Direkt zur Suche und Hauptnavigation Direkt zum Inhalt
Übernehmen

Jahresrückblick der Projektgruppe Zanders-Areal 2024

Jahresrückblick der Projektgruppe Zanders-Areal 2024Bild vergrößern

Die Entwicklung des ehemaligen Industrieareals zu einem neuen Stadtquartier an der Strunde hat im Jahr 2024 weiter an Fahrt aufgenommen. Die größten baulichen Veränderungen fanden dabei rund um das denkmalgeschützte Kraftwerk im Zentrum des Geländes statt: Neben der Demontage der Filteranlage hat vor allem der Abbau der in Höhen von bis zu 35 Metern verlaufenden Kohleförderbänder für Aufsehen gesorgt. Für den Abbau wurde ein imposanter Kran genutzt, der mit ausgefahrenem Teleskopausleger eine Höhe von 100 Metern erreichte und auch von außerhalb des Areals zu sehen war.

Für uns als Projektgruppe ragen darüber hinaus noch weitere Highlights aus einem ereignisreichen Jahr hervor.
Im Rahmen des von mehreren hundert Bürger*innen besuchten Bürgerforums im Mai konnten gleich mehrere Meilensteine gefeiert werden: Nach drei Jahren verabschiedete sich die Insolvenzverwaltung um Dr. Marc D’Avoine vom Gelände und übergab symbolisch den Schlüssel zum Zanders-Areal an Bürgermeister Frank Stein und das Projektteam. Seither sind alle Gebäude und Flächen auf dem Zanders-Areal in der Verfügungsgewalt der Stadt.

Einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung Zukunft ging das Projekt an diesem Tag mit der dauerhaften Öffnung der „Mainstreet“ als erster öffentlicher Durchfahrt über das Gelände für den Fuß- und Radverkehr.

Dass sich die Teilöffnung positiv auf die Anbindung des Zanders-Areals zur Innenstadt auswirkt, wurde bereits am zweiten Aktionstag im September anlässlich des Tags des offenen Denkmals deutlich: Rund 2.000 Besucher*innen nutzten die Gelegenheit, um ins historische Erbe von Zanders einzutauchen und zwei auf dem Gelände stattfindende Ausstellungen zu besuchen – viele Bürger*innen kamen an diesem Tag direkt vom parallel stattfindenden Stadtfest und kehrten nach ihrem Besuch auf Zanders wieder in die Innenstadt zurück.

Für die zukünftige Projektentwicklung von zentraler Bedeutung war zudem der Erhalt weiterer Fördermittel aus dem Städtebauförderprogramm des Landes Nordrhein-Westfalen: Rund 7 Millionen Euro fließen z.B. in die Umwandlung der symbolträchtigen „Alten Zentralwerkstatt“ inmitten des als „Altstadt“ bezeichneten Komplexes aus denkmalgeschützten Bauwerken in ein inklusives und integratives Bürger- und Kulturzentrum. Rund 150.000 Euro Fördermittel gab es für die vorbereitenden Planungen zum sog. Gleispark, der im an den seit 2021 für die Öffentlichkeit zugänglichen Gohrsmühlenplatz angrenzenden Bereich des Areals entsteht. Der Park schafft eine erste direkte Verbindung zur Innenstadt und soll mit einer Mischung aus Spiel-, Sport- und Erholungselementen Aufenthaltsmöglichkeiten für alle Altersklassen schaffen.

Auch im Bereich der Infrastrukturplanung konnte 2024 ein weiteres Etappenziel erreicht werden: Im Frühjahr startete die Projektgruppe eine unverbindliche Markterkundung, um Erkenntnisse zur Konzeptionierung eines Betreibermodells zu erlangen und mit privatwirtschaftlichen Akteuren zur bestmöglichen Realisierung der Versorgungskonzepte ins Gespräch zu kommen. Auf Basis der Rückmeldungen fiel die Wahl auf ein kooperatives Betreibermodell für die Wärme- und Kälteversorgung, für das die Verwaltung im Oktober vom Zanders-Ausschuss den Auftrag erhielt, einen passenden Partner zu finden.

Mit der Gründung der Urbane Zukunft Zanders-Entwicklungsgesellschaft mbH wurde in diesem Jahr das nächste Kapitel in der Konversion des Areals aufgeschlagen. Die städtische Tochtergesellschaft wird ab Januar 2025 wichtige Aufgabenfelder im Bereich der Entwicklung und Vermarktung des Zanders-Areals von der Projektgruppe übernehmen. Als Geschäftsführer wechselt der bisherige Hauptgeschäftsführer der Stadtentwicklungsgesellschaft Monheim am Rhein, Oliver Brügge, an die Strunde.

Mit der Umstrukturierung endet eine Etappe auf dem Weg zu einem Stadtquartier „auf Zanders“. Sechs Jahre waren wir als Projektgruppe mit der Transformation des Zanders-Areals befasst – seit der Insolvenz der Papierfabrik Zanders im Mai 2021 mit der Zielsetzung, auf 36 Hektar einen neuen Stadtteil zu gestalten. Im neuen Jahr werden die Gesellschaft und die Verwaltung diese Aufgabe Hand in Hand weiter vorantreiben – in veränderten Organisationsstrukturen, aber mit demselben Engagement.

Doch bevor es soweit ist, wünscht Ihnen die Projektgruppe Zanders-Areal erholsame Feiertage und einen zuversichtlichen Start ins neue Jahr!