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Mobilitätsbefragung 2025: Bergisch Gladbach auf gutem Weg beim Mobilitätskonzept 2030

Mobilitätsbefragung 2025: Bergisch Gladbach auf gutem Weg beim Mobilitätskonzept 2030Bild vergrößernModal Split (Anteile der Verkehrsarten am Gesamten Verkehr) für die Jahre 2025 und 2014 im Vergleich (c_Ingenieur Büro Helmert)

Die Haushaltsbefragung zum Verkehrsverhalten 2025 ist erfolgreich abgeschlossen. Mehr als 1.500 Bürgerinnen und Bürger haben sich beteiligt und damit eine fundierte Datengrundlage geschaffen.

Die Ergebnisse zeigen deutlich: Der bundesweite Trend hin zu mehr Nutzung des Umweltverbundes – also Fußverkehr, Radverkehr und ÖPNV – ist auch in Bergisch Gladbach angekommen.

Im Rahmen des Mobilitätskonzepts 2030 wurde die aktuelle Untersuchung bewusst in vergleichbarer Form zur letzten Erhebung aus dem Jahr 2014 durchgeführt. Die Befragung erfolgte unter gleichen methodischen Bedingungen und ermöglicht daher eine besonders belastbare Vergleichbarkeit über elf Jahre hinweg. Bereits heute sind mehrere Zielmarken des Mobilitätskonzepts 2030 erreicht oder sogar überschritten.

Ein zentraler Indikator der Untersuchung ist der sogenannte Modal Split, also die Verteilung der Wege auf die verschiedenen Verkehrsmittel. Besonders positiv entwickelt sich der Fußverkehr. Sein Anteil stieg von 15 Prozent im Jahr 2014 auf rund 19 Prozent im Jahr 2025. Damit liegt Bergisch Gladbach bereits 2 Prozentpunkte über dem Zielwert für 2030.

Auch der Radverkehr verzeichnet starke Zuwächse. Der Anteil der Wege mit Fahrrad, Pedelec oder E-Bike erhöhte sich von rund 13 Prozent auf über 18 Prozent. In absoluten Zahlen bedeutet dies einen Anstieg von 43.000 auf 64.000 tägliche Wege – ein Plus von rund 50 Prozent. Zum Vergleich: Der durchschnittliche Radverkehrsanteil in Nordrhein-Westfalen liegt bei rund 11 Prozent. Bergisch Gladbach liegt damit deutlich über dem Landeswert.

Gleichzeitig geht der motorisierte Individualverkehr zurück: Der Anteil der Wege mit dem Auto sank von 59 Prozent auf etwa 51 Prozent und erreicht damit bereits heute den Zielwert für 2030. Die absoluten Autofahrten reduzierten sich moderat von 157.000 auf 151.000 täglich.

Im öffentlichen Nahverkehr zeigt sich ein leichtes Wachstum: Die Zahl der täglichen Wege mit Bus und Bahn stieg von 43.000 auf 45.000. Besonders auffällig ist die hohe Zeitkartennutzung bei jungen Menschen: Bei den unter 30-Jährigen nutzen rund 60 Prozent regelmäßig eine ÖPNV-Zeitkarte. Zudem erreichen etwa 70 Prozent der Haushalte eine Bushaltestelle innerhalb von fünf Gehminuten.

Seit dem mehrheitlichen Beschluss des Mobilitätskonzepts 2030 hat sich der Ansatz der Verkehrsplanung in Bergisch Gladbach gewandelt. Während der Fuß- und Radverkehr früher häufig nachrangig betrachtet wurde, werden heute alle Verkehrsarten gleichberechtigt geplant und entwickelt. Gleichzeitig werden Schritt für Schritt auch marode Straßen saniert. Mit dem beschlossenen Maßnahmenprogramm wird der in Zeiten der Haushaltssicherung entstandene Sanierungsstau kontinuierlich aufgearbeitet.

In den vergangenen Jahren wurden zahlreiche Projekte angestoßen beziehungsweise umgesetzt, um sichere Infrastruktur und attraktive Alternativen zum Auto zu schaffen. Dazu zählen unter anderem der Fußverkehrscheck in Gronau, das Radverkehrsnetz für Bergisch Gladbach, das Programm „Rad macht Schule“, der Ausbau der S11, die Verlängerung sowie Kapazitätserweiterung der Linie 1 und verschiedene Maßnahmen zur Erhöhung der Schulwegsicherheit von Kindern.

Bereits etabliert sind zudem die kreisweiten Mobilstationen und das Bike-Sharing-Angebot, die in den kommenden Jahren kontinuierlich weiter ausgebaut werden. Auch bei Straßenneubau und -umbau wird konsequent auf eine gerechte Verteilung des Straßenraums geachtet. Erste Abschnitte der Paffrather Straße sind bereits umgestaltet; die Laurentiusstraße sowie Teile der Altenberger-Dom-Straße befinden sich aktuell im Umbau.

„Die Ergebnisse der Mobilitätsbefragung zeigen, dass die Stadt Bergisch Gladbach sich auf dem richtigen Weg befindet, in dem sie alle Verkehrsarten gleichberechtigt plant und entwickelt. Mein besonderer Dank gilt auch meinen Vorgängern Lutz Urbach und Frank Stein, die diesen Weg gemeinsam mit Verwaltung und Politik eingeleitet und vorangetrieben haben, sowie dem Ersten Beigeordneten Ragnar Migenda und seinem engagierten Team, die mit großem Einsatz und strategischem Weitblick die Mobilität in unserer Stadt zukunftsorientiert gestalten. Die Ziele des Mobilitätskonzeptes möchte ich daher gemeinsam weiter entschlossen verfolgen und Projekte künftig noch schneller und reibungsloser umsetzen. Besonders am Herzen liegt mir dabei das Thema Schulwegsicherheit, das wir mit sehr hoher Priorität weiter vorantreiben wollen“, betont Bürgermeister Marcel Kreutz.

Für die kommenden Jahre bleibt die Aufgabe klar: Die begonnenen Maßnahmen sollen konsequent abgeschlossen und der eingeschlagene Weg gemeinsam mit der Politik und der Bürgerschaft fortgesetzt werden. Ziel ist weiterhin eine effiziente, nachhaltig und möglichst CO²-neutrale und moderne Mobilität für Bergisch Gladbach. Interessierte finden ausführliche Informationen zu den Maßnahmen, zum Mobilitätskonzept und zur Haushaltsbefragung unter www.bergischgladbach.de/mobilitaet