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Stadthaus und Mediathek als neues Entrée für die Innenstadt Stuttgarter Büro gewinnt Planungswettbewerb (Stand 18.6.2019)

Der Siegerentwurf des Architekturbüros Auer Weber aus Stuttgart

Jury entschied über Planungswettbewerb vom Herbst 2018  

Insgesamt sechs überarbeitete Entwürfe der zweiten Bearbeitungsphase waren am 12. April 2019 von einer Jury unter dem Vorsitz von Prof. Christa Reicher, Aachen, zu bewerten. Die sechs Arbeiten waren vom Preisgericht bereits im Dezember 2018 aus insgesamt zwölf Wettbewerbsbeiträgen ausgewählt worden.

Die Stadt Bergisch Gladbach plant Teile der Stadtverwaltung sowie die Stadtbücherei in einem Neubau im Kopfbereich des S-Bahnhofs Bergisch Gladbach zu realisieren. Das Projekt soll parallel zum voraussichtlichen Ausbau des S-Bahnhofs erfolgen. Für die weitere Planung des Neubaus wurde im Herbst 2018 ein zweiphasiger, anonymer Planungswettbewerb ausgeschrieben.

Während in der ersten Bearbeitungsphase vor allem die städtebaulichen Qualitäten der einzelnen Arbeiten im Fokus standen, bewertete das Preisgericht nun die Arbeiten auch in architektonischer und funktionaler Hinsicht. Die Jury zeigte sich beeindruckt von der Bandbreite der eingereichten Wettbewerbsbeiträge und von der Qualität aller in der zweiten Bearbeitungsphase abgegebenen Arbeiten.

Der Gewinner: Architekturbüro Auer Weber aus Stuttgart  

Insgesamt wurden 3 Preise und 3 Anerkennungen verliehen. Einstimmig empfiehlt das Preisgericht der Stadt Bergisch Gladbach, die mit dem ersten Preis prämierte Arbeit der weiteren Bearbeitung des Projekts zugrunde zu legen. Wesentliche Qualitäten des städtebaulichen Konzepts sollen nun in die Fortschreibung der Planung für den S-Bahnhof mit einfließen.
Gewinner des Wettbewerbs für den Neubau des Stadthauses in Bergisch Gladbach ist das Architekturbüro Auer Weber Assoziierte GmbH Architekten BDA aus Stuttgart.
Zum Planerteam gehören zudem die Landschaftsarchitekten Latz + Partner LandschaftsArchitektur Stadtplanung aus Kranzberg, die Ingenieurbüros Knippers Helbig Advanced Engineering GmbH aus Stuttgart (Tragwerksplanung), Schreiber Ingenieure Systemplanung GmbH aus Ulm (Technische Gebäudeausrüstung), ibb Burrer & Deuring Ingenieurbüro GmbH aus Ludwigsburg (Technische Gebäudeausrüstung, Elektrotechnik) sowie Müller BBM GmbH Niederlassung BfB Stuttgart (Bauphysik).

Präsentation der Entwürfe im April/Mai 2019 in der Villa Zanders 

Das Projekt überzeugte die Jury durch zwei maßstäbliche, zugleich sehr unterschiedlich gestaltete Bauvolumen im Kopfbereich der Gleise am S-Bahnhof und an der Jakobstraße: Ein zeichenhafter gläserner Würfel am Ende der Bahngleise mit Reisezentrum und GL-Shop im Erdgeschoss und der Bibliothek in den Obergeschossen markiert prägnant die Ankunft in der Stadt und leitet über in Richtung Ortskern. Als Solitär hat er Strahlkraft in alle Richtungen. Im Kontrast dazu wird das Baufeld an der Jakobstrasse durch ein rhythmisch gegliedertes Gebäude mit Innenhöfen für die neue Stadtverwaltung entwickelt. Es überzeugt durch seine Maßstäblichkeit im Stadtraum. Zudem verspricht es im Innern ein lichte, einladende Atmosphäre und hervorragende Arbeitsplatzqualitäten. Auch das Freiraumkonzept lobte die Jury. Durch die räumliche Staffelung der Baukörper entsteht im Eckbereich Jakobstraße und Johann-Wilhelm-Lindlar-Straße, wo sich auch der Haupteingang zum neuen Stadthaus befindet, ein neuer Platz, der von Norden herkommend zugleich ein angemessenes Entrée zur Fußgängerzone der City schafft.
Die Wettbewerbsarbeiten wurden vom 19. April bis 2. Mai 2019 im Kunstmuseum Villa Zanders  in Bergisch Gladbach ausgestellt.

Weitere Prämierungen gingen nach Düsseldorf und Aachen

Darüber hinaus wurden folgende Arbeiten prämiert: Ein 2. Preis wird der Arbeit des Generalplanerteams von RKW Architektur+ GmbH aus Düsseldorf zuerkannt. Der 3. Preis wird dem Planungsteam des Architekturbüros gmp International GmbH in Aachen zugeteilt.

Die drei weiteren Arbeiten, die das Preisgericht in der ersten Sitzung im Dezember 2018 für die Überarbeitung und Vertiefung in einer zweiten Wettbewerbsphase in die engere Wahl genommen hatte, werden zudem mit je einer Anerkennung ausgezeichnet.