Die Stadt Bergisch Gladbach hat die Sorgen und Hinweise hinsichtlich möglicher Schimmelbelastungen und gesundheitlicher Auswirkungen aus der Schulgemeinschaft der GGS Refrath sehr ernst genommen. Vor dem Hintergrund der geäußerten Bedenken wurden im Juli dieses Jahres zusätzliche Raumluftuntersuchungen durch unabhängige Fachgutachter durchgeführt, auch wenn bautechnisch keine Anhaltspunkte für eine Schimmelbelastung in den in Nutzung befindlichen Räumen bestanden. Diese Ergebnisse liegen inzwischen vor und sind eindeutig: In keinem der untersuchten Räume wurden erhöhte Schimmelpilzkonzentrationen festgestellt. Hinweise auf eine akute Gesundheitsgefährdung bestehen nach aktuellem Kenntnisstand nicht.
Die Raumluftqualität wurde in die niedrigste Kategorie des Schimmelleitfadens eingestuft ("Hintergrundbelastung, Innenraumquelle unwahrscheinlich"). Auch eine gemeinsame Vor-Ort-Begehung mit dem Gesundheitsamt ergab keine Hinweise auf Auffälligkeiten oder eine Belastung durch Schimmelsporen in den genutzten Klassenräumen. Die aktuellen Untersuchungsergebnisse bestätigen damit die bisherige Einschätzung der Stadtverwaltung, dass über die bereits erfolgte Schließung des betroffenen Mehrzweckraums hinaus weder weitere Maßnahmen noch Einschränkungen des Schulbetriebs oder die Auslagerung weiterer Klassen erforderlich sind.
Darüber hinaus wurden ergänzende Untersuchungen auf PCB sowie flüchtige organische Verbindungen (VOC) Ende Juli durchgeführt. Die Laborergebnisse liegen voraussichtlich Ende August vor und werden danach durch den unabhängigen Fachgutachter ausgewertet. Sollten sich daraus Erkenntnisse ergeben, die weitere Maßnahmen erforderlich machen, wird die Stadt unverzüglich handeln.
„Die Sicherheit und Gesundheit der Schülerinnen und Schüler sowie aller Beschäftigten an der Schule haben für uns als Stadtverwaltung selbstverständlich höchste Priorität. Es ist mir bewusst, dass die bestehende Situation Geduld erfordert und insbesondere für betroffene Familien und die Familien zukünftiger Schülerinnen und Schüler nicht einfach nachvollziehbar ist. Aus diesem Grund haben wir die Hinweise aus der Schulgemeinschaft aufgegriffen und zusätzliche Untersuchungen veranlasst.“, erklärt Thore Eggert, Schulbaudezernent.
Die Stadtverwaltung bleibt weiterhin im engen Austausch mit der Schule und dem Gesundheitsamt. Über neue Erkenntnisse und anstehende Maßnahmen werden die Schulgemeinschaft und die Öffentlichkeit transparent informiert.
Parallel werden die Planungen für den, durch den zuständigen Fachausschuss beschlossenen, Neubau des Mehrzweckraumes nebst Klassenräumen planmäßig vorangetrieben. Zum Beginn des neuen Schuljahres ist ein Austausch mit der Schule vorgesehen, um den aktuellen Stand des Projekts und die nächsten Meilensteine vorzustellen.