Moderne Technik sorgt künftig für zuverlässigeren Zugverkehr zwischen Köln-Mülheim und Bergisch Gladbach • Wichtiger Schritt für Digitalisierung der Schieneninfrastruktur im Knoten Köln • Investitionen von 85 Millionen Euro • S 11 wird durch Busse ersetzt.
Die DB InfraGO setzt die Modernisierung der Stellwerkstechnik in Köln fort: Ein Stellwerk der neuesten Generation steuert künftig den Zugverkehr rund um den Bahnhof Köln-Mülheim. Fachleute bereiten die S-Bahn-Strecke zwischen Köln-Mülheim und Bergisch Gladbach für die Ausstattung mit moderner Leit- und Sicherungstechnik vor. Während der Bauarbeiten ab April wird die Strecke gesperrt. Zwischen dem 10. April und dem 3. Juli ersetzen Busse die Züge der S-Bahn-Linie S 11. Die DB investiert insgesamt 85 Millionen Euro in die zukunftssichere Stellwerkstechnik entlang der wichtigen Pendlerstrecke.
Die erste Baustufe betrifft die S-Bahn-Strecke zwischen Köln-Mülheim und Bergisch Gladbach. Die Fachleute statten die Strecke mit moderner, digitaler Stellwerkstechnik aus und bauen zusätzliche Weichen ein. Dadurch kann der Zugverkehr auf dem Streckenabschnitt künftig zuverlässiger und pünktlicher rollen. Die Modernisierung der Stellwerkstechnik ist zudem Voraussetzung für den zweigleisigen Ausbau der Strecke.
Perspektivisch wird es mit dem neuen Stellwerk möglich sein, Strecken rund um den Bahnhof Köln-Mülheim mit dem europäischen Zugbeeinflussungssystem European Train Control System (ETCS) auszustatten.
Umfangreiches Bauvolumen bis zur Inbetriebnahme
Als deutschlandweit erstes Projekt seiner Art baut die DB die erste Baustufe des Stellwerks in einem beschleunigten Verfahren. Dafür setzen die Fachleute in kurzer Zeit umfangreiche Arbeiten an Kabeln, Signalen und Weichen um.
2026 führt die DB Bauarbeiten zwischen dem 10. April und dem 3. Juli durch. Außerdem sind Nachtarbeiten vom 7. August bis zum 4. September geplant.
Auch im kommenden Jahr sind weitere Streckensperrungen notwendig. Dazu gehört eine dreimonatige Sperrpause vom 9. Juli bis zum 15. Oktober 2027. Zudem ist eine einwöchige Sperrung vom 7. Mai bis 14. Mai 2027 vorgesehen.
Vorbereitende Arbeiten starten ab 10. April
In diesem Jahr führt das Projektteam umfangreiche Kabeltiefbauarbeiten entlang der Strecke durch. Fachleute bauen bis Juli rund 15 Kilometer Kabelführungssysteme entlang der Strecke. Außerdem heben sie knapp 70 Schächte aus und schaffen etwa 20 Gleisquerungen. Auch wichtige Vorarbeiten für die Errichtung der Leit- und Sicherungstechnik stehen bereits an.
Trotz des Einsatzes modernster Arbeitsgeräte ist Baulärm während der anstehenden Arbeiten leider nicht immer zu vermeiden. Die DB bittet die Reisenden und Anwohnenden daher um ihr Verständnis.
Fahrplananpassungen 2026
Während der anstehenden Bauphase ist eine Streckensperrung notwendig. Im Zeitraum ab Freitag, den 10. April, 21 Uhr, bis Freitag, den 3. Juli, 21 Uhr wird die S-Bahn-Linie S 11 durch Busse ersetzt.
Während der Streckensperrung wird ein umfassendes Ersatzverkehrskonzept umgesetzt. Die Linie SEV S 11A verkehrt zwischen Köln-Mülheim und Bergisch Gladbach mit allen regulären Zwischenhalten. Zusätzlich verkehrt die Linie SEV S 11B von Bergisch Gladbach über Duckterath zur Stadtbahnhaltestelle Dellbrück Mauspfad der KVB mit Anschluss an die Stadtbahnlinien 3 und 13 Richtung Köln-Deutz bzw. Köln-Mülheim.
Alle Änderungen sind rechtzeitig vor Baubeginn in den elektronischen Reiseauskunftsmedien abrufbar und werden über Aushänge an den Bahnsteigen bekannt gegeben. Außerdem sind sie unter zuginfo.nrw abrufbar.
Darüber hinaus wird während der Streckensperrung (bundesweit) erstmals ein zusätzliches, autarkes Bike-Sharing-System angeboten. Als Abgrenzung zu den bestehenden Bike-Sharing-Systemen werden die Fahrräder mit einem SEV-Layout versehen. Für Pendler:innen, die auf das Rad umsteigen möchten, schaffen go.Rheinland, der Rheinisch-Bergischer Kreis sowie die Städte Köln und Bergisch Gladbach neue attraktive Angebote:
Mit dem „Sll-Bike" bieten der Rheinisch-Bergische Kreis und Go.Rheinland in Zusammenarbeit mit der Regionalverkehr Köln GmbH während der Bauarbeiten ein ergänzendes Leihradsystem an. Die Räder können über die App des Betreibers Nextbike an allen vom Ausfall betroffenen Sll Stationen ausgeliehen und auch wieder zurückgegeben werden. So lässt sich die Strecke zwischen Köln und Bergisch Gladbach flexibel zurückgelegen. Erkennbar sind die Räder an einem extra dafür entwickelten Branding.
Die Städte Bergisch Gladbach und Köln schildern anlässlich der Sperrung die geplante RadPendlerRoute 2 zwischen Bergisch Gladbach und Köln ab dem 10. April 2026 durchgehend provisorisch aus. Grüne Routenschilder und Einschübe an den Wegweisern des Radverkehrsnetzes NRW weisen den Weg in beide Richtungen: von der Radstation am S-Bahnhof Bergisch Gladbach bis zum Ziel am Bahnhof Deutz. In den kommenden Jahren wird die Route zu einer leistungsstarken Verbindung mit hohen Qualitätsstandards ausgebaut.
Weitere Informationen zur RadPendlerRoute erhalten Sie unter www.route2.koeln und www.bergischgladbach.de/radpendlerroute. Weitere Informationen zum Sll-Bike erhalten Sie unter http://www.rbk-mobil.de/aktuelle-meldungen.
EINE PRESSEMITTEILUNG DER DEUTSCHEN BAHN