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Bergisch Gladbach startet Dialog zur Baukultur: Prima Klima? im Fokus

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Gestaltungsbeirat und Stadt Bergisch Gladbach als Initiatoren

Am 09. September 2026 traf sich der Gestaltungsbeirat der Stadt Bergisch Gladbach in der Grube Weiß in Moitzfeld zu einem offenen Austausch zum Thema Baukultur. Unter dem Motto „Bergisch Gladbacher Dialog zur Baukultur „Prima Klima?““ ging es um klimaangepasstes Bauen für Gebäude- und Freiflächen und zog rund 60 Fachleute aus Architektur, Stadtplanung, Umweltmanagement der Zivilgesellschaft an.

Ablauf und Inhalte des Abends:
Nach einer kurzen Begrüßung durch den Ersten Beigeordneten Ragnar Migenda und die Vorsitzende des Gestaltungsbeirates Regina Stottrop folgte das World-Café-Format mit drei vorbereiteten Inputs, die als Diskussionsgrundlage für die anschließenden Gespräche dienten. Zuvor hatten Kerstin Zelesny (Geschäftsführung Gestaltungsbeirat) und Fachbereichsleiter Dr. Marc Höhmann die Idee des Formats erläutert. Ziel war es, praxisnahe Strategien zu entwickeln, die Gebäude, Freiräume und öffentliche Räume resilient gegenüber Hitze, Stark-regen und anderen klimatischen Herausforderungen machen.

Die drei Inputs als Diskussionsanker:
• Robert Broesi (Must Städtebau GmbH): „Das multifunktionale Retentionsbecken in Wesseling – Die Notwasserwege aus Gräfrath“ – Chancen und Grenzen von Retentionsflächen als Bausteine urbaner Wasserspeicherung.
• Peer Halfwassen und Bork Schiffer (Nebel Pössl Architekten): „Atelier für Architekturfotografie / Stadt Blankenberg“ – Perspektiven zur Sichtbarkeit klimarelevanter Entwicklungen in der Stadtbildwahrnehmung.
• Reinhard Lepel (Lepel+Lepel): Projekt „Petrigärten“ – Gemeindezentrum mit gefördertem Wohnungsbau als Fallstudie für integrativen, klimafreundlichen Wohnraum.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer diskutierten, wie Versickerung, Wassersensibilität der Freiräume und hitzeangepasste Bauweisen bereits heute in Planung, Ausschreibung und Bestand umsetzbar sind. Zentrale Themen waren offene Poren- und Durchlässigkeit von Flächen, Shading-Strategien, wassersensible Infrastruktur sowie die Verzahnung von Architektur mit öffentlichem Raum.

Ergebnisse und Erkenntnisse des Dialogs unter Moderation von Pauline und Martin Müller von der Lebenswerke GmbH aus Stuttgart:
• Entwicklung konkreter Handlungsfelder für künftige Bauleitplanungen, Freiraumbewertungen und Förderprogramme.
• Vorschläge zur stärkeren Verzahnung von Gebäudehülle, Dachbegrünung, wasserdurchlässigen Belägen und urbaner Baum-/Vegetationsstruktur.
• Empfehlungen für Praxisbeispiele, Pilotprojekte und Dokumentationswege, um Erfahrungen systematisch zu sammeln und zu verbreiten.
Nach über 3 Stunden Austausch waren Aussagen wie diese zu hören:
• „Wir brauchen praxisnahe Konzepte, die Hitze berücksichtigen und zugleich Aufenthaltsqualität schaffen.“
• „Der Dialog zeigt, wie interdisziplinäre Zusammenarbeit zu konkreten Umsetzungsstrategien führt.“

Die Stadt Bergisch Gladbach prüft, wie die diskutierten Ansätze künftig in Bauleitplanungen, Freiraumbewertungen und Förderkonzeptionen integriert werden können. Eine begleitende Dokumentation der Ergebnisse sowie Folgeveranstaltungen sind vorgesehen, um den Transfer in die Praxis zu unterstützen.

Eine Pressemitteilung des Gestaltungsbeirats Bergisch Gladbach

Gestaltungsbeirat Bergisch Gladbach