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Inklusionsbeirat der Stadt Bergisch Gladbach: Bergisches Museum stellt inklusive Neukonzeption vor

Inklusionsbeirat der Stadt Bergisch Gladbach: Bergisches Museum stellt inklusive Neukonzeption vorBild vergrößernWorkshop zur Barrierefreiheit des Bergischen Museums im März 2026 © Marisol Valqui Julius

Der Inklusionsbeirat der Stadt Bergisch Gladbach tagte am Donnerstag, den 18. Juni 2026, im Rathaus Bensberg. Zu Gast war diesmal das Bergische Museum für Bergbau, Handwerk und Gewerbe.

Das Museum stellte den aktuellen Stand seiner geförderten Neukonzeption vor, die vom Landschaftsverband Rheinland (LVR), der Kämpgen-Stiftung und dem Förderverein des Bergischen Museums unterstützt wird. Die Neukonzeption verfolgt das Ziel, das Museum in den kommenden Jahren baulich, inhaltlich und digital barriereärmer und inklusiver zu gestalten. Vorgesehen sind unter anderem verschiedene Zugänge zu den Ausstellungsthemen durch Hör-, Seh- und Tastangebote sowie Informationen in leicht verständlicher Sprache.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der frühzeitigen Beteiligung von Menschen mit Behinderungen. Bereits im März und Mai fanden gemeinsam mit InBeCo, Servicestelle für Inklusion in der Freizeit, zwei Workshops statt, bei denen Betroffene ihre Erfahrungen und Perspektiven einbringen konnten.

Im Rahmen der Sitzung berichtete das Museum von den zahlreichen Anregungen aus den Workshops. Dabei zeigte sich, dass Barrierefreiheit weit über Rampen und Aufzüge hinausgeht. Die Teilnehmenden machten unter anderem auf die Bedeutung einer klaren Begrüßungssituation, gut lesbarer Beschilderungen, ausreichender Treppengeländer, verständlicher Wegeführungen sowie problematischer Übergänge zwischen Räumen aufmerksam. Viele dieser Aspekte werden in Planungsprozessen häufig übersehen, haben für die tatsächliche Nutzbarkeit eines Museums jedoch eine große Bedeutung.

„Der Inklusionsbeirat versteht sich als Stimme der Menschen mit Behinderungen in unserer Stadt. Es freut uns sehr, dass das Bergische Museum den Dialog mit Betroffenen bereits in einer frühen Planungsphase sucht und die Erfahrungen der Menschen ernst nimmt“, sagt Katharina Kaul vom Inklusionsbeirat der Stadt Bergisch Gladbach. „Nur wenn die Perspektiven der Betroffenen von Anfang an berücksichtigt werden, können wirklich inklusive Angebote entstehen.“

„Wir sind sehr dankbar für die Offenheit und das Engagement, mit dem die Teilnehmenden uns in den Workshops unterstützt haben. Viele Hinweise waren überraschend, aber gerade deshalb so wertvoll für uns. Gemeinsam mit den Teilnehmenden und unserem Ausstellungsbüro konnten wir die Planungen aus neuen Blickwinkeln betrachten und wichtige Verbesserungen identifizieren“, sagt Museumsleiterin Sandra Brauer. „Ein inklusives Museum entsteht nicht durch Annahmen, sondern durch echten Austausch.“

Die Zusammenarbeit zwischen dem Inklusionsbeirat und dem Museum soll auch in den kommenden Projektphasen fortgesetzt werden. Ziel ist es, ein Museum zu entwickeln, das möglichst vielen Menschen einen selbstbestimmten Zugang zu Kultur und Geschichte ermöglicht.

Information:
Der Inklusionsbeirat der Stadt Bergisch Gladbach setzt sich für die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen in allen Lebensbereichen ein und berät Politik und Verwaltung bei Fragen der Inklusion und Barrierefreiheit. Dabei orientiert sich seine Arbeit an den Zielen der UN-Behindertenrechtskonvention und dem Grundsatz „Nichts über uns ohne uns“.

Kontakt:
Inklusionsbeirat der Stadt Bergisch Gladbach
Monika Hiller
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Stadt Bergisch Gladbach
Wilhelm-Wagener-Platz
51429 Bergisch Gladbach

Bergisches Museum für Bergbau, Handwerk und Gewerbe
Burggraben 19
51429 Bergisch Gladbach
Sandra Brauer, Museumsleitung
Telefon: 02202 14 14 87
E-Mail: s6fc3dfa2fb1e424285e1773e7731d57e.brauer@26f27e01a80e4706b5ba6f00127a2008bergisches-museum.de
www.bergisches-museum.de