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Biotonne

Die Sammlung organischer Abfälle erfolgt über die Biotonne. Diese wird in der Regel zweiwöchentlich abgefahren; in Problembereichen (z. B. größere Wohnanlagen) ist auch die wöchentliche Abholung möglich.

Die Gebühr für eine 120 l Biotonne beträgt pauschal 45,00 €, diejenige für eine 240 l Biotonne 87,00 € jährlich.

Auch für die Biotonne besteht der Anschluss- und Benutzungszwang, wenn nicht alle organischen Abfälle selbst auf dem Grundstück kompostiert werden. Die Eigenkompostierung muss allerdings schadlos erfolgen, d. h., Nachbarn dürfen nicht belästigt und Schädlinge wie Ratten, nicht angezogen werden. Tips zur richtigen Anlage eines Komposthaufens erhalten Sie gerne auf Anfrage.

Biologisch abbaubare Kunststofftüten sind in der Biotonne nicht zulässig !

Im Handel werden vielfach Abfallbeutel aus biologisch abbaubaren Kunststoffen angeboten. Diese sollen sich beim Kompostierungsvorgang zersetzen und werden daher u.a. als Einsatztüten für die Vorsortierbehälter angeboten.
Leider können solche Biokunststoffe in der Vergärungsanlage des Entsorgungszentrums Leppe, in der der Inhalt der Biotonnen aus dem Stadtgebiet verwertet wird, nicht verarbeitet werden. Die Biokunststoffe lösen sich in dem Gärbehälter unter Luftabschluss nicht auf. Außerdem kann man sie - wenn sie nach dem Transport völlig verschmutzt in einem großen Berg gepressten Biomülls liegen - nicht von "normalen" Plastiktüten unterscheiden. Daher müssen in der Anlage alle Kunststofftüten mühsam von Hand aus dem Gemisch herausgesucht werden.
Aber auch im heimischen Komposthaufen erweisen sich Biokunststoffe oft als Störstoffe, da dort vielfach die zur Zersetzung benötigten höheren Temperaturen nicht erreicht werden. Experten raten daher von einer Verwendung ab.
Da die Herstellung zudem sehr energieaufwändig ist, ist die Ökobilanz der Biokunststoffe, die letztendlich doch in der Verbrennungsanlage landen, negativ. Von einer Verwendung ist daher abzuraten. Das Einfüllen in die Biotonne ist dementsprechend unzulässig.

Biofilter für Biotonnen

Auf Wunsch wird Ihre Biotonne auch mit einem Filterdeckel ausgerüstet. Dieser vermeidet Geruchsentwicklung und reduziert Maden- und Schimmelpilzbildung. Die Umrüstung am Betriebshof Obereschbach kostet 30,- € für eine 120 l Biotonne bzw. 50,- € für eine 240 l Biotonne. Sofern Sie einen Austausch an Ihrem Grundstück wünschen kostet dies 50,- € für die 120 l Biotonne bzw. 65,-€ für die 240 l Biotonne zuzüglich des Entgelts für die Lieferung (37,50 €).
Der Biofilterdeckel ist Eigentum des Erwerbers. Bei Defekten - auch bei Beschädigungen im Rahmen der Leerung duch ein Müllfahrzeug - oder Behälterverlust wird durch den AWB kein kostenfreier Ersatz geleistet!

Nach zwei Jahren soll der Filter im Deckel ausgetauscht werden. Ersatzfilter sind Beim AWB zum Preis von 6,-- € je Satz erhältlich.

Reinigung der Biotonnen

Den Grundstückseigentümern obliegt die regelmäßige Reinigung der Biotonnen. Hierdurch kann auch einer verstärkten Schimmelpilzbildung an den Wänden der Behälter entgegengewirkt werden. Bitte achten Sie darauf, dass Abwässer nicht in die Regenwasserkanalisation gelangen, da dies zu einer Überdüngung der Fließgewässer beitragen würde.
Wer die Reinigung nicht selbst duchführen kann oder möchte, kann sich auch an einen Dienstleister wenden.

Ab 15. Mai 2017 erfolgt jährlich eine einmalige Reinigung. Die Straßen, in denen in der jeweiligen Woche eine Reinigung vorgesehen ist, finden Sie ab Mai auf der Startseite der AWB-Seite unter "Aktuelles".

Grünabfälle

Wenn Sie eine Biotonne nutzen, haben Sie die Möglichkeit, ein Bündel Reisig zur Abfuhr auf die Biotonne zu legen. Das Bündel darf einen Durchmesser von 30 cm und eine Länge von 1,00 m nicht überschreiten, keine dornigen Zweige enthalten und nicht mehr als 5 kg wiegen. Es ist nicht zulässig, mehrere Bündel auf Biotonnen von Nachbargrundstücken zu verteilen. Wird dies festgestellt, wird keines der Bündel mitgenommen.

Papiersäcke, die neben Biotonnen bereitgestellt werden, werden grundsätzlich nicht mitgenommen.

Größere Mengen Grünabfälle, die nicht mehr in die Biotonne passen, können Sie gegen Entgelt an der Annahmestation Birkerhof abgeben.

Laub- und Reisigabfuhr

In den Monaten Oktober bis Dezember wird eine separate Laub- und Reisigabfuhr durchgeführt. Hierfür dürfen ausschließlich Papiersäcke genutzt werden. Die Abholung erfolgt nur nach Voranmeldung. Anmeldungen zur Laub- und Reisigabfuhr sind nur von Mitte September bis Ende November möglich. Anmeldung per E-Mail unter laub@4a7a4ef9f95d4269b6756be03b7a132dawb-gl.de oder Tel. 02202-143997.

Papiersäcke sind ab 25. September beim Abfallwirtschaftsbetrieb und in vielen Geschäften, die auch Gelbe Säcke ausgeben, für 0,80 € pro Stück zu erwerben.

Bitte beachten Sie die Informationen in der örtlichen Presse und Aushänge an den Vertriebsstellen.

Tipps zur Benutzung der Biotonne

Als vorbeugende Maßnahmen zur Minimierung der Belastungen durch Mikroorganismen, Fliegen, Ratten sowie zur Vermeidung von Geruchsbelästigungen gibt das Umweltbundesamt speziell für die Biotonne folgende Empfehlungen:

  • Es müssen genügend große Behältervolumen bereitgestellt werden.
  • Geben Sie ausreichen Strukturmaterialien zu, beispielsweise Grün- und Gartenabfälle, geeignetes Altpapier (Zeitungs,- aber kein Hochglanzpapier).
  • Problematische Küchenabfälle, d.h. nasse, geruchsintensive Stoffe sollten in Altpapier gewickelt werden.
  • Nach dem Einfüllen von Speiseresten sollten diese mit Grünabfall (z. B. Rasenschnitt) oder Sägespänen abgedeckt werden.
  • Die Abfallgefäße sollten wenn möglich an schattigen Standorten und mit geschlossenem Deckel aufgestellt werden.
  • Reinigen Sie verschmutzte Abfall- und Sammelgefäße sofort und entleeren Sie Ihre Sammelgefäße im Haushalt insbesondere in den warmen Sommermonaten so oft wie möglich.
  • Biotonnen sollten nicht in Innenräumen aufgestellt werden.
  • Um Leerungsproblemen im Winter bei Frost vorzubeugen, sollten Sie die Biotonnen möglichst nachts in einem frostfreien Raum, z.B. der Garage, unterstellen und sie erst frühmorgens an die Straße bringen. Sinnvoll ist es auch, den festfrierenden Deckel zu lösen und an den Seitenwänden festfrierenden Inhalt morgens mit einem Spaten zu lockern. Bitte haben Sie Verständnis dafür, das dies nicht von den Müllwerkern geleistet werden kann und keine Zeit besteht zu versuchen, festgefrorenen Inhalt von Biotonnen zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal zu leeren.

Grundsätzlich ergeben sich durch die getrennte Abfuhr der organischen Abfälle in der Biotonne keine zusätzlichen gesundheitlichen Risiken im Vergleich zur herkömmlichen Mülltonne.

Auch ein Abfuhrintervall von 14 Tagen ist für die Biotonne akzeptabel. Insbesondere in den warmen Sommermonaten sollten aber oben genannte Ratschläge befolgt werden, um Hygieneprobleme zu vermeiden.

Lediglich bestimmte Personen, die infolge einer Immunschwäche besonders empfindlich gegenüber einer Infektion sind oder eine Überempfindlichkeit gegenüber Pilzen oder Bakterien aufweisen, sollten beim Umgang mit Bioabfällen Vorsichtsmaßnahmen ergreifen. Dies gilt natürlich auch für jeden anderen Kontakt mit Krankheitskeimen und Allergenen.