Im Mai 2014 begann der Ausbau des Breitbandnetzes in den bislang unterversorgten Gewerbegebieten. Nach Abschluss dieser Arbeiten wurde der Startschuss für die Datenautobahn gefeiert.
Dazu trafen sich nun der Landrat, der Kreisdirektor, ein Vertreter der Bezirksregierung, die Bürgermeister der Kommunen und der Geschäftsführer der Rheinisch-Bergischen Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH (RBW) mit den Vertretern der Telekom. Für den Ausbau des Breitbandnetzes erhielt der Rheinisch-Bergische Kreis über die RBW eine Förderung von EU, Bund und Land, letzteres vertreten durch die Bezirksregierung. Die Verantwortlichen sehen anlässlich dieser Förderung eine gewisse Initialzündung, der viele Initiativen in den Kommunen zum Ausbau des Breitbandnetzes folgten. „Mit der Fördermaßnahme konnten wir einen ersten wichtigen Schritt verwirklichen und so die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes verbessern", resümierte Landrat Dr. Hermann-Josef Tebroke. „Die Kreisverwaltung wird alle Initiativen in den Kommunen weiterhin unterstützen und gerne die interkommunale Zusammenarbeit koordinieren. Ich danke allen Beteiligten für die gute Zusammenarbeit und insbesondere der Bezirksregierung für ihre Hilfe", so Tebroke weiter.
Dr. Bodo Klein, Pressesprecher der Bezirksregierung, ergänzte stellvertretend für Regierungspräsidentin Gisela Walsken: "Der heutige Termin ist ein wichtiges Signal sowohl für den Wirtschaftsstandort als auch für die privaten Haushalte und Familien im Rheinisch-Bergischen Kreis. Daher freue ich mich auch persönlich über die Eröffnung dieser neuen Datenautobahn."
Anja Oppermann, regionale Ansprechpartnerin der Telekom, dankte den Beteiligten: „Diese Landkreisausschreibung, die sich ausschließlich auf Fördermittel aus der Gebietskulisse Regionale Wirtschaftsräume bezieht, ist ein wichtiger Schritt für die Region. Wir bedanken uns herzlich für die gute Zusammenarbeit in diesem Projekt, denn nur mit Ihrer Unterstützung, bei der Koordination mit betroffenen Kommunen bezüglich Planung, Projektierung und Bauausführung, war es möglich, einen Vertrag für alle betroffenen Kommunen abzuschließen. Dazu hat die Telekom in den vergangenen Monaten 26 km Glasfaser verlegt und 49 neue Verteilerkästen errichtet".
Die Gewerbegebiete, in denen nun der Ausbau abgeschlossen wurde, sind laut Zuwendungsbescheid der Bezirksregierung die Gewerbegebiete West, Zinkhütte und Frankenforst in Bergisch Gladbach. In Kürten wurden die Gebiete Broch, Broich, Neuensaal und Herweg angeschlossen. Schnelles Internet erhielten in der Stadt Overath jetzt die Gewerbegebiete Hammermühle und Marialinden. In Rösrath profitieren die Unternehmen im Gewerbegebiet Kleineichen von schnellen Verbindungen und in Wermelskirchen das Gewerbegebiet Ost.
Im November 2013 erhielt die RBW als Antragstellerin den Förderbescheid durch die Bezirksregierung. Die Kommunen des Rheinisch-Bergischen Kreises, in denen nun der Breitbandausbau abgeschlossen ist, erhalten für das Projekt die Höchstförderung von 75 Prozent der Gesamtkosten. Insgesamt belaufen sich die uwendungsfähigen Gesamtausgaben auf 1,379 Millionen Euro. Davon trägt die Europäische Union 50 Prozent. Weitere 25 Prozent kommen aus Mitteln des Landes, vertreten durch die Bezirksregierung Köln, die das gesamte Projekt begleitete. Die RBW übernimmt nach Absprache mit den Kommunen und dem Rheinisch-Bergischen Kreis das verbleibende Viertel und die weitere finanzielle Abwicklung. Die technische Begleitung erfolgte durch kommunale Experten vor Ort. Die Kreisverwaltung hatte in dem gesamten Prozess eine Koordinierungs- und Bündelungsfunktion.
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