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Übernehmen

Fairtrade lebt

 Aufklärung und Engagement für die "Eine Welt" fängt bei den Kleinsten an! 

Zum Beispiel: Fairtrade im Bestattungsunternehmen - ein Interview mit David Roth

Was hat ein Bestatter mit Fairtrade zu tun?

David Roth: Wie die meisten Betriebe verbrauchen auch wir Produkte, die uns von anderen Firmen zugeliefert werden. Wir versuchen darauf zu achten, dass die meisten Produkte aus fairem Handel kommen, was manchmal schwierig ist. Gerade bei Grabsteinen, die ja einen gewissen Repräsentationscharakter haben sollen, wird manchmal nach Steinen mit einer polierten Oberfläche gefragt. Polierte Grabsteine werden teilweise in Indien gefertigt. Hier spielt das Thema Kinderarbeit eine Rolle. Wir raten deshalb vom Kauf dieser Steine ab.
Wir ermutigen die Leute einen „persönlicheren“ Stein auszusuchen, einen der hier aus der Region stamm. Es muss nicht unbedingt etwas Gekauftes sein, vor allem kein Stein, der um die ganze Welt gereist ist. Ein Grabstein muss nicht unbedingt glatt poliert sein. Er sollte Ecken und Kanten haben, wie der Mensch an den er erinnert.

Und wie sieht es mit Kaffee, Tee, Zucker und Säften aus, die Sie Ihren Kunden anbieten, bzw. selbst konsumieren?

David Roth: Kaffee, Tee und auch die Säfte, die wir hier konsumieren bzw. unseren Kunden anbieten, sind Fairtrade Produkte. Wir achten bei ziemlich allen Produkten darauf, unter welchen Bedingungen sie hergestellt und vertrieben werden. Wenn wir einmal nicht wissen, wo und wie ein Produkt entstanden ist, achten wir zumindest darauf, dass es ein Siegel hat, durch das wir seine Herkunft nachvollziehen können. Es ist uns wichtig, dass die Produkte, die wir beziehen, unter vernünftigen Bedingungen hergestellt und vertrieben werden.

Wissen Ihre Kunden, dass Sie bei Ihnen fair gehandelten Kaffee trinken?

David Roth: Wir hängen das nicht an die große Glocke. Wir bekommen immer wieder positive Rückmeldungen zu den Produkten, die wir den Leuten anbieten.

Gibt es noch andere Möglichkeiten in Ihrer Branche, auf regionale oder fair gehandelte Produkte zu achten, z.B. bei der Herstellung der Särge oder der Bezugsquelle der Textilien, mit denen die Särge ausgeschlagen werden?

David Roth: Ja, die gibt es. Wir handhaben das so, dass alle Produkte, die wir verwenden, sehr behutsam von uns ausgewählt werden. Vieles was hier entsteht, von Särgen oder Urnen bis hin zu den Kissen und Bezügen, kann von den Angehörigen hergestellt bzw. mit gestaltet werden. Bei Produkten, die wir nicht zuordnen können, schauen wir genau hin. Wenn nicht ersichtlich ist, wo sie ihren Ursprung haben, schauen wir uns nach Alternativen um.

Das Problem der Konsumenten ist immer wieder, dass Sie Handelswege nicht nachvollziehen können. Können Sie die Handelswege Ihrer Grabsteine, Särge und anderen Materialien nachvollziehen?

David Roth: Ja, lückenlos. Wir wissen wo wir kaufen und unter welchen Bedingungen hergestellt wird. Wir nehmen Kontakt zu den Produzenten auf und schauen uns auch gelegentlich deren Werkstätten an.

Viele Verbraucher trauen den Siegeln der fair gehandelten Produkte nicht. Glauben Sie, dass die Siegel zu Recht vergeben und die Produkte regelmäßig kontrolliert werden?

David Roth: Nach allem was wir über Fairtrade wissen, scheint es ein Siegel zu sein, das seine Berechtigung hat.

Danke für die Antworten!

Fair frühstücken in Bergisch Gladbach


Hier geht es zum Film von BergTV: https://vimeo.com/95976701

Fair frühstücken im Begegnungs-Café Himmel-un-Ääd in Schildgen
Altenberger-Dom-Str. 125

Titelerneuerung 2014

Fairtrade im ökumenischen Begegnungs-Café Himmel-un-Ääd in Schildgen
Himmel un Ääd macht mit!



Eine Welt Laden und Online-Einkauf

Fairtrade auf dem Refrather Markt

Eine-Welt-Kiosk im Ev. Gemeindezentrum Vürfels

Im evangelischen Gemeindezentrum Vürfels (Ecke Wittenbergstraße) in Refrath werden fair hergestellte und gehandelte Waren angeboten. Jeweils am 2. Sonntag im Monat nach dem Gottesdienst können weitgehend biologisch erzeugte Lebensmittel (z.B. Wein, Honig, Schokolade, Kaffee, Tee), aber auch eine Auswahl an Tüchern, Tischdekorationen u. a. aus dem fairen Handel eingekauft werden.

Die Partnergemeinden Mseroe und Mrieny des Gemeindebezirks Refrath (Evangelische Kirchengemeinde Bensberg) liegen am Hang des Kilimandscharo in Tansania. Dort freuen sich die Familien der Kleinbauern über den Erlös des Standes, der hauptsächlich den Kindern für Schulmaterial und Mittagsmahlzeiten zugutekommt. Aktuell unterstützt der Gemeindebezirks Refrath auch der Bau eines Speisesaals für die Grundschule. Das Gebäude bekommt eine Küche mit Energiesparherd und eine Regenwassersammelanlage.

Ansprechpartner: Else und Dr. Georg Festerling, ehrenamtliche Mitarbeiter der Evangelischen Kirchengemeinde Bensberg-Refrath

Fairtrade in den Katholischen Kirchengemeinden