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Resümee der Stadtverwaltung zum Einsatz an den Karnevalstagen

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Während die einen feiern, arbeiten andere – so ist es schon immer im Karneval. Denn ein Karnevalszug bedeutet immer jede Menge Abfall und Dreck. Außerdem muss für die Sicherheit gesorgt werden und auch die Absperrungen und Parkverbote sind rechtzeitig aufzustellen. Für die Kolleginnen und Kollegen der Stadtverwaltung waren die Einsätze von Karnevalssamstag, den 18. Februar 2023, bis Rosenmontag, den 23. Februar 2023 arbeitsintensiv aber auch jeck.

Dabei beginnen die Vorbereitungen bereits weit vor Karneval. Denn sowohl die Ordnungsbehörde als auch der Bauhof haben den Zugweg zu sichern. Marcel Brenner als Leiter des Bauhofs plant bereits Wochen vor Weiberfastnacht die Einsätze und ordert das Material, denn die hohe Anzahl an Abstellgittern sind nicht vorhanden.

Sieben Tonnen Gummimatten und 70 Meter Drängelgitter

„Für die fünf Züge machen wir Ortstermine“, erklärt der erfahrene Planer Brenner. Neben den Begehungen werden auch die Zugwege mehrfach abgefahren und Schlaglöcher geflickt, damit alle Zugteilnehmerinnen und Zugteilnehmer sicher den Weg meistern können.
Dabei handelt es sich auch um starke körperliche Arbeit für das Bauhof-Team, denn neben den Absperrungen müssen auch insgesamt 280 Verkehrsschilder mit Parkverboten aufgestellt werden. Insgesamt handelt es sich um sieben Tonnen an Gummiplatten, die auf die LKWs mit Hand aufgeladen und vor Ort dann jeweils abgeladen werden. Jede Gummiplatte wiegt 28 Kilogramm.

„Außerdem platzieren wir 70 Meter Drängelgitter und bauen diese dann am Zugtag auf“, resümiert Marcel Brenner weiter. Hinzu kommt, dass in den Fußgängerzonen 200 Poller mit Seilen als Absperrung verbunden werden. Nach dem Karnevalszug in Bensberg werden die Seile abgespannt und für Sonntag bereit gelegt, denn es gibt nicht genug Material für beide Züge.

Während der Züge in Refrath, Bensberg, Sand, Bergisch Gladbach und Herkenrath sind über 20 Personen und zehn LKWs und kleineren Fahrzeugen im Einsatz.
Auch in punkto Sicherheit ist der Bauhof gefragt. So platzieren die Kollegen als Prellschutz den städtischen Unimog sowie einen großen LKW an wichtige Punkte.

Sichtbar ist auch die Sicherung des Brunnens auf dem Konrad-Adenauer-Platz, der wenige Tage vor dem Straßenkarneval eingeschalt wird, damit sich keiner auf das Waffeleisen stellt.

„Und natürlich muss das Ganze auch nach den jecken Lindwürmern wieder eingesammelt werden“, beschreibt Brenner den Aufwand. Alles wird aufgestapelt, zusammengestellt, gezählt und wieder verpackt werden. „Wenn die Holzverkleidung am Brunnen weg ist, dann können wir sagen: ‚Ein Ende ist zu sehen.“

Sicherheitskonzept ging auf

Für die städtische Ordnungsbehörde war die Aufgabe, für die Verkehrssicherheit an den Karnevalstagen zu sorgen, eine Herausforderung. Denn nach wie vor sind sechs Stellen nicht besetzt, hinzu kamen zwei Langzeiterkrankte. Mit dieser sehr dünnen Personaldecke mussten daher dem reibungslosen Ablauf der Karnevalszüge absolute Priorität eingeräumt werden und alle noch vorhandenen Kräfte wurden gebündelt eingesetzt.

Auch hier beginnt der Straßenkarneval weit vor dem Rathaussturm an Weiberfastnacht. Denn für alle Umzüge müssen entsprechende Erlaubnisse erteilt werden, dazu kommen noch Genehmigungen für Sondernutzungen der öffentlichen Fläche sowie diverse Gestattungen. Dazu kommen Abstimmungsgespräche mit Zugleitern, Polizei und weiteren Einsatzkräften. So wird beispielsweise das THW für die Zugsicherung beauftragt. Bevor die Halteverbotsschilder aufgestellt werden können, gibt es eine Anordnung der Allgemeinen Ordnungsbehörde, auch dahinter steckt Arbeit. Eine weitere Aufgabe ist es, die Karnevalswagen stichprobenartig zu kontrollieren, so dass gewährleistet ist, dass die Fahrzeuge den Vorgaben entsprechen. Dies bindet bereits Wochen im Vorfeld Personal.

Bei den Karnevalszügen selbst waren Mitarbeitende des Stadtordnungsdienstes und zusätzlich des Innendienstes im Einsatz, die von Kräften eines Sicherheitsunternehmens unterstützt wurden. Während der Umzüge in Bensberg, Refrath und Stadtmitte war jeweils eine Leitstelle des Ordnungsamtes eingerichtet, die die Einsätze koordinierte und Ansprechpartner war. In Refrath war diese im Bereich der Tankstelle stationiert, in Bensberg in unmittelbarer Nähe des Albertus-Magnus-Gymnasiums und in der Stadtmitte auf dem Konrad-Adenauer-Platz.

Die Einsatzkräfte konzentrierten sich vorrangig auf die Kontrolle der ausreichenden Anzahl an Wagenengeln, das Freihalten des Zugweges sowie die Überwachung der Jugendschutzbestimmungen und die Einhaltung des Glasverbotes. Zudem mussten sie bei der Zugauflösung in der Stadtmitte tatkräftige Unterstützung leisten.

Konkret bedeutete die für Refrath am Karnevalssamstag, dass vier Mitarbeitende des Ordnungsamtes (StOD und Innendienst) und zehn Sicherheitskräfte eingesetzt worden sind. In Bensberg kontrollierten sieben Mitarbeitende des Ordnungsamtes (StOD und Innendienst) und 15 Sicherheitskräfte. Am Sonntag arbeiteten zehn Mitarbeitende des Ordnungsamtes (StOD und Innendienst) und 45 Sicherheitskräfte bis Zugende und nach Zugende noch fünf Mitarbeitende des Ordnungsamtes und zehn Sicherheitskräfte.

Ute Unrau machte sich als Leiterin der Ordnungsbehörde während des Zuges in der Stadtmitte selbst ein Bild von der Situation uns stellte fest, dass insgesamt alles friedlich verlief. „Wir haben viele Jugendliche ausgelassen feiern sehen, aber es gab insgesamt wenig Verhaltensauffälligkeiten.“ Dies bestätigt auch ihr Kollege und Vertreter, Marco Euler, der den Einsatz in der Stadtmitte geleitet hat. „Die Einsatzleitstelle des Ordnungsamtes auf dem Konrad-Adenauer-Platz wurde gut angenommen und wir erhielten positive Rückmeldungen“, erklärte Marco Euler.

Auch die anderen Züge verliefen ohne besondere Vorkommnisse, einzig in Refrath war wohl das geltende Glasverbot den Besuchern nicht mehr präsent, so dass dieses weitestgehend nicht beachtet wurde.

Als Fazit stellte Ute Unrau fest: „Den guten und störungsfreien Ablauf verdanken wir auch der guten Zusammenarbeit mit der Polizei und dem Bauhof.“

Zehn Tonnen Müll und 45 Kubikmeter Kehricht

Im Auftrag des Abfallwirtschaftsbetriebs waren die Kolleginnen und Kollegen mit Müllwagen, Kehrmaschinen und Pritschenwagen im Einsatz. Stadtreinigung, Straßenreinigung und Abfallsammlung – das sind die verschiedenen Gruppen mit ihren Aufgaben. So gehören die großen Kehrmaschinen zur Straßenreinigung, die Stadtreinigung hat die Kleinkehrmaschine als Hilfsmittel, die Abfallsammlung fährt mit den Müllwagen.

Konkret fuhren bei den Samstags-Zügen in Bensberg und Refrath je zwei große Kehrmaschinen hinter dem jecken Lindwurm her, in Refrath ergänzend noch eine Kleinkehrmaschine. Ein zweites Kleinkehrgerät fiel leider mit technischen Problemen länger aus. Eine Leihmaschine war kurzfristig nicht zu bekommen. Selbiges galt für eine große Kompaktkehrmaschine, die in Bensberg eingeplant war. Diese Maschine schaffte leider nur die ersten hundert Meter. Da die Maschine als unzuverlässig bekannt ist, wurde im Vorfeld eine Reservemaschine angemietet, um die Mindestbesetzung sicher stellen zu können. Personell bedeutet das, dass die Kollegen der Straßenreinigung am Samstag mit vier Personen im Einsatz waren. Aus dem Bereich Abfallsammlung waren am Samstag auf die beiden Züge 28 Mitarbeitende verteilt. Hierbei kamen bei beiden Zügen diverse Abfallsammelfahrzeug als Straßensperren und als nachfahrende Sammelfahrzeuge zum Einsatz.

Selbiges galt für den Sonntag. 22 Kolleginnen und Kollegen sorgten dafür, dass Kartons, Wurfmaterial, aber auch Abfall der Zuggäste von der Straße entfernt entsorgt wurden. In der Stadtmitte von Bergisch Gladbach waren am Sonntag alle vier Großkehrmaschinen im Einsatz (inkl. Leihmaschine) sowie die verbleibende Kleinkehrmaschine (Stadtreinigung). Vier Mitarbeiter der Straßenreinigung waren im Einsatz.

Montags in Herkenrath waren drei Großkehrmaschinen sowie die Kleinkehrmaschine der Stadtreinigung im Einsatz. Hier waren drei Personen aus der Gruppe der Straßenreinigung tätig. Die Nachreinigung der Bergisch Gladbacher Innenstadt am Rosenmontagmorgen wurde auch zu wesentlichen Teilen durch die Kollegen der Gruppen Stadtreinigung und Straßenreinigung abgebildet. Hier waren am Rosenmontag seit dem frühen Morgen 5 Kollegen mit zwei Pritschenwagen und die Kleinkehrmaschine im Einsatz, die danach nach Herkenrath zum Zug fuhren. Am Montag in Herkenrath arbeiteten sieben Teammitglieder.

In Summe wurde durch die drei Gruppen - die eng zusammenarbeiten - zehn 10 Tonnen loser Müll händisch gesammelt. Durch die Kehrmaschinen wurden rd. 45 Kubikmeter Kehricht aufgenommen.

David Zenz als Leiter des Abfallwirtschaftsbetriebs hatte die Einsätze eigenhändig unterstützt und zieht als Resümee eine positive Bilanz:
„Es ist wichtig, dass die gute Tradition der Brauchtumsumzüge wieder stattfinden kann. Wir wurden von den Jeckinnen und Jecken positiv begrüßt und erhielten hier und da Hilfe. Dafür ein herzliches Dankeschön. Wir appellieren natürlich an alle Teilnehmenden und Zuschauerinnen und Zuschauer, die Abfallmenge mit im Blick zu halten und für die nächste Session ggfs. zu überlegen, wie Müll vermieden werden kann.“

Großer Dank für tollen Einsatz

„Das ist eine tolle Leistung an den jecken Tagen, obwohl die Stadtverwaltung ja gar nicht mehr das Sagen hat“, resümiert Bürgermeister Frank Stein mit Blick auf den Einsatz seiner Kolleginnen und Kollegen. „Schon seit Jahrzehnten sind die Kolleginnen und Kollegen der Ordnungsbehörde, des Bauhofs und des Abfallwirtschaftsbetriebs die Heinzelmännchen rund um die Karnevalszüge. Ohne ihren Einsatz könnte nicht so jeck gefeiert werden. Daher gilt mein großes Dankeschön im Namen aller kleinen und großen Bergisch Gladbacherinnen und Bergisch Gladbacher an alle Beteiligten für ihre Arbeit für den Straßenkarneval.“