Bühnenartige Kompositionen, eine von Masken dominierte Staffage, Tanzmotive und narrative Stillleben finden sich in James Ensors Werk zahlreich. In Tanz-, Theater- und Maskenbildern synthetisiert der Künstler konträre Welten wie das belgische Puppentheater, bekannt für seinen derben Witz, mit den elegant-zurückhaltenden Liebespaaren Jean-Antoine Watteaus. Er kombiniert Anregungen aus der bildenden Kunst mit solchen aus Populärkultur, Literatur und Alltag. Ensors Malerei ist seine Bühne und die Inszenierung sein Kompositionsprinzip. Das Interesse an Musik und Theater kulminiert in einer von ihm komponierten Ballett-Pantomime – hier wird er wortwörtlich zum Puppenspieler. Vortrag von Dr. Ina Dinter3 € zzgl. Eintritt | keine Anmeldung erforderlich | vor und nach dem Vortrag kann eigenständig die Ausstellung besucht werden (bis 20 Uhr)Abbildung: James Ensor, Musiker mit dem Notenschlüssel, 1939, Öl auf Leinwand, 18 × 14 cm Sammlung Quinensor, Fotos: Steven Decroos
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