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Axel-und-Sabine-Becker-Friedenspreis: Eine Brücke für die Städtepartnerschaften

Axel-und-Sabine-Becker-Friedenspreis: Eine Brücke für die StädtepartnerschaftenBild vergrößernArchivbild: Sabine Becker und Axel Becker gemeinsam mit dem damaligen Bürgermeister Lutz Urbach bei der Verleihung der Goldenen Ehrennadel der Stadt Bergisch Gladbach

Der Städtepartnerschaftsverein Bergisch Gladbach-Beit Jala e.V. gründet den Axel-und-Sabine-Becker-Friedenspreis – die bundesweit erste Auszeichnung für kommunales bürgerschaftliches Engagement über Grenzen hinweg. Der Preis wird in einer Feierstunde im Rathaus im Beisein der Namensgeber aus der Taufe gehoben.

Mit der Preisstiftung ehrt der Verein das Ehepaar Axel und Sabine Becker, deren beharrliches Wirken zur Gründung der Städtepartnerschaft Bergisch Gladbach-Beit Jala e.V. am 12. März 2011 führte. Richtschnur ihres Handelns ist der Einsatz für Menschenrechte, für persönliche Begegnungen und einen weiten Horizont für andere Kulturen.

Die Auszeichnung soll künftig an Menschen und Projekte gehen, „die sich für einen gerechten Frieden in Nahost stark machen, ganz gleich, wo sie leben – in Beit Jala, Palästina, Israel, Bergisch Gladbach oder anderswo“, heißt es im Statut. Für den Pionier der Städtepartnerschaft Axel Becker ist klar, dass diese Ehrung zugleich Auftrag für die weitere Vereinsarbeit ist. „Herzstück ist die Begegnung von Menschen in Bergisch Gladbach und Beit Jala. Bürgerreisen ermöglichen prägende Einblicke jeweils in den Alltag und fördern das Verständnis für die schwierigen Positionen im Nahostkonflikt.“

Die vielfachen Vereinsaktivitäten auch mit Vorträgen, Filmen, Ausstellungen und Gesprächsrunden werden zusätzlich durch die Stadtverwaltung Bergisch Gladbach unterstützt. So zum Beispiel im Rahmen des kommunalen Fachaustauschs Projekte in Tourismus und nachhaltiger Stadtentwicklung in Beit Jala. Der Bergisch-Gladbach-Platz in Beit Jala und der Beit-Jala-Platz in Bergisch Gladbach unterstreichen die wechselseitige Wertschätzung der Kommunen.

Die Preisskulptur wurde von dem Rösrather Kunstdozenten Urs Fries geschaffen. Sie zeigt eine stilisierte Brücke, aus der ein Olivenbaum wächst. Dieses mittels 3-D-Drucktechnik geschaffene Plastik steht auf einem Block aus Olivenholz. Die Brücke ist das Symbol für die Überwindung von Fremdheit, Ablehnung und Hass durch Begegnung und Toleranz; der Olivenbaum wird in vielen Kulturen als Zeichen für ein friedliches Miteinander, für Neuanfang und Wohlstand verehrt.

Der neu geschaffene Friedenspreis ist mit 1.000 Euro aus der Vereinskasse dotiert und wird jährlich vergeben. Erster Preisträger ist Daoud Nassar vom internationalen Friedensprojekt „Zelt der Nationen“ (Tent of Nations) in Bethlehem. Wann eine Preisübergabe stattfinden kann, wird noch geklärt.