In der Sitzung des Stadtentwicklungs- und Planungsausschusses (SPLA) am 30. April haben die Ausschussmitglieder die vom Fachbüro Albert Speer + Partner (AS+P) gemeinsam mit dem Projektteam Zanders erarbeitete städtebauliche Entwicklungsplanung zustimmend zur Kenntnis genommen. Am 12. Mai entscheidet der Stadtrat über die von der Verwaltung eingebrachte Beschlussvorlage. Der Aufsichtsrat der Zanders-Entwicklungsgesellschaft (ZEG) hatte die Planung bereits am 14. April beraten und dem Rat empfohlen, der Planung zuzustimmen.
Die städtebauliche Entwicklungsplanung baut auf der 2022 vom niederländischen Büro Karres en Brands entwickelten Strukturplanung auf und entwickelt deren zentrale Zielsetzungen konsequent weiter. Sie dient als Grundlage für die laufende Erschließungsplanung, die anstehende Bauleitplanung sowie für das zukünftige Vermarktungskonzept für das Zanders-Gelände.
Die Entwicklungsplanung für das Zanders-Areal wurde im Frühjahr 2025 gestartet und in einem einjährigen, interdisziplinären Prozess erarbeitet. Ziel war es, die Erkenntnisse aus der Strukturplanung und zahlreichen Beteiligungsprozessen zusammenzuführen und räumlich auf dem Gelände zu verorten. Zentrale Fragestellungen – etwa zum Erhalt von Bestandsgebäuden, zur Verteilung der Nutzungen oder zum Umgang mit Grund- und Regenwasser – wurden durch Fachgutachten vertieft und fortlaufend in die Planung integriert. Hinweise aus Beteiligungsformaten mit Fachämtern, Politik, Entwicklungsbeirat und Öffentlichkeit flossen ebenfalls ein.
Im Ergebnis gliedert sich die Entwicklungsplanung in mehrere Maßstabsebenen:
Programmatische Leitplanken – etwa der mögliche Erhalt der Bestandsbebauung, nachhaltige Energiekonzepte oder die Entwicklung gut vermarktbarer Baufelder – definieren gemeinsam mit einem räumlich verortenden Leitplankenplan den Handlungsrahmen sowie die Qualitätsstandards für die weitere Entwicklung. Zugleich bleibt ausreichend Flexibilität für heute noch nicht bekannte Bedarfe und Nutzungen erhalten – ein angesichts des langen Entwicklungszeitraums bewusst gewähltes Prinzip. Ein illustrativer Entwurfsplan zeigt einen möglichen Umsetzungsweg, während thematische Teilkonzepte die wesentlichen städtebaulichen Aussagen weiter konkretisieren. Insgesamt zeigt das Entwicklungskonzept eine Momentaufnahme der aktuellen Kenntnisse und ist bewusst fortschreibungsfähig angelegt.
Parallel zur Entwicklungsplanung wurden durch externe Planungsbüros zahlreiche Fachgutachten und Studien erstellt: Deren Ergebnisse sind direkt in die Planung eingeflossen und haben sie weiter präzisiert. Besonders intensiv abgestimmt wurden die Gutachten zur Strunde-Öffnung, zum Regenwasserkonzept sowie zur verkehrlichen Erschließung. Weitere Untersuchungen zu Arbeitsplätzen, Einzelhandel, Gastronomie sowie Machbarkeitsstudien zu einzelnen Gebäuden trugen zur Schärfung des Nutzungskonzepts bei. Ergänzend wurde bereits die Neuaufstellung des Planungsrechts angestoßen; vorgesehen ist ein Bebauungsplan mit dem Nutzungsschwerpunkt „Urbanes Gebiet“.
Zur Entwicklungsplanung wird in Kürze eine Broschüre veröffentlicht, die die städtebaulichen Leitideen und Vorhaben erläutert. Darüber hinaus können sich Bürgerinnen und Bürger ab dem 9. Mai auf der neuen Projektwebsite (www.zanders.de) informieren. Dort werden die zentralen Leitideen und Themenbereiche aufbereitet und im weiteren Projektverlauf kontinuierlich aktualisiert.
Abschied von Oliver Brügge als ZEG-Geschäftsführer
Im Rahmen eines Pressegesprächs zur Entwicklungsplanung vor der Ausschusssitzung wurde Oliver Brügge offiziell durch Bürgermeister Marcel Kreutz als Geschäftsführer der Zanders-Entwicklungsgesellschaft verabschiedet. Brügge hatte diese Funktion seit der Gründung der ZEG im Januar 2025 inne und war maßgeblich für den organisatorischen Aufbau sowie die inhaltliche Ausrichtung der Gesellschaft verantwortlich und hat in dieser Funktion zentrale Grundlagen für die zukünftige Vermarktung des Areals geschaffen.