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Deutsche Bahn reicht Planungsunterlagen für nächsten Bauabschnitt beim Eisenbahn-Bundesamt ein - Bürgerbeteiligung startet im Sommer

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Das Jahr 2024 startet mit guten Nachrichten für den Ausbau der S-Bahn zwischen Köln-Dellbrück und Bergisch Gladbach: Das S-11-Projektteam der Deutschen Bahn hat die Planfeststellungsunterlagen für den Bauabschnitt zwischen Bergisch Gladbach und Köln-Dellbrück (Planfeststellungsabschnitt (PFA) 2.1) beim Eisenbahn-Bundesamt (EBA) eingereicht.

Mit der Abgabe der Unterlagen ist nun offiziell das sogenannte Planfeststellungsverfahren für diesen Bereich gestartet, gleichzeitig wird ein weiterer wichtiger Meilenstein für den gesamten S-11-Ausbau zwischen Köln Hbf und Bergisch Gladbach erreicht. Im Sommer wird es ein Beteiligungsformat für Bürgerinnen und Bürger geben.

Planungen für den Abschnitt Bergisch Gladbach-Duckterath – Köln-Dellbrück
Zwischen Köln-Dellbrück und Bergisch Gladbach-Duckterath verläuft die vorhandene S-Bahn-Trasse aktuell eingleisig. Um die Anbindung an die Region Köln weiter zu verbessern, wird die Strecke um ein zweites Gleis erweitert. Im Zuge der Arbeiten werden zudem die Haltepunkte Dellbrück und Holweide auf Kölner Stadtgebiet barrierefrei ausgebaut. Dies war ein besonderer Wunsch der Bürgerinnen und Bürger während der frühzeitigen Bürgerbeteiligung, wodurch diese Ausbaumaßnahme nachträglich in die Planungen aufgenommen wurde.
Um den Eingriff in das Naturschutzgebiet Thielenbruch so gering wie möglich zu halten, plant die DB den Bau des zweiten Gleises weitgehend südlich des bereits bestehenden Gleises. So können wertvolle Teile des Kalkflachmoors nördlich des Bahndamms geschont werden. Zudem soll der Bahndamm etwas erhöht und verbreitert werden, um den Eingriff in den Wasserhaushalt des Naturschutzgebiets zu vermeiden. Als Vorabmaßnahme haben die Projektpartnerinnen und -planer bereits ein Grundwassermonitoring installiert, um den Wasserhaushalt des sensiblen Naturschutzgebietes zu überwachen.

Informationen zum Ausbauprojekt S 11
Um dem prognostizierten Wachstum des Reisendenaufkommens gerecht zu werden, sorgt die DB in enger Abstimmung mit go.Rheinland als Aufgabenträger für dein Schienenpersonennahverkehr mit den zahlreichen Neu- und Ausbauprojekten für mehr Kapazität im vielbefahrenen Eisenbahnknoten Köln. Dazu gehört auch der S-Bahn-Ausbau zwischen Bergisch Gladbach und Köln. Nach Abschluss der Bauarbeiten werden die S 11 sowie die neu hinzukommenden S-Bahn-Linien S 10 und S 14 zwischen Bergisch Gladbach und Köln in der Hauptverkehrszeit annähernd im 5-Minuten-Takt unterwegs sein können. Aktuell fährt die S 11 auf dieser Strecke alle 20 Minuten. Um den Takt zwischen Bergisch Gladbach und Köln zu verkürzen, ist der Bau eines zweiten Gleises notwendig.
Bereits im November 2022 hat das Projektteam die Planungsunterlagen für den Abschnitt Bergisch Gladbach (Bergisch Gladbach Bahnhof bis Bahnübergang Tannenbergstraße; Planfeststellungsabschnitt (PFA) 2.2) beim EBA eingereicht. Im April 2023 erfolgte die Offenlage der Pläne. Die Entwurfsplanungen für die Abschnitte „Köln Hauptbahnhof“ (PFA 1.1) und „Köln-Messe/Deutz“ (PFA 1.2) sind bereits weit vorangeschritten und befinden sich aktuell in den letzten Zügen.


Im Rahmen des Planfeststellungsverfahren können Bürgerinnen und Bürger voraussichtlich im Sommer 2024 ihre Anregungen bzw. Einwände zum Planfeststellungsverfahren nach vorheriger öffentlicher Bekanntmachung innerhalb einer Frist von einem Monat beim Eisenbahnbundesamt einreichen. Ebenfalls voraussichtlich nach den Sommerferien 2024 wird die Stadt Bergisch Gladbach nach vorheriger Beschlussfassung in den dafür zuständigen Gremien ihre Stellungnahme zum Planfeststellungsverfahren beim Eisenbahnbundesamt vorlegen. Die genauen Daten werden vorab kommuniziert.