Stadtentwicklung: ISEK 2030 – Integriertes Stadtentwicklungskonzept
Das Integrierte Stadtentwicklungskonzept ISEK 2030 betrachtet die räumliche Gesamtentwicklung der Stadt Bergisch Gladbach und befasst sich dabei sowohl mit kommunalen Fragestellungen als auch mit gesamtgesellschaftlichen Zukunftsthemen. Hierzu gehören zum Beispiel der demografische Wandel, Migration, die Finanzkrise, Klimaschutz, Segregation, Arbeitslosigkeit, Armut, Bildungschancen und soziale Gerechtigkeit. Vor dem Hintergrund des wirtschaftlichen Strukturwandels dient das ISEK 2030 vor allem dazu, Schwerpunkte für das planerische Handeln zu setzen. Darüber hinaus bildet es die Grundlage für räumliche Planungen wie den Flächennutzungsplan, dessen Neuaufstellung ab Ende 2011 erfolgen soll.
ISEK 2030 - interdisziplinär, integriert und zukunftsorientiert
Wie kann die Stadt Bergisch Gladbach den demografischen Wandel erfolgreich bewältigen? Auf welche Stärken kann man setzen? Welche Schwächen müssen behoben werden? Welche Standortansprüche haben Gewerbe und Unternehmen? Wo ergeben sich strukturelle Probleme in der Wohn- und Versorgungssituation? Wie können „alternde“ Quartiere „fit für die Zukunft“ gemacht werden? Wie kann privates Engagement aktiviert werden?
Um diese Fragen beantworten zu können, ist eine interdisziplinäre Herangehensweise bei der Erarbeitung des ISEK 2030 wichtig. So bündelt es die Ziele unterschiedlicher Fachplanungen innerhalb der Stadtverwaltung und verdichtet diese zu einem gesamtstädtischen, integrierten Entwicklungsleitbild. Die verantwortlichen Planerinnen und Planer haben die Aufgabe, die für die Stadtentwicklung relevanten Informationen und Aussagen zu filtern und Wissenslücken durch eigene Analysen und Vertiefungen zu schließen.
Das ISEK 2030 wird kreative und „unkonventionelle“ Handlungsvorschläge für kontrovers diskutierte Themen beinhalten. Deshalb werden Ideen und Vorschläge der Planerinnen und Planer intensiv mit den Bürgerinnen und Bürgern diskutiert und weiterentwickelt. Die Ergebnisse des ISEK 2030 werden im Sommer 2011 der Öffentlichkeit vorgestellt. Der Zwischenbericht steht
hier zum download bereit.
Anforderungen an eine zukunftsfähige Stadtentwicklung
Um die Stadtentwicklung fit für die Zukunft zu machen, wird das ISEK 2030 unterschiedliche Interessen zusammenführen. Hierzu zählen zum Beispiel:
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attraktive Wohnmöglichkeiten und ein städtebaulich hochwertiges, gesundes und sicheres Wohnumfeld
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städtische Räume mit eigenen Identitäten und lebendiger Geschichte
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gute Versorgungsmöglichkeiten mit Gütern des täglichen Bedarfs
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attraktive Standorte für Unternehmen, die sichere Arbeitsplätze bieten
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ein respektvolles Zusammenleben verschiedener Generationen und Kulturen
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passende Orte für Begegnungen, Kultur, Sport und attraktive Freizeitmöglichkeiten
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klimabewusste Bürgerinnen und Bürger und Unternehmen, die sparsam und schonend mit den natürlichen Ressourcen umgehen sowie Natur- und Naherholungsräume schützen
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eine gute Verkehrsinfrastruktur mit einem attraktiven ÖPNV-Angebot, damit Ziele in und außerhalb von Bergisch Gladbach in einem angemessenen Zeitraum erreicht werden können
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ein breites Spektrum von Bildungsangeboten für eine lebenslange Lernkultur und qualifizierte Arbeitskräfte (von morgen)
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ein gutes soziales Netzwerk, das zum Beispiel älteren Menschen, Menschen mit Behinderungen sowie Kindern und Jugendlichen Möglichkeiten und Räume für ihre Entfaltung schafft und bei Bedarf Betreuung anbietet
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die Nutzung von Potenzialen und Ressourcen für eine regionale Zusammenarbeit
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Stand 08.12.2011