„Fluchtpunkt Bergisch Gladbach“

Fluchtpunkt-Spendenaktion beendet: 133.735,39 Euro für 39 Integrationsprojekte

Spenden für weitere Vorhaben auch 2016 willkommen

Spendenmarathon
Eine gute Idee, viele spendenfreudige Menschen und spannende Projekte – so lässt sich das Ergebnis des Bergisch Gladbacher Spendenmarathons zusammenfassen.

Der Startschuss fiel am 23. Oktober 2015. Bis zum 31. Januar 2016 wurde unter dem Motto „Fluchtpunkt Bergisch Gladbach – 100 Tage Spendenmarathon“ um Geldspenden für Flüchtlings- und Integrationsprojekte geworben. Zudem waren Initiativen, Privatpersonen und Organisationen aufgerufen, Förderprojekte vorzuschlagen.

46 Projekteideen mit einem Volumen von 218.000 Euro wurden formuliert. Insgesamt 133.735,39 Euro konnten nun an 39 Vorhaben vergeben werden. Gut 142.000 Euro sind im Spendentopf gelandet, davon wurden 62.000 Euro von der Bethe-Stiftung und der Stiftung für Solidarität und Menschenrechte, kurz SUM, als Verdopplungssumme überwiesen.

Eine Jury hat nun entschieden, welche Projekte von den Spenden profitieren werden. Die Ergebnisse stellte Bürgermeister Lutz Urbach gemeinsam mit Roswitha und Florian Bethe sowie Rolf-Albert Schmitz am Freitag, 8. April 2016, beim Pressegespräch vor.

Insgesamt zwölf Projekte beinhalten kreative Angebote wie z.B. Musikworkshops oder Bastelprojekte und Kunstaktionen im Kunstmuseum Villa Zanders. Auch Gesang und Theater sind weitere Schwerpunkte. So wird beispielsweise ein integrativer Chor für erwachsene Flüchtlinge und Einheimische gegründet. Für Chorleitung, Koordination und Sachkosten erhält dieses Projekt 3.300 Euro.

Weitere elf Projekte sind speziell für Flüchtlingskinder konzipiert.
So werden Pakete mit einer vernünftigen Schulausrüstung geschnürt. Wandertage oder Ausflüge in Schwimmbäder, Museen und zum Kindertheater können durchgeführt werden. Die Förderung für Grundschüler erfolgt in Form von Hausaufgabenhilfe, Deutschförderung und Leseclubs. Im Moment werden 160 Flüchtlingskinder im Grundschulalter auf diese Weise unterstützt. Mit einer Spendensumme von 2.000 Euro können jetzt neue Mentoren eingestellt und weitere Fördermittel angeschafft werden.

Auch sportliche Aktivitäten kommen nicht zu kurz: Ob regelmäßige Billardabende oder Fahrradtouren – die Projekte sind vielfältig. Eine Spendenaktion für Fahrräder soll den neuen Nachbarn außerdem mehr Mobilität verschaffen. 10.000 Euro stehen für die weitere Freizeitgestaltung zur Verfügung: Davon sollen unter anderem ein Kicker, ein Fahrradständer und ein Basketballkorb finanziert werden.

Zu einem gelungenen und ausgeglichen Miteinander gehören auch Räume der Begegnung. Regelmäßige Treffen von den Bewohnern der neuen Unterkünfte und den Nachbarn oder auch Treffpunkte für geflüchtete Frauen sind wichtig für die Integration und können nun umgesetzt werden. Eine Möglichkeit der Begegnung ist auch das gemeinsame Kochen. Gleich zwei Kochprojekte werden mit insgesamt 2.500 Euro gefördert, um so den kulturellen Austausch zu fördern.

Wo finde ich einen Arbeitsplatz? Wo einen geeigneten Sportverein für mein Kind? Verschiedene Projekte sollen die geflüchteten Menschen bei der Beantwortung dieser und anderer Fragen unterstützen. Ob ein persönliches Gespräch, die Unterstützung einer internationalen Vorbereitungsklasse oder die Vermittlung von Dolmetschern, das Ziel, die Menschen auf ein selbstständiges Leben in Deutschland vorzubereiten steht hier im Mittelpunkt. Doch neben dem Ankommen darf auch der Kontakt in die Heimat nicht vernachlässigt werden: Das Projekt „FreiFunk“ bietet Flüchtlingen kostenfreies Wlan und wird mit 400 Euro unterstützt. Durch diese Förderung können die Bewohnerinnen und Bewohner der jeweiligen Unterkunft den Kontakt zu Familie und Freunden halten oder online auf Jobsuche gehen.

Ein Kriterium für die Bewilligung der Spendengelder war unter anderem, dass ehrenamtliches Engagement finanziell so unterstützt wird, indem Sachmittel beispielsweise für die Fahrradreparatur, einen Ausflug oder Lebensmittel erstattet werden. In den Bereichen, in dem für hauptamtliche Kräfte ein Honorar gezahlt wird, wurden Kürzungen vorgenommen.

Die Stadt Bergisch Gladbach wird auch in Zukunft weiter Spenden sammeln und diese für Projekte auszahlen. „Es ist wirklich beeindruckend, wie viele Menschen in Bergisch Gladbach tatkräftig mit anpacken, um das Ankommen und Leben der Flüchtlinge besser zu gestalten“, sind sich Bürgermeister Lutz Urbach und die Stiftungs-Vertreter einig.

Das Spendenkonto der Stadt Bergisch Gladbach bei der Kreissparkasse Köln lautet:
IBAN: DE25 3705 0299 0311 5707 53
BIC: COKSDE33XXX
Stichwort: Fluchtpunkt Bergisch Gladbach

Kontakt & Feedback

zum Kontaktformular Wir helfen Ihnen gerne weiter! Nutzen Sie hierzu einfach
unser

RSS-Feed

RSS-Feed Abonnieren Sie unsere News per RSS-Feed und halten Sie sich auf dem neusten Stand.
Wetter Bergisch Gladbach