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ISEK 2030: Beteiligungskonzept

Die aktive Beteiligung von Politik, Verwaltung und Bürgerinnen und Bürgern war ein elementarer Baustein des ISEK 2030. Neben Fachgesprächen und Workshops mit Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern wurden bereits frühzeitig Bürgerinnen und Bürger in die Diskussion um die Stadtentwicklung in Bergisch Gladbach einbezogen. Die Art der Veranstaltungen war vielfältig.

Stadtteilerkundungen

Verwaltungsrunden

Während der gesamten Bearbeitungszeit wurde das Projekt von Verwaltungsrunden begleitet. Die Verwaltung wurde bei insgesamt fünf Verwaltungsrunden aktiv in den Bearbeitungsprozess eingebunden. Themen der Verwaltungsrunden waren: Intention des ISEK 2030 und Datensammlung (07.05.2010), Bestandsaufnahme und Leitbildfindung (08.10.2010), Schwerpunktthemen und Fokusräume in der Stadt (20.05.2011) sowie Diskussion über die Empfehlungen des ISEK 2030 (14.07.2011). In einer abschließenden Veranstaltung wurde über den Endbericht und die Konsequenzen für das Verwaltungshandeln diskutiert (11.10.2011).
Darüber hinaus informierten sich die Gutachter bei diversen Einzelgesprächen mit den relevanten Fachaufgaben über die künftigen Aufgaben, Probleme und Herausforderungen Bergisch Gladbachs.

Workshops, Öffentlichkeits- und Expertenbeteiligung

Die Beteiligung der Öffentlichkeit an dem Prozess erfolgte in verschiedenen Kreisen und mit wechselnder Beteiligung. Während einige Veranstaltungen, wie die Zukunftsmesse, allen Bürgerinnen und Bürgern offen stand, wurden bei anderen Veranstaltungen gezielt Experten eingeladen (zum Beispiel Zukunftskonferenz oder Planungswerkstätten).

Zukunftskonferenz

An der Schnittstelle zwischen Analyse- und Konzeptphase stand die Zukunftskonferenz am 4. und 5. November 2010. Hier wurden erste Einschätzungen und Planungsgrundlagen fundiert reflektiert und mit ausgewählten Bürgerinnen und Bürgern aus unterschiedlichen Interessensbereichen weiterentwickelt. Durch eine klare Strukturierung trug die Methode „Zukunftskonferenz“ dazu bei, dass die 64 eingeladene Personen die gemeinsame Zukunft der Stadt Bergisch Gladbach "entdeckten" und ein gemeinsames Leitbildet entwickelten. Darüber hinaus wurden bereits erste thematische Schwerpunkte erarbeitet. Die Ergebnisse der Zukunftskonferenz bildeten eine wesentliche Grundlage für die weitere Erarbeitung des ISEK 2030 und können auf dieser Internetseite heruntergeladen werden.

Fokusrunden

Bei den Fokusrunden wurde jeweils mit zehn bis 15 Akteurinnen und Akteuren aus Bergisch Gladbach themenbezogen über die Probleme und Potenziale von Bergisch Gladbach diskutiert und Handlungsansätze erarbeitet. Behandelt wurden die Themen Mobilität (11.04.2011), Freiraum, Tourismus und Wellness (09.05.2011), Wirtschaftsstandort Bergisch Gladbach (19.05.2011) sowie Arbeiten in Stadtmitte (08.06.2011).

Planungswerkstätten

Die Planungswerkstätten dienten dazu, einzelne Bereiche in Bergisch Gladbach näher zu untersuchen und Handlungsfelder zu formulieren. So wurden die Stadtteile Bensberg und Refrath mit dem Schwerpunkt „Standortqualitäten erfolgreich ausbauen“ in den Blick genommen (06.05.2011). Die Planungswerkstatt „Qualitäten im Wandel sichern“ befasste sich am 16. Mai 2011 mit dem ländlichen Raum und am 06. Juni 2011 wurde mit dem Thema „Umbruch erfolgreich gestalten“ der Nordwesten von Bergisch Gladbach vertiefend betrachtet. Beteiligt waren jeweils rund 25 Personen aus den entsprechenden Stadtteilen.

Gewerbekonzept

Das Gewerbekonzept als ein zentraler Fachbeitrag zum ISEK 2030 wurde am 22. Juni 2011 vorgestellt und diskutiert. In einer Veranstaltung wurden interessierte Gewerbetreibende sowie Bürgerinnen und Bürger Bergisch Gladbachs über die Gewerbeflächenanforderungen und -entwicklungen der nächsten Jahre informiert. Dazu hatte die Stadt Bergisch Gladbach gemeinsam mit der Industrie- und Handelskammer zu Köln, der Handwerksammer zu Köln und der Kreishandwerkerschaft Bergisches Land in den Bensberger Ratssaal eingeladen.

Bürgerforum

Das Pendant zur Zukunftsmesse stellt das Bürgerforum dar. Am 12. Oktober 2011, also rund ein Jahr nach der ersten öffentlichen Veranstaltung, wurden im Ratssaal Bensberg die Ergebnisse des ISEK 2030 Prozesses vorgestellt und diskutiert. In Diskussionsrunden erhielten die Bürgerinnen und Bürger Bergisch Gladbachs die Möglichkeit, über die Erfolgsaussichten des ISEK 2030 aus ihrer Sicht mit den öffentlichen Akteuren zu diskutieren. Zudem wurde dargestellt, wie Verwaltung und Politik sich die Umsetzung der Empfehlungen vorstellen. Eingeladen waren neben den am Prozess Beteiligten alle Bürgerinnen und Bürger Bergisch Gladbachs. Rund 80 Personen sind der Einladung gefolgt.

Politische Beteiligung

Informelle Beratung

Ähnlich wie die Verwaltung wurde auch der Arbeitskreis Stadtentwicklung, der aus Vertreterinnen und Vertreter aller Ratsfraktionen besteht, bei insgesamt fünf Arbeitskreisen aktiv in den Bearbeitungsprozess des ISEK 2030 eingebunden. Bei dem ersten Arbeitskreis (09.07.2010) wurde über die Ziele und Intention des ISEK 2030 informiert. In weitere Sitzungen wurden die Bestandsaufnahme (07.12.2010) und die ersten konzeptionellen Entwürfe (01.06.2011) vorgestellt und Anregungen aufgenommen. Das Gewerbekonzept wurde bei einem separaten Termin (07.07.2011) mit den Vertreterinnen und Vertreter der Fraktionen diskutiert. Abgeschlossen wurde die informelle Beteiligung im Arbeitskreis Stadtentwicklung am 25.07.2011 mit der Vorstellung und Diskussion der Ergebnisse des ISEK 2030.

Formelle Beratung

Während des Bearbeitungsprozesses wurde bereits im Ausschuss für Stadtentwicklung, demografische Entwicklung, soziale Sicherung, Integration, Gleichstellung von Frau und Mann (01.03.2011) und im Ausschuss für Umwelt, Klimaschutz und Verkehr (04.05.2011) über den Zwischenbericht des ISEK 2030 beziehungsweise den Bearbeitungsstand informiert. Der gesamte Erarbeitungsprozess des ISEK 2030 schloss mit der politischen Beratung ab Herbst 2011 ab. Mitberaten haben

  • der Ausschuss für Stadtentwicklung, demografische Entwicklung, soziale Sicherung, Integration, Gleichstellung von Frau und Mann (Federführung)
  • der Ausschuss für Bildung, Kultur, Schule und Sport,
  • der Ausschuss für Umwelt, Klimaschutz und Verkehr,
  • der Planungsausschuss.

Abschließend wurde das ISEK 2030 vom Rat der Stadt Bergisch Gladbach am 14. Februar 2012 beschlossen.

Letzte Aktualisierung: 23.08.2016