Bürgermeister Marcel Kreutz zeichnete während der Bopp-Verleihung Heinz D. Haun mit der städtischen Ehrennadel in Silber aus.
Seit vielen Jahren prägt Haun das kulturelle Leben in Bergisch Gladbach mit. Der Theatermacher, Theaterpädagoge und Autor engagiert sich seit rund 20 Jahren ehrenamtlich in unterschiedlichen kulturellen Bereichen und ist seit 1984 freiberuflich in der Kulturarbeit tätig.
2006 gründete er das Institut „Die Galerie für neuen Wind“. Dort können Künstlerinnen und Künstler aus der Region ihre Werke außerhalb klassischer Museumsräume präsentierten. Ebenfalls gründete Haun im Jahr 2006 „Die Wirkstatt für neuen Wind“, wo verschiedene Theater- und Kulturprojekte, darunter Aufführungen, Workshops und Fortbildungen stattfinden. Über viele Jahre leitete Haun außerdem das Amateurtheater „TheaterWeltenErschaffen“ und war prägende Kraft des gleichnamigen Vereins.
Auch literarisch ist Haun aktiv. Seit 2005 gehört er der Autorenvereinigung „Wort & Kunst“ an und beteiligt sich regelmäßig an Lesungen, Literaturprojekten und Anthologien. Dazu kommen eigene Lesungsformate, teils gemeinsam mit Musikerinnen und Musikern. 2021 leistete er einen Beitrag zum Kultursommer mit Literaturlesung auf der Dachterrasse des Bergischen Löwen.
Darüber hinaus engagiert er sich in verschiedenen kulturellen Vereinigungen und Projekten, unter anderem im Stadtverband Kultur, im MusikTheater RheinBerg, im THEAS Theater. Seit 2025 führt Haun mit dem Forum Gronau Besucherinnen und Besucher durch das „alte Gronau“ und macht mit historischen Fotografien sichtbar, was heute nicht mehr existiert.
Ein weiterer Schwerpunkt seines Engagements liegt im Städtepartnerschaftsverein Beit Jala, in dem er seit 2014 aktiv mitwirkt. Von 2019 bis 2022 war er Erster Vorsitzender des Vereins. Sein besonderes Anliegen ist der kulturelle Austausch zwischen den Partnerstädten. 2021 komponierte und arrangierte er den „Städtepartnerschafts-Shuffle“, der bei verschiedenen städtischen Veranstaltungen aufgeführt wurde.
Mit dem szenischen Hörspiel „Die Innenseite des Glücks – Pius und Helene 1939–1949“ setzte sich Haun intensiv mit der Geschichte seiner Eltern während der Weltkriegsjahre und der ersten Nachkriegszeit auseinander. Auf Grundlage von persönlichen Dokumenten aus dem Nachlass sowie historisch belegtem Material entstand eine Inszenierung über eine Liebesgeschichte in schwierigen Zeiten. Die Premiere fand 2022 im THEAS Theater statt, weitere Aufführungen folgten unter anderem in Leverkusen-Rheindorf – an dem Ort, an dem sich seine Eltern 1939 kennengelernt hatten.
Mit der Auszeichnung würdigt die Stadt das vielseitige, anspruchsvolle und langjährige kulturelle Engagement von Heinz-D. Haun, der das kulturelle Leben in Bergisch Gladbach seit vielen Jahren aktiv mitgestaltet.