Bereits im Jahr 2023 ermöglichte der Verschönerungsverein Bergisch Gladbach e.V. die Restaurierung des Brunnendenkmals Richard Zanders und des Denkmals Hans Zanders im Büstengarten auf dem Zanders-Areal. Nun hat der Verein auch die Instandsetzung der westlichen Umfassungsmauer mit der Stele der Büste Carl Richard Zanders finanziert.
Das Zanders-Areal ist von historisch bedeutsamer, zum Teil denkmalgeschützter Bausubstanz durchzogen. Eine besondere Ruheinsel innerhalb des ehemaligen Fabrikgeländes bildet der Büstengarten. Der symmetrisch angelegte Garten ist der erhalten gebliebene begrünte Teil des Fabrikhofs. Von hohen Hecken und Bäumen sowie im Westen von einer Natursteinmauer gesäumt, wird hier an die Papierfabrikanten der Firma Zanders erinnert.
Der Büstengarten ist eines von 13 Baudenkmälern auf dem Zanders-Areal und wird auch im zukünftigen Stadtquartier ein Ort zum Verweilen bleiben. Mit der Restaurierung der Büste Carl Richard Zanders und der zugehörigen Umfassungsmauer hat der Verschönerungsverein einen wichtigen Beitrag dazu geleistet, dieses Denkmal für die Öffentlichkeit zu bewahren.
Maria Zanders beauftragte 1872 den Düsseldorfer Bildhauer Prof. August Wittig (1826-1893) mit der Herstellung einer Büste für ihren 1870 verstorbenen Ehemann Carl Richard Zanders. Recherchen zufolge entwarf der Architekt Hermann Otto Pflaume (1830-1901) den Sockel zu diese monumentale Bronzebüste.
Die Arbeiten an der Natursteinmauer führte die Firma Schwieren aus. Die Reinigung und Haltbarmachung der Bronzebüste übernahm die Diplom-Restauratorin Dorothee Brück. Bei der aus Muschelkalk gefertigten Umfassungsmauer wurden zunächst Moose und ähnliche Ablagerungen mit druckarmen Heißwasser und weichen Bürsten schonend entfernt. Trotz erheblicher Schäden – unter anderem ausgewaschene Fugen, versalzene Oberflächen und Materialverluste durch Brüche und expandierendes Wurzelwerk – konnte für die Rekonstruktion der Mauerschale das gesamte vorhandene Steinmaterial wiederverwendet werden. Die vollständig schadhaften Fugen wurden anschließend mit denkmal- und materialgerechtem Trasskalkmörtel neu verfugt.
Die Bronzebüste wurde zunächst mit einem Dampfstrahlgerät gereinigt und anschließend mit feinen Schabern, Skalpell und Vlies nachbearbeitet. Abschließend wurden die schwarzen Laufspuren soweit wie möglich ausgedünnt und die Oberfläche durch eine Wachskonservierung dauerhaft geschützt.
Die Stadt Bergisch Gladbach dankt dem Verschönerungsverein für die großzügige Finanzierung der Maßnahme. Die Sanierung des Denkmals kostete über 3.600 Euro.
Die Sanierung der Längsmauern und die neue Bepflanzung der Beete wurden seitens der Stadt finanziert.
Der Verschönerungsverein freut sich über Unterstützung und neue Mitglieder. Interessierte können sich auf der Homepage des Vereins über seine Arbeit informieren (https://www.verschoenerungsverein-gl.de).
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