Städtebauliche Rahmenkonzepte und Wettbewerbe
Städtebauliche Rahmenkonzepte unterscheiden sich von Bebauungsplänen in entscheidenden Punkten:
- Es gibt keine formell festgelegten Anforderungen an Inhalt oder Durchführung.
- Das flexible Instrument kommt zum Einsatz, um für größere zusammenhängende Stadtgebiete wie z.B. ein Ortsteilzentrum, Problemlagen zu analysieren, Potentiale der Entwicklung auszuloten und Zukunftsperspektiven der räumlichen, funktionalen und verkehrlichen Entwicklung aufzuzeigen.
- Häufig geht es darum, unterschiedliche Aspekte der räumlichen Entwicklung integriert zu betrachten. Man spricht dann von "integrierten Entwicklungskonzepten".
- Städtebauliche Rahmenkonzepte können aber auch nur zu bestimmten Themen wie zum Beispiel „Wohnen in der Stadt“ erstellt werden.
Ein Planungswettbewerb kann für die unterschiedlichsten Aufgaben zum Einsatz kommen, z.B.
- als Architekturwettbewerb für einzelne Gebäude
- freiraumplanerischer Wettbewerb, etwa für eine Parkanlage
- städtebaulich-landschaftsplanerischer Wettbewerb für ein neues Siedlungsgebiet u.ä.
Das Wettbewerbsverfahren läuft wie folgt ab:
- Mehrere konkurrierende Planungsbüros werden aufgefordert, ihr Planungskonzept zur Lösung der in der Auslobung benannten Aufgabenstellung abzuliefern.
- Eine Jury entscheidet dann über das beste Konzept.
Verwandte Verfahren, die häufig bei der Erstellung von städtebaulichen Rahmenkonzepten zum Einsatz kommen, sind Planungsworkshops oder –werkstätten. Häufig werden Instrumente zur Mitwirkung der Öffentlichkeit in die oben beschriebenen Verfahren integriert.