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Gottfried Böhm: Für immer mit Bergisch Gladbachs Stadtbild verbunden

Der Architekt:
1920 Geboren in Offenbach
1942 – 1945 Architekturstudium in München
1955 Übernahme des Architekturbüros von Vater Dominikus in Köln
1963 Übernahme des Lehrstuhls für Werklehre an der RWTH Aachen
1986 Verleihung des Pritzker-Preises

Sein Stil:
Keiner bestimmten Architekturrichtung zuzuordnen. Charakteristisch sind die räumliche Präsenz und Skulpturenhaftigkeit seiner Gebäude. Oft Verbindung von Alt und Neu in seinen Entwürfen.

Rathaus Bensberg

Geschichte und Gegenwart verband Gottfried Böhm in seinen Entwürfen, nach denen das Bensberger Rathaus von 1965 bis 1971 erbaut wurde. Es verbindet die Altbauten der mittelalterlichen Burg mit Glas und Sichtbeton. Das Gebäude gilt als eines der herausragenden Werke von Gottfried Böhm und begründete seinen Weltruhm als Architekt mit.

An die alte Burg setzte Böhm einen Büroflügel. Durch die dunkel getönten, rahmenlosen Fensterbände wird der Burghof zu einem für Freiluftveranstaltungen nutzbaren intimen Raum. Eine optische Verkleinerung erreichte Böhm durch Staffelgeschosse und eine Kaskade von Terrassen. Der Ratssaal des Bensberger Rathauses öffnet sich durch eine Glaswand zum Hof und ist an die Rückwand der Burg angelehnt.

Bürgerhaus Bergischer Löwe

Das Bürgerhaus Bergischer Löwe ist kultureller Mittelpunkt für die über 110.000 Einwohnerinnen und Einwohner der Stadt. Zusätzlich kommen viele Besucherinnen und Besucher aus Köln, Leverkusen, dem Rheinisch-Bergischen und dem Oberbergischen Kreis. Das Gebäude wurde am 15. März 1980 offiziell eingeweiht. Jede Spielzeit startet im September eines Jahres und endet im Mai des darauffolgenden Jahres. In dieser Zeit wird das gesamte Bühnenprogramm angeboten. Mit dem Kindertheater, Jugendtheater, Kabarett, Schauspiel bis hin zur Oper und Klassik wird der kulturell interessierte Mensch angesprochen.

Kinder- und Jugenddorf Bethanien

Das Bethanien Kinderdorf in Bergisch Gladbach-Refrath bietet rund 120 Kindern und Jugendlichen, die aus unterschiedlichen Gründen nicht bei ihrer Herkunftsfamilie leben können, ein familiäres Umfeld. In fünf Kinderdorffamilien und sieben Wohngruppen sowie einer Mädchenwohngruppe, die außerhalb des Kinderdorfes beheimatet ist, leben die Kinderdorfmütter und Pädagogen mit den ihnen anvertrauten Kindern und Jugendlichen zusammen. Prof. Gottfried Böhm hat Ende der 60-er Jahre die Idee eines Kinderdorfes auf geniale Weise in der Architektur sichtbar werden lassen.

Herz-Jesu-Kirche Schildgen

Die 1960 geweihte Herz-Jesu-Kirche des berühmten Kölner Architekten Gottfried Böhm wird von einer fünf Meter hohen Sichtbetonmauer umfasst, deren Gitterportal auch geschlossen den Blick ins Innere zulässt. Der Grundriss erinnert an den jüdischen Tempel in Jerusalem sowie an frühchristliche und romanische Gotteshäuser. Von der Straße ist durch das Gitterportal die erste, 1929 erbaute katholische Kirche von Schildgen zu sehen, die heute als Pfarrsaal dient. Das von Jochen Pechau geschaffene Betonrelief der Arche Noah an der Außenmauer deutet schon auf den Geborgenheit schaffenden Innenraum hin. Durch das lichtdurchflutete Atrium mit integrierter Taufkapelle gelangt man in den Innenraum.