Direkt zur Suche und Hauptnavigation Direkt zum Inhalt
Übernehmen

Projektteam Zanders Innenstadt und Abteilung Zanders-Immobilien stellen sich und ihre Arbeit vor

Projektteam Zanders Innenstadt und Abteilung Zanders-Immobilien stellen sich und ihre Arbeit vor Bild vergrößernUdo Krause (Leiter Projektgruppe Zanders Innenstadt) und Jonas Geist (Abteilung Zanders-Immobilien) vor dem Übersichtsplan des Office-Areals.

Seit dem Kauf der Grundstücke des Zanders-Areals wird häufig die Frage an die Stadt herangetragen: Was passiert eigentlich auf dem Zanders-Gelände im Herzen der Stadt? Die Antwort ist vielschichtig, aber die Hauptaussage ist einfach: Auf dem Gelände wird – wie seit 200 Jahren – Papier produziert. Und das ist gut so. „Die Stadt setzt auf die Sicherung des Standorts“, betonte Bürgermeister Lutz Urbach beim Pressegespräch am Montag, den 4. November in den städtischen Büroräumen auf dem Zanders-Areal.

Gemeinsam mit Udo Krause - Leiter der Projektgruppe Zanders Innenstadt - und Jonas Geist - Verantwortlicher für die Zanders-Immobilien - informierte Lutz Urbach über die aktuelle Situation. Zudem gaben die drei einen Ausblick über die anstehenden Schritte des Projektes Zanders Innenstadt. „Die betrieblich nicht mehr benötigten Flächen können bereits entwickelt werden“, das ist der klare Tenor von Udo Krause und der Projektgruppe Zanders Innenstadt. Lutz Urbach ergänzt dazu: „Ein übergeordnetes Ziel ist es, das Industrieareal mit Blick auf die nächsten 10 bis 20 Jahre zukunftsfähig zu beplanen.“ Während des Pressegesprächs wurde anhand verschiedener Lagepläne Auskunft gegeben über die facettenreiche und komplexe Aufgabenstellung einer Flächenentwicklung in unmittelbarer Nachbarschaft eines produzierenden Industriestandortes.

Keine typischen Aufgaben für die Stadtverwaltung

„Direkt angrenzend an die Innenstadt befindet sich der ehemalige Verwaltungsbereich der Firma Zanders. Die dortigen Bürogebäude sind zum großen Teil vermietet. Noch freie Büroeinheiten stehen zur Vermietung“, erläutert Jonas Geist. Seine Aufgabe ist es, die Fragestellungen zu bearbeiten, die sich durch die Übernahme ergeben. „Wir müssen die Flächen zunächst vom Werksnetz trennen, bevor wir sie in Nutzung bringen. Dazu müssen teilweise neue Ver- und Entsorgungsleitungen verlegt werden“, erläutert der Kollege, der die neue Abteilung im städtischen Immobilienbetrieb leitet.

„Die Verwaltung von insgesamt 37 Hektar in der Stadtmitte ist mit den anderen städtischen Immobilien nicht zu vergleichen“, erläutert Bürgermeister Lutz Urbach. Die Aufgaben, die anstehen, sind nicht typisch für eine Stadtverwaltung. Standorterhaltung, Standortentwicklung und ggfs. auch die Entwicklung von Zwischennutzungen, sind komplexe Aufgaben, die von beiden Abteilungen eng mit der Zanders Paper GmbH abzustimmen sind. Die Denkmäler spielen dabei eine wichtige Rolle. „Wir würden gerne einige dieser Denkmäler, die der Innenstadt zugewandt sind, der Öffentlichkeit zugänglich machen“, erläutert Udo Krause. Dies umfasst auch den sogenannte „Büstengarten“, eine mit Skulpturen der Familie Zanders angelegte Grünfläche. „Die Planung“, so ergänzt Udo Krause „benötigt Konzepte, die zu einer Papierfabrik in direkter Nähe passen. Aus immissionsschutzrechtlichen Gründen können beispielsweise nicht überall Wohnungen gebaut werden.“

Autausch mit der Bürgerschaft im kommenden Jahr

Für 2020 steht nun der Austausch mit der Bürgerschaft im Fokus. Dabei sollen sich auch die Bürgerinnen und Bürger mit Ideen und Vorschlägen einbringen. Eine öffentliche Auftaktveranstaltung findet am Mittwoch, den 13. November 2019, um 19.00 Uhr im Spiegelsaal des Bürgerhauses Bergischer Löwe statt. Anfang des kommenden Jahres wird der Beteiligungsprozess fortgesetzt. Ein Modul sind „Themenabende“, zu verschiedenen stadtentwicklungsrelevanten Fragestellungen. So soll Wissen über eine zukunftsfähige Stadtplanung vermittelt werden. Darauf aufbauend werden im Frühjahr „Workshops“ durchgeführt. Diese dienen der Erarbeitung grober Leitideen für die zukünftige Entwicklung des Geländes.

Die Stadtverwaltung wird während des Planungsprozesses von dem externen Büro plan-lokal aus Dortmund unterstützt. Das Büro wurde mit der Erstellung eines Integrierten Handlungskonzeptes beauftragt, welches sich mit dem Zanders-Areal, seinem direkten Umfeld und der Innenstadt auseinandersetzt. Die Stadt Bergisch Gladbach möchte sich damit im Rahmen der Regionale 2025 um den Erhalt von Fördermitteln des Landes Nordrhein-Westfalen bewerben und Maßnahmen im Untersuchungsbereich finanzieren.

„Diese Fördermittel sind absolut notwendig“, so sind sich die Verantwortlichen einig. Denn anders können Teile des Industrieareals nicht entwickelt werden. „Wir beschäftigen uns derzeit intensiv mit der Bestandsaufnahme wie der Beschaffenheit des Untergrunds oder dem Zustand der Gebäude und der Kanalsituation, um Erkenntnisse für eine zukünftige Nutzung und Entwicklung zu erlangen“, erläutern Udo Krause und Jonas Geist.

Aufgabe und Chance zugleich

„Eins ist sicher, das haben uns die Projekte Neue Bahnstadt Opladen und Steinmüller-Gelände in Gummersbach schon gezeigt“, ergänzt Bürgermeister Lutz Urbach. „Die Integration der betrieblich nicht mehr genutzten Flächen in das Innenstadtgefüge ist Aufgabe und Chance zugleich. Das Zanders-Areal ist sehr wichtig für die nachhaltige Weiterentwicklung unserer Stadt und diese einmalige Gelegenheit möchten wir nutzen.“

Weitere Informationen gibt es auch über die Homepage:

www.bergischgladbach.de/zanders-innenstadt