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BÖHM-JAHR 2020

Veranstaltungen in den vier Bergisch Gladbacher Böhm-Bauten

Der weltbekannte Architekt und Pritzker-Preisträger Gottfried Böhm hinterließ mit vier der Öffentlichkeit zugänglichen Bauwerken seine Spuren in Bergisch Gladbach. Mit dem Bürgerhaus Bergischer Löwe in der Stadtmitte, dem Bethanien Kinder- und Jugenddorf in Lustheide, dem Rathaus in Bensberg und der Herz-Jesu-Kirche in Schildgen ist das Thema Baudenkmal in Bergisch Gladbach unweigerlich mit dem berühmten Architekten verknüpft.

Im Jahr 2020 hat Gottfried Böhm 100. Geburtstag. Dies nimmt das Format Expedition Heimat 2.0 des Kulturamts des Rheinisch-Bergischen Kreises in diesem Jahr zum Anlass, sich mit vielen Projektpartnern auf die Spuren Gottfried Böhms in Bergisch Gladbach zu begeben. Dem Thema wird sich an drei Orten in Film, Führungen, Vorträgen und einem Kunstworkshop angenähert: im Bürgerhaus Bergischer Löwe, in der Pfarrkirche Herz Jesu und im Bethanien Kinder- und Jugenddorf.

Kooperationspartner:
Stadt Bergisch Gladbach, Bethanien Kinder- und Jugenddorf, Herz-Jesu-Kirche, Begegnungscafé Himmel un Ääd, Thomas-Morus-Akademie Bensberg, Katholisches Bildungswerk Rheinisch-Bergischer Kreis, Bergischer Geschichtsverein Rhein-Berg

Expedition Heimat
Bereits von 2008 bis 2015 zeigte Expedition Heimat 1.0 an 64 Schauplätzen im Rheinisch-Bergischen Kreis, was vor der Haustür Unerwartetes zu entdecken ist. In den acht Städten und Gemeinden des Kreises wurde am Tag des offenen Denkmals ein facettenreicher Themenfächer aufgeblättert. Hier erhalten Sie einen Rückblick auf die vergangenen Jahre: www.expedition-heimat.de.
Heute widmet sich das Veranstaltungsformat Expedition Heimat 2.0 gezielt einem Schwerpunktthema in einer Kommune.

Bitte beachten Sie bei veranstaltungen im Rahmen von Expedition Heimat 2.0:
Aus versicherungstechnischen Gründen wird darauf aufmerksam gemacht, dass der Besuch der Veranstaltungsorte sowie die Teilnahme an den Veranstaltungen und Führungen auf eigene Gefahr geschehen.
Am Tag der Veranstaltung sind die dann geltenden Infektionsschutzmaßnahmen zwingend einzuhalten (z.B. Abstandregeln, Hygienemaßnahmen, Masken, Dokumentation der Teilnehmer mit Kontaktdaten). Bei Maskenpflicht sind eigene Masken mitzubringen.
Eventuell kann es zur kurzfristigen Absage oder zu Teilnahmebeschränkungen an der Veranstaltung kommen. Bitte haben Sie darüber hinaus Verständnis dafür, dass wir Ihre persönlichen Daten ausschließlich zur ggfs. erforderlichen Kontaktverfolgung vorübergehend erfassen werden.
Wir empfehlen, je nach Entwicklung der Pandemie-Situation, im Vorfeld auf die Homepage des Rheinisch-Bergischen Kreises zu sehen oder sich telefonisch bei uns zu erkundigen.

Viele Romane Heinrich Bölls, Literaturnobelpreisträger von 1972, sind im Rheinland angesiedelt – in seiner Heimatstadt Köln („Billard um halb zehn“, „Gruppenbild mit Dame“, „Die verlorene Ehre der Katharina Blum“) – sowie in der rheinischen Umgebung („Ansichten eines Clowns“, „Frauen vor Flußlandschaft“ u.a.). v
Aber nicht nur die Schauplätze, Themen und Motive verdanken sich der Heimat des bekennenden Rheinländers Heinrich Böll, auch einige Figuren(-Konstellationen) lassen an bekannte historische Persönlichkeiten der Stadt- und ihrer Baugeschichte denken.
Besonders „Billard um halb zehn“ – der Roman, mit dem seinem Autor der internationale Durchbruch gelang – bietet dafür ein anschauliches Beispiel:
Sowohl die Bedeutung der Architektur als auch die drei Hauptfiguren, Repräsentanten einer renommierten Architektenfamilie, deren ereignisreiche Geschichte erzählt wird, erinnern an die berühmte Architektenfamilie Böhm, deren gestalterischer Wirkungskreis – ähnlich wie der Bölls – ebenfalls weit über das rheinische und bergische Land hinausreicht.
Der Vortrag führt in Wort und Bild vor Augen, welche Rolle die Architektur und vor allem die drei Architekten sowie ihre Sakralbauten in „Billard um halbzehn“ spielen.

Jürgen Nelles hat in Bonn Germanistik, Philosophie und Pädagogik studiert, dort promoviert und habilitiert und lehrt Neuere deutsche Literatur an der Universität Bonn. Außerdem ist er seit vielen Jahren für zahlreiche Bildungs- und Kulturinstitutionen tätig. Zu seinen Arbeitsgebieten gehören Literaten und Literaturen vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart, das Verhältnis von Kunst, Künstlern und Gesellschaft sowie Kriminal- und Regionalliteratur.

Mit diesem Vortrag stimmen wir uns auf den Aktionstag im Rahmen des Tags des offenen Denkmals ein.

Zum Inhalt des Films:
Gottfried Böhm gilt als einer der wichtigsten Architekten Deutschlands. Als Sohn eines Kirchenbauers ist er Patriarch einer Architektendynastie, zu der inzwischen auch seine Söhne Stephan, Peter und Paul gehören. Mit herausragenden Großbauten gelingt es ihnen, aus dem Schatten des berühmten Vaters zu treten. Aber nicht zuletzt die Krise der Baubranche in Deutschland schürt die Konkurrenz zwischen den Brüdern. Inzwischen 94 Jahre alt, arbeitet Gottfried noch täglich mit an ihren Planungs- und Konstruktionsvorhaben. Als seine Frau Elisabeth stirbt, ebenfalls Architektin und maßgebliche Inspirationsquelle aller vier Böhms,
verliert die Familie ihr emotionales Zentrum. Hat die fragile Architektur des Familienbetriebs noch eine Zukunft? Über zwei Jahre hinweg hat der junge Filmemacher Maurizius Staerkle Drux die Arbeit und das Leben der Böhms begleitet und dabei ebenso anrührende Szenen wie auch konfliktgeladene Momente filmen können. Der Film zeichnet ein ebenso authentisches wie prägnantes Portrait – über die Komplexität und Untrennbarkeit von Leben, Liebe, Glaube und (Bau-)Kunst.

Die Journalistin, Politikerin, Theologin und Moderatorin Doro Dietsch wird im Gespräch mit der Zeitzeugin Ordensschwester Monika in die Thematik des Filmes einführen. Die Dominikanerin und ehemalige Priorin lebt und arbeitet seit der ersten Stunde im Jahr 1968 im von Gottfried Böhm erbauten Bethanien Kinder- und Jugenddorf. Dadurch kennt Sie Professor Böhm und seine inzwischen verstorbene Frau sehr gut. Schwester Monika übernimmt bis heute Führungen durch Kinderdorf und Konvent.

Seit 1980 prägt das Bürgerhaus Bergischer Löwe die Stadtmitte von Bergisch Gladbach und gilt als gesellschaftlicher Mittelpunkt für Kunst und Kultur.

Der Theatersaal, der Spiegelsaal, das großzügige Foyer, das Penthouse und zahlreiche weitere Räumen haben in den vergangenen 40 Jahren den Menschen die Möglichkeit gegeben, Kulturvorführungen zu genießen, Feste zu feiern oder sich fortzubilden.

Es wurde gelacht, getanzt, gesungen, gerufen, geschauspielert, musiziert und am häufigsten applaudiert.

Die Feierstunde zum doppelten Jubiläum gestaltet der Dirigent und Pianist Roman Salyutov gemeinsam mit dem Bergisch Gladbacher Kammerorchester.

Weitere Details zur Veranstaltung folgen.

Veranstalter: Stadtentwicklungsbetrieb der Stadt Bergisch Gladbach in Kooperation mit den jeweiligen Stadtführerinnen und Stadtführern

Markantant, beeindruckend, extravagant und polarisierend – die Attribute für die vier Böhm-Bauten in Bergisch Gladbach sind genauso vielfältig wie die Gebäude selbst.

Was hat sich der Architekt und Bildhauer Gottfried Böhm bei den Entwürfen für das Rathaus Bensberg, das Kinderdorf Bethanien, die Herz-Jesu-Kirche in Schildgen und das Bürgerhaus Bergischer Löwe gedacht? Wie erleben die Menschen diese besondere Architektur und was gibt es hinter den Kulissen zu entdecken?
Versierte Stadtführer geben bei der Bustour durchs Stadtgebiet interessante Einblicke. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden per Bus zwischen den Standorten transportiert.

Im Jubiläumsjahr wird die Herz-Jesu-Kirche in künstlerischem Licht erstrahlen; jeweils von 20 Uhr bis Mitternacht.

Aus der großen Zahl der bedeutenden Kirchen und Sakralbauten Gottfried Böhms zählt die Herz-Jesu-Kirche als eine der ersten nach Büroübernahme von seinem Vater Dominikus 1955 heute noch immer zu seinen herausragenden Kirchenbauten – Planung Ende der 1950er Jahre, Einweihung 1960.

Planung und Ausführung der Illumination liegen in Händen der Künstlerin Kane Kampmann, die mit ihrer Lichtinstallation „Das Paradies ist anderswo“ in drei Kölner Innenstadtkirchen an sechs Abenden fast 9.000 Menschen in die Kirche holen konnte und an der Planung der Innengestaltung der Kölner Zentralmoschee mitgearbeitet hat. Sie wird die Kirche unter dem Titel „Okzident trifft Orient – Architektur in Licht“ in einen Raum für Imagination und Begegnung verwandeln – Architektur und Licht, Licht und Architektur verschmelzen miteinander.

Herz Jesu Schildgen – ein architektonisches Abbild des alten Tempels von Jerusalem. Jerusalem, Schmelztiegel von Kulturen und Religionen, ein Ort zwischen Abendland und Morgenland, Okzident und Orient, Menschen begegnen sich. Architektur, Licht und Musik bilden einen Rahmen, den Kirchenraum neu und ganz anders als gewohnt wahrzunehmen.

Jeder ist eingeladen, sich einzulassen auf die besondere Atmosphäre und den Zauber des Raumes. Im benachbarten Pfarrsaal, der Vorgängerkirche, wird es bei kleinen Leckereien und Getränken Möglichkeiten der Begegnung, des Gesprächs und Austausches in ungezwungener und gemütlicher Atmosphäre geben. Den gestalterisch passenden Rahmen des Pfarrsaals schafft eine Foto-Ausstellung mit Bildern der Böhm-Bauten.

Fotos:
Klaus Küpper, Peter Mattes, Karl-Josef Gramann, Patrick Schwarz, Albert Günther, Laura Geyer, Kane Kampmann, Achim Rieks


bereits stattgefundene Veranstaltungen

Im Bergischen Land hat Gottfried Böhm – wie schon sein Vater – einige seiner bedeutendsten Werke geschaffen. So ist es selbstverständlich, dass insbesondere die in Bergisch Gladbach ansässige Abteilung Rhein-Berg des traditionsreichen Bergischen Geschichtsvereins sich nicht erst seit gestern mit den Böhms und ihren Bauten beschäftigt. Anlässlich des 100. Geburtstages von Gottfried Böhm hat sich der Verein vorgenommen, an historischem Ort, dem Bensberger Ratssaal, Zeitzeugen und Forscher zusammenzubringen. So können vielleicht ein letztes Mal ganz besondere Fragen gestellt, persönliche Aspekte beleuchtet und Hintergründe sichtbar gemacht werden. Neben Herz Jesu in Schildgen, dem Kinderdorf Bethanien, dem Rathaus in Bensberg und dem Bürgerhaus Bergischer Löwe kommen auch kleine und unbekannte Bauten zur Sprache.

Der Pritzker-Preisträger Gottfried Böhm hat in seiner langen Karriere neben 55 Kirchen, davon allein 30 im Rheinland, auch zahlreiche Geschäfts-, Verwaltungs- und Bürogebäude geplant und gebaut. Als eine seiner wichtigsten Arbeiten gilt die Wallfahrtskirche in Neviges. In Bergisch Gladbach sind mit dem Kinderdorf Bethanien, dem Bergischen Löwen und dem Rathaus in Bensberg auch überaus eindrucksvolle und wichtige Profanbauten sowie mit Herz Jesu in Schildgen auch ein Sakralbau zu bestaunen. Anlässlich Böhms 100. Geburtstag wird der Kurs das breite Spektrum seines Schaffens beleuchten.

In der Reihe „Kunsthistorische Seminare“ im Laurentiushaus.

Veranstalter: Pfarrgemeinde Herz Jesu Schildgen in Kooperation mit dem Begegnungscafé Himmel un Ääd und dem Katholischen Bildungswerk Rheinisch-Bergischer Kreis

Am Vorabend des 100. Geburtstags von Gottfried Böhm am 23. Januar ist der Film von Regisseur Maurizius Staerkle Drux von 2014 zu sehen.

Die Film-Vorführung findet in der von Böhm 1959/60 erbauten Pfarrkirche Herz Jesu im Stadtteil Schildgen statt. Pfarrer Wilhelm Darscheid wird vor der Projektion in die besondere Architektur als Sakralbau einführen. Im Anschluss an den Film gibt es die Gelegenheit zu einem Filmgespräch mit Referent Thomas von der Heide.

Kurzbeschreibung des Films:
Gottfried Böhm gilt als wichtigster Architekt Deutschlands. Als Sohn eines Kirchenbauers ist er Patriarch einer Architektendynastie, zu der inzwischen auch seine Söhne Stephan, Peter und Paul gehören. Mit herausragenden Großbauten gelingt es ihnen, aus dem Schatten des berühmten Vaters zu treten. Aber nicht zuletzt die Krise der Baubranche in Deutschland schürt die Konkurrenz zwischen den Brüdern. Inzwischen 94 Jahre alt, arbeitet Gottfried noch täglich mit an ihren Planungs- und Konstruktionsvorhaben. Als seine Frau Elisabeth stirbt, ebenfalls Architektin und maßgebliche Inspirationsquelle aller vier Böhms, verliert die Familie ihr emotionales Zentrum. Hat die fragile Architektur des Familienbetriebs noch Zukunft? Über zwei Jahre hinweg hat der junge Filmemacher Maurizius Staerkle Drux die Arbeit und das Leben der Böhms begleitet und dabei ebenso anrührende Szenen wie auch konfliktgeladene Momente filmen können. Der Film zeichnet ein ebenso intimes wie prägnantes Portrait – über die Komplexität und Untrennbarkeit von Leben, Liebe, Glaube und (Bau-)Kunst.
(D/CH 2014, 87 Min.)

Einführung in die Ausstellung: Prof. Dr. Ing. Michael Werling

Anmeldung erwünscht: Tel. 02204 – 200 21 60
Veranstalter: Bethanien Kinderdorf Bergisch Gladbach

Wie Architektur das Leben beeinflusst, lässt sich im Bethanien Kinderdorf im Stadtteil Lustheide gut nachvollziehen. Mitte der 1960er Jahre von Gottfried Böhm konzipiert, funktioniert das Dorf mit der Kirche als Mittelpunkt seit mehr als 50 Jahren als Heimat für rund 120 Kinder, die nicht bei ihren leiblichen Eltern aufwachsen können. Das Kinderdorf ist einer von insgesamt vier Böhm-Bauten in Bergisch Gladbach. Alle vier werden in der Foto-Ausstellung aus ungewohnten und nicht alltäglichen Perspektiven beleuchtet. Die Fotografien stammen vom Fotoverein VFkB Bayer Leverkusen.

Die Ausstellung wird ab 8. September in erweiterter Form auch im Kreishaus Bergisch Gladbach im Rahmen von Expedition Heimat zu sehen sein.

Veranstalter: Begegnungscafé Himmel un Ääd in Kooperation mit der katholischen Pfarrgemeinde Herz Jesu Schildgen.

Die Ausstellung zeigt Bilder der Fotogruppe um Karl-Josef Gramann von der Evangelischen Begegnungsstätte Hand/Paffrath und ist vom 18. Februar bis zum 28. März 2020 während der Öffnungszeiten im Begegnungscafé Himmel un Ääd in Schildgen zu sehen.

Die Pfarrkirche Herz Jesu Schildgen (eingeweiht 1960), eines der ersten großen Projekte Gottfried Böhms, lässt noch die Auseinandersetzung mit seinem Vater, dem großen Kirchenbauer Dominikus Böhm durchscheinen. In die Außenmauer der Kirche, rechts des Eingangsportals, ist ein Relief der Arche Noah eingelassen. Es stammt von dem Kölner Bildhauer Jochem Pechau, der häufig mit Gottfried Böhm zusammenarbeitete. Noahs Gesicht ähnelt dem von Böhms Vater Dominikus und wird als Kryptoporträt beschrieben – Bild von mythologischen Figuren, denen die Gesichtszüge realer Personen verliehen wurden. Mit der Abfolge der verschiedenen Höfe erinnert die Herz-Jesu-Kirche an den im Alten Testament genannten Tempel von Jerusalem.

2007 wurde die Herz-Jesu-Kirche unter Denkmalschutz gestellt. In der Begründung hieß es: „(Sie) gehört zu den beeindruckenden sakralen Bauwerken der Nachkriegszeit in Deutschland und weit darüber hinaus.“
In einem Interview im Herbst 2019 sagt Böhm selbst „Sie (die Herz-Jesu-Kirche Schildgen) ist mir eine der liebsten. Ich habe viele andere Dinge gebaut, die mich nicht so faszinieren“. (Laura Geyer und Achim Rieks, Die Königin der Kolonialwaren, Heider Verlag, S. 104)

Die Fotografen: „Wir sind eine kleine Fotogruppe aus dem Kreis der Evangelischen Begegnungsstätte Hand/Paffrath. Unter Leitung von Karl-Josef Gramann treffen sich regelmäßig Antje Gruber, Monika Trouvain, Rainer Kirst und Hartmut Herrmann. Im vergangenen Frühjahr haben wir uns die Bauwerke der ,Böhm-Architekten-Dynastie’ als Ziel unserer Fototreffen ausgesucht. Je länger wir uns mit diesem Thema befassen, umso mehr begeistert uns der ,Böhm’sche Baustil‘. Eine Besonderheit für uns war es, die kleinen Details zu entdecken, die dem Betrachter nicht gleich ins Auge fallen, wie z.B. die Bienen, Rosen und Schlangen“.

Veranstalter: Begegnungscafé Himmel un Ääd in Kooperation mit der Pfarrgemeinde Herz Jesu Schildgen sowie dem Katholischen Bildungswerk Rheinisch-Bergischer Kreis

In Schildgen ist sein Einfluss nicht zu übersehen: Gottfried Böhm hat mit der Herz-Jesu-Kirche (1960) nicht nur das prägnanteste Gebäude des Stadtteils geschaffen, er hat ihm auch ein neues Zentrum gegeben. Doch das ist längst nicht alles. Das Bethanien Kinder- und Jugenddorf (1967), das Rathaus in Bensberg (1971) und das Bürgerhaus Bergischer Löwe (1980) entstanden in der Folgezeit. Man kann also durchaus sagen, dass Gottfried Böhm ganz Bergisch Gladbach städtebaulich geprägt hat. Anlässlich seines Geburtstages treffen vier Menschen zusammen, die sich persönlich und beruflich mit Böhms Werk befasst haben:

• Paul Böhm - Architekt und Sohn Gottfried Böhms
• Katherin Bollenbeck - Abteilungsleiterin Bau im Generalvikariat Köln
• Stefan Knecht - Autor des 2018 erschienenen Buches „Gottfried Böhm in Bergisch Gladbach“.

Das Gespräch moderiert Journalistin Laura Geyer, die für das historische Schildgen-Buch „Die Königin der Kolonialwaren“ ein Porträt über Gottfried Böhm und die Herz-Jesu-Kirche geschrieben hat.

Veranstalter: Stadtentwicklungsbetrieb der Stadt Bergisch Gladbach in Kooperation mit den jeweiligen Stadtführerinnen und Stadtführern

Wer ist Gottfried Böhm? Wieso ist das Alte Schloss in Bensberg nicht stehen geblieben? Wie leben die Kinder in Bethanien? Wieso ist alles aus Beton gebaut? Wieso ist das Bürgerhaus Bergischer Löwe rot? Wie viele Türme hat die Herz-Jesu-Kirche?

Diese und andere typische Kinder-Fragen zum Schaffen von Gottfried Böhm beantworten Experten bei der Führung zu allen vier Gebäuden im Stadtgebiet. Die familiengerechte Schnuppertour per Bus gibt Gelegenheit für Jung und Alt, sich von der besonderen Architektur begeistern zu lassen.

Veranstalter: Stadtentwicklungsbetrieb der Stadt Bergisch Gladbach in Kooperation mit den jeweiligen Stadtführerinnen und Stadtführern

Markant, beeindruckend, extravagant und polarisierend – die Attribute für die vier Böhm-Bauten in Bergisch Gladbach sind genauso vielfältig wie die Gebäude selbst.

Was hat sich der Architekt und Bildhauer Gottfried Böhm bei den Entwürfen für das Rathaus Bensberg, das Kinderdorf Bethanien, die Herz-Jesu-Kirche in Schildgen und das Bürgerhaus Bergischer Löwe gedacht? Wie erleben die Menschen diese besondere Architektur und was gibt es hinter den Kulissen zu entdecken?
Versierte Stadtführer geben bei der Bustour durchs Stadtgebiet interessante Einblicke. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden per Bus zwischen den Standorten transportiert.

Anmeldung: Tel. 02202 – 823 58 oder im Begegnungscafé Himmel un Ääd: info@ea8a49693e94436e8f47c7b8d98987cahimmel-un-aeaed.de oder Tel. 02202 – 260 92 96

Veranstalter: Die Pfarrgemeinde Herz Jesu Schildgen in Kooperation mit dem Begegnungscafé Himmel un Ääd und der Katholischen Familienbildungsstätte Bergisch Gladbach
Christiane Kurth, Pastoralreferentin und Meike Ditscheid, Dipl.-Sozialpädagogin

Wir werden zu kleinen und großen Schatzsuchern und gehen auf Entdeckungstour in der Kirche. Gibt es wirklich Schätze in der Kirche zu finden? Vielleicht finden wir Herzen in Herz Jesu? Das werden wir herausfinden und uns in der Kirche ganz genau umschauen. Anschließend basteln wir kleine Schatzkisten und füllen diese mit unseren Fundstücken.

Familien mit ihren Kindern ab 4 Jahren entdecken die „Böhm-Kirche“ Herz Jesu in Schildgen.