Pflegekinderdienst

Informationsveranstaltung am 26. Oktober 2015

In den vergangenen Wochen erreichen uns zahlreiche Anrufe von Bürgerinnen und Bürgern, die sich bereit erklären, unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in ihre Familie aufzunehmen.

Über dieses Engagement und die große Hilfsbereitschaft freuen wir uns sehr, zumal im Augenblick noch gar nicht abgeschätzt werden kann, wie hoch der Bedarf an Unterbringungsmöglichkeiten in diesem Bereich künftig sein wird.

Die bisherige Erfahrung zeigt, dass es sich bei den Minderjährigen, die bislang ohne eine erwachsene Bezugsperson zu uns kommen nur in seltenen Ausnahmefällen um Kinder unter 14 Jahren handelt, sondern vielmehr um (in der Regel) männliche Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren. Auch hier ist jedoch die künftige Entwicklung nicht wirklich abzuschätzen.

Um interessierten Bürgerinnen und Bürgern die Entscheidung zu erleichtern, ob sie ein Kind oder einen Jugendlichen in dieser besonderen Lebenssituation bei sich aufnehmen können und wollen, oder ob es für sie passendere Möglichkeiten gibt, minderjährige Flüchtlinge zu unterstützen, laden wir herzlich ein, zur 

Informationsveranstaltung am Montag, den 26. Oktober um 17:00 Uhr im Großen Ratssaal im Rathaus Stadtmitte.

Hier wollen wir uns bemühen, auf Fragen zur tatsächlichen individuellen Lebenssituation unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge, den damit verbundenen besonderen Herausforderungen, der rechtlichen Situation unbegleiteter Minderjähriger sowie zu den Voraussetzungen, die Familien mitbringen müssen, um Kinder oder Jugendliche bei sich aufnehmen zu können einzugehen.

Daneben werden wir wie bereits erwähnt auch über andere Möglichkeiten des ehrenamtlichen Engagements im Rahmen der Flüchtlingshilfe informieren

Ein Pflegekind aufnehmen - für immer oder auf Zeit

Warum Pflege?

Eltern und Elternteile, die von Krankheit, Trennungen, wirtschaftlicher Not betroffen sind, in engem Wohnraum leben oder keine hilfreiche Unterstützung haben, sind belastet im Zusammenleben mit Kindern. Kommen mehrere Faktoren zusammen, entsteht oftmals eine Krise, die nur durch Hilfe von außen zu lösen ist. Das Jugendamt bietet Beratung und Hilfen für Familien in ambulanter Form an. Damit wird der Familie im Zusammenleben mit dem Kind geholfen.

Erst wenn diese Hilfeform nicht ausreicht und eventuell das Kindeswohl gefährdet ist, wird das Kind von der Familie getrennt. Oft wird dann das Familiengericht eingeschaltet. Das Kind kann Misshandlungen, Vernachlässigung, unzureichende Versorgung und Förderung erlebt haben.

Entsprechend dem Alter des Kindes und seinem individuellen Bedarf wird die Aufnahme in einer Pflegefamilie, bei Pflegeeltern bzw. bei einer Pflegeperson angestrebt. Hier wird dem Kind ermöglicht, dass es andere, positive Erfahrungen mit familiären Beziehungen macht.

Wie können Sie helfen?

In einer Vollzeitpflege auf Dauer geben Sie dem Kind bis zu seiner Verselbstständigung einen neuen Lebensmittelpunkt und ein Zuhause.
Das Kind verarbeitet mit Ihrer Hilfe seine Erlebnisse und macht neue, positive Erfahrungen mit familiären Beziehungen.
Wenn es zum Wohl des Kindes sinnvoll ist, bleiben ihm Kontakte zur Herkunftsfamilie erhalten.

Während einer zeitlich befristeten Vollzeitpflege benötigt das Kind Stabilisierung, Förderung und eine positive Grundhaltung von Ihnen. Das Kind hat eine tragfähige Beziehung zu seinen Eltern, die erhalten bleiben soll.
Die Eltern haben jedoch Schwierigkeiten, die zunächst bearbeitet und gelöst werden müssen, bevor das Kind zu ihnen zurückkehren kann.
In dieser Zeit arbeiten Sie mit der Herkunftsfamilie im Interesse des Kindes zusammen.

Kurzzeitpflege
Wenn Eltern oder Elternteile zeitlich befristet ihr Kind nicht versorgen können, weil sie z.B. stationär im Krankenhaus behandelt werden, betreuen und versorgen Sie das Kind, unterstützen die Beziehung des Kindes zu seinen Eltern und eventuell Geschwistern.

Welche Voraussetzungen sollten Sie mitbringen ?

Uns ist es wichtig, dass Sie Freude am Zusammenleben mit Kindern haben und sie liebevoll versorgen und fördern können. Sie begegnen anderen Menschen und Situationen mit Offenheit und Toleranz. Sie werden Zeit, Geduld und eine hohe Belastbarkeit benötigen. Ihre Lebensform, Ihr Alter und ihre Wohnform sind nicht entscheidend, Kinder brauchen je nach Situation Unterschiedliches.

Es findet ein Bewerbungsverfahren mit mehreren Gesprächen bei Ihnen zuhause statt. Sie sind körperlich und psychisch gesund (ärztliches Attest) und die polizeilichen Führungszeugnisse weisen keine relevanten Eintragungen auf. Ihr eigenes Einkommen deckt Ihren Lebensunterhalt. Sie möchten mit dem Jugendamt zusammenarbeiten und können gut mit verschiedenen Personen kooperieren. Sie können Ihr eigenes Verhalten reflektieren und Grenzen setzen, aber auch Grenzen anderer wahren. Alle Familienmitglieder sehen die Aufnahme eines Pflegekindes positiv. In Ihrer Familie wird Deutsch gesprochen bzw. die Haupterziehungsperson spricht Deutsch. Entsprechend der Pflegeform können Sie eine intensive Beziehung zum Kind aufbauen und leben oder eher ein Kind in Krisen und Notsituationen unterstützen und ein Stück seines Weges begleiten.

Was können wir Ihnen bieten?

• Sorgfältige Vorbereitung auf Ihre schwierige Aufgabe durch Informationen, Bewerbungsverfahren und Qualifizierungsseminare

• Kontinuierliche Begleitung während des Zusammenlebens mit dem Pflegekind durch Beratung, Fortbildung, Arbeitskreise, Stammtisch

• Regelmäßige Hilfeplanung mit allen Beteiligten

• Zahlung von Pflegegeld, um den Lebensunterhalt des Kindes zu sichern sowie als finanzielle Anerkennung Ihrer Erziehungsleistung.

• Unfallversicherung und Haftpflichtversicherung für das Pflegekind

• Eine finanzielle Beteiligung an Ihrer Alterssicherung 
LOgo Jugendamt der Stadt Bergisch Gladbach
Das Stadtjugendamt ist Ihnen bei der Aufnahme eines Pflegekindes gern behilflich
Pflegemutter mit Kind
Ein Pflegekind braucht viel Zeit, Liebe und Unterstützung in körperlicher und seelischer Entwicklung
Dipl.-Sozialarbeiterin Christiane Wittschier
Unsere Sozialpädagogin Christiane Wittschier steht Ihnen mit Kompetenz und Herz zur Seite.
Informationen zur Aufnahme eines Pflegekindes
Hier haben wir ein Faltblatt mit allen wichtigen Informationen für Sie zusammengestellt. Zum Abholen oder Downloaden.

Haben Sie Fragen?

Kontaktieren Sie uns

Christiane Wittschier
02202 14 2813
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Stadt Bergisch Gladbach
Jugendamt
Pflegekinderdienst
An der Gohrsmühle 18
51465 Bergisch Gladbach

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