Direkt zur Suche und Hauptnavigation Direkt zum Inhalt
Übernehmen

Städtische Ehrungen

Hier finden Sie einen chronologischen Überblick darüber, wer nach dem letzten Beschluss mit der Ehrennadel ausgezeichnet wurde.

Silberne Ehrennadel für den Bensberger Unternehmer Georg Daubenbüchel im Rahmen der Grillaktion der IBH und ISG

Hannelore Bertrand mit Ehrennadel ausgezeichnet

Ehrennadel in Gold für Ingrid Schaeffer-Rahtgens

Peter Freyaldenhoven mit Ehrennadel in Silber ausgezeichnet

Ehrennadel in Silber an Bärbel Grümmer verliehen

Prof. Dr. Peter Baeumle-Courth mit Ehrennadel in Silber ausgezeichnet

Nuri Kaygusuz mit Ehrennadel in Silber ausgezeichnet

Dreifache Auszeichnung für Mitstreiter des Kinderschutzbundes

Peter Hillebrand mit Ehrennadel in Gold ausgezeichnet

Rolf-Albert Schmitz mit Ehrennadel in Silber ausgezeichnet

Martin Hardernake mit Ehrennadel in Silber ausgezeichnet

Werner Herpolsheimer mit Ehrennadel in Silber ausgezeichnet

Ehrungen aus den Jahren 2015 und 2016

Ehrennadel für Joachim Wittwer – Er machte den „Blickpunkt“ zum Blickfang

Tour-der-Hoffnung-Fahrer Helmut Wirtgen erhielt städtische Ehrennadel

Bürgermeister Lutz Urbach und Helmut Wirtgen bei der Verleihung der Ehrennadel

Anlässlich des Radrennens „Rund um Köln“ ehrte Bürgermeister Lutz Urbach am Sonntag (12.06.2016) den engagierten Radsportler Helmut Wirtgen mit der Ehrennadel der Stadt Bergisch Gladbach.
„Rund um Köln“ zieht mit zum Teil umfangreichem Programm, insbesondere beim Eventpoint am Schloss Bensberg die Zuschauer an. Dort fand nun auch die Ehrung statt.

Die Ehrung fand an einer auf den ersten Blick ungewohnten Stelle statt: Helmut Wirtgen hat mit dem Event „Rund um Köln“ direkt keine Berührungspunkte. Jedoch ist der rüstige Bergisch Gladbacher aktiver Radler der „Tour der Hoffnung“, die mit Hilfe von Sponsoren zugunsten krebs- und leukämiekranker Kinder Spendengelder sammelt.

Die mehrtägige und deutschlandweit bekannte Fahrradtour besteht seit 33 Jahren und hat in dieser Zeit über 30 Millionen Euro an Spenden zusammentragen können.
Helmut Wirtgen ist seit 1992 dabei und nun mit 86 Jahren der zweitälteste der aus rund 200 Radlern bestehenden Gruppe. Immer wieder werden sie durch Prominente, wie beispielsweise die Bergisch Gladbacherin Astrid Benöhr und die Odenthalerin Ulrike Meyfahrt, die früher auch Schirmherrin der Tour war, verstärkt. So erhöhen sie mit Hilfe ihres Bekanntheitsgrades das Interesse der Allgemeinheit für das das Spendenanliegen und die Spendenbereitschaft.

Auch wenn Aktivitäten und Spendensammlungen das ganze Jahr über stattfinden, stellt die Radtour als solche nach wie vor das charakteristische Aushängeschild der Benefiz-Radveranstaltung dar.

Im Jahr 1991 kam Helmut Wirtgen als Marketingleiter der „Klosterfrau Healthcare Group“ zum ersten Mal mit der „Tour der Hoffnung“ in Kontakt. Nachdem er in Urlauben umfangreich trainiert hatte, fuhr er im nächsten Jahr im Alter von 60 Jahren erstmals bei der Tour mit.
Nun ist er schon seit 26 Jahren als aktiver Radler dabei, auch wenn es ihm seit einem Jahr nicht mehr möglich, die ganze Strecke zu absolvieren, da die Pflegebedürftigkeit seiner Ehefrau das Training und längere Fahrten nicht mehr zulässt.

Auch seine Ehefrau unterstützte lange Zeit die „Tour der Hoffnung“. Als Masseurin half sie 20 Jahre lang mit und wird nun seit vielen Jahren aufopferungsvoll von Helmut Wirtgen gepflegt.

Helmut Wirtgen setzte sich jedoch nicht nur durch die sportlichen Aktivitäten für die Tour ein, sondern ist auch der maßgebliche Ersteller der Chronik „25 Jahre – Die Tour“ (2008) und kümmerte sich dabei um Textverarbeitung, Fotos sowie Aufbereitung zur Broschüre und Gewinnung von Sponsoren.

Seine Motivation, krebskranken Kindern zu helfen und die Gesellschaft für Leukämie zu sensibilisieren, ist hoch, wozu auch die besonders stark ausgeprägte Kameradschaft im Fahrerteam beiträgt. Das Unterstützen der „Tour der Hoffnung“ ist für Helmut Wirtgen eine Herzensangelegenheit.

Sein langjähriges ehrenamtliches Engagement für diese bundesweit bekannte und hoch angesehene Benefiz-Radveranstaltung dient dem Ansehen der Stadt Bergisch Gladbach und wurde nun durch die Verleihung der Urkunde und der Ehrennadel öffentlich gewürdigt.


Winfried Krux erhält die Ehrenadel in Silber

Alfred Basener erhält die Ehrennadel in Silber

Michael Thelen erhält die Ehrennadel in Silber

Im Rahmen der "Kick-Off" Veranstaltung, die anlässlich der neuen Partnerschaft zwischen dem "FC Bensberg 2002 e.V." und der "1.FC Köln Fußballschule Heinz Flohe" stattfand, ehrte Bürgermeister Lutz Urbach Michael Thelen am Mittwoch, 20. April 2016, mit der Ehrennadel in Silber.

Der Geehrte ist seit 30 Jahren ununterbrochen im Vereinsfußball in Bensberg aktiv. Auch die neue Partnerschaft zwischen dem „FC Bensberg 2002 e.V.“ und „1.FC Köln Fußballschule Heinz Flohe“ ist vor allem sein Werk. Das Beispielhafte daran: Die Partnerschaft kommt beiden Seiten zugute. Der FC Bensberg profitiert vor allem von der enormen Fachkompetenz; die Vereinsjugend bekommt attraktive neuen Impulse. Neben der Kick-off Veranstaltung ist außerdem ein gemeinsames Sommercamp im August geplant.

1986 begann sein Engagement als Trainer verschiedener Jugendmannschaften des Vereins „Fortuna Bensberg“ mit einem Wochenumfang von rund zehn Stunden. 15 Jahre später war er gemeinsam mit Stephan Dekker und anderen Vereinsvertretern von „Fortuna Bensberg“ aktiv an der Herbeiführung der Fusion zwischen „Fortuna Bensberg“ und dem „Bensberger FV 1921 e.V.“ beteiligt. Von 2002 bis 2004 war der engagierte Bergisch Gladbacher Abteilungsleiter im Seniorenfußball und Trainer der 1. Mannschaft des neuen Vereins „FC Bensberg 2002 e.V.“. Anschließend war er 2. Vorsitzender des Vereins mit einem Arbeitspensum von ca. 15 Wochenstunden!

Seit zehn Jahren ist er nun 1. Vorsitzender des „FC Bensberg 2002 e.V.“ und hat sein ehrenamtliches Arbeitspensum noch einmal um fünf Stunden erhöht. Hier kümmert er sich um alle Personal- und Finanzfragen und ist als Aushilfe auch an der Basis aktiv: Ob als Jugendtrainer, als Spieler in der 3. Mannschaft oder in anderen praktischen Fragen – Thelen ist immer zur Stelle.

Der Geehrte setzt sich mit viel Herzblut für seinen Verein ein – vor allem für den Kinder- und Jugendfußball. Durch sein Engagement leistet er einen erheblichen Beitrag zu einem attraktiven und anspruchsvollen Freizeitangebot in Bensberg und Umgebung. Sein langjähriger, verlässlicher und hoher persönlicher Einsatz im sportlichen Bereich dient dem Ansehen und Wohl der Stadt Bergisch Gladbach und wurde nun mit der Verleihung der Ehrennadel gewürdigt.

Aus dem Rat ausgeschiedene Mitglieder wurden in einer Feierstunde geehrt

In einer Feierstunde überreichte Bürgermeister Lutz Urbach am Freitag, dem 15. April mehreren ehemaligen Ratsmitgliedern die Ehrennadel in Silber bzw. Gold und honorierte dadurch deren langjähriges Engagement im Rat der Stadt Bergisch Gladbach.

Auch Renate Beisenherz-Galas wurde eine Ehrennadel in Silber verliehen. Seit 2001 ist sie Mitglied der Partei Bündnis 90/DIE GRÜNEN und gehörte dem Rat zwei Ratsperioden lang, von 2004 bis 2014, an. Während der gesamten Zeit arbeitete die Geehrte im Ausschuss für Bildung, Kultur, Schule und Sport - von 2004 bis 2009 auch im Gleichstellungsausschuss und im Hauptausschuss.

Doch damit nicht genug: Von 2009 bis 2014 übte Beisenherz-Galas das Amt der Vierten Stellvertretenden Bürgermeisterin der Stadt Bergisch Gladbach aus. In dieser Funktion hat sie die Stadt bei vielen repräsentativen Aufgaben vertreten. Besonders die Kunst und die Kultur, aber auch der Umweltschutz und die Städtepartnerschaften lagen ihr sehr am Herzen.

Über die Mitgliedschaft im Rat hinaus ist sie seit vielen Jahren aktives Mitglied bei Amnesty International. Als ehemalige Lehrerin des Nicolaus-Cusanus-Gymnasiums hat sie 1986 die „Kultursplitter“ mit initiiert. Diese sind seitdem regelmäßiger Bestandteil des schulischen und städtischen Kulturlebens. Als aktives Mitglied im Stadtverband Kultur hat sie den Schwerpunkt hier auf Literatur gelegt. Die kulturbegeisterte Bergisch Gladbacherin ist außerdem bei „Wort & Kunst", dem Förderverein für Literatur und Kunst in der Stadtbücherei Bergisch Gladbach, engagiert und organisiert unter anderem Lesungen.

Beisenherz-Galas war darüber hinaus Mitinitiatorin des Bürgerbegehrens gegen den Verkauf des Abwasserwerkes („Cross Border Leasing“) und ist zudem aktives Mitglied des „Arbeitskreis Bäume“.

Die vierte im Bunde der Geehrten ist Angelika Graner. Auch sie ist künftig Trägerin der Ehrennadel in Silber. Von 2004 bis 2014, damit zwei Ratsperioden, gehörte sie dem Stadtrat an. Mit Engagement und profunder Sachkenntnis hat Graner in dieser Zeit federführend für die FDP-Fraktion im Planungs-Ausschuss der Stadt mitgearbeitet.

Die Geehrte hat sich besonders für städtebauliche Projekte in Bensberg eingesetzt: Ob der Kinobau über der Steinstraße, die Unterschutzstellung von denkmalwerten Bauten oder die Bebauungspläne in schöner Umgebung als Angebot für Zuzugswillige – diese Themen lagen ihr besonders am Herzen. Über beide Ratsperioden gehörte die engagierte Bauingenieurin außerdem dem Vergabeausschuss an und war von 2009 bis 2014 Mitglied des Verwaltungsrates der SEB AöR. Vor ihrer Ratstätigkeit, von 1999 bis 2014, saß Graner als sachkundige Bürgerin im Ausschuss für Anregungen und Beschwerden.

Angelika Graner engagiert sich nicht nur politisch: Seit vielen Jahren ist sie im „Arbeitskreis Denkmalschutz im Bergischen Geschichtsverein“ aktiv.

Auch Markus Sprenger erhielt die Ehrennadel in Gold. Sprenger hat sich unter anderem von 1997 bis 1999 als Sachkundiger Bürger der CDU-Fraktion engagiert. Des Weiteren war er Mitglied der Kreisvorstände der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU und der kommunalpolitischen Vereinigung.

Der 44jährige gehörte von 1999 bis 2014 in drei Ratsperioden dem Stadtrat Bergisch Gladbach als Vertreter der CDU an. Er arbeitete durchgängig im Ausschuss für Umwelt, Infrastruktur und Verkehr (bzw. Umwelt, Klimaschutz und Verkehr). Sein Schwerpunkt war der Planungsausschuss; hier war er während der gesamten Zeit seiner Ratstätigkeit Vorsitzender. Außerdem gehörte der Geehrte zehn Jahre lang dem Vergabeausschuss an. In der letzten Wahlperiode war er außerdem im Wahlausschuss und im Wahlprüfungsausschuss Mitglied.

Auch über die politische Arbeit hinaus weist Sprenger umfangreichen ehrenamtlichen Einsatz auf: Ob im Förderverein der Jugendhilfe St. Nikolaus und St. Joseph, im „Förderverein Musik e.V.“ zur Unterstützung der Kirchenmusik in St. Nikolaus und St. Joseph, als stellvertretender Geschäftsführer bei der „Grossen Gladbacher K.G. e.V.“, als Mitglied bei der „Großen Bensberger KG von 1968 Rot-Weiß e.V.“ oder Mitglied der Bewertungskommission im „Festkomitee Bensberger Karneval e.V.“ - sein Engagement ist vielfältig.

Eine Ehrennadel in Gold wurde außerdem an
Dr. Wolfgang Miege verliehen. Er gehörte von 1999 bis 2014 in drei Ratsperioden dem Stadtrat Bergisch Gladbach als Vertreter der SPD an. Während der gesamten Zeit war Miege nicht allein Mitglied, sondern auch Vorsitzender im Ausschuss für Bildung, Kultur, Schule und Sport.
Der Geehrte setzte sich besonders für die Belange der Schulen ein, deren Bedürfnisse ihm als Leiter einer großen Kölner Gesamtschule sehr bekannt waren. Auch die Kulturbetriebe unserer Stadt fanden mit ihren Sorgen und Nöten - besonders in schwierigen haushaltspolitischen Zeiten - in ihm einen engagierten Fürsprecher.

Über die genannten drei Wahlperioden hinweg war Dr. Wolfgang Miege auch Mitglied im Ausschuss für Anliegen und Beschwerden und im Wahlausschuss. Von 2011 bis 2014 gehörte er außerdem dem Wahlprüfungsausschuss an. Sein Sachverstand, seine Kompetenz und seine Fairness im politischen Umgang waren weit über die Fraktionsgrenzen hinaus anerkannt.

Frischgebackener Träger der Ehrennadel in Gold ist auch Dr. Reimer Fischer. Von 1999 bis 2014 gehörte er in drei Ratsperioden dem Stadtrat Bergisch Gladbach als Vertreter der FDP an. Während der Ratsperioden von 2004 bis 2009 und von 2009 bis 2014 war Fischer Vorsitzender der FDP-Ratsfraktion.

Während seiner Ratstätigkeit ist der Geehrte im Haupt- und Finanzausschuss, im Ausschuss für Infrastruktur, Umwelt und Verkehr, im Vergabeausschuss, im Rechnungsprüfungsausschuss und im Wahlprüfungsausschuss tätig gewesen. Außerdem war er Mitglied im Verwaltungsbeirat des Stadtentwicklungsbetriebs, in der Gesellschafterversammlung der Rheinisch-Bergischen Siedlungsgesellschaft, im Aufsichtsrat der städtischen Bädergesellschaft und im Bezirksbeirat der Kreissparkasse Köln.

Vorrangig hat sich Fischer dafür eingesetzt, dass die finanziellen Mittel der Stadt sparsam und sachgerecht eingesetzt werden, um die zunehmende Verschuldung der Stadt einzudämmen und die Abgaben der Bürgerinnen und Bürger für Abwasser und Abfall zu begrenzen. Aus diesem Grund hat er zahlreiche Anträge zu den Haushaltsplänen und den Wirtschaftsplänen für Abfall und Abwasser eingebracht.

Fischer hat außerdem die Verwaltung in ihren Bemühungen unterstützt, neue Finanzquellen zu erschließen, so zum Beispiel durch die kritisch-konstruktive Begleitung der Entscheidungsfindung in Sachen BELKAW-Beteiligung. Er hat sich dafür eingesetzt, dass die Infrastruktur der Stadt erhalten bleibt, dass die Sanierung der städtischen Schulen vorangetrieben wird und dass Gewerbegebiete erhalten und neue erschlossen werden, soweit dies mit den Belangen der Wohnbevölkerung verträglich war.

In Gedanken beim Holocaust – Gedenktag mit Ehrung von Roland Vossebrecker

Dieter Müller erhält die Ehrennadel in Silber

Manfred Hauschild erhält Ehrennadel in Silber

Hildegard Knoch-Will erhält Ehrennadel in Bronze

Hans-Jürgen Müller erhält die Ehrennadel in Silber

Thorsten Wittemann erhält die Ehrennadel in Gold

Überraschungszugabe bei der Premiere: Ehrennadel in Gold für Ferdinand Linzenich

Verleihung der Goldenen Ehrennadel an Dr. Günter Henne

Egon Plattner erhält Ehrennadel in Gold

Ehrennadeln für Helga Bernhauser und Ursula Wenzel

Auszeichnung für jahrelangen Einsatz im Miteinander von Kirche und Bürgerschaft

Heinz Kelzenberg erhält Ehrennadel in Gold für seine Verdienste im Badmintonsport

Verleihung der Ehrennadel in Silber an Dr. Ulrich Müller-Frank

Volle Hütte bei der Ehrennadel-Verleihung an Edgar „Eddie“ Stoffel

Internet-Café und Rührei mit Speck – Ehrennadel für Heinz-Günter Gronemeyer

Ehrennadel für drei Grüne Damen

Ehrennadel für Karl-Heinz Setzekorn


Karl-Heinz Setzekorn ist erster Vorsitzender des Quartettvereins Heimatklänge Nußbaum e.V.; bereits seit über 25 Jahren ist er im Verein aktiv und kümmert sich außerdem noch um Seniorinnen und Senioren im Annahaus Paffrath. Dieses außergewöhnliche Engagement würdigte Bürgermeister Lutz Urbach nun mit der Verleihung der Ehrennadel der Stadt Bergisch Gladbach.

Im Jahre 1989 trat Karl-Heinz Setzekorn den „Heimatklängen“ bei und übernahm vor 12 Jahren den Vorsitz – mit großen Erfolgen. In seiner Zeit als Vorsitzender errang der Chor bereits zweimal den Titel „Meisterchor“ – insgesamt gingen fünf dieser Auszeichnungen an den Quartettverein. Seit 2008 veranstalten die Nußbaumer ihr traditionelles Frühjahrskonzert im Bürgerhaus Bergischer Löwe – vor stets ausverkauften Reihen. Die Verjüngung des Chors oder das soziale Engagement des Ensembles sind weitere Punkte, die Setzekorn ein besonderes Anliegen waren. So organisierte er Adventskonzerte, Auftritte in Seniorenheimen, städtische Veranstaltungen, Hochzeiten und viele weitere Veranstaltungen, die nicht das große Geld, aber den Zuhörern viel Freude brachten.

Der Ruf des Quartettvereins beschränkt sich nicht nur auf Bergisch Gladbach: Es gab Konzertreisen quer durch Deutschland, aber auch international hat er sich bereits präsentiert. So gab es Konzerte und Auftritte in Prag, Brügge, Straßburg, sogar in Montreal und Toronto. Auch die Partnerstadt Joinville-le-Pont kam bereits in den Genuss eines Auftritts der „Heimatklänge“. Die Konzertreisen hat Karl-Heinz Setzekorn jeweils mit viel Liebe und Zeitaufwand organisiert.

Welchen Stellenwert der Gemeinschaftssinn für den Geehrten einnimmt, zeigt sich auch in seinem Engagement im Seniorentreff Annahaus in Paffrath, wo er ein- bis zweimal die Woche helfend und unterstützend tätig ist. Ganz aktuell hat er sich außerdem bereit erklärt, künftig vereinsintern für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge zu sammeln.

Die Zeremonie der Verleihung fand statt am Nikolaustag, dem 6. Dezember 2015 in der Paffrather St. Clemens-Kirche, anlässlich eines – wie könnte es anders sein - Konzertes der Heimatklänge Nußbaum zum Advent.

Ehrennadel in Silber für Hannelore Müller – 40 Jahre Arbeit für die Anerkennung der Hausfrauen

Hausfrau als qualifiziertes Berufsbild? Das war bis weit in die zweite Hälfte des vorigen Jahrhunderts eine utopische Vorstellung. Durch hartnäckige Lobbyarbeit hat besonders der Deutsche Hausfrauenbund für ein Umdenken gesorgt. In Bergisch Gladbach ist mit diesem Bemühen um gesellschaftlichen Wandel vor allem ein Name verbunden: Hannelore Müller. Bürgermeister Lutz Urbach würdigte nun die über 40 jährigen Verdienste rund um die Anerkennung der Hausfrauenarbeit mit der Ehrennadel der Stadt Bergisch Gladbach in Silber. Anlass war die Weihnachtsfeier des DHB - Netzwerk Haushalt e.V. im evangelischen Gemeindezentrum „Engel am Dom“.

Als Hannelore Müller 1969 von Darmstadt nach Bergisch Gladbach zog, engagierte sie sich als Hauswirtschaftsmeisterin zunächst ehrenamtlich in der Verbraucherberatung. Ihre Ideen gingen aber noch weiter: Sie strebte die Gründung eines Ortsvereins im Deutschen Hausfrauenbund an. Im Januar 1973 war es soweit: Gemeinsam mit 30 interessierten Frauen führte Hannelore Müller die Gründungsversammlung durch. Der Bedarf war groß, die Frauen wollten etwas lernen und sie wollten sich austauschen. Bereits 50 Teilnehmerinnen kamen zu einer der ersten Infoveranstaltung. Mit den Handwerkerinnungen organisierte der Ortsverein weitere Aufklärungsveranstaltungen: Tiefkühlwochen, Verbraucherberatung über Geräte und rationelles Arbeiten im Haushalt. Tiefkühlkost war damals brandneu. Fürs Wäschewaschen, Bügeln, Putzen wurden zeitsparende Techniken vermittelt.

Bis heute hat sich das Aufgabenfeld des Hausfrauenbundes stark gewandelt: Der Ortsverein hat sich zum „Treff der Frauen“ entwickelt, mit Lesestunden und Museumsbesuchen, aber auch Studienfahrten durch Deutschland und Europa. Der Dachverband nennt sich nun DHB – Netzwerk Haushalt und versteht sich als Interessenvertretung aller Haushaltsführenden – ob Frau oder Mann.

Hannelore Müller hat seit den 70er Jahren für viele Frauen in Bergisch Gladbach eine Vorreiterrolle übernommen und dazu beigetragen, Frauen zu einem selbständigen und selbstbestimmten Leben in Familie und Beruf zu verhelfen. Sie hat für viele Frauen Gemeinschaft geschaffen und ihnen ein Forum geboten, über Schwierigkeiten und Probleme mit Gleichgesinnten in den Austausch zu treten. Dieses außergewöhnliche Engagement hat der Stadtrat nun gewürdigt und in seiner Septembersitzung beschlossen, ihr die Ehrennadel der Stadt Bergisch Gladbach in Silber zu verleihen.

Auszeichnung von Dr. Gerhard Heywang mit der Ehrennadel in Silber

Dr. Gerhard Heywang ist kein gelernter Musiker, hat aber früh die Liebe zur Trompete und zur Blechblasmusik entdeckt. Seit 33 Jahren leitet er nun den „Posaunenchor Altenberg“, den er wieder zum Leben erweckt hat und damit das Gemeindeleben besonders in Schildgen maßgeblich mitgestaltet.

Als Anerkennung für sein unermüdliches ehrenamtliches Engagement hat Bürgermeister Lutz Urbach Dr. Gerhard Heywang am Montag, dem 30. November im Rahmen des Andreasfestes der evangelischen Kirchengemeinde in Schildgen die Ehrennadel in Silber verliehen. Mit der Auszeichnung des Leiters wird darüber hinaus auch das Engagement des ganzen Posaunenchors gewürdigt.

Der Posaunenchor besteht aus 30 Frauen und Männern und genießt hohe Wertschätzung. Eine Besonderheit liegt in der ganz untypischen Altersstruktur - ein Drittel der Musiker sind Jugendliche unter 20 Jahren! Dies liegt an der sehr intensiven Nachwuchsförderung: In Wochenendseminaren schult Heywang die Jungbläser und begleitet sie auf ihrem Weg in den Chor. Aber auch die anderen Mitglieder profitieren von seinem Engagement: Jedes Jahr organisiert er mit dem gesamten Chor eine Trainingswoche in reizvoller Urlaubsumgebung. Dabei plant er nicht nur das musikalische und das vielseitige kulturelle Programm dieser Tage, auch der Fahrdienst und die Organisation passender Unterkünfte liegen in seiner Hand.

Geprobt wird in der Andreaskirche in Schildgen. Mit einem beeindruckenden Ergebnis: Dr. Gerhard Heywang und sein Chor bieten ein umfangreiches musikalisches Repertoire von feierlichen Chorälen bis zu Pophits. Auch die Familie des Geehrten sind mit von der Partie: Die beiden Söhne und seine Frau verstärken das Ensemble.

Unter Dr. Gerhard Heywangs Leitung tritt der Posaunenchor meist in Gottesdiensten im Altenberger Dom und in der Andreaskirche auf. Seit über 10 Jahren begleitet er die Fronleichnamsprozessionen in Schildgen bzw. der katholischen Pfarrgemeinschaft Bergisch Gladbach West. Weitere musikalische Auftritte gibt es bei St. Martins-Umzügen im gesamten Rheinisch-Bergischen Kreis und bei Waldgottesdiensten. Doch damit nicht genug: Neben der musikalischen Unterstützung des Himmelfahrtslaufs in Schildgen tritt der Chor regelmäßig in Seniorenheimen, Krankenhäusern, bei Feiern von Dorfgemeinschaft und Schulen, bei Hochzeiten und auf Weihnachtsmärkten auf. Dr. Gerhard Heywang moderiert dabei unterhaltsam und sorgt für gute Stimmung. So kommen über das Jahr verteilt ungefähr 40 Auftritte des Posaunenchors zusammen!


Doch geht sein Engagement über die vielseitige Tätigkeit im Chor hinaus: Vor einigen Jahren gründete der Geehrte mit einigen Mitstreitern ein Alphornensemble – auch mit diesem gibt es diverse Auftritte in Schildgen und Umgebung. Von Beruf ist Dr. Heywang Chemiker; als Naturwissenschaftler weiß er, dass das Interesse und die technische Ausbildung der Jugend von großer Bedeutung sind. Daher hält er seit rund 10 Jahren ca. 15 Experimentalvorträge pro Jahr in Kindergärten, Schulen und im Gemeindesaal Schildgen - dort unter dem Motto „Chemie in der Kirche“. Dabei orientiert er sich an Wilhelm Buschs Max und Moritz und deren Streichen, wenn er z.B. Schwarzpulver erklärt, oder er erläutert die Entstehung des Schalls bzw. die Entstehung von Tönen. Als Didaktiker ist er sehr geschätzt. Für diese Vorträge nimmt er einige Kilometer an Fahrtwegen in Kauf. So reist er ins Oberbergische Land und sogar nach Düsseldorf und Hamburg.

Diesen vielseitigen ehrenamtlichen Einsatz hat der Rat der Stadt Bergisch Gladbach durch seinen Beschluss von September 2015 gewürdigt, Dr. Gerd Heywang mit der Ehrennadel der Stadt Bergisch Gladbach in Silber auszuzeichnen. Mit deren Verleihung hat Bürgermeister Lutz Urbach die Ehrung nun vollzogen.

Unermüdlicher Botschafter des Schachsports – Oswald Gutt erhält Ehrennadel in Silber

Verleihung der Ehrennadel in Gold an Friedhelm Bilski


Im Rahmen einer gemütlichen Kaffeerunde ehrte Bürgermeister Lutz Urbach am Mittwoch, dem 18. November 2015 Friedhelm Bilski mit der Ehrennadel in Gold. Viele haupt- und ehrenamtliche Helfer des Deutschen Kinderschutzbundes waren im Gemeindesaal der Evangelischen Gnadenkirche – „Engel am Dom“ – zusammengekommen, um den Nachmittag gemeinsam zu verbringen. Die goldene Ehrennadel erhalten Bürgerinnen und Bürger, die sich durch besonderes ehrenamtliches Engagement verdient gemacht haben. Dass Friedhelm Bilski einer von diesen Bürgern ist, machte Lutz Urbach in seiner Rede deutlich

Zwölf Jahre hatte Friedhelm Bilski den Vorsitz des Deutschen Kinderschutzbundes – Kreisverband Rheinisch Bergischer Kreis e.V. inne, bis er ihn Anfang Mai 2015 an Michael Zalfen weiterreichte. Einen großen Teil seiner ehrenamtlichen Arbeit führt er dennoch fort. Zwar erledigt er seine Arbeit zukünftig weitgehend von Zuhause aus, ist aber auch in den Räumlichkeiten des Kinderschutzbundes präsent.

Doch geht sein Engagement über seine Funktion als Vorsitzender des Vereins mit 250 Mitgliedern und Vorgesetzter von drei Mitarbeiterinnen der Geschäftsstelle hinaus: Er leistet selbst unmittelbare Sozialarbeit bei Familien, die sich hilfesuchend an den Kinderschutzbund wenden. „Bei der Beratung dieser Familien kommt ihm sein umfangreiches Wissen im Sozialrecht zu Gute. Unbürokratische und am aktuellen Hilfebedarf orientierte Lösungen sind seine Spezialität. Da wird zum Beispiel für eine kinderreiche Familie am selben Tage eine Waschmaschine beschafft, ein Dolmetscher gesucht oder ein kleiner Geldbetrag für die Schulausstattung eines Kindes zur Verfügung gestellt“, beschreibt Bürgermeister Lutz Urbach die Arbeit Bilskis.

Die zahlreichen Aufgaben und Projekte des Kinderschutzbundes, wie Präventions- und Anlaufstelle bei Gewalt gegen Mädchen und Jungen, insbesondere bei sexuellem Missbrauch, das Kinder-, Jugend- und Elterntelefon, die Elternkurse „Starke Eltern – Starke Kinder“, die Elternselbsthilfegruppe „Überaktives Kind“, die Gesprächskreise für alleinerziehende Eltern: Familienbetreuung „Rat und Tat“, der Kleiderladen und viele mehr, sind in der Öffentlichkeit weithin bekannt. Dafür leistet Friedhelm Bilski als Motor und Seele des Kinderschutzbundes seit Jahren ein hohes Arbeitspensum.

Besonders hervorzuheben ist „Das Patenprojekt – Große helfen Kleinen“, das Friedhelm Bilski 2006 in Bergisch Gladbach auf den Weg gebracht und zum Erfolg geführt hat.
Unter der Armut ihrer Familien leiden hier rund 2.500 Kinder im Alter von unter zwölf Jahren. Diese Kinder haben kaum Möglichkeiten an altersgemäßen Sport- und Freizeitaktivitäten teilzunehmen. „Hier setzt das Projekt an und finanziert solche Aktivitäten durch Patenschaften, die von Bürgerinnen und Bürgern, Vereinen oder Unternehmen aus der Region übernommen werden. Seit 2006 haben hiervon über 680 Kinder profitiert!“, beschreibt der Bürgermeister das Erfolgsprojekt.

Das Engagement des Geehrten beschränkt sich dabei nicht nur auf den Deutschen Kinderschutzbund: Als Vorstandsvorsitzender der IKK Nordrhein, einer Krankenkasse mit 470.000 Versicherten und über 1000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, trat er im Jahr 2000 in den Ruhestand. Bereits während seiner Berufszeit war er in verschiedensten Gremien tätig. Dazu zählen zum Beispiel die Verwaltungsräte des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung Nordrhein und der Rheinischen Versorgungskasse. Besonders hervorzuheben ist außerdem seine 16-jährige Tätigkeit (1984-2000) als ehrenamtlicher Richter beim Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen.

Friedhelm Bilski gehört zu den Bürgern der Stadt, die sich, bescheiden im Hintergrund arbeitend, seit vielen Jahren ehrenamtlich für das Gemeinwohl einsetzen. „Sein Engagement geht dabei weit über das Maß hinaus, das üblicher Weise von ehrenamtlichen Bürgerinnen und Bürgern geleistet wird“, so Urbach bei der Überreichung der Ehrennadel.

Auszeichnung von Christoph Poddig mit der Ehrennadel

Ehrennadel der Stadt Bergisch Gladbach für Jürgen Münsterteicher


Bei der diesjährigen Inklusionskonferenz im Bürgerhaus Bergischer Löwe am 12. November 2015 hat Jürgen Münsterteicher sein Projekt zum Thema „Behinderung und Sport“ vorgestellt. Dies nahm Bürgermeister Lutz Urbach zum Anlass, ihn während der Veranstaltung mit der Ehrennadel der Stadt Bergisch Gladbach auszuzeichnen.

Jürgen Münsterteicher ist im Verein DJK SSV Ommerborn Sand e.V engagiert; er trainiert und betreut seit seiner Gründung 2009 das „Special Team“, eine Fußballmannschaft für Menschen mit geistiger Behinderung. Diese Mannschaft ist nicht - wie oft bei behinderten Sportlern - eine eigene Abteilung, sondern Bestandteil der Fußballabteilung des Vereins. Das ist so gewollt, um diese Sportler in den Verein zu integrieren, mit allen Rechten und Pflichten. Bereits nach einjähriger Trainingsphase hatte sich ein festes Team von 20 – 25 Spielerinnen und Spielern im Alter von 16 – 43 Jahren gebildet. Mittlerweile sind es so viele geworden, dass zwei Mannschaften gebildet wurden.

Zunächst organisierte Trainer Münsterteicher Freundschaftsspiele gegen eigene Jugendmannschaften, aber sehr bald auch die Teilnahme an internen Turnieren des Vereins. Seitdem folgten Benefizspiele, Auswärtsturniere und auch seit drei Jahren ein Heimturnier mit anderen Special Teams. 2015 organisierte er zum ersten Mal das erste inklusive Turnier in Bergisch Gladbach, für das er auch viele Prominente aus Bergisch Gladbach und Umgebung gewinnen konnte. Das Turnier fand sehr großen Anklang und soll im nächsten Jahr wiederholt werden.

Auch Freizeitaktivitäten gehören beim Special Team zum Programm: Stadionbesuche, Geburtstagsfeiern, Weihnachtsfeiern, Grillabende ebenso wie die Teilnahme am Karnevalszug in Sand. Jürgen Münsterteicher kümmert sich dabei um Wurfmaterial und Bagagewagen. Im Jahre 2013 erhieilt die Fußballmannschaft den Ehrenpreis als Sportler der Stadt Bergisch Gladbach.

Integration und besonders auch Inklusion sind dem Geehrten ein wichtiges Anliegen:
Seit er auch die Altherrenmannschaft organisiert, helfen Spieler des Special Teams dort öfters aus, wenn Not am Mann ist. Aber er denkt nicht nur an „seine“ Fußballer, sondern auch an andere Menschen mit Behinderung. So hat er initiiert, dass die Trikots der 1. Mannschaft des Vereins von einer Schülerfirma der Friedrich-Fröbel-Schule gewaschen werden.

Schon seit seinem 18. Lebensjahr ist Münsterteicher als Fußballtrainer aktiv, zunächst im Westfälischen, bevor er der Liebe wegen 2003 nach Bergisch Gladbach zog. Sein seitdem geleisteter Einsatz ist in Bergisch Gladbach (noch) einzigartig; er ist damit ein Vorreiter in dieser gesellschaftlichen Entwicklung des Miteinanders von Menschen mit und ohne Behinderung.

Diesen großen persönlichen Einsatz haben der Rat der Stadt Bergisch Gladbach und Bürgermeister Lutz Urbach nun durch die Verleihung der Ehrennadel der Stadt Bergisch Gladbach an Jürgen Münsterteicher gewürdigt.

Verleihung der Ehrennadel in Gold an Heinrich Gerhard Breidenbach

Langjähriges und leidenschaftliches ehrenamtliches Engagement im Stadtteil Bensberg zeichnen Heinrich Gerhard Breidenbach aus. In all den Jahren war sein Engagement für seine Mitmenschen ungebrochen stark.

Im Rahmen der Vorstellung des Bergisch Gladbacher Kinderdreigestirns wurde ihm aus diesem Grund am Freitag, dem 6. November 2015 die Ehrennadel in Gold verliehen.

Schon in seiner Schulzeit hat er sich für die Allgemeinheit der Schülerschaft eingesetzt. Er war Klassen- und Schülersprecher und trat für die Belange seiner Mitschülerinnen und Mitschüler ein. Sein Einsatz galt auch Menschen außerhalb seiner Schulwelt. So organisierte er einvernehmlich mit der Lehrerschaft eine spontane Demonstration der Schüler der Johannes-Gutenberg-Realschule und des Albertus-Magnus-Gymnasiums gegen die Okkupation der Tschechoslowakei durch den Warschauer-Pakt.

Mit Beginn seiner Ausbildung zum Fernmeldemechaniker bei der Deutschen Post im Jahr 1969 wählte er aus familiären Gründen als Alternative zum Wehrdienst die 10jährige Verpflichtung zur Rheinisch-Bergischen Abteilung des Malteser Hilfsdienstes. Nach entsprechenden Ausbildungen zum Ersthelfer und Sanitäter im Katastrophenschutz übernahm er in der Folgezeit innerhalb des Ortsverbandes Führungsaufgaben als Gruppenführer. Nach dem Ausscheiden des damaligen Zugführers übertrug ihm das Generalsekretariat des Malteser Hilfsdienstes Deutschland diese Aufgabe.

Durch Lehrgänge eignete er sich umfangreiche Zusatzqualifikationen an. Als technischer Einsatzleiter war er unter anderem bei den Bränden des Kardinal-Schulte-Hauses in Bensberg, bei Dahl-Kanal in Rösrath und bei Holz Berghaus in Bergisch Gladbach Teil der Einsatzleitung des Rheinisch-Bergischen Kreises. Mit dem Ausscheiden des Stadtbeauftragten für Bergisch Gladbach übernahm Heinrich Gerhard Breidenbach auch diese Funktion.

Zu den größten von ihm zu bewältigenden Aufgaben als Leiter der Bergisch Gladbacher Malteser gehörten die beiden sanitätsdienstlichen Betreuungen der Papstbesuche 1980 und 1987 in Köln. Aus der ursprünglich angedachten 10-jährigen Pflicht-Mitgliedschaft wurden somit insgesamt 30 ehrenamtliche und aktive Jahre bei den Maltesern.

Durch Sanitätseinsätze der Malteser bei Veranstaltungen der hiesigen Karnevalsgesellschaften blieb es nicht aus, dass Heinrich Gerhard Breidenbach auch zum Bergisch Gladbacher Karneval Kontakt aufnahm.

Im Jahr 1971 wurde er Mitglied der KG Große Bensberger Rot-Weiss von 1968 e.V. Seine organisatorischen Fähigkeiten wurden von den Mitgliedern schnell erkannt, was letztendlich zur Präsidentschaft der KG führte. Seit nunmehr 14 Jahren steht er der Gesellschaft vor und ist unter anderem durch die Proklamation des Kinderdreigestirns der Stadt Bergisch Gladbach und der Radio Berg-Sitzung einem breiten Publikum bekannt.

Nebenbei ist Breidenbach auch noch seit 15 Jahren als Präsident des Festkomitees Bensberger Karneval eingespannt. Die Vorstellung des Kinderdreigestirns, der Neujahrsempfang und die Straßensitzung an Weiberfastnacht sind feste Bestandteile seines Terminkalenders.
Nur am Karnevalssamstag gönnte er sich eine Auszeit: Dann zieht er den schwarzen Anzug und die Warnweste aus, um sich in den Farben rot und weiß mit seiner Präsidentenkette auf den Festwagen seiner Gesellschaft zu begeben.

Am Karnevalssamstag 2015 verzichtete er jedoch darauf, auf dem Festwagen seiner Gesellschaft mitzufahren: Da er den Platz des Präsidenten für einen aus der nachfolgenden Generation frei machen möchte und sich deshalb nicht zur Wiederwahl stellt, wäre es ihm zu schwer gefallen, noch einmal die Närrinnen und Narren als Präsident zu grüßen.

Verleihung der Ehrennadel in Gold an Heinrich Lang

Die alte Rathausuhr tickt jetzt sogar – der Verschönerungsverein macht es möglich
und: Ehrennadel in Silber für Friedhelm Pytlik


Ein beliebtes Anschauungsobjekt im Rathaus Stadtmitte ist seit September 2015 wieder in das Sichtfeld der Besucher gerückt: Das historische mechanische Uhrwerk von 1906 hat einen erneuten Ortswechsel vollzogen und steht nun samt schützender Vitrine gut sichtbar im Eingangsbereich des Gebäudes. Der Verschönerungsverein Bergisch Gladbach ermöglichte den Umzug, mit dem erhebliche Schreiner- und Restaurationsarbeiten verbunden waren.

Bereits mit seiner Ausmusterung war der originale Antrieb der Giebeluhr aus dem Verborgenen des Rathausspeichers im Jahre 1996 ins Licht der Öffentlichkeit geholt worden. Der Verschönerungsverein Bergisch Gladbach organisierte und finanzierte schon damals den Umzug samt Restaurierung und Unterbringung unter einer repräsentativen Glashaube. Zunächst sehr präsent in der Mitte der Eingangshalle postiert, musste es in den letzten Jahren allerdings ein wenig versteckt in einer Ecke der Eingangshalle verweilen. Dies hat sich nun wieder geändert - dank dem Engagement des Vereins, der sich auch mit vielen anderen Erhaltungsmaßnahmen um das Rathaus verdient gemacht hat. Das Prachtstück steht nun direkt gegenüber dem Fuß der Treppe zum Obergeschoss, neben dem Eingang zur Presse- und Informationsstelle. Dazu waren Änderungen an der Vitrine notwendig: Der Sockel musste niedriger gestaltet werden, um die Gedenkplakette des Heldenpastors Johann Ommerborn nicht zu verdecken. Gleichzeitig wurde das Uhrwerk noch einmal generalüberholt. Zukünftig werden die Räder und Gewichte sogar von außen zu Anschauungszwecken in Gang gesetzt werden können.

Nun konnte die Einweihung gefeiert werden; nach Begrüßung durch den Vereinsvorsitzenden Karl Hubert Hagen gab Restaurator Manfred Haring, der die Arbeiten am Uhrwerk ehrenamtlich durchführte, einen fachkundigen Einblick in das Innenleben des Ausstellungsstückes. Zur „Funktionsprüfung“ hatte der Verein eine Schulklasse der GGS An der Strunde eingeladen, die sich mit Freuden ans Kurbeln machte und den zahlreichen beweglichen Teilen beim Drehen und Hin- und Herruckeln zuschauen konnte.

Ehrennadel in Silber für Friedhelm Pytlik

Ganz besonderen Anteil an der Wiederbelebung des historischen Uhrenantriebes hatte der langjährige Geschäftsführer des Verschönerungsvereins, Friedhelm Pytlik. Ein willkommener Anlass also, ihm eine Ehrung auszusprechen, die der Rat der Stadt bereits in seiner Septembersitzung beschlossen hatte: die Verleihung der Ehrennadel in Silber. Vizebürgermeister Josef Willnecker hielt die Laudatio: „Mit dieser Ehrung sagt die Stadt Bergisch Gladbach einem verdienten Menschen ein großes Dankeschön.“

Mehr als zwanzig Jahre lang, von 1993 bis 2014, hatte Friedhelm Pytlik das Amt des Geschäftsführers beim Verschönerungsverein inne. Er verwaltete aber nicht nur ehrenamtlich, sondern setzte sich sehr engagiert und mit großer Beharrlichkeit für die Ziele des Vereins ein. „Die Liste der mit Ihrer maßgeblichen Hilfe durchgeführten Maßnahmen ist lang“, so Josef Willnecker in seiner Ansprache. Erneuerung der Rathausstühle, Vergoldung der Glockenturmspitze, Neugestaltung des Treppenhauses im Rathaus Stadtmitte, Restaurierung der Maria-Zanders-Bilder, Markierung des geographischen Stadtmittelpunktes. Hildebrandt-Brunnen, Bürgermeisterkette, Rathaus-Fenstergitter, Instandsetzung von „Hexe Köbes“ und „Bäuerin mit Schafen“. All diese Aktivitäten beauftragte und finanzierte der Verschönerungsverein, Friedhelm Pytlik sorgte für die zuverlässige Durchführung. Seine Gründlichkeit zeigte sich auch in der historischen Recherche: So fahndete er erfolgreich nach einer Vorlage für die Nachbildung der verlorengegangenen Rathauslaterne, oder er belegte, dass das Rathaus-Uhrwerk von 1906 nicht wie ursprünglich angenommen durch den Uhrmacher Hugo Hanebeck aus Bergisch Gladbach hergestellt wurde, sondern - wie auch auf dem schmiedeeisernen Trägerwerk zu lesen – aus Bockenem im Harz stammt.

Damit ist die Aufzählung der Ehrenämter und Verdienste Pytliks noch nicht zu Ende: Von 1976 bis 1999 engagierte er sich als Geschäftsführer des Vereins zur Erhaltung und Pflege heimatlichen Brauchtums, was bedeutete, dass er den prallen Terminkalender des Dreigestirns managte und das Prinzenessen sowie etliche weitere Feiern zu organisieren verstand. Auf seine Anregung hin führte der Verein auch 1984 die Montanusplakette ein, die noch heute jedes Jahr für Verdienste um das Brauchtum verliehen wird.



Auszeichnung von Karsten K. Panzer PerZan mit der Ehrennadel in Gold

Ehrennadel vor dem Aufbruch nach Kamerun – Auszeichnung für Dr. Hans-Christian Brüggemann und Dr. Markus Stephan


Sie stehen bereits wieder in den Startlöchern, um zu helfen: Dr. Hans-Christian Brüggemann und Dr. Markus Stephan sind Bergisch Gladbacher Augenärzte, die sich nicht nur eine Praxis teilen, sondern auch ihre Leidenschaft, die Not der Menschen in der Dritten Welt zu lindern. Dr. Brüggemann wird im kommenden November nach Kamerun aufbrechen, um dort ehrenamtlich Augenoperationen durchzuführen. Vorher besuchte Bürgermeister Lutz Urbach die beiden Mediziner in ihrer Praxis, um ihnen die Ehrennadel der Stadt Bergisch Gladbach zu überreichen

Bürgermeister und Rat waren sich einig, dass die jahrelangen ehrenamtlichen Hilfsaktionen der beiden Ärzte dem Ansehen unserer Stadt dienen und eine öffentliche Anerkennung wert sind. Deshalb erhielten Dr. Stephan und Dr. Brüggemann nun die Ehrennadel der Stadt Bergisch Gladbach.

Seit Jahren führen die Mediziner Einsätze wie in Kamerun und ähnliche Expeditionen durch. Dr. Markus Stephan verbrachte gemeinsam mit seiner Familie mehr als zwei Jahre in Kambodscha, um dort an einem Lehrkrankenhaus einheimische Ärzte auszubilden – quasi gegen Kost und Logis, eine adäquate Bezahlung gab es nicht. Regelmäßige Einsätze führen ihn gemeinsam mit Dr. Brüggemann nach Ghana, wo sie an der Augenklinik des Internationalen Verbandes Westfälischer Kinderdörfer e.V. praktizieren – hier werden bis zu 250 Patienten pro Tag behandelt! Medizinisches Material und sogar Operationsinstrumente führen die Ärzte jedes Mal in großen Mengen mit sich. Viele Menschen, vor allem mit Grauem und Grünem Star, warten dort sehnsüchtig auf die Chance ihres Lebens – wieder sehen zu können oder zumindest ihre Restsehschärfe zu erhalten.

Wenn Dr. Brüggemann nun nach Kamerun reist, ist das nicht sein erster Einsatz dort. Bereits 2012 und 2013 engagierte er sich dort in der „Mann Eye Clinic“ in Nkongsamba, die von einer deutschen Ärztin geleitet wird. Kamerun ist augenärztliches Notstandsgebiet: Gerade einmal 50 Fachmediziner sind hier zu finden. Bereits während seines Studiums hat er Nepal besucht, um dort Entwicklungshilfe zu leisten, was er später wiederholte. Als in Nepal die medizinischen Geräte erneuert wurden, organisierte er den Umzug der alten Einrichtung nach Nigeria, wo diese weiterhin gute Dienste leisten konnte.

Für die Hilfseinsätze nehmen die beiden Ärzte jeweils einen Teil ihres Jahresurlaubs in Anspruch. Anderen Menschen zu helfen, verbunden mit den Operationserfolgen bei ansonsten chancenlosen Patienten, das ist für beide der Antrieb, ihr Engagement fortzusetzen. Und es geht weiter: Aktuell plant Dr. Stephan, im Jahre 2016 an einem Projekt teilzunehmen, das eine kleine philippinische Insel augenärztlich versorgen soll. Und Dr. Brüggemann hat gerade gemeinsam mit einem Kollegen die Stiftung FORTIS (Foundation Of Reconstructive International Surgery) gegründet, die in Kenia tätig sein wird und das Ziel hat, arme Patienten mit Verstümmelungen durch Unfall, Krankheit oder Verfolgung ärztlich zu versorgen.

Verleihung der Ehrennadel an Dirk Cromme

Das Thema der Migrations- und Flüchtlingspolitik ist derzeit aktueller denn je. Neben der Unterbringung und weiteren Versorgung der Zuflucht suchenden Menschen, liegt es aber ebenfalls bei den Kommunen, für eine gelungene Integration der Menschen zu sorgen. „Und hier leisten Sie einen entscheidenden Beitrag: Seit nunmehr 5 Jahren engagiert sich MiKibU e.V. für die in Bergisch Gladbach lebenden Migrations- und Flüchtlingskinder“, so Bürgermeister Lutz Urbach, der das 5-jährige Jubiläum des MiKibU e.V. am 18. September 2015 nutzte, um Dirk Cromme mit der Ehrennadel der Stadt Bergisch Gladbach auszuzeichnen.

MiKibU entstand 2009 aus einer Initiative des Integrationsrates der Stadt Bergisch Gladbach mit 9 Helfern und 5 Schülern. Die Förderung der Schüler bezieht sich besonders auf die Kinder aus Zuwanderungsfamilien mit schulischen Problemen. Hausaufgabenhilfe und Deutschförderung stehen im Vordergrund, in der Regel zweimal wöchentlich, zum Teil aber auch häufiger. „Sie engagieren sich in einer ganz besonderen Weise für die Arbeit mit diesen Kindern“, so Urbach. „Als Vorsitzender des MiKibU e.V. und Projektleiter sowie Vorsitzender des dazugehörigen Fördervereines kommt man nicht umhin, Sie als Motor dieser Institution zu verstehen“, erklärt der Bürgermeister bei der Verleihung. „Als Sie mir einmal ausführlich Art und Umfang Ihrer Tätigkeit geschildert haben, hat mich das sehr beeindruckt“, so Urbach weiter.

Zurzeit sind 135 Mentoren in acht Grundschulen in Bergisch Gladbach tätig, die den ca. 150 von den Klassenlehrern vorgeschlagenen Kindern vorrangig Hausaufgabenhilfe und Deutschförderung bieten. Daneben kümmern sich die Mentoren auch um außerschulische Bedürfnisse ihrer Schützlinge. So plant und begleitet der Geehrte die halbjährlichen Ausflüge der MiKibU-Kinder ins Theater und zu anderen kulturellen Einrichtungen, eine zeit- und energieaufwändige Aufgabe.

Dirk Cromme geht seine Aufgabe bei MiKibU als full-time-job an. Sein wöchentlicher Zeitaufwand beträgt 30-40 Stunden! Der frühere Leiter des Berufskollegs Deutzer Freiheit in Köln ist außerdem verantwortlich für die Anwerbung neuer Mentoren. Dazu baut er mehrfach im Jahr Informationsstände auf Wochen-, Weihnachts- und anderen Märkten, Stadt-, Stadtteil- und Straßenfesten auf und übernimmt hier auch den Standdienst. Doch damit nicht genug: Der engagierte Bergisch Gladbacher kümmert sich daneben um die Gewinnung von Sponsoren für MiKibU, was keine leichte Aufgabe darstellt. Außerdem leitet er - meist zusammen mit Christiane Müller - Vortragsveranstaltungen, in denen er interessierten Bürgern MiKibU vorstellt und plant Fortbildungsveranstaltungen für die Mentoren.

Dirk Cromme pflegt die Kontakte zu den Schulleitungen aller von MiKibU betreuten Schulen. Er koordiniert die bedarfsgerechte Verteilung der Mentoren entsprechend der Anforderungen der Schulen. Zusätzlich ist er als sogenannter “Springer” an den Schulen unterwegs, um verhinderte Mentoren zu ersetzen. Bei seinem Besuch im März 2015 konnte sich auch NRW-Integrationsminister Guntram Schneider von dem besonderen Engagement überzeugen!

Die Auszeichnung mit der Ehrennadel ist nicht nur für den Geehrten etwas Besonderes: Sie stellt auch für den Kreis der Mentoren eine wichtige Motivation dar und sensibilisiert die Öffentlichkeit für die Wichtigkeit und Aktualität der Aufgabe, junge Migranten in die Gesellschaft zu integrieren.

„Zusammenfassend leisten Sie, lieber Herr Cromme, unserer Stadt einen wichtigen und ehrenwerten Dienst. Ihr uneigennütziges Engagement verdient öffentliche Anerkennung”, so der Bürgermeister.

Wer darf Personen vorschlagen und wer entscheidet über die Verleihung?

Ehrungsvorschläge können vom Bürgermeister und den Mitgliedern des Rates, aber auch von Wohlfahrtsverbänden, Jugendverbänden, Kirchen und Vereinen sowie deren Dachverbänden unterbreitet werden.

Bürgerinnen und Bürger haben zwar kein Vorschlagsrecht, können aber zu Ehrungen anregen. Ansprechpartnerin ist Annerose Linden im Büro des Bürgermeisters mit folgenden Kontaktdaten:

a77829d9a1cd34c3387ea28d130fb4d3a.linden@96cbec73030a4535a2bddd87021fcecestadt-gl.de
Tel. 02202 14 2497

Alternativ können sich Bürgerinnen und Bürger mit ihrer Anregung an die genannten vorschlagsberechtigten Einrichtungen wenden.

Über die Ehrungsvorschläge entscheidet der Rat in nichtöffentlicher Sitzung mit einfacher Mehrheit – über die aktuellen Ehrungen wurde am 8. September 2015 beschlossen.