Direkt zur Suche und Hauptnavigation Direkt zum Inhalt
Übernehmen

Luton

Entstehung der Partnerschaft und gemeinsame Aktivitäten

Am 14. Juli 1956 schlossen die Städte Bergisch Gladbach, Luton, Bourgoin-Jallieu und Velsen einen Partnerschaftsvertrag. Die Unterzeichner verpflichteten sich hierbei, „den Austausch der Vertreter der Jugend und der Schulen von kulturellen und sonstigen Vereinigungen zu unterstützen und durch eine gegenseitige Verständigung den Europagedanken zu fördern“. Weiterhin wollte man zu Völkerverständigung und zum Frieden beitragen – elf Jahre nach Kriegsende war dies ein höchst aktuelles Ziel.

Bereits 1951 war es zu gegenseitigen Jugendgruppenreisen zwischen Luton und Bergisch Gladbach gekommen. Diese setzten sich in der Folge der Partnerschaft fort, ergänzt durch Schülerreisen und Schüleraustausche. Des Weiteren fanden gegenseitige Besuche von Sportvereinen sowie Sportlertreffen statt; auch an Fußballturnieren der jeweiligen Partnerstadt nahmen Mannschaften teil. Auf künstlerischem Gebiet gab es ebenfalls Kontakte; so stellten Bergisch Gladbacher Künstler/innen in Luton aus. Auch die die Big Band der Max Bruch Musikschule besuchte Luton. Über diese Beispiele hinaus könnten viele weitere Kontakte aufgeführt werden.

Stadtgeschichte

Luton wurde, als ein sächsischer Außenposten am Fluss Lea errichtet wurde, im 6. Jahrhundert gegründet. Vor 1240 wurde der Ort „Leueton“ genannt.
1336 zerstörte ein Feuer die Stadt, jedoch war sie bald wieder aufgebaut.
Im 16. Jahrhundert begann mit der Ziegelherstellung erstmals industrielle Produktion und im 17. Jahrhundert wurde in Luton mit der Anfertigung von Hüten begonnen.

Im 18. Jahrhundert bestand die wirtschaftliche Produktion sogar vornehmlich aus der Herstellung von Strohhüten. Im 20. Jahrhundert traten an ihre Stelle neue Industriezweige: Vauxhall errichtete 1905 seine größte britische Automobilfabrik und mehrere Maschinenbaubetriebe siedelten sich an. Zur selben Zeit baute Electrolux ein Haushaltsgerätewerk.

Die Zwischenkriegsjahre, andernorts geprägt von Massenarbeitslosigkeit, erlaubten in Luton einen Konjunkturaufschwung, weil neue Industrien wuchsen und gediehen. In den 1920er und 1930er Jahren, als die Bevölkerungszahl zunahm, forcierte man den sozialen Wohnungsbau. Die Stadt wuchs zwischen 1928 und 1933 außerdem durch Eingemeindungen der Dörfer Leagrave, Limbury und Stopsley

Im Zweiten Weltkrieg zerstörten Luftangriffe die Stadt in weiten Teilen, glücklicherweise kamen dabei aber nur 107 Menschen ums Leben.

1938 wurde Luton Airport eröffnet; er gehörte der Stadtverwaltung und wurde von dieser betrieben. Durch das Aufkommen der Charter- und Billig-Fluggesellschaften stieg die Zahl der Starts und Landungen in den 1960er und 1990er Jahren stark an.

Aktuell ist eine Modernisierung der Innenstadt im Gange, wozu auch eine Aufwertung des Busbahnhofs und der Bahnstationen zählt.

Luton und Umgebung

Luton befindet sich in der Region East of England. Bis 1997 war die Stadt Teil der Grafschaft Bedfordshire; seitdem bildet Luton eine Unitary Authority (vergleichbar mit einer kreisfreien Stadt).
Luton verfügt über ein exzellentes Verkehrswegenetz. Seit 1959 führt die Autobahn M 1 in Nord-Süd-Richtung an der Stadt vorbei; auf ihr sind es 50 Kilometer in die Londoner Innenstadt. Des Weiteren gibt es einen großen Flughafen und nicht weniger als drei Bahnhöfe.

Bildung

Ein Hauptcampus der University of Bedfordshire (24.000 Studierende) befindet sich im Stadtzentrum, ein zweiter ist im 32 Kilometer entfernten Bedford angesiedelt. Zwischen Oxford und Cambridge gelegen, beherbergt Luton insgesamt 98 Bildungsinstitute. Die Modernisierung ihrer Gebäude wird durch ein langfristiges Förderprogramm der Regierung verfolgt, das 2009 begann.

Wirtschaft

Traditionell waren Maschinenbau, Textilproduktion und Automobilindustrie in der Partnerstadt ansässig.
Im Jahr 2000 verkündete Vauxhall das Ende seiner Automobilproduktion in Luton, das Werk wurde im März 2002 geschlossen. Zu Spitzenzeiten waren dort 30.000 Menschen beschäftigt. Die Zentrale von Vauxhall ist weiterhin in der Stadt beheimatet, auch die Nutzfahrzeug-Produktion läuft weiter.
Aktuell stellt der Flughafen von Luton (London Luton Airport), der fünftgrößte Großbritanniens, eines der potentesten Unternehmen der Stadt dar. Nach einer Verdoppelung der Fluggastzahlen zwischen 1992 und 1998 wurden 1999 ein weiteres Terminal sowie ein eigener Bahnhof für den Flughafen gebaut. Drei Fluggesellschaften, darunter EasyJet, haben ihren Firmensitz hier.
Als weitere bedeutende Wirtschaftszweige sind der Einzelhandel und die Leichtindustrie zu nennen.

Kultur, Sport und Freizeit

Luton ist die Heimatstadt des FC Luton. Sein Spitzname „Die Hutmacher“ geht auf die Zeit zurück, als Luton eine bedeutende Hutindustrie hatte. In der Stadt spielen außerdem drei Rugby-Clubs.

Zwei gepflegte Parks laden zu Spaziergängen und zum Verweilen ein: Im Wardown Park, an der Aue des Flusses Lea gelegen und mit Sportanlagen ausgestattet, können angelegte Gärten und ein Museum besichtigt werden. In einem großen viktorianischen Herrenhaus fokussiert die Sammlung auf traditionelles Handwerk und die frühere Industrie von Luton, namentlich die Schnürsenkel- und Hutherstellung.

Außerdem befindet sich hier seit 1991 eine Kutschenausstellung. Diese illustriert die Entwicklung von Kutschen in einer Zeitspanne zwischen der römischen Zeit und den 1930er Jahren.

Stockwood Park heißt der zweite große öffentliche Park Lutons; in diesem befindet sich unter anderem ein Museum, das über die lokale Sozialgeschichte, Archäologie und Geologie informiert. Es gibt zudem eine Leichtathletikbahn und einen Golfplatz. Ebenfalls im Stockwood Park existiert die größte und bedeutendste Sammlung historischer Fahrzeuge Großbritanniens, in der Originale aus dem 18., 19. und 20. Jahrhundert bestaunt werden können.

Eine wichtige Verbindung zu Bergisch Gladbach bildet der Karneval. Der Lutoner Karneval ist der größte eintägige Karneval in Europa. Er findet gewöhnlich im Mai statt. Die Besucherzahl kann 150.000 erreichen. Der Umzug beginnt am Wardown Park und führt über das Stadtzentrum wieder zurück zum Anfangspunkt.

Ein weiteres großes Fest ist der St. Patricks Day, Schutzpatron Irlands, der jährlich im März begangen wird. Bei diesem Volksfest findet eine Parade statt; ein reiches Angebot an Ständen und Musikbühnen, auf denen natürlich vor allem Irish Folk gespielt wird, sorgen für eine großartige Stimmung.

Eine Besonderheit bietet die Bibliothek: am Rathausplatz „Bibliotheks-Theater“, das sich im 3. Stock der städtischen Bibliothek befindet, können Kindertheater-aufführungen und Vorstellungen lokaler Amateurgruppen, von Reise-theatergruppen sowie von Pantomime-Künstlern besucht werden.

Luton beherbergt auch die Hut-Fabrik, die ursprünglich – wie der Name andeutet –tatsächlich eine echte Hut-Fabrik war. Heute ist sie ein Treffpunkt für Kunst im Zentrum der Stadt und seit 2003 wichtigster Veranstaltungsort für zeitgenössisches Theater, Tanz und Musik. Auch Livemusik, Clubnächte, Filmvorführungen, Kinderveranstaltungen, Workshops und Kunstausstellungen werden geboten.

Verwaltung

Die Stadt besteht aus 19 Vierteln, die von 48 Ratsherren repräsentiert werden. Die Wahlen finden alle vier Jahre statt. Bei den Wahlen im Jahr 2011 gewann die sozial-demokratische Partei 36 Sitze, die Liberaldemokraten acht und die konservative Partei vier. Fünf Ratsausschüsse kümmern sich um die Belange der Gemeinde.

Religion

Die größte Religionsgruppe in Luton stellen die Christen mit 60 % (Großbritannien: 72 %). Im Landesvergleich leben in Luton überproportional viele Muslime, nämlich 14,6 % (Großbritannien: 3 %). Ebenfalls überproportional vertreten sind mit 2,7 % die Hindus. Mit jeweils unter einem Prozent sind Sikhs, Juden und Buddhisten zu verzeichnen.

Treffen des Arbeitskreises

Im Mai letzten Jahres fand ein erstes Treffen zur Wiederbelebung der Städtepartnerschaft zu Runnymede und Luton statt.
Norbert Brochhagen und Angela Behrend hatten sich bereit erklärt als gleichberechtigte Vorsitzende die Städtepartnerstadt neu zu beleben und aktiv an der Freundschaft zu unseren englischen Freunden mit zu arbeiten.
Das Treffen war erfolgreich, so dass eine Fahrt in unsere Partnerstädte Runnymede und Luton Mitte 2018 statt fand. Es wurde "vor Ort" die städtepartnerschaftlichen Beziehungen erneuert und weiter ausgebaut.

Wer an der Arbeit mit Runnymede und Luton interessiert ist, kann sich beim Büro des Bürgermeisters informieren:
Ansprechpartnerin ist Anne Linden
Telefon: 02202 14-2497
Fax: 02202 14-702497
Ac18ad486eb9546f291d01df081f7040f.Linden@114fa1d18f3e4f74ba5417bcf45cb8f3stadt-gl.de

Ansprechpartner des Arbeitskreises Partnerschaft mit Runnymede und Luton sind:

Norbert Brochhagen
Telefon: 02202 2514817
hagene463e07189694433906205fd1b93c390.nje463e07189694433906205fd1b93c390.broch@94112003d33e44dbb78581102aa28853gmx.de

Angela Behrend
Handy: 015116574574
angelabehrend@c7b52b136545423c9def0d5067123554t-online.de

Aktuelles:

Podiumsdiskussion BREXIT

Schon vor etwa einem Jahr stand die Wiederbelebung des Arbeitskreises "Partnerschaft mit Luton und Runnymede" in Zusammenhang mit der Neuausrichtung der britischen Europapolitik. Seitdem gibt es unter den neuen Vorsitzenden Angela Behrend und Norbert Brochhagen viele sehr hoffnungsvolle Kontakte zwischen Bergisch Gladbach und den britischen Partnerstädten. Natürlich ist bei den Begegnungen das Thema Europa im Zeichen des Brexit allgegenwärtig.

Nun lädt der Arbeitskreis "Partnerschaft mit Runnymede und Luton" am BREXIT-Tag zu einer Podiumsdiskussion über die Zukunft und Bedeutung der Städtepartnerschaften mit England ein. Guido Wagner, Bergisch Gladbacher Redaktionsleiter für Kölner-Stadt-Anzeiger und Bergischer Landeszeitung, wird den Abend moderieren.

Die Gesprächsteilnehmer sind:

Michaela Hermes, Koordinatorin der Kontakte zu englischen Universitäten des bib,
Bergisch Gladbach
Annina Frangenberg, Kandidatin für die Europawahl am 26.5.2019
Gerd Broich, Vorsitzender des Stadtjugendrings Bergisch Gladbach bis 1972
Eva Halliday, Dozentin an der University of St Andrews, Schottland
Jonathan Lessing aus Hückeswagen, Sprecher des Vorstands der Partei YES - Young European Spirit.

Die Veranstaltung findet bei freiem Eintritt am 29.3.2019 um 19 Uhr in der Aula des Nicolaus-Cusanus-Gymnasiums statt.

Bürgerreise nach Luton und Runnymede

Der Arbeitskreis Partnerschaft mit Runnymede und Luton lädt zu einer Bürgerreise ein. Diese findet vom 08.08.2019 bis 11.08.2019 nach Luton und Runnymede statt.
Zwei Schwerpunkte werden gesetzt:

1. Welwyn Garden City (bei Luton). Welwyn liegt 20 km östlich von Luton und wurde von Ebenezer Howard (1850 - 1928) geplant. Die Konzeption des namhaften englischen Stadtplaners war Vorbild für die Gartensiedlung Gronauer Wald, die von der Firma Zanders 1897 geplant wurde und bis heute ein prägendes Element des Stadtbildes Bergisch Gladbachs ist. Es soll eine Führung durch die Mitglieder des National Trust in Welwyn organisiert werden. Informationen: www.ourwelwyngardencity.org.uk.

2. Die Chertsey Agricultural Show (bei Runnymede). Dieses in diesem Jahr zum 176. Mal stattfindende Stadtfest bietet neben einer landwirtschaftlichen Ausstellung eine Oldtimershow und gute Unterhaltung mit viel Musik. Informationen: www.chertseyshow.co.uk

Um die Kosten durch eine frühe Buchung der Flüge nach London-Heathrow im Rahmen zu halten und einen Überblick über die Teilnehmerzahl zu bekommen, wird um eine zunächst unverbindliche Anmeldung beim Arbeitskreis Partnerschaft mit Runnymede und Luton bis zum 15. Februar gebeten. Anfang März wird dann die Reiseplanung konkretisiert. Eine verbindliche Anmeldung sollte dann Ende März erfolgen.

Informationen hierzu erteilen:

Norbert Brochhagen
Telefon: 02202 2514817
Handy: 01637432667

Angela Behrend
Telefon: 02202 55682
Handy: 015116574574