Die Stadt Bergisch Gladbach wird im Waldgebiet an der Saaler Mühle in den kommenden Wochen notwendige Verkehrssicherungsmaßnahmen durchführen. „Ziel der Arbeiten ist es, die Sicherheit für Besucherinnen und Besucher zu gewährleisten und gleichzeitig den gesunden Waldbestand langfristig zu erhalten“, so der zuständige Beigeordnete Thore Eggert.
Im Rahmen der Maßnahme werden ausschließlich Schad- und Gefahrenbäume an Wegen und vereinzelt auch Trampelpfaden entnommen - gesunde Bäume bleiben stehen. Dabei ist zu beachten, dass Bäume nicht immer äußerlich als geschädigt erkennbar sind: Auch augenscheinlich gesunde Bäume können im Inneren bereits abgestorben sein oder durch Pilzbefall und andere Krankheiten geschwächt werden. Es gab in der Vergangenheit bereits gefährliche Situationen durch herabfallendes Totholz und Astabbrüche, sodass eine konkrete Gefahr für Menschen besteht. Die Anzahl der betroffenen Bäume ergibt sich aus der jeweiligen Gefährdungslage und bleibt auf das notwendige Maß zur Gewährleistung der Verkehrssicherheit begrenzt. Der Bestand bleibt als Wald erhalten; es ist kein Kahlschlag geplant.
Arbeiten nur entlang von Wegen und Pfaden
Die Baumarbeiten beschränken sich ausschließlich auf die Bereiche entlang von Wegen und Trampelpfaden, also dort, wo eine potenzielle Gefährdung für Waldbesucherinnen und -besucher besteht. Der innere Waldbereich bleibt unberührt. Die betroffenen Bäume wurden im Vorfeld fachlich begutachtet und bereits markiert.
Da im Waldgebiet seit vielen Jahren keine größeren Pflegemaßnahmen durchgeführt wurden, ist nun vorgesehen, einmalig einen etwas umfangreicheren Eingriff vorzunehmen. Dieser soll dem gesunden Baumbestand und den Jungbäumen zugutekommen, da der Wald in Teilen sehr dicht gewachsen ist.
Dabei wird großer Wert darauf gelegt, dass so genannte Habitatbäume erhalten bleiben. Darunter werden alte scheinbar abgestorbene Bäume verstanden, deren Krone oft nicht mehr belaubt ist; im Baumstamm selbst sich aber Höhlen, Risse oder Astgabeln befinden, die sowohl Vögeln wie vor allem Insekten Lebensräume bieten. Habitatbäume oder Altholzbäume verfügen oft über „mehr Leben“ als die „gesunden“ Bäume des Waldes. Daher sind sie für die Biodiversität des Waldes, also der Vielfalt an Flora und Fauna in diesem besonderen Ökosystem von höchster Bedeutung und stehen bei den Forderungen des Naturschutzes an einen nachhaltigen, ökologischen Gesichtspunkten folgenden modernen Wald an vorderster Stelle. Hinsichtlich der Maßnahmendurchführung wurde auch der Naturschutzbeirat informiert.
Schonende Durchführung der Maßnahme
Für die Arbeiten wird ein moderner Kettenbagger eingesetzt, der auf Gummiketten fährt, um den Waldboden und die vorhandene Vegetation möglichst wenig zu beeinträchtigen. Die Bäume werden – soweit möglich – gegriffen, gesägt, entkront und direkt abtransportiert, sodass es kaum zu klassischen Baumfällungen kommt.
Schwere Maschinen und Lastkraftwagen fahren nicht in den Wald. Die Stämme und der überwiegende Teil des Kronenholzes werden zur Verwertung an der benachbarten Eissporthalle auf Lkw verladen. Alles, was für Mensch, Tier und Natur weiterhin von Bedeutung ist, verbleibt im Wald.
Ablauf und Zeitplan
Die Arbeiten beginnen voraussichtlich am Montag, den 19. Januar (witterungsbedingte oder organisatorische Verschiebungen sind möglich) im Wald an der Otto-Hahn-Schule und werden anschließend weiter Richtung Kippekausen fortgeführt. Insgesamt ist eine Dauer von etwa zwei bis drei Wochen eingeplant.
Information der Öffentlichkeit
„Da wir als Stadt großen Wert auf Transparenz der Maßnahme legen, wird es ergänzend eine öffentliche Informationsveranstaltung zu den Maßnahmen geben. Interessierte Bürgerinnen und Bürger können am Mittwoch, den 14. Januar 2026 um 17 Uhr in den Ratssaal des Bensberger Rathauses, Wilhelm-Wagener-Platz, kommen. Dort werden Fachleute die Maßnahme erklären“, informiert Thore Eggert.
Die Stadt bittet alle Waldbesucherinnen und -besucher um Verständnis für die notwendigen Arbeiten und um erhöhte Aufmerksamkeit im betroffenen Bereich während der Durchführung.