"fairliebt in Bergisch Gladbach"
Die städtische Kampagne zur Förderung des Fairen Handels
Bergisch Gladbach ist Fairtrade-Stadt!
Als eine von weltweit über 1000 Städten darf Bergisch Gladbach seit Anfang dieses Jahres den Titel „Fairtrade-Stadt“ tragen.
In den Kreis der „Fairtrade-Towns“ werden Städte aufgenommen, die sich durch ein hohes Maß an Engagement für den Fairen Handel auszeichnen.
Im Rahmen unserer Bewerbung um den Titel haben wir die städtische Fairtrade Kampagne unter dem Motto „fairliebt in Bergisch Gladbach“ ins Leben gerufen.
Was bedeutet Fairtrade?
"Fairtrade" ist englisch und bedeutet "Fairer Handel".
Bauernfamilien und Plantagenangestellte leben unter dem Druck des Weltmarktes, der schwankenden Preise und des ausbeuterischen lokalen Zwischenhandels. Die Folgen reichen von Verschuldung über Arbeitslosigkeit bis zu Verelendung. Alternativen zur angestammten Produktion gibt es häufig nur wenige und diese beinhalten leider auch Drogenanbau, Prostitution, Kinderarbeit, Flucht in die Elendsviertel der Großstädte oder Emigration. Die Stärkung des Fairen Handels ist die effizienteste Art der Entwicklungsförderung!
Vom Fairen Handel spricht man, wenn bestimmte Kriterien und Bedingungen bei der Herstellung und dem Verkauf von Produkten sowie der Verwendung der damit erzielten Erlöse erfüllt sind. So fließt der Erlös fair gehandelter Produkte in die Förderung sozialer und ökologischer Projekte, welche die persönlichen Lebensbedingungen der arbeitenden Menschen verbessern.
In Dörfern können bspw. Brunnen und Schulen gebaut werden.
Der Faire Handel fördert einen globalverantwortungsvollen und nachhaltigen Umgang mit der Natur und ihren Ressourcen und bietet den Produzenten in den so genannten Entwicklungsländern gerechte, also über dem Weltmarktniveau liegende Preise für ihre Produkte sowie stabile langjährige Abnahmeverträge.
Durch regelmäßige Kontrollen der Arbeitsbedingungen können sich Produzenten und Konsumenten auf Augenhöhe begegnen.
Warum unterstützt die Stadt Bergisch Gladbach den Fairen Handel?
Mit Unterzeichnung der Resolution zur Bekämpfung ausbeuterischer Kinderarbeit am 12. Juni 2010 hat sich die Stadt Bergisch Gladbach dazu verpflichtet, aktiv an der Bekämpfung ausbeuterischer Kinderarbeit mitzuwirken sowie die Stärkung des Fairen Handels zu unterstützen.
Im Kampf um Kinderrechte ist das Mittel erster Wahl, solchen Produkten den Vorzug zu geben, die als Fairtrade Produkte gekennzeichnet sind. Waren aus dem zertifizierten Fairen Handel garantieren den Ausschluss von illegaler Kinderarbeit.
Aktionen der Stadt rund um das Thema Fairer Handel
Was bedeutet der Titel Fairtrade-Stadt?
Die weltweite Kampagne „Fairtrade-Towns“ wurde 2000 in England ins Leben gerufen. Seither wurden knapp 1000 Städte als „Fairtrade-Town“ ausgezeichnet, darunter San Francisco, Rom, London und Brüssel. 2009 ist die Kampagne auch in Deutschland angekommen. Hier läuft der Wettbewerb unter dem Namen „Fairtrade-Stadt“.
Als erste „Fairtrade-Stadt“ Deutschlands wurde 2009 Saarbrücken ausgezeichnet. Seither folgen Monat für Monat bundesweit mehr Städte, Kreise und Gemeinden. Inzwischen tragen knapp 40 deutsche Städte den Titel „Fairtrade-Stadt“, darunter:
Augsburg, Bonn, Dortmund, Frankfurt a.M., Hamburg, Hannover, Karlsruhe, Neuss, Nürnberg, Trier, Tübingen, Wolfsburg, Wuppertal.
Die Auszeichnung „Fairtrade-Stadt“ verleiht der Kölner Verein TransFair e.V. für jeweils zwei Jahre. Danach wird überprüft, ob die Stadt noch die Kriterien der Kampagne erfüllt.
Welche Kriterien musste Bergisch Gladbach für den Titel "Fairtrade-Stadt" erfüllen?
Um den Titel „Fairtrade-Stadt“ zu erhalten, müssen fünf Kriterien erfüllt werden:
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Ratsbeschlüsse:
a. Es liegt ein Beschluss der Kommune vor, dass bei allen Sitzungen der Ausschüsse und des Rates sowie im Bürgermeisterbüro fair gehandelter Kaffee sowie ein weiteres Produkt aus fairem Handel verwendet wird (z.B. Tee oder Orangensaft).
b. Es wird der Beschluss getroffen, als Stadt den Titel „Fairtrade-Stadt“ anzustreben.
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Gründung einer lokalen Steuerungsgruppe
Eine lokale Steuerungsgruppe koordiniert die Aktivitäten vor Ort.
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Beteiligung des lokalen Einzelhandels, von Cafés und Restaurants
Für die Stadt Bergisch Gladbach mit knapp unter 110.000 Einwohnern müssen 21 Geschäfte und 11 Gastronomiebetriebe fair gehandelte Produkte anbieten oder verwen-den.
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Bildungsaktivitäten in Schulen, Vereinen, Kirchen
In öffentlichen Einrichtungen wie Schulen werden Fairtrade-Produkte angeboten und es werden dort Bildungsaktivitäten zum Thema „Fairer Handel“ durchgeführt.
Bei einer Einwohnerzahl unter 200.000 muss jeweils eine Schule, ein Verein und eine Kirche gewonnen werden, die mindestens einmal im Jahr eine attraktive Aktion durchführen.
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Die örtlichen Medien berichten über die Aktivitäten auf dem Weg zur „Fairtrade-Stadt“. In mindestens vier Artikeln pro Jahr sollte über die Aktion berichtet werden.
Handeln Sie fair?
Mehr als ein Drittel der Deutschen denkt, dass der Faire Handel eine gute Sache ist.
Doch nur bei sehr wenigen der Befragten finden fair gehandelte Waren regelmäßig Platz im Einkaufswagen. Es gibt also noch eine große Kluft zwischen der geäußerten Haltung zur Idee des Fairen Handels und der späteren Kaufentscheidung. Ethisches Bewusstsein und praktizierter Konsum fallen leider noch allzu oft auseinander. Ein wichtiger Baustein um diese Lücke zu schließen ist die Vermittlung von Informationen über den Fairen Handel.
Die städtische Fairtrade Kampagne steht unter dem Motto "fairliebt in Bergisch Gladbach"
Das weltweit anerkannte Fairtrade Siegel ist nur eines unter vielen Siegeln des Fairen Handels.
Eine Orientierungshilfe bietet unsere Siegelkunde
Die Stadt Bergisch Gladbach beteiligt sich an der weltweiten Kampagne "
Fairtrade-Towns".
Sind die fünf Kriterien erfüllt, wird die Stadt Bergisch Gladbach mit einer Urkunde ausgezeichnet und darf den Titel "Fairtrade-Stadt" tragen.
Um Fairtrade-Stadt zu werden, muss bei Sitzungen der Ausschüsse und des Rates fair gehandelter Kaffee und ein weiteres Produkt aus Fairem Handel verwendet werden.
Handeln Sie Fair? Die Auswahl an Fair gehandelten Produkten im Handel wächst.
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