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Gewerbeflächendiskussion ohne Denkverbote

Das Ende Dezember vom Stadtentwicklungsbetrieb veröffentlichte Gutachten über die gewerblichen Brachflächen soll zur Versachlichung der Flächendiskussion beitragen. Der Verwaltungsrat hat nach der Debatte darüber das Gutachten an die zuständigen Fachausschüsse der Stadt weitergeleitet. „Nun soll ohne Ressentiments und Denkverbote über gewerbliche Nutzflächen im Rahmen der Neuaufstellung des Flächennutzungsplanes diskutiert werden.“ fordert der Vorstand des Stadtentwicklungsbetriebes Bernd Martmann.

Im Verwaltungsrat wurde das Gutachten fraktionsübergreifend als ein wichtiger Baustein bei der Diskussion über neue Flächen aufgenommen. Auch waren die Fraktionen sich darin einig, dass es so mittelfristig schwierig sei, wachsende Unternehmen in der Stadt zu halten. Dies unterstrich der Gutachter Dominik Geyer vom Stadtplanungsbüro Dr. Jansen: „Für einen Wirtschaftsstandort ist es unabdingbar, verfügbare und freie Fläche, wo Bauleitplanung und Erschließung abgeschlossen sind, im Portfolio zu haben, um kurz- bis mittelfristige Anfragen bedienen zu können und so erweiterungsbedürftige Unternehmen in der Stadt halten zu können." Eine Stadt, die auf Anfrage keine Flächen anbieten könne, sei dazu verurteilt, Schlafstadt zu sein, resümierte er.

Auch die Initiative für Leben und Arbeiten in Bergisch Gladbach (ILA-GL) als örtlicher Unternehmerverein hat sich in die aufgekommene Diskussion eingeschaltet, die spätestens mit der ersten Sitzung des Flächennutzungsplanausschusses begonnen hat: „Bergisch Gladbach verdient eine vernünftige und sachliche Diskussion. Polemik gegen Wirtschaft und Unternehmen hilft niemandem", schreibt ILA-GL in einem Kommentar.

Der Verwaltungsrat des SEB hatte den Vorstand im Jahr 2013 beauftragt, im Rahmen des Themas „Reaktivierung brachliegender Gewerbeflächen in Bergisch Gladbach" eine Bestandserfassung nicht genutzter Gewerbeflächen durchzuführen, Flächen bezogen auf die Minder- bzw. Nichtnutzung zu analysieren und ein Handlungskonzept zur Verbesserung der Flächennutzung zu erstellen. Auf der Grundlage umfangreicher und detaillierter Recherchen stellte sich heraus, dass nur sehr wenige gewerblich nutzbare Bestandsflächen für Unternehmen zur Verfügung stehen.