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Schüleraustausch – Empfang von Schülerinnen und Schülern aus Joinville-le-Pont im Rathaus

Schüleraustausch – Empfang von Schülerinnen und Schülern aus Joinville-le-Pont im RathausBild vergrößernSchüleraustausch aus Joinville-le-Pont im Rathaus

Am Mittwoch, dem 10. Juni 2026 empfing die stellvertretende Bürgermeisterin Anna Maria Scheerer die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des diesjährigen Schüleraustausches zwischen dem Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium und dem Collège Jules Ferry im Historischen Rathaus.

Es ist das vierte Treffen in Bergisch Gladbach. Damit hat sich der Austausch fest etabliert. Die Gäste sind vom 9. bis 14. Juni 2026 vor Ort.

Begleitet werden die Achtklässler aus der Stadt an der Marne von den zwei Lehrerinnen Joëlle Perrimbert und Sandrine Paris. Die Begleitung auf Seiten der Partnerschule Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium (DBG) übernehmen die Lehrerinnen Annika Bornemann und Isabelle Linke. Der Vorsitzende des Arbeitskreises Deutsch-Französische Freundschaft Klaus Wohlt ist ebenfalls dabei und berichtet von seiner Arbeit.

Für die Schülerinnen und Schüler wurde ein buntes Programm in Bergisch Gladbach und Umgebung organisiert. Dazu gehört neben dem Erleben des Schulalltags der Besuch des Kletterwaldes K1, ein Ausflug zum Naturfreundehaus Hardt und eine Exkursion nach Köln. In Köln besucht die Gruppe den Dom, die Kölner Altstadt und den Rheinpark – und sie fährt über den Rhein mit der Seilbahn.

Außerdem verbringen die jungen Menschen bewusst viel Zeit in ihren Gastfamilien. Besonders im privaten Bereich der Familie lernt man sich gut kennen. Die Gäste erleben die deutsche Kultur und deutsche Gastfreundschaft. Sie sammeln persönliche Erfahrungen, die zeitlebens prägen. Nicht selten erwachsen langjährige Freundschaften aus diesen Besuchen.
Die stellvertretenden Bürgermeisterin Anna Maria Scheerer betonte beim Rathausempfang die Bedeutung der Städtepartnerschaft früher und heute. Die Städtepartnerschaft zwischen Joinville-le-Pont und Bergisch Gladbach wurde 1960 gegründet, also nicht lange nach Ende des Zweiten Weltkrieges.

Was waren die Beweggründe? Die stellvertretende Bürgermeisterin zeigte auf, dass es gerade für Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg sehr wichtig war, sich mit anderen europäischen Staaten zu versöhnen und wieder mit anderen Ländern in freundschaftlichen Kontakt zu kommen. Dazu boten sich die vielerorts geschlossenen Städtepartnerschaften hervorragend an. Man fand verbriefte Freundschaft vor. Städtepartnerschaften entstanden also in dieser Zeit als bewusste Zeichen der Versöhnung. Kommunen aus ehemals verfeindeten Staaten – insbesondere zwischen Deutschland und Frankreich – gingen Partnerschaften ein, um den direkten Austausch zwischen Bürgerinnen und Bürgern zu fördern. Ziel war es, Verständnis aufzubauen, Vorurteile abzubauen und langfristig Frieden zu sichern.

Aber auch heute haben, so Frau Scheerer, Städtepartnerschaften nicht an Relevanz verloren – im Gegenteil. Sie bieten Plattformen für kulturellen Austausch, nicht allein für Schüleraustauschprogramme, sondern auch für gemeinsame Projekte in Bereichen wie Klimaschutz, Digitalisierung oder Stadtentwicklung. In einer globalisierten Welt fördern sie interkulturelle Kompetenzen und stärken das europäische Zusammengehörigkeitsgefühl.

Städtepartnerschaften sind somit lebendige Instrumente der internationalen Zusammenarbeit. Vor allen die Stärkung Europas mit der Europäischen Wertegemeinschaft war und ist zentrales Anliegen der Städtepartnerschaften. Dies ist heute wichtiger denn je, denn mit dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine im Jahr 2022 ist der Krieg in Europa Realität geworden.

Für Europäerinnen und Europäer bedeute das, so Frau Scheerer: „Wir müssen heutzutage Europa stärken und die gemeinsamen Werte und Freundschaften pflegen und ausbauen. Solidarität mit der Ukraine ist für unser aller Wohl wichtig. Nicht ohne Grund pflegt Bergisch Gladbach seit 2022 auch eine Städtepartnerschaft in der Ukraine, mit Butscha. Mit dieser Städtepartnerschaft leistet die Stadt Bergisch Gladbach einen kleinen Beitrag im Sinne der Völkerverständigung und der Völkerfreundschaft. So halten Städtepartnerschaften Europa zusammen und stärken Europa“.