe-Haus
Scheidtbachstraße 23
51469 Bergisch Gladbach

Dauerausstellung
"Demokratie und Bürgerrechte. Peter Joseph Fischbach und Aloysia Raabe"
ab 1. März 2018

Öffnungszeiten:
Mo-Mi 9 - 16 Uhr
Do 9 - 18 Uhr
Fr 9 - 12 Uhr

Kontakt:
Telefon: 02202 - 14 24 78
Stadtarchiv Bergisch Gladbach
archiv@stadt-gl.de