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Gewerbebiet? Ja, Danke!

Wenn es um Gewerbegebiete geht, so sind die Bilder im Kopf eines jeden schnell klar: Laute Maschinen und LWKs, die nur Dreck machen. Das möchte doch wirklich keiner vor seiner Haustür. Doch, dass dem gerade nicht so ist, soll das Gewerbegebiet Obereschbach beweisen.

Jeden Morgen im Stau stehen, um ins Büro zu kommen, und auf dem Rückweg das gleiche. Viele Arbeitnehmer pendeln jeden Tag mit dem Auto zur Arbeitsstelle und verlieren dabei viel Zeit und Nerven. Und das alles nur, weil die Firma und der Betrieb in einer anderen Stadt und einem anderen Ort liegen. Das gilt für viele Bergisch Gladbacher Arbeitnehmer.

Um nicht noch mehr Arbeitnehmer zu Pendlern zu machen, ist es sinnvoll Gewerbegebiete in der Stadt zu entwickeln. Nur so können Betriebe in der Stadt gehalten werden. Denn der Trend der letzten Jahre ist ganz klar, weiß Wirtschaftsförderer Martin Westermann zu berichten: „Wenn ein ortsansässiges Unternehmen erweitern möchte, sind uns oft die Hände gebunden." Häufig könne keine geeignete Fläche angeboten werden, weshalb den Unternehmen oft nur der Wegzug in eine andere Stadt bliebe, erläutert Westermann. Doch damit soll nun Schluss sein.

Im Bergisch Gladbacher Stadtteil Moitzfeld, direkt an der Stadtgrenze zu Overath wird derzeit ein Gewerbegebiet erschlossen. Zwischen der Overather Straße und der Autobahn liegen 50.000 Quadratmeter Fläche, die bislang als Weideland genutzt wurden. Nun wird diese umgewandelt, um Bergisch Gladbacher Unternehmen mit Erweiterungsbedarf eine Perspektive am Standort Bergisch Gladbach zu bieten.

„Wir sind nun erstmals seit langem wieder in der Lage, guten Unternehmen auch einen guten Standort zu bieten", vermeldet Bernd Martmann, Vorstand des Stadtentwicklungsbetriebs Bergisch Gladbach - AöR (SEB). Mit dem Wissen um wenig Gewerbefläche, gehe man sehr restriktiv und vorsichtig mit dem wertvollen Gewerbeland um und hinterfrage genau die Kaufabsichten der Interessenten. „Wir wollen Qualität an den Standort bringen", macht Martmann deutlich. Insbesondere dienstleistungsorientierten Firmen, die viele Arbeitnehmer mitbringen, und keine Emissionen erzeugen, sollen angesiedelt werden. Das Bild vom stinkenden lauten Betrieb ist hier also das falsche.

Seit Oktober 2011 läuft die Erschließung des Gewerbegebietes Obereschbach, die vom Stadtentwicklungsbetrieb Bergisch Gladbach AöR (SEB), einer 100 %igen Tochtergesellschaft der Stadt, durchgeführt wird. Nach aufwändigen Geländemodellierungsarbeiten werden seit März die Kanalanlagen hergestellt. Große Geräte bringen die tonnenschweren Abwasseranlagen in die Erde. Danach folgt der Straßenbau. Erst wenn dieser Schritt erfolgt ist, können Baugenehmigungen erteilt werden. „Die Verhandlungen werden nun konkreter, weil absehbar ist, wann die Erschließungsarbeiten abgeschlossen sind" sagt SEB Prokurist und Wirtschaftsförderer Martin Westermann.

Begeistert zeigen sich Westermann und Martmann von den Standortfaktoren und sind optimistisch damit auch Unternehmen am Standort halten zu können. Die Anbindung an das Datennetz mit Mindestbandbreiten von 50 Mbit/s sei dort hervorragend. Ebenso die Anbindung an das Straßennetz: Noch nicht einmal 20 Autominuten entfernt, liegt der Flughafen Köln/Bonn, Düsseldorf ist in nur 40 Minuten zu erreichen. Nicht umsonst habe sich deshalb der TechnologiePark in direkter Nachbarschaft mit zahlreichen Unternehmen aus Forschung und Entwicklung und inzwischen rund 2.000 Arbeitsplätzen etabliert, erklären die beiden.

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