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Fußverkehr Maßnahmen

Im Zuge des Mobilitätskonzepts sind insgesamt 15 Maßnahmen für den Fußverkehr vorgesehen. Diese können hier im Einzelnen eingesehen werden.

(B) = Anregung aus der Bürgerbeteiligung

Geplante Maßnahmen

F1 - Netzkategorisierung für den Fußverkehr 

Erstellung eines Quell-/Ziel Netzes auf Ortsteilebene. Einteilung in Hauptachsen, Nebenachsen, Ergänzung Wege, durch die Nutzungshäufigkeit der Wegabschnitte und vorhandenen relevanten Quell-Zielbeziehungen. Die Maßnahme ist für das gesamte Stadtgebiet sinnvoll. Mit Hilfe der Daten aus der Haushaltsbefragung wurden diejenigen Bereiche bestimmt, in denen die Zahl der täglichen Fußwege besonders hoch ist. Dabei wird unterschieden in:
· Fußwege innerhalb einer Verkehrszelle (F 1.1)
· Fußwege zwischen zwei Verkehrszelle, aber innerhalb eines Ortsteils (F 1.2)
· Fußwege zwischen zwei verschiedenen Ortsteilen (F 1.3)

F2 - Schaffung eines Verbindungssystems in Bensberg 

Im Bereich der Innenstadt von Bensberg existiert bereits eine größere Anzahl von Fußwegen. Durch weitere auszubauende Abschnitte könnten diese Wegeverbindungen zu einem zusammenhängen feinmaschigen Netz verknüpft werden, welches den Bereich optimal erschließt (im Rahmen Integriertes Handlungskonzept Bensberg). Erstellung von Fußwegekarten zur Übersicht aller Fußwege, Radwege, Busverbindungen zu relevanten Quellen- und Zielen zusammen mit dem VRS sinnvoll. Zunächst für Bensberg und später auf andere Stadtteile übertragbar.

F3 - Prüfung der Gehwegbreiten und Gehwegbefestigung (B) 

Prüfung der Breite der Gehwege und Korrektur auf eine vereinbarte Mindestbreite wo dies möglich und vertretbar ist. Umzusetzen für das gesamte Stadtgebiet.

Zum Beispiel: Hoppersheider Weg; Voiswinkeler Straße; Schlagbaumweg; Siebenmorgen; Kaule (zwischen Reiser und Auf der Halde); Neuenweg; Dolmanstraße/In der Taufe; Rommerscheider Straße, Wickenpfädchen

F4 - Prüfung der Wartezeiten für Fußgänger an Ampeln (B) 

Bei Wartezeiten von mehr als 45 Sekunden wird die Fahrbahn oft bei Rot überquert. Prüfung der Wartezeiten und Verringerung der Wartezeiten für Fußgänger wo dies möglich ist. Optimales Ziel wäre an hoch frequentierten Kreuzungen eine Freigabe für Fußgänger (abhängig der Tageszeit und Verkehrsströme) innerhalb von 3 Sekunden im gesamten Stadtgebiet.

An frequentierten Kreuzungen z.B. an den Busbahnhöfen wäre die Einrichtung einer Anzeige der Wartezeiten in Sekunden zur Verringerung des Missbrauchs sehr sinnvoll.

F5 - Prüfung einer zusätzlichen Querungshilfe (B)

Dolmanstraße - Wickenpfädchen (am Bahnübergang Refrath Straßenbahnlinie 1, Gefährdung der Kinder auf dem Schulweg), Prüfung einer Mittelinsel als Querungshilfe oder Markierungen als Leitsystem.

Dolmanstraße – Steinbreche, Prüfung zur Einrichtung einer Lichtsignalanlage (LSA) mit Bedarfsanforderung für Fußgänger im Zuge der Einrichtung der Feuerwehrzufahrt.

F6 - Prüfung einer Verlängerung der Ampelphasen für Fußgänger (B) 

Insbesondere vor Seniorenheimen und Schulstandorten sollten die Grünphasen für Fußgänger an Lichtsignalanlagen (LSA) geprüft werden. Für Lichtsignalanlagen entlang der Kölner Straße (insbesondere Kreuzung Kölner Straße – Falltorstraße) sollten die Grünphasen für Fußgänger unter Einbezug des hohen Verkehrsaufkommens geprüft und eine Verlängerung der Grünphase abgewägt werden.

F7 - Blindenleitsystem an Gefahrenstellen anpassen/erweitern (B)

An Gefahrenpunkten sollte geprüft werden, ob punktuell wiederkehrend angebrachte taktile Elemente sinnvoll sind (z.B. Konrad-Adenauer-Platz im Brunnenbereich) [beachte Behindertengleichstellungsgesetz – BGG]

F8 - Pflege, Erhalt und Beleuchtung der Fußwege (B)

Die Fußwege sollten durch den städtischen Bauhof und das städtische Grünflächenamt regelmäßig gesäubert und vom Grünschnitt befreit werden.

Bauliche Mängel wie bspw. lose Pflastersteine sollten schnellstmöglich beseitigt werden .

Ausreichende Beleuchtung der Fußwege sollte gewährleistet sein. Patenschaften für Grünanlagen entlang von Fußwegen sollten stärker beworben werden.

F9 - Pflege und Erhalt von Fußgängerüberwegen 

Fußgängerüberwege sollten ausreichend ausgeleuchtet sein und regelmäßig auf Ihre Erkennbarkeit geprüft werden. Bei zu starker Abnutzung sollte eine Neumarkierung geprüft werden.

F10 - Schaffung einer neuen Wegeverbindung

Einrichtung einer fußläufigen Wegeverbindung zwischen dem Wohngebiet südlich der Overather Straße und nördlich der Friedrich-Offermann-Straße (L288) und der Innenstadt von Bensberg.

Die Verbindung sollte komfortabel und umwegefrei nutzbar sein und über Zuwegungen von den Häuserblocks und Erschließungsstraßen verfügen.

F11 - Prüfung der Anlage eines Katasters zum Zustand der Infrastruktur

Aufbau eines laufend zu pflegenden Katasters in welchem der Zustand der Fußwege festgehalten wird. Kann durch die Verwaltung und durch Bürgereingaben laufend erneuert werden (evtl. Eingabe über Smartphone/Handy einrichten). Maßnahmen können daraus abgeleitet und priorisiert werden. Gesamtes Stadtgebiet.

F12 - Verbesserung der Erkennbarkeit der Wegeverbindungen für den Fußverkehr 

Bergisch Gladbach verfügt in einigen Bereichen bereits über ein differenziertes Netz von Fußwegeverbindungen. Problematisch ist aber häufig die Wahrnehmung dieser Wege. Daher werden Maßnahmen geplant, die eine Verbesserung der Erkennbarkeit der Wege ermöglichen und dabei möglichst ohne eine Beschilderung auskommen. Dabei kann auf folgende Elemente zurückgegriffen werden:


· Gestaltung der unmittelbaren Umgebung des Weges
· Gestaltung des Belages (Einheitlichkeit, Farbgebung)
· Begrünung am Rand der Wege (Wiedererkennungseffekt)
· Beleuchtung
· Öffnung der Wege im Bereich der Sichtbeziehungen
· In Ausnahmenfällen: Beschilderung

F13 - Aufenthaltsqualität und Stadtmöblierung 

Auf frequentierten Fußwegeverbindungen und auf öffentlichen Plätzen sollte die Aufenthaltsqualität erhöht werden. Dabei ist auf die Belange der verschiedenen Zielgruppen zu achten (Leitsystem für Sehbehinderte, Spielgeräte für Kinder, Ruhebänke für ältere Personen).

Insbesondere in den Fußgängerzonen Stadtmitte und Bensberg sollte die Aufenthaltsqualität erhöht und im Zuge der Rahmenplanungen mit bedacht werden [beachte Behindertengleichstellungsgesetz – BGG]

F14 - Ampeln mit akustischen Signalen ausstatten (B) 

Für Personen mit Sehbehinderung erleichtern Lichtsignalanlagen mit akustischen Signalen die Teilnahme am Straßenverkehr. Insbesondere an frequentierten Kreuzungspunkten, vor Schulen und Seniorenheimen sowie an den Busbahnhöfen sollten die Lichtsignalanlagen damit ausgestattet werden. Bei Neu- und Umbaumaßnahmen von Lichtsignalanlagen sollte die Anbringung solcher Signalanlagen immer abgewogen und geprüft werden.

F15 - Anforderung an Lichtsignalanlagen ändern 

Zwang zur Grün-Anforderung bei LSA für Fuß- und Radverkehr beseitigen, Sicherheit(!). Freigabe an die jeweilige Grünphase für den motorisierten Individualverkehr (Pkw) koppeln.

Alle LSA auf dem Stadtgebiet bei denen die Grünphase für Fußgänger und Radfahrende nicht an diejenige des Kfz-Verkehrs gekoppelt ist (z.B. Saaler Straße/Gladbacher Straße) werden tageszeitabhängig diesbezüglich geändert bzw. dem Landesbetrieb gemeldet.