Direkt zur Suche und Hauptnavigation Direkt zum Inhalt
Übernehmen

Sehr gute Unterstützung im Übergang in den Beruf – Berufswahl-SIEGEL an vier Schulen verliehen

Sehr gute Unterstützung im Übergang in den Beruf – Berufswahl-SIEGEL an vier Schulen verliehenBild vergrößern

Rheinisch-Bergischer Kreis. Vielen Schülerinnen und Schülern fällt die Entscheidung der Berufswahl schwer. Im Rheinisch-Bergischen Kreis und in Leverkusen werden Jugendliche bei der Suche vorbildlich von ihren Schulen unterstützt. Dieses Engagement wurde jetzt gewürdigt.

Im Großen Sitzungssaal des Kreishauses Heidkamp erhielten vier Schulen das Berufswahl-SIEGEL: das Albertus-Magnus-Gymnasium Bensberg, die Johannes-Gutenberg-Realschule Bensberg, das Lise-Meitner-Gymnasium und die Städtische Katholische Hauptschule Im Hederichsfeld, beide aus Leverkusen.

Das Gütesiegel wird an Schulen vergeben, die sich besonders für den Übergang in den Beruf einsetzen. „Mit der Verleihung des Berufswahl-SIEGELs werden die besonderen Leistungen Ihrer Schulen zur Vorbereitung der Berufswahl gewürdigt. Dieses wichtige Thema ist eng verflochten mit der zukünftigen Entwicklung der Region“, lobte Landrat Stephan Santelmann, „für diese herausragende Arbeit danke ich Ihnen sehr.“

Auch Michael Wilde, vom Bildungsbüro der Stadt Leverkusen, freute sich über den großen Einsatz der ausgezeichneten Schulen „Heute wollen wir besonders die Schulen mit Stärken hervorheben. Ich freue mich, dass Sie die Aufgabe der Berufsorientierung angenommen haben, denn wir brauchen guten und qualifizierten Nachwuchs.“ Die vier Laudatoren betonten, wie wichtig ein gut funktionierendes Netzwerk aus Eltern, Lehrkräften, der Wirtschaft und kommunalen Vertreterinnen und Vertretern sowie weiteren Partnern sei.


Die Kriterien für das Berufswahl-SIEGEL
Das Ziel ist es, die Berufs- und Studienorientierung systematisch weiterzuentwickeln und zu verbessern. Seit dem Schuljahr 2008/2009 leistet das Berufswahl-SIEGEL im Rheinisch-Bergischen Kreis einen wesentlichen Beitrag, um Jugendliche gezielt auf ihren individuellen Start in Ausbildung und Studium vorzubereiten. Eine Schule, die das Berufswahl-SIEGEL bekommen möchte, muss mehrere Kriterien erfüllen. Dazu zählt eine gute Kooperation mit Unternehmen, Bildungsträgern und Eltern. Weiterhin sollen die Schülerinnen und Schüler schon vor dem Berufsantritt praktische Erfahrungen im Arbeitsleben gesammelt haben. Dies kann durch Praktika, Betriebserkundungen und Schülerprojekte erfolgen. Die Berufs- und Studienorientierung sollte weiterhin fester Bestandteil im Gesamtkonzept der Schule sein. Um eine kontinuierliche Entwicklung zu gewährleisten, sollen die
Aktivitäten im Bereich Berufs- und Studienorientierung regelmäßig überprüft und gegebenenfalls optimiert werden.


So erhalten die Schulen das Berufswahl-SIEGEL
Möchte eine Schule das Berufswahl-SIEGEL erhalten, so muss sie schriftlich darstellen, welche Bemühungen sie bisher unternommen hat, um den Übergang von der Schule in den Beruf oder in das Studium besonders zu fördern.
Eine ehrenamtliche Jury, bestehend aus Mitgliedern der Wirtschaft, Verbänden und Schulen prüft dann vor Ort, ob die Schule das SIEGEL verliehen bekommt. Im Rheinisch-Bergischen Kreis hat sich das Albertus-Magnus-Gymnasium Bensberg zum ersten Mal zertifiziert und die Johannes-Gutenberg-Realschule Bensberg bekommt das SIEGEL aktuell bereits zum vierten Mal verliehen. Die beiden Leverkusener Schulen haben sich re-zertifiziert.


Langfristig angelegter Prozess zur Qualitätssicherung
Das Berufswahl-SIEGEL ist ein langfristig angelegter Prozess zur Qualitätssicherung. Die Kriterien orientieren sich an europäischen Standards und werden an die regionalen Gegebenheiten angepasst. Das SIEGEL wird zunächst für drei und dann als Re-Zertifizierung für fünf Jahre verliehen. Danach kann eine Schule sich erneut der Evaluierung stellen, um das SIEGEL weiterzuführen.


Hintergrund
Die Idee zum Berufswahl-SIEGEL ist im Jahr 1999 im Rahmen der Aktivitäten des Regionalnetzwerks Ostwestfalen der bundesweiten „Initiative für Beschäftigung!“ entstanden und hat sich inzwischen zu einem bundesweiten Netzwerk entwickelt, welches von einem breiten Bündnis aus Politik, Schulen, Hochschulen, Wirtschaft und Gesellschaft getragen wird. Die Umsetzung des SIEGELs erfolgt durch verschiedene regionale Träger. Der Träger vor Ort ist das jeweilige Schulamt. Dieses gestaltet die Bewerbungsabläufe und Beratung der Schulen, koordiniert die regionalen Jurys und die Audits sowie die Verleihung. Schirmherr des Berufswahl-SIEGELs im Rheinisch-Bergischen Kreis ist Landrat Stephan Santelmann.