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Umweltschutz im Frühjahr

Die Kröten wandern wieder

Nach dem langen und kalten Winter verlassen in diesen Tagen und Wochen die Erdkröten, Frösche und die anderen Amphibien ihre Überwinterungsquatiere, die sie im Herbst aufgesucht haben, um nun zu ihren angeborenen Laichplätzen zu wandern. Die Wanderungen werden stets auf den gleichen Routen unternommen. Dabei müssen sie immer wieder auch Straßen überqueren. Bei Scheinwerferlicht verharren sie in geduckter Haltung, bis wieder Ruhe einkehrt. Das dauert Sekunden - und bringt sehr häufig den Tod.
Diese Wanderwege werden heute vielfach von einer oder mehreren Straßen gekreuzt, was, selbst wenn es sich um abgelegene Neben- oder Anliegerstraßen handelt, für den Fortbestand von Amphibienpopulationen eine ernste Gefahr darstellt.

Der Verlust an geeigneten Lebensräumen und die Wanderungsproblematik haben in Nordrhein-Westfalen bereits dazu geführt, dass mehr als die Hälfte der hier lebenden Amphibienarten in ihrem Bestand gefährdet sind. Vom Aussterben bedroht sind gar die Gelbbauchunke, die Knoblauchkröte, der Moor- und der Springfrosch. Die Individuenzahlen sind bei allen Arten seit Jahren rückläufig.