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Grundsteuer

Veranlagung zur Grundsteuer
Personen mit eigenem Grundbesitz unterliegen der Grundsteuer.

Die Grundsteuer unterteilt sich in Grundsteuer A (Betriebe der Land- und Forstwirtschaft) und Grundsteuer B (Sonstige Grundstücke) und wird von den Kommunen erhoben. Der Steuermessbetrag wird vom Finanzamt festgesetzt. Die Kommune multipliziert den Steuermessbetrag mit dem aktuellen Hebesatz und erstellt den Grundsteuerbescheid. Steuerschuldner ist derjenige, dem das Grundstück bei der Feststellung des Einheitswertes (zum 01.01.) zugerechnet ist.
 
Die Grundsteuer wird je zu einem Viertel des Jahresbetrages am 15.02., 15.05., 15.08. und am 15.11. fällig.
Die Grundsteuerhebesätze betragen:

  2011 - 2015 2016 - 2017 2018 - 2021 ab 2022
Grundsteuer A 255 v.H. 274 v.H. 297 v.H. 297 v.H.
Grundsteuer B 490 v.H. 545 v.H. 570 v.H. 731 v.H.

Eigentumswechsel
Zuständig für die steuerliche Zurechnung eines Objekts auf die/den neuer Eigentümer/in ist die Bewertungsstelle des Finanzamtes Bergisch Gladbach; die Zurechnung erfolgt frühestens zum 01.01. des auf den Eigentumswechsel folgenden Jahres. Die/Der Verkäufer/in bleibt damit gesetzlich auch für den Zeitraum zwischen Eigentumswechsel und dem 31.12. des Verkaufsjahres grundsteuerpflichtig.
 
In den Notarverträgen wird jedoch üblicherweise mit dem wirtschaftlichen Besitzübergang auch der Übergang sämtlicher Lasten auf die/den Erwerber/in geregelt. Da die Grundbesitzabgaben ebenfalls zu diesen Lasten gehören, wird in der Regel eine privatrechtliche Vereinbarung über deren Aufteilung ab dem Zeitpunkt des Besitzübergangs getroffen. Zur Vermeidung der privatrechtlichen Verrechnung der Grundbesitzabgaben können diese  - das Einverständnis der beiden Vertragsparteien vorausgesetzt - ab dem Ersten des auf den Besitzübergang folgenden Monats auf die/den Erwerberin verlagert werden.
 
Sollte Sie eine Aufteilung der Grundbesitzabgaben nach dem wirtschaftlichen Besitzübergang wünschen, benötigt die Steuerabteilung eine frühzeitige Mitteilung des Eigentümerwechsels durch das vorgeschriebene Formular. Das Formular ist unbedingt von den bisherigen und den neuen Eigentümern zu unterschreiben!  Bitte lesen Sie das Merkblatt aufmerksam durch (s. unter Formulare & Informationen).
 
Solange die Zustimmung beider Vertragsparteien nicht vorliegt, erfolgt der Eigentumswechsel auf der Grundlage des Grundsteuermessbescheides des Finanzamtes.
 
Haftung
Nach § 11 Grundsteuergesetz (GrStG) haftet der/die Erwerber/in eines Grundstückes unter bestimmten Voraussetzungen für Grundsteuerrückstände des/der früheren Eigentümers/in; außerdem haftet das Grundstück selbst dinglich nach § 12 GrStG.

Informationen zur Grundsteuerreform

Als Grundstückseigentümerin bzw. Grundstückseigentümer haben Sie in diesem Jahr eine Erklärung zur Feststellung des Grundsteuerwerts (Feststellungserklärung) beim zuständigen Finanzamt abzugeben.

Bei Fragen erreichen Sie das Finanzamt Bergisch Gladbach unter der extra
eingerichteten Grundsteuer-Hotline 02202 9342-1959 (Montag-Freitag von 9 bis 18 Uhr) oder unter www.grundsteuer.nrw.de.

 Was Sie zur Feststellung des Grundsteuerwerts wissen müssen:

  •  Ab Mai erhalten Sie ein individuelles Informationsschreiben mit Daten und Informationen, die der Finanzverwaltung verfügbar sind (wie z. B. das Aktenzeichen, die Grundstücksfläche und den Bodenrichtwert) und die Sie bei der Erstellung der Feststellungserklärung unterstützen. Diese Daten können Sie nach Prüfung auf Vollständigkeit und Richtigkeit in die Feststellungserklärung übertragen.
  • Die Feststellungserklärung ist ab dem 1. Juli bis zum 31. Oktober 2022 im Grundsatz digital bei Ihrem zuständigen Finanzamt abzugeben. Zuständig ist das Finanzamt, in dessen Bezirk Ihr Grundbesitz liegt.
  • Die Abgabe der Feststellungserklärung ist ab dem 1. Juli 2022 über Ihr Online-Finanzamt ELSTER möglich. Das hierfür notwendige Benutzerkonto können Sie unter www.elster.de beantragen. Falls Sie bereits ein Benutzerkonto, zum Beispiel aufgrund Ihrer Einkommensteuererklärung besitzen, können Sie dieses auch für die Übermittlung Ihrer Feststellungserklärung nutzen.
         Die Feststellungserklärung kann auch über den Zugang von nahen Angehörigen abgegeben werden.
  • Bis zum Ablauf des Kalenderjahres 2024 berechnen und erheben die Kommunen die Grundsteuer weiterhin nach der bisherigen Rechtslage.

Ab dem 1. Januar 2025 ist der neu festzustellende Grundsteuerwert maßgeblich für die zu leistende Grundsteuer an die Städte und Gemeinden. Somit sind Grundsteuerzahlungen nach neuem Recht ab dem 1. Januar 2025 zu leisten.

Alle Informationen zur Grundsteuerreform sowie die Grundsteuer-Hotline finden Sie
auch auf der Internetseite der Finanzverwaltung Nordrhein-Westfalen:
www.grundsteuer.nrw.de.

Formulare

Broschüren

  • Merkblatt - Mitteilung über einen Eigentumswechsel
  • Letzte Aktualisierung: 02.09.2022

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