Direkt zur Suche und Hauptnavigation Direkt zum Inhalt
Übernehmen

Varianten für die Entschärfung der Gefällelage in der Bensberger Schloßstraße

Varianten für die Entschärfung der Gefällelage in der Bensberger SchloßstraßeBild vergrößern

Der neue „obere Stadtplatz“ in Bensberg ist im Rahmen der Umgestaltung der Schloßstraße im 1. Bauabschnitt entstanden und ist seit Spätsommer 2020 temporär fertiggestellt und eröffnet. Auch die Flächen unterhabt der neuen Dreieckstreppe wurden in diesem Zusammenhang bereits provisorisch angelegt – allerdings mit einem größeren Gefälle als für den Endausbau geplant. Seit dem 14. Januar 2021 findet dort donnerstags der Bensberger Markt statt. Seitdem wurde wegen der Gefällesituation in einigen Bereichen der Fläche öffentliche Kritik an den Plätzen ausgeübt. Deshalb hat das zuständige Planungsbüro Club L 94 Varianten erarbeitet, die das Gefälle für den endgültigen Ausbau der Fläche entschärfen könnten – eine der Varianten scheint in der Abwägung die vorgesehenen städtebaulichen sowie funktionalen Ziele zu erreichen.

„Die Schwierigkeit ergibt sich aus der örtlichen Topographie, sowie einigen Zwangspunkten, an denen die Höhe der Flächen nicht veränderbar ist“, erklärt Helge Mehrtens, Abteilungsleiterin der Stadtplanung. So ist die Höhenlage aufgrund der örtlichen Situation, beispielsweise durch Hauseingänge, nur eingeschränkt veränderbar. Bereits von Anfang an war geplant, dass mit Fertigstellung der Schloßstraße bzw. mit Einbau des Natursteinbodens die Straße angehoben wird und das Gefälle somit reduziert wird. Dennoch hat die Stadtverwaltung mit dem zuständigen Planungsbüro Club L 94 nun geprüft, ob es im Rahmen der beschlossenen Entwurfsplanung weitere Maßnahmen gibt, die das Steigungsverhältnis noch stärker reduzieren als bisher geplant, ohne dass der Entwurf grundsätzlich in Frage gestellt wird.

Das Planungsbüro hat insgesamt fünf neue Varianten erarbeitet, die im Rahmen der beschlossenen Entwurfsplanung möglich sind. Jede Variante zieht einen erheblichen Mehraufwand und Mehrkosten mit sich: Teilweise sind bauliche Anpassungen nötig, teilweise fallen Flächen für die Marktaufstellung weg, teilweise ist die benachbarte Außengastronomie beeinflusst oder der Anlieferverkehr für die Schlossgalerie ist nicht möglich (siehe Anlage).

Da darüber hinaus die städtebaulichen und funktionalen Ziele vor Ort eingehalten werden sollen, kommen vier der fünf Varianten nicht für eine nähere Betrachtung in Frage. Hier sind die „Kompromisse“ zu groß und die Entwürfe sind nicht gleichwertig zur ursprünglichen Planung zu bewerten. Eine der Varianten hat sich für die Planenden allerdings als städtebaulich gleichwertig zur vorgesehenen Planung herausgestellt: Bei der Variante löst sich die Steigung aufgrund eines zusätzlichen Treppenwinkels vor der Toilettenstation schnell auf und entspannt dadurch das Gefälle zwischen den Zwangspunkten am Toilettengebäude und der Schlossgalerie, da die Platzhöhe unterhalb der Stufen um ca. 50cm reduziert werden kann. Ebenso reduziert sich das Gefälle zwischen dem neuen Treppenwinkel und der Schloßstraße auf 2,7%. Das Quergefälle entlang der Dreieckstreppe bleibt unverändert. Außerdem kann die Entspannung nur erreicht werden, wenn sich das Gefälle am Übergang zum oberen Stadtplatz (zwischen Toilettenhaus und Dreieckstreppe) um ca. 1% verstärkt. Diese Variante wird nun weiter geprüft.

Fest steht jedoch, dass eine erneute Umgestaltung erst mit dem Einbau des Natursteinbodens erfolgen kann; der Baubeginn ist für Anfang 2022 anvisiert. Ein aufwendiger Neubau von temporären Flächen ist aus zeitlichen Gründen (Neuplanung, Ausschreibung, Vergabe, Bauzeit) nicht möglich. Bis zum finalen Ausbau sollen die erprobten Sofortmaßnahmen, z.B. die verteilten Auffahrkeile, den Marktbeschickern und Marktbeschickerinnen helfen.

Die Vor- und Nachteile aller baulichen Varianten sind hier online abrufbar. Weitere Informationen zur Umgestaltung der Schloßstraße im Rahmen des Integrierten Handlungskonzeptes (InHK) Bensberg sind hier nachzulesen.