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Begleitende Ausstellung zur Regionale 2010: „Leben und Wohnen in der Gartensiedlung Gronauer Wald“ – Wer steuert verborgene Schätze bei?

„Entlang der Strunde“ heißt das Regionale-2010-Projekt, das die Lebens- und Aufenthaltsqualität im Umfeld des Flüsschens Strunde verbessern soll. An der Strunde liegt auch die Gronauer Gartensiedlung. Um Idee, Architektur, Historie und Zukunft dieser zu ihrer Zeit wegweisenden Siedlung zu erläutern, haben die projektbetreuenden Planer von StadtGrün in Zusammenarbeit mit Stadtarchiv, Freundeskreis Gartensiedlung Gronauer Wald und Stiftung Zanders eine Ausstellung geplant, die vom 20. Juni bis zum 17. Juli 2011 im Kulturhaus Zanders stattfinden soll.

Besonders interessant wäre es, wenn Schätze aus privatem Besitz die Ausstellung bereichern würden, denn ein wichtiger Leitgedanke des Regionale 2010-Prozesses ist die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger. Die Veranstalter rufen deshalb auch Privathaushalte zum Mitmachen auf.

Was wird gesucht?
Was die Art und Thematik der Exponate angeht, sind der Phantasie kaum Grenzen gesetzt. Ob aus Kaiser-Zeit, Nazi-Zeit oder Nachkriegszeit: Texte, Fotos, Pläne, Kauf- und andere Verträge, Dokumente zum Genossenschaftswesen, Gemälde, Presseartikel oder Tagebücher sind für die Organisatoren von Interesse. Auch Dokumente über persönliche Schicksale oder das Schaffen von Künstlern innerhalb der Siedlung sind willkommen.
Besonders aufschlussreich sind natürlich Fotomotive zu unterschiedlichen vorstellbaren Themenkreisen:
-Thema Garten: Grillfest, Tanz auf der Terrasse, Gartenarbeit, Tierhaltung, Bleichwiese, Rankgerüst oder blühender Fliederbusch
-Thema Architektur: Baustellen, Gebäude, Gebäudedetails, Innenraumgestaltung/Wohnkultur, Badezimmer/WC, Hausensembles und Straßenszenen
-Besondere Ereignisse: Brand, entwurzelte Bäume, Unfälle, Hochwasser, Straßenfeste, Karneval, Fronleichnam etc.
-Geselligkeit, Miteinander:
Bopps Weiher, Boot fahren, Bäckerei, Schusterei, Treffpunkt An der Eiche, Kinderspielplatz
-Personen des täglichen Lebens, Persönlichkeiten, seltsame Käuze:
Lieferanten, Milchmann, Schutzmann, Kartoffelmann, Kohlenwagen, usw.
Wer im Keller oder auf dem Dachboden, im Familienalbum oder in der Fotokiste verborgene Schätze gehortet hat, die zur Veröffentlichung in Frage kommen, werden gebeten, bis zum 15. April. 2011 mit Stadtarchivar Dr. Albert Eßer Kontakt aufzunehmen. Im Stadtarchiv werden die Unterlagen erfasst, auch wird im Einzelfall abgestimmt, wie mit den angebotenen Exponaten verfahren werden soll. Vor dem Hintergrund der angebotenen Exponate und der Ausstellungskonzeption wird dann geprüft, welche Leihgaben in der Ausstellung gezeigt werden können.

Insgesamt versprechen sich die städtischen Regionale 2010-Planer von der Ausstellung ein vielseitiges, facettenreiches Bild über das Leben in dieser besonderen Siedlung, die immerhin heute, mehr als hundert Jahre nach ihrer Gründung, noch als modern und richtungsweisend eingestuft wird. Folgerichtig spielt sie ganz aktuell im Regionale-Projekt „regio :grün - Entlang der Strunde" eine gewichtige Rolle: als „begleitende Maßnahme" mit umfangreichen Vorbereitungen zur Erhaltung des ursprünglichen Siedlungscharakters. Die Ausstellung „Leben und Wohnen in der Gartensiedlung" soll mithelfen, das Bild mit Eindrücken aus einem Jahrhundert Stadtgeschichte abzurunden und zu verfestigen.
Ansprechpartner und Abgabestelle für Ausstellungsbeiträge:
Stadtarchiv, Dr. Albert Eßer
Hauptstraße 310, 51465 Bergisch Gladbach
Tel. 02202-142208, Mail: archiv@stadt-gl.de