Dichtheitsprüfung

Ablauf der Dichtheitsprüfung

Vor der eigentlichen Dichtheitsprüfung sind eine Reinigung und eine optische Inspektion (Kamerabefahrung) der Grund- und Anschlussleitungen erforderlich. Diese Vorarbeiten erfolgen in der Regel ohne Aufgrabung und ohne Eingriff in die Bausubstanz.
Die Reinigung erfolgt im Regelfall durch den Einsatz von Hochdruck-Spüldüsen, die entweder über Revisionsschächte oder -klappen vom Grundstück her eingeführt werden und in Fließrichtung des Abwassers spülen.

Wird die Hausanschluss- bzw. Grundleitung im Zuge der Kamerabefahrung als augenscheinlich schadensfrei klassifiziert, gilt die Prüfung als bestanden. Werden Schäden festgestellt, muss nach der Sanierung eine Druckprüfung durchgeführt werden.
Eine Druckprüfung für Abwasserleitungen kann mit Wasser oder Luft durchgeführt werden. Bei Grundleitungssystemen erfolgt diese oftmals mit Wasser. Nach dem Absperren der Leitung wird das Grundleitungssystem bis zur Oberkante des tiefsten Entwässerungsgegenstandes mit Wasser befüllt und über einen bestimmten Zeitraum gehalten (i.d.R. 15 min). Während dieser Zeit wird der Wasserverlust gemessen. Die Prüfung gilt als bestanden, wenn ein bestimmter, vom Rohrmaterial und von der benetzten Rohrinnenfläche abhängiger, Wasserverlust nicht überschritten wird. Grund- und Anschlussleitungen werden i.d.R. mit Wasser auf ihre Dichtheit geprüft.

Das Prüfprotokoll und eine Lageskizze sind beim Abwasserwerk der Stadt Bergisch Gladbach, Wilhelm Wagener Platz 1, 51429 Bergisch Gladbach einzureichen.

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