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Die Babylotsin hat ihren Dienst aufgenommen – Katharina Ott ist Ansprechpartnerin für werdende und frischgebackene Eltern

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Ob Jugendamt, soziale Einrichtungen oder medizinische Angebote, ob beratend, präventiv oder finanziell – es gibt eine Fülle von Hilfen, die für junge Familien in Bergisch Gladbach zur Verfügung stehen. Nur – welche frischgebackenen Eltern kennen die ganze Palette? Viele nehmen die angebotene Unterstützung nicht in Anspruch, weil ihnen einfach die notwendigen Informationen fehlen, welche Hilfe für ihr Kind wichtig und sinnvoll ist. Ein möglichst früher, niederschwelliger Kontakt soll deshalb in den Bergisch Gladbacher Geburtskliniken, idealerweise schon vor der Geburt, hergestellt werden.

Das Jugendamt der Stadt Bergisch Gladbach - genauer: das Sachgebiet „Frühe Hilfen“ in der Abteilung Kinder-, Jugend- und Familienförderung – hat für diese Aufgabe eine neue Mitarbeiterin eingestellt. Katharina Ott ist seit ihrem Dienstbeginn am 15. Mai die Bergisch Gladbacher Babylotsin – und will dafür sorgen, dass in den zwei Bergisch Gladbacher Geburtskliniken, dem Vinzenz Pallotti Hospital und dem Evangelischen Krankenhaus, die richtigen Informationen an die Eltern kommen und auch präventiv Probleme besprochen werden können, deren Ausräumung später für die Entwicklung des Kindes wichtig sein kann. Dazu geht sie aktiv auf die Eltern zu, ist aber auch als Ansprechpartnerin jederzeit gesprächsbereit.

In Bergisch Gladbach kamen im Jahre 2020 2.722 Kinder in den Geburtskliniken zur Welt. Katharina Ott weiß, worauf sie als Babylotsin ihren Blick richten muss: „In der Geburtsklinik werden unterschiedliche Belastungen deutlich, die gut bearbeitet werden können, wenn sie frühzeitig erkannt und angegangen werden. So kann ich zum Beispiel helfen, Probleme und Überforderungen zu verhindern.“

Die besonders sensible Zeit um die Geburt bedarf besonderer Feinfühligkeit in der Beratungsarbeit, so Ott: „Mütter und Väter dürfen bei der Inanspruchnahme der Beratung auf keinen Fall das Gefühl bekommen, unter Zwang zu stehen. Es muss für die beratenen Personen eindeutig sein, dass sie Beratung und ggfs. Unterstützung freiwillig in Anspruch nehmen, und dass die Schweigepflicht jederzeit gewahrt bleibt.“ Katharina Ott betont aber auch: „Familien können Belastungen oft aus eigener Kraft ausgleichen. Dieses Ziel habe ich als Babylotsin immer vor Augen.“

Das Nationale Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) als Einrichtung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hat einheitliche Ziele für Lotsendienste in den Kommunen definiert. So soll der Lotsendienst von einer Fachkraft durchgeführt werden, die über eine psychosoziale, pflegerische oder medizinische Grundqualifikation verfügt und eine aufgabenspezifische Qualifizierung/Schulung erhält. Das Angebot ist für Familien kostenlos, und der Lotsendienst in der Geburtsklinik erfüllt, bezogen auf die Familie, die drei Kernaufgaben: Erkennen von Belastungsfaktoren und Ressourcen, vertiefendes Gespräch und bei Bedarf Überleitung in Unterstützungsangebote.

Wichtig ist auch, dass die jeweilige Klinikleitung den Lotsendienst befürwortet. Was in Bergisch Gladbach glasklar der Fall ist: In beiden Häusern ist Katharina Ott höchst willkommen und hat innerhalb ihrer Kompetenzen den größtmöglichen Spielraum, sich um werdende und frischgebackene Eltern zu kümmern. Die Chefärzte der beiden Geburtskliniken, Dr. Simeon Korth vom Vinzenz Pallotti Hospital und Prof. Dr. Christian Rudlowski vom Evangelischen Krankenhaus, freuen sich sehr über die Unterstützung und haben ihre konstruktive Zusammenarbeit zugesichert.

Als gedrucktes Hilfsmittel zur Weitergabe steht der Lotsin ein Faltblatt zur Verfügung, das eine Fülle von Adressen beinhaltet – vom Kinderärztlichen Notdienst über Familienbildung und –beratung, Kinderbetreuung und Elternschulen bis hin zu Unterstützungsangeboten bei finanziellen Fragen.

Alles in allem also ein Angebot, das nicht nur Schwellen zu wichtigen Hilfsangeboten abbaut, sondern auch Konflikte und Krisen bei Eltern und Kind vermindert oder gar verhindert – ein Dienst, der der Gesellschaft insgesamt zugutekommt. Gefördert wird der Babylotsendienst zu 80 % über das Programm „Kinderstark – NRW schafft Chancen“ des Landesministeriums für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration.

Katharina Ott ist im Fachbereich Jugend und Soziales – Sachgebiet Frühe Hilfen – unter der Telefonnummer 0151 22756763 oder der Mailadresse babylotsin@d3541cba98574d42ad3017f20575a710stadt-gl.de erreichbar.