Stadt Bergisch Gladbach investiert erneut in zusätzliche Schulkapazitäten: Stapelfest für den Modulneubau am Schulzentrum Herkenrath
Mit dem „Stapelfest“ wurde am Mittwoch, den 4. März 2026 ein wichtiger Meilenstein beim Erweiterungsbau am Schulzentrum Herkenrath begangen. Der Modulneubau für die Realschule schafft zusätzliche Raumkapazitäten, die im Zuge der landesweiten Rückkehr zu G9 am benachbarten Gymnasium erforderlich werden. So kann das Gymnasium die freiwerdenden Räumlichkeiten im Bestandsbau beziehen, welche bisher von der Realschule genutzt wurden.
Insgesamt wurden drei Geschosse in gestapelter Modulbauweise als Rohbau errichtet. Bereits mit der Aufstellung des letzten Moduls begann der Innenausbau, um den eng getakteten Bauablaufplan sicherzustellen. Der Neubau umfasst zwölf Klassenzimmer sowie Differenzierungsräume zur gemeinsamen Nutzung. Lehrerzimmer, Funktionsräume und WC-Anlagen ergänzen das barrierefreie Raumkonzept.
Bauherrin des Projekts ist die Schulbau GmbH. Auftraggeberin ist die Stadt Bergisch Gladbach, Fachbereich 8. Das Projektvolumen beträgt gemäß Beschlusslage des zuständigen Ausschusses 8,7 Millionen Euro brutto.
Die vorbereitenden Rodungsarbeiten, sowie die Fertigstellung der Bodenplatte erfolgen bereits bis zum Jahresende 2025. Ab Mitte Januar 2026 wurden die Module angeliefert und innerhalb von rund drei Wochen montiert. Die Gesamtfertigstellung und Übergabe des Gebäudes ist für September 2026 geplant.
Bereits Ende letzten Jahres hatte eine Bürgerinformation stattgefunden, die auf großes Interesse bei den Anwohnerinnen und Anwohnern stieß. Dabei wurden Projektumfang, Bauablauf und Rahmenbedingungen vorgestellt sowie Fragen aus der Nachbarschaft aufgenommen.
Bürgermeister Marcel Kreutz betonte die bildungspolitische Bedeutung des Projekts: „Mit dem Erweiterungsbau schaffen wir auch hier gute Grundlagen für optimale Lernbedingungen und setzen die Anforderungen der G9-Umstellung konsequent um. Das Stapelfest ist das Fest aller Beteiligten. Wir bedanken uns herzlich bei allen, die zum bisherigen guten Bauverlauf beigetragen haben.“
Thore Eggert, Schulbaudezernent, unterstrich die wirtschaftliche Steuerung: „Die Kosten bewegen sich aktuell im Rahmen der Beschlusslage. Dass unsere städtische Tochtergesellschaft dieses Projekt verantwortet, gewährleistet Transparenz, Verlässlichkeit und eine enge Anbindung an die gesamtstädtischen Ziele.“
Auch Alexandra Meuthen, Fachbereichsleiterin des Fachbereichs 8, hob die strukturelle Bedeutung hervor: „Die Ressourcen unserer städtischen Tochtergesellschaft helfen uns, die gesamtstädtischen Bedarfe im Schulbau effizient und koordiniert zu realisieren. Angesichts der dynamischen Entwicklungen im Bildungsbereich ist dies von hoher Relevanz“.
Sebastian Rolko von der Schulbau GmbH verwies auf die besonderen Rahmenbedingungen der Baustelle: „Die anspruchsvollen Aufstellbedingungen haben uns und unseren Auftragnehmer gefordert. Wir danken insbesondere den Anwohnerinnen und Anwohnern sowie der Schulgemeinschaft für ihr Verständnis. Das bisherige Miteinander trägt wesentlich zu einem reibungslosen Bauablauf bei.“
Der Neubau entsteht in hybrider Holzbauweise und erfüllt hohe energetische Standards. Ein Gründach sowie die Beheizung über eine Wärmepumpe unterstreichen den nachhaltigen Anspruch des Projekts.
Parallel zum Erweiterungsbau arbeitet die Schulbau GmbH an der Neugestaltung der Schulhoffläche zwischen Neubau und Bestandsgebäude. Die Planungen hierfür befinden sich derzeit in der Finalisierung. Die Umsetzung wird sich zeitlich über die Fertigstellung des Neubaus hinaus erstrecken.