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Einzelhandels- und Nahversorgungskonzept

1. Änderung des Einzelhandels- und Nahversorgungskonzepts


Nach fünf Jahren musste das Einzelhandels- und Nahversorgungskonzept nun in wenigen Punkten angepasst werden, sodass die 1.Änderung des Einzelhandels- und Nahversorgungskonzepts am 15.12.2020 vom Rat der Stadt Bergisch Gladbach beschlossen wurde. Die 1. Änderung ist eine anlassbezogene Änderung, die aufgrund eines einzelhandelsrelevanten Bauleitplanverfahrens erfolgte. Um die bauleitplanerischen Absichten im Stadtteil Herkenrath mit den Zielen und Grundsätzen des Einzelhandels- und Nahversorgungskonzepts in Einklang zu bringen, war eine Änderung des Konzeptes von 2015 erforderlich.

Die Änderungen beziehen sich im Wesentlichen nur auf den Stadtteil Herkenrath. Eine inhaltliche Veränderung oder Anpassung der Ziele und Grundsätze des Gesamtkonzepts erfolgt nicht.

Außerdem wurde das Konzept in der 1. Änderung an die aktuellen rechtlichen und landesplanerischen Rahmenbedingungen angepasst. Dabei ist besonders darauf hinzuweisen, dass der Landesentwicklungsplan – Teilplan Großflächiger Einzelhandel durch den nun vollständigen Landesentwicklungsplan NRW (LEP NRW) seit dem 08.02.2017 abgelöst wurde. Inhaltliche Änderungen in Bezug auf das Einzelhandels- und Nahversorgungskonzept ergeben sich dadurch aber nicht.

Den Hauptband sowie den Anlagenband der 1. Änderung des Einzelhandels- und Nahversorgungskonzepts ist im Downloadbereich zu finde.

Übergeordnete Entwicklungsziele

Drei übergeordnete Entwicklungsziele sind für die Entwicklung des Einzelhandels in Bergisch Gladbach relevant:

  1. Sicherung und Weiterentwicklung der Zentren als zentrale Versorgungsbereiche in ihrer individuellen Ausprägung
  2. Sicherung und Weiterentwicklung von Nahversorgungsangeboten, vorrangig in den zentralen Versorgungsbereichen (zum Beispiel in den Zentren von Schildgen, Refrath oder Herkenrath) und nachgeordnet auf weiteren Standorten in den Wohngebieten sowie
  3. Bereitstellung von leistungsfähigen Sonderstandorten für nicht zentrenrelevanten Einzelhandel (zum Beispiel Baumarkt-Sortimente) mit mehr als 800 Quadratmeter Verkaufsfläche.

Zentrenkonzept

Bergisch Gladbacher Sortimentsliste

Ein weiterer wichtiger Bestandteil des Einzelhandels- und Nahversorgungskonzept ist die so genannte „Bergisch Gladbacher Sortimentsliste“. In der Sortimentsliste ist festgelegt, welche Sortimente zentrenrelevant (zum Beispiel Kleidung, Spielwaren), zentren- und nahversorgungsrelevant (zum Beispiel Lebensmittel, Drogeriewaren) beziehungsweise nicht zentrenrelevant (zum Beispiel Möbel, Baumarkt-Sortiment) sind.

Diese Liste bildet eine wichtige Grundlage für die Aufstellung von Bebauungsplänen, wenn es um die Genehmigung oder die Verhinderung von Einzelhandelsvorhaben geht.

Die Bergisch Gladbacher Sortimentsliste ist dem Hauptband (Downloadbereich) zu entnehmen.

Beteiligungsschritte

Die grundlegenden Konzeptaussagen und Handlungsempfehlungen beruhen auf der Fassung des Einzelhandels- und Nahversorgungskonzept 2009, das in enger Abstimmung mit der Verwaltung, dem politischen Arbeitskreis Stadtentwicklung, den Interessenvertretern des örtlichen Einzelhandels, der Industrie- und Handelskammer sowie dem Einzelhandelsverband erarbeitet wurde. Es wurde jedoch nicht vom Rat beschlossen.

2014 erfolgte eine grundlegende Überarbeitung, mit der das Einzelhandels- und Nahversorgungskonzept auch an die aktuelle Rechtsprechung sowie die Veränderung des Landesentwicklungsplans angepasst wurde.

Auch die Überarbeitung des Konzepts wurde umfangreich vorabgestimmt. So wurden bereits die Bezirksregierung Köln, der politische Arbeitskreis Stadtentwicklung, die Vertreter des Einzelhandels sowie die Nachbarkommunen einbezogen.

Am 16.04.2015 wurde im Stadtentwicklungs- und Planungsausschuss die öffentliche Auslegung des Konzeptentwurfs beschlossen, die bis Ende Mai 2015 stattfand. In einer offenen Bürgerbeteiligung am 07. Mai im Ratssaal Bensberg wurde das Einzelhandels- und Nahversorgungskonzept vorgestellt. Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger waren dazu herzlichst eingeladen.

Nach Abwägung der eingegangenen Stellungnahmen wurde das Konzept am 23.09.2015 im Stadtentwicklungs- und Planungsausschuss mitberaten und im Rat am 03.11.2015 einstimmig beschlossen. Die Abgrenzung der zentralen Versorgungsbereiche wurden anschließend von der Bezirksregierung Köln bestätigt.

In Abstimmung mit der Bezirksregierung Köln wurden im Zuge des Änderungsverfahrens des Einzelhandels- und Nahversorgungskonzepts Träger öffentlicher Belange identifiziert und in analoger Anwendung des § 4 Absatz 2 BauGB vom 03.09.2020 bis zum 07.10.2020 beteiligt. In dieser Zeit hatten die angeschriebenen Träger Zeit Stellungnahmen einzureichen. Die Bezirksregierung Köln hat die 1. Änderung des Einzelhandels- und Nahversorgungskonzepts am 01.02.2021 genehmigt.

Letzte Aktualisierung: 23.02.2021