Eine Veranstaltung des Katholischen Bildungswerks Rheinisch-Bergischer Kreis und des „Städtepartnerschaft Ganey Tikva-Bergisch Gladbach e.V.“
13. Mai 2026, der Vorabend des Gründungsgedenkens des Staates Israel
19.00 Uhr
Rathaus Stadtmitte, Großer Ratssaal 1. Stock, Konrad-Adenauer-Platz 1, 51465 Bergisch Gladbach
Der Eintritt ist frei. Um Spenden für den Städtepartnerschaftsverein wird gebeten.
Am 14. Mai 1948 rief Ben Gurion die Staatsgründung Israels aus. Damals gab es schon Kibbuzim im Heiligen Land, in denen Jüdinnen und Juden eine ideale Ge-sellschaft gestalten und somit die Welt verändern wollten: Geld und Besitz sollten keine Rolle spielen, alle waren gleich und brachten sich mit harter Arbeit in den Kibbuz ein, geschwisterlich wurde alles geteilt und gemeinschaftlich beschlossen, wer seine Gaben wo einsetzen sollte. Dieses kollektive Streben war jedoch zum Scheitern verurteilt. Menschen lassen sich nicht dauerhaft in ein Kollektiv einbin-den. Die Kibbuzim haben jedoch den jungen Staat Israel geprägt.
Die Geschichten aus dem Buch „Unter Freunden“ von Amos Oz spielen in den spä-ten 1950er Jahren. Damals haderten die Menschen in den Kibbuzim schon mit den strikten Regeln des Kollektivs. In der Geschichte „Esperanto“ folgt dennoch der tod-kranke Schuster Martin seinem Traum - auch gegen die Widerstände und wohlmei-nenden Ratschläge seiner Mitbewohner. Er möchte nämlich eine Esperanto-Gruppe gründen, denn er glaubt, mit einer gemeinsamen Sprache könnten alle Probleme zwischen den Menschen ausgeräumt werden. Auch er scheitert, denn er stirbt ohne Esperanto etablieren zu können, und seine treusorgende Nachbarin Osnat kann nicht einmal an seinem Grab einige Worte in Esperanto sprechen.
Der Autor Amos Oz trat selbst mit 15 Jahren in einen Kibbuz ein, denn er wollte sich von den trostlosen Immigranten seiner Jerusalemer Kindheit abgrenzen. Er wurde ein weltbekannter Autor, der sich der Friedensbewegung verschrieb. Wie Martin in „Esperanto“ wollte er wohl nie die Hoffnung auf Frieden aufgeben.
Die Geschichte „Esperanto“ wird von Heinz D. Haun vorgetragen, der sich ehren-amtlich um die Kultur und die Städtepartnerschaften, insbesondere mit dem palästi-nensischen Beit Jala bemüht. Musikalisch begleiten Arne Meinhardt (Akkordeon) und seine Tochter Anaïs (Cello) die Veranstaltung.
Auskunft erteilt:
Willy F. Bartz, Städtepartnerschaft Ganey Tikva - Bergisch Gladbach e.V., wil-ly7611f1d155ab4564b6f4733545b0a6e5.bartz@b45eac60c4764cfb83075577823984d8ganey-tikva-verein.gl
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