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Was geschieht auf dem Zanders-Areal? – Auftaktveranstaltung im Bergischen Löwen am 13. November 2019

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Die letzten Wochen und Monate waren für die Projektgruppe Zanders Innenstadt sehr arbeitsreich. Das Team aus Stadtplanerinnen und Stadtplaner als Stabsstelle von Bürgermeister Lutz Urbach hat die Aufgabe, eine Zukunftsstrategie für das Zanders-Gelände und die umgebende Innenstadt im Hinblick auf die nächsten 10 bis 20 Jahre zu entwickeln.

Dabei wird es von dem externen Planungsbüro plan-lokal aus Dortmund unterstützt, welches mit der Erstellung eines „Integriertes Handlungskonzeptes Zanders Innenstadt“ beauftragt wurde. Die Stadt Bergisch Gladbach möchte sich damit im Rahmen der Regionale 2025 um den Erhalt von Fördermitteln des Landes Nordrhein-Westfalen bewerben und Maßnahmen in der Innenstadt finanzieren.

Eine erste „Projektskizze“ für das Zanders-Areal wurde Ende September im Stadtentwicklungs- und Planungsausschuss den Ratsmitgliedern vorgestellt und mit viel Lob aus den Reihen der Politik bedacht.

Bei den Aspekten zur Planung für die 37 Hektar im Herzen der Stadtmitte spielen Standortsicherung und Stadtentwicklung eine große Rolle. Daher ist die Hauptaussage auf die Frage „Was passiert eigentlich auf dem Zanders-Gelände im Herzen der Stadt?“ ganz einfach: Auf dem Gelände wird – wie seit 200 Jahren – Papier produziert.

Vor dem Hintergrund des laufenden Insolvenzverfahrens ist allerdings die Stilllegung der Papierfabrik nicht völlig auszuschließen. Für diesen Fall befasst sich die Projektgruppe mit einer möglichen Nachfolgenutzung. Für die Planung ist es wichtig, beide Szenarien einer Teil- bzw. Vollkonversion im Blick zu halten, damit die Entwicklung von Teilflächen später nicht mit den Plänen für eine komplette Umnutzung des Zanders-Areals in Konflikt gerät. Dabei müssen Folgewirkungen für das direkte Umfeld, die Innenstadt, die Gesamtstadt und die Region mitbedacht werden.

„Die planerische Herangehensweise an diese Fragestellung ist nicht einfach“, erklärt Udo Krause als Leiter der Projektgruppe Zanders Innenstadt. „Denn es müssen Konzepte gefunden werden, die zu einer Papierfabrik in der unmittelbaren Nachbarschaft passen. Nicht überall kann man beispielsweise aus Immissionsschutzgründen Wohnungen bauen.“

Das Zanders-Gelände bietet eine einzigartige Möglichkeit für die Stadt, sich für die Zukunft neu aufzustellen. Daher soll in die Strategie für die Umnutzung des Areals auch der Ideenreichtum der Bürgerinnen und Bürger sowie weiterer stadtgesellschaftlicher Akteure einfließen.

„Für 2020 steht nun der Austausch mit der Bürgerschaft im Fokus“ erläutert Stadtplaner Udo Krause für die fünfköpfige Projektgruppe.

Ein Modul sind „Themenabende“, an denen externe Fachleute zu verschiedenen stadtentwicklungsrelevanten Themen referieren werden. So soll Wissen über eine zukunftsfähige Stadtplanung vermittelt werden. Im nachfolgenden Workshop-Prozess kann dieses Wissen dann für die Diskussion und den Dialog von allen Beteiligten genutzt werden.

Die Workshops befassen sich mit der Frage, wohin sich das zentral gelegenen Areal entwickeln könnte. Unter sachkundiger Leitung werden Kleingruppen zu verschiedenen Themen Vorschläge entwickeln. Im Anschluss sollen die einzelnen Gruppen miteinander ins Gespräch kommen und gemeinsam grobe Leitideen für die Entwicklung des Geländes formulieren.

Die erste Veranstaltung des mehrstufigen Beteiligungsprozesses steht noch in diesem Jahr an. Unter dem Motto „Vorbeikommen, informieren, diskutieren“ sind alle Interessierten eingeladen, am Mittwoch, den 13. November 2019, um 19 Uhr in den Spiegelsaal des Bergischen Löwen zu kommen.

„Die Bürgerschaft soll frühzeitig in den Planungsprozess miteinbezogen werden“, so lautet der Wunsch von Stadtverwaltung und Politik. Bei der Auftaktveranstaltung Mitte November wird über den anstehenden Entwicklungsprozess, den Anlass dafür und mögliche Planungsziele informiert.

Einen ersten Überblick über die Arbeit der Projektgruppe Zanders Innenstadt gibt es auf der neuen Seite der Projektgruppe:

Internetseite Zanders Innenstadt