Innovative Kinderschuhe, ein neues Tool fürs universitäre Lernen und eine Revolution bei der Gebäudedämmung — schon in Stufe 1 zeigt der NUKBusinessplan-Wettbewerb, dass das Gründerpotential im Rheinland hoch ist. Nominiert war auch eine Idee aus Bergisch Gladbach.
119 Gründerteams haben an der ersten Stufe des NUK-Businessplan-Wettbewerbs teilgenommen und ihre Ideenskizzen zu ihrem Gründungsvorhaben eingereicht. Die besten 14 Konzepte waren für Haupt- und Förderpreise nominiert. Die ausgewählten Teams durften ihre Geschäftsideen am 18. Februar im Audimax der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg in Sankt Augustin vortragen.
Die drei mit je 500 Euro dotierten Hauptpreise gingen an Teams aus ganz unterschiedlichen Branchen. Die Gründer von Eco-AFFF kommen aus der Chemie und haben eine Alternative zu stark umweltschädlichen Löschschäumen entwickelt. In ihrem Urteil lobte die NUK-Jury unter anderem die besonders klare Abgrenzung zu anderen Wettbewerbern. Auf das Produkt von Wildling können sich besonders die Kleinsten freuen. Die Gründer haben eine neue Generation von Kinderschuhen entwickelt. Sie besticht durch eine innovative Stoffsohle, die ein Laufgefühl wie barfuß ermöglicht und gleichzeitig vor Kälte, Nässe sowie Schnitt- und Stichverletzungen schützt. Bei dieser Ideenskizze hob die Jury besonders das Marktpotenzial hervor. Das Team von uniPOLL hat ein webbasiertes Abstimmungstool entwickelt, das hilft universitäre Großveranstaltungen interaktiver zu gestalten und so die Lehre zu verbessern. Damit liegen die Gründer „im Trend der Zeit", glaubt die Jury.
Dass bei NUK auch all die Teams gewinnen, die am Ende nicht auf dem Siegertreppchen stehen, betonte Prof. Klaus Daimel, Dekan des Fachbereichs Wirtschaft der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg in Rheinbach. Denn das Wissen und das Netzwerk, von dem alle Teilnehmer profitierten, seien wichtiger als jeder Geldpreis. Auch auf das Rheinland wirke sich die Gründungsinitiative positiv aus, sagte Josef Hastrich, stellvertretender Vorsitzender im Vorstand der Kreissparkasse Köln. Denn die Gründer seien der Mittelstand von morgen. "Wir wollen, dass es unserer Region auch in Zukunft gut geht", ergänzte er. Deshalb engagiere sich die Kreissparkasse bei NUK.
Somit sollte sich das Teilnehmerteam aus Bergisch Gladbach und Rösrath auch als Gewinner fühlen. Tim Betzin, Nikolas Hansen und Björn Kutzner haben eine BubbleApp entwickelt. Sie macht die unmittelbaren Ereignisse um den App-Nutzer herum sichtbar und stellt die lokale Realität in Echtzeit dar. Es werden den Nutzern immer wieder neue Möglichkeiten zum Erleben spontaner, spannender und besonderer Momente aufgezeigt.
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