Direkt zur Suche und Hauptnavigation Direkt zum Inhalt
Übernehmen

Immissionsschutz Luft

Luftschadstoffsituation in Bergisch Gladbach

Auf der Grundlage bundesgesetzlicher Regelungen ist die Luftqualität im Gebiet von Nordrhein-Westfalen durchgängig vom Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV) durch Messung oder Modellrechnung zu überwachen (§ 44 Abs. 1 BImSchG). Wird dabei durch qualifizierte Messungen, ggf. in Kombination mit
Modellrechnungen festgestellt, dass die gesetzlich vorgeschriebenen Immissionsgrenzwerte überschritten werden, müssen diese Überschreitungen mit allen erforderlichen Daten über
die obersten Landes- und Bundesfachbehörden der EU-Kommission mitgeteilt werden.
Bislang wurde in Bergisch Gladbach eine solche Messung vom LANUV nicht durchgeführt, da die Messkapazität nur sehr begrenzt ist. Dem LANUV stehen nur 6 mobile Messcontainer zur Verfügung.

Die Luftqualität der Stadt Bergisch Gladbach entspricht der lufthygienischen Situation einer Ballungsrandzone. Der Einfluss der Schadstoffeinträge aus industriellen Anlagen und dem privaten Hausbrand ist deutlich erkennbar und gut vergleichbar mit anderen Randzonen benachbarter Ballungsgebiete. Der Einfluss des Individualverkehrs ist in Abhängigkeit der Verkehrsströme und der Anteile des Schwerlastverkehrs ist sichtbar und wurde auch mittels durchgeführter Messungen des Rheinisch-Bergischen Kreises und dem Landesumweltamt, aus den Jahren 1987 bis 1999, festgestellt. Die Ergebnisse stellten damals allerdings keine unzulässig hohe Belastung im Stadtgebiet der Stadt Bergisch Gladbach fest.

Für das Stadtgebiet liegen keine aktuellen Messungen verkehrsbedingter Luftschadstoffe vor. In den vergangenen Jahren wurde an einigen Standorten mittels kleinräumiger und punktueller Immissionsprognosen die verkehrsbedingte Luftschadstoffimmission gutachterlich untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass im Stadtgebiet Bergisch Gladbach verkehrsbedingte Luftschadstoffüberschreitungen, vor allem der NO2- Konzentration, auftreten. Diese Ergebnisse lassen vermuten, dass im Stadtgebiet an stark belasteten Straßen - in Abhängigkeit von Verkehrsmenge, der Verkehrszusammensetzung, den zulässigen Kfz-Emissionen, der Bebauungsdichte und Belüftungssituation etc. -, die Einhaltung des Grenzwertes gemäß der 39. BImSchV für den Luftschadstoff Stickstoffdioxid mitunter auch für den Feinstaub PM10 nicht gewährleistet ist.