Nachhaltiges kommunales Flächenmanagement
In Deutschland war jahrelang der Flächenverbrauch - die Umwandlung von unbebauten Flächen in Siedlungs- und Verkehrsflächen - mit über 110 Hektar pro Tag sehr hoch. Deshalb hat der Rat für Nachhaltige Entwicklung im Jahr 2002 die Nationale Nachhaltigkeitsstrategie und das 30-ha-Ziel bis zum Jahr 2020 aufgestellt. Ziel ist es, den Flächenverbrauch auf 30 Hektar pro Tag zu reduzieren.
Vor diesem Hintergrund wurde in vier Kommunen von der Landesarbeitsgemeinschaft Agenda 21 NRW e.V. das Modellprojekt „Flächenmanagement als partizipativer Prozess einer nachhaltigen Stadtentwicklung“ konzipiert, in die kommunale Praxis umgesetzt und durch eine Projektförderung des Ministeriums für Umwelt- und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz unterstützt.
Durch dieses Modellprojekt konnte ein wirkungsvolles Planungs- und Umsetzungsinstrument für eine flächenschonende Stadtentwicklung gewonnen werden. Die vier Modellkommunen für dieses Projekt waren Arnsberg, Bottrop, Emsdetten und Minden. Die Laufzeit betrug zwei Jahre (2005-2007) und es ist gelungen durch dieses Modellprojekt ein wirkungsvolles und effizientes Planungs- und Umsetzungsinstrument zu schaffen und in die kommunale Praxis der nachhaltigen Stadtentwicklung einzuführen.
Zu der Weiterverbreitung dieses Flächenmanagementsystems wurde 2008 von der Landesarbeitsgemeinschaft Agenda 21 NRW e.V. das Nachfolgeprojekt „Nachhaltiges kommunales Flächenmanagement“ ins Leben gerufen, welches bis 2010 durchgeführt wurde. An dem Projekt nahmen zwölf Kommunen aus NRW teil: Bergisch Gladbach, Haan, Hellenthal, Moers, Porta Westfalica, Ratingen, Rheine sowie die Region Südliches Paderborner Land mit den Kommunen Bad Wünnenberg, Borchen, Büren, Lichtenau und Salzkotten.
Ziel dieses Nachfolgeprojektes war, die in dem Modellprojekt gewonnenen Erkenntnisse und Ergebnisse systematisch in weiteren Kommunen in NRW zu erproben. Die Erfahrungen aus dem vorangegangenen Modellprojekt wurden mit verschiedenen inhaltlichen Schwerpunkten zu Modulen zusammengefasst, aus denen die am Projekt teilnehmenden Kommunen frei wählen und kombinieren konnten. In einem intensiven Beteiligungsprozess wurden in den Kommunen Handlungsprogramme erarbeitet, welche Teile der Flächenberichte sind.
Das im Flächenbericht 2009 der Stadt Bergisch Gladbach enthaltene Handlungsprogramm wurde am 03.12.2009 und der Flächenbericht selbst wurde am 23.02.2010 vom Ausschuss für Stadtentwicklung, demografischen Wandel, soziale Sicherung, Integration, Gleistellung von Frau und Mann beschlossen.
Der Flächenbericht 2009 steht hier zum Download (Drucksache 0030/2010) zur Verfügung.
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Stand 07.11.2011