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Immissionsschutz Luft

Luftschadstoffsituation in Bergisch Gladbach

Die Luftqualität in der Stadt Bergisch Gladbach entspricht der lufthygienischen Situation einer Ballungsrandzone. Der Einfluss der Schadstoffeinträge aus industriellen Anlagen und dem privaten Hausbrand ist deutlich erkennbar und gut vergleichbar mit anderen Randzonen benachbarter Ballungsgebiete. Der Einfluss des Individualverkehrs, in Abhängigkeit der Verkehrsströme und der Anteile des Schwerlastverkehrs ist hierbei besonders hervorzuheben, da er maßgeblich zur Luftverschmutzung beiträgt. 

In den vergangenen Jahren wurde an einigen Standorten mittels kleinräumiger und punktueller Immissionsprognosen die verkehrsbedingte Luftschadstoffimmission gutachterlich untersucht. Im November 2017 wurde ein Luftschadstoffscreening, entlang stark belasteter Straßen - in Abhängigkeit von Verkehrsmenge, der Verkehrszusammensetzung, den zulässigen Kfz-Emissionen, der Bebauungsdichte und Belüftungssituation etc. -, durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen, dass im Stadtgebiet Bergisch Gladbach hohe verkehrsbedingte Luftschadstoffe, vor allem der Stickstoffdioxidkonzentration, auftreten können. Die Einhaltung des Grenzwertes  für den Luftschadstoff Stickstoffdioxid (NO2) gemäß der 39. BImSchV (Verordnung über Luftqualitätsstandards und Emissionshöchstmengen) war nicht gewährleistet.

Vor diesem Hintergrund wurden im Jahr 2019 mittels sogenannter Passivsammler die Stickstoffdioxidkonzentration an 5 verschiedenen Standorten in der Stadtmitte durchgeführt. Seit 2019 wird zudem ein Passivsammler vom Landesamt für Natur, Umwelt und Klima Nordrhein-Westfalen (LANUK) betrieben.
Das angewandte Messverfahren dient der Ermittlung der Jahresmittelkonzentration.
Die Ergebnisse der Luftschadstoffmessungen aus dem Jahr 2019 zeigen, dass in der Stadtmitte an zwei Messorten (Dechant-Müller-Straße und untere Paffrather Straße) hohe Konzentrationen auftreten, Grenzwertüberschreitungen konnten für das Jahr 2019 ausgeschlossen werden.

Neue EU-Luftqualitätsvorgaben ab 2030
Ab 2030 gelten in der Europäischen Union strengere Vorgaben für die Luftqualität. Die neue EU- Luftqualitätsrichtlinie legt deutlich niedrigere Grenzwerte für verschiedene Luftschadstoffe fest und soll damit zukünftig die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger besser schützen.
Auch für die Stadt Bergisch Gladbach bedeutet dies, die Luftqualität weiterhin regelmäßig zu beobachten und gemeinsam mit Land und Bund geeignete Maßnahmen zur Verbesserung der Luftqualität umzusetzen. Ziel ist es, Belastungen durch Schadstoffe zu reduzieren und langfristig für eine lebenswerte Umgebung Sorge zu tragen.

Die Messwerte der landeseigenen Messeinrichtung werden vom LANUK bekanntgegeben.